Königsdorf (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Königsdorf
Königsdorf (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Königsdorf hervorgehoben
47.81666666666711.483333333333625Koordinaten: 47° 49′ N, 11° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 625 m ü. NN
Fläche: 45,69 km²
Einwohner:

2948 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82549
Vorwahlen: 08179 (08046, 08171)
Kfz-Kennzeichen: TÖLVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 134
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 54
82549 Königsdorf
Webpräsenz: www.gemeinde-koenigsdorf.de
Bürgermeister: Anton Demmel (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Laurentius

Königsdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Gemeindeteile sind:[2]
Au, Berg, Boschhof, Brand, Brandl, Graben, Grafing, Heigl, Höfen, Königsdorf, Kreut, Lindenrain, Mooseurach, Niederham, Osterhofen, Pföderl, Rothmühle, Schönrain, Schuß, Schwaighofen, Sonnenhofen, Wiesen und Zellwies.

Geschichte [Bearbeiten]

Die erste urkundlichen Erwähnung stammt von 778. Im 14. Jahrhundert, nach Aussterben der "Nobiles de Chumizdorf", übernahm das Geschlecht der Höhenkircher die offene Hofmark Königsdorf und verkaufte diese während des Dreißigjährigen Krieges an das Kloster Benediktbeuern. In den Bairischen Landtafeln des Philipp Apian von 1568 wird der Ort noch als "Kumbsdorf" bezeichnet.

Am 16. Dezember 1705 fand im Wirtshaus „Post“ in Königsdorf ein Treffen von je drei Wirten aus München und Tölz statt. Christian Probst berichtet über das von Johann Jäger organisierte Gespräch in dem die Befreiung Münchens geplant wurde. Diese schlug fehl und ging als „Sendlinger Mordweihnacht“ in die Geschichte ein.

Königsdorf wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Das Gelände der ehemaligen "Oberen Rothmühle" wurde von 1936 bis 1945 von der Hitlerjugend als sogenanntes Hochlandlager genutzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde dieses Lager aufgelöst und dem DP-Lager Föhrenwald angegliedert. Es diente in der folgenden Zeit unter anderem zur Ausbildung von Überlebenden des Holocaust zu Offizieren des neu zu gründenden Staates Israel. Die Ausbildung unter der Leitung der zionistischen Untergrundorganisation Hagana wurde 1948 eingestellt. Heute befindet sich auf dem Gelände die Jugendsiedlung Hochland, eine Jugendbildungsstätte des Bezirks Oberbayern.

Am 1. April 1950 wurden Gebietsteile zur Bildung der neuen Gemeinde Geretsried an diese abgetreten.[3]

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Schönrain eingegliedert.[4]

Politik [Bearbeiten]

Gemeinderat [Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,3 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     5 Sitze  (32,6 %)
  Freie Wählergemeinschaft 5 Sitze (38,3 %)
  Unabhängige Bürgerliste 4 Sitze (29,1 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen [Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Blau und Silber; oben eine goldene Laubkrone, unten ein von Schwarz und Rot geteilter Schräglinksbalken.

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Königsdorf (Bayern)

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 68.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 569.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Königsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien