Wolfratshausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Asteroid siehe (18520) Wolfratshausen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wolfratshausen
Wolfratshausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wolfratshausen hervorgehoben
47.91416666666711.418611111111576Koordinaten: 47° 55′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 576 m ü. NHN
Fläche: 9,13 km²
Einwohner: 17.843 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1954 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82515
Vorwahl: 08171
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 147
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marienplatz 1
82515 Wolfratshausen
Webpräsenz: www.wolfratshausen.de
Bürgermeister: Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen)
Lage der Stadt Wolfratshausen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger See Ammersee Österreich Landkreis Ebersberg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Miesbach Landkreis München Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Wolfratshauser Forst Pupplinger Au Pupplinger Au Bad Heilbrunn Bad Tölz Benediktbeuern Bichl Dietramszell Egling Eurasburg (Oberbayern) Gaißach Geretsried Greiling Icking Jachenau Kochel am See Königsdorf (Bayern) Lenggries Münsing Reichersbeuern Sachsenkam Schlehdorf Wackersberg WolfratshausenKarte
Über dieses Bild
Stich der Burg Wolfratshausen von Michael Wening
Wolfratshausen auf einer Ansichtskarte von 1897
Altstadt von Wolfratshausen
Straße: Berggasse-Obermarkt

Wolfratshausen ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Geographie[Bearbeiten]

Wolfratshausen gehört zu der Region Bayrisches Oberland und liegt in den Flusstälern von Loisach und Isar. Die Loisach mündet unmittelbar nördlich der Stadt im Bereich der Pupplinger Au in die Isar (sogenannter Isarspitz). Die Landeshauptstadt München liegt ca. 30 km nördlich.

Das Stadtgebiet grenzt südlich unmittelbar an die Nachbarstadt Geretsried. Daraus ergibt sich ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit über 40.000 Einwohnern bzw. ein gemeinsames Mittelzentrum in der Region Bayerisches Oberland.

Wappen[Bearbeiten]

Der Wolf im Wappen der Stadt ist seit ungefähr dem Anfang des 15. Jahrhunderts das Wappentier Wolfratshausens. Im Laufe der Jahrhunderte soll er aber auch hin und wieder als Fuchs dargestellt worden sein. Der Name der Stadt leitet sich allerdings vermutlich vom Namen „Wolfrat“ ab, anfangs lautete der Name Wolveradeshusun.

Geschichte[Bearbeiten]

Wolfratshausen fand seine erste Erwähnung als „Wolueradeshusun“ in einer Urkunde des Königs Heinrich II. vom 30. Juni 1003, am Hofe von Regensburg in Zusammenhang mit der Abgrenzung eines Jagdgebietes.

Die Wolfratshauser Burg wurde im Jahr 1116 von den Grafen von Wolfratshausen, einer Seitenlinie der Dießen-Andechser Grafen errichtet.

Im Jahre 1280 wurde Wolfratshausen erstmals als Markt bezeichnet. Ab dem 12. Jahrhundert legten Flöße von Wolfratshausen Richtung München ab. Es wurden hauptsächlich Baumaterialien transportiert. Seit dem 13. Jahrhundert ist Wolfratshausen Sitz eines Landgerichts.

Im Jahre 1632 – während des Dreißigjährigen Kriegs – brachen die Schweden in Wolfratshausen ein, steckten viele Gebäude (u. a. die Kirche) in Brand und töteten zahlreiche Bewohner. 1634 brachten spanische Soldaten die Pest nach Wolfratshausen, durch die wieder zahlreiche Einwohner starben. Am 7. April 1734 zerstörte die Explosion von mehr als 17 Tonnen Pulver nach einem Blitzeinschlag in den Pulverturm die Burg. Die Steine der Ruine wurden zum Bau der Münchner Residenz und vieler Wolfratshauser Häuser verwendet. Die Floßfahrt erreichte 1848 ihren Höhepunkt mit jährlich ca. 5800 Flößen. 1853 erlebte Wolfratshausen das größte Hochwasser seiner Geschichte. Der TSV-Wolfratshausen, der älteste Sportverein im Altlandkreis, wurde 1864 gegründet, die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1865. 1870/71 fielen fünf Wolfratshauser im Deutsch-Französischen Krieg. 1874 brannte der Obermarkt. Zahlreiche Gebäude zwischen dem „Peterbäck“ und dem Gasthaus zur Post wurden ein Raub der Flammen. Am 27. Juli 1891 nahm die Isartalbahn ihren Betrieb auf und beförderte Personen und Fracht von und nach München. 1894 hielt die Elektrizität durch den Umbau der alten Kastenmühle in ein Wasserkraftwerk Einzug.

1901 wurde die Pupplinger Au unter Naturschutz gestellt. 1902 bekam Wolfratshausen sein Bezirksamt (alte Bezeichnung für Landratsamt) wieder zurück, nachdem es ab 1862 von München aus verwaltet worden war. 1911 begann der Ausbau der Staatsstraße am Wolfratshauser Berg. Ein Erdbeben mittlerer Stärke verursachte Schäden. Während des 1914 ausgebrochenen Ersten Weltkrieges verloren 85 Wolfratshauser ihr Leben an der Front. Aufgrund der zunehmenden Motorisierung und der damit einhergehenden Steigerung des Verkehrs beschloss der Gemeinderat, ab 1. Januar 1920 auf den Pflasterzoll zu verzichten. Der Loisachkanal wurde 1924 fertiggestellt. 1928 war die Zeit des Hochwassers endlich vorbei. Die Loisach wurde begradigt und die neue obere Loisachbrücke wurde dem Verkehr übergeben. 1933 übernahmen die Nationalsozialisten das Wolfratshausener Rathaus. Immerhin konnte eine rein jüdische hauswirtschaftliche Frauenfachschule in einer Gründerzeitvilla noch bis zu den Novemberpogromen 1938 weiter existieren. Dann mussten aber die Schülerinnen binnen zweier Stunden den Ort verlassen, die Schule wurde geräumt und nach dem Krieg abgerissen.

1937 wurde im Staatsforst Wolfratshausen mit dem Bau einer Sprengstofffabrik und den Unterkünften für deren deutsche Arbeiter und ausländische Zwangsarbeiter begonnen. Nach dem Krieg entstand aus einem dieser Lager, dem ehemaligen Lager Föhrenwald, ein Lager für sogenannte „displaced persons“, 1957 dann der Ortsteil Waldram. Auf dem weitläufigen Gelände im Staatsforst entstand im Laufe der Jahre die Stadt Geretsried (Gerolzried). Bis auf die Sprengung der oberen Loisachbrücke im Jahr 1945 blieb Wolfratshausen in beiden Weltkriegen von schwerwiegenden Schäden verschont. Der Markt wurde den Amerikanern kampflos übergeben. Leider verloren jedoch 160 Wolfratshauser ihr Leben während des Zweiten Weltkrieges. Kurz vor Kriegsende wurden KZ-Häftlinge durch Wolfratshausen getrieben. An den Elendszug erinnern noch heute viele Denkmäler entlang der Wegstrecke.

Am 25. Januar 1946 wurde bei der ersten Kommunalwahl demokratisch eine Gemeindeverwaltung gewählt. 1961 wurde der bisherige Markt zur Stadt erhoben. 1962 entstand der Neubau der Grund- und Hauptschule Waldram. Das neue Kreiskrankenhaus wurde 1966 eingeweiht. Am 1. Juli 1972 entstand im Zuge der Gebietsreform aus den früheren Landkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen der neue Landkreis Bad Tölz, der am 1. Mai 1973 in Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen umbenannt wurde. Im Jahr 1972 fuhr die S-Bahn erstmals bis in die Loisachstadt.

Das Kulturzentrum Loisachhalle wurde 1980 eingeweiht. 20 Jahre später wurde sie wegen Baumängeln und nicht mehr ausreichendem Brandschutz geschlossen. Nach langwierigen Finanzierungsverhandlungen wurde die Halle modernisiert und im Juli 2009 wieder in Betrieb genommen.

Der damalige bayerische Innenminister Edmund Stoiber setzte 1989 den Grundstein für die neue, 142 Meter lange und ca. 4,3 Millionen Euro teure, Marienbrücke. Ein großer Finanzskandal erschütterte 1994 Wolfratshausen. Beamte der Oberfinanzdirektion und Staatsanwaltschaft durchsuchten nach einer anonymen Anzeige das Finanzamt Wolfratshausen. Vier Beamte wurden in Haft genommen.

Am 11. Januar 2002 trafen sich Edmund Stoiber und Angela Merkel zum „Wolfratshauser Frühstück“, bei dem die sogenannte K-Frage entschieden wurde. 2003 feierte Wolfratshausen sein 1000-jähriges Bestehen. Im August 2005 wurde der Markt zur Einbahnstraße.

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Weidach eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2008[3]
Wahlbeteiligung: 60,5 %
 %
40
30
20
10
0
37,2 %
31,8 %
20,7 %
10,3 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Bürgervereinigung e.V.

Folgende Fraktionen bilden den Stadtrat (2008):

  • CSU: 9 Stadträte
  • Bürgervereinigung Wolfratshausen: 8 Stadträte
  • SPD: 5 Stadträte
  • GRÜNE: 2 Stadträte

Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Helmut Forster (Bürgervereinigung Wolfratshausen e. V.). Den Posten des zweiten Bürgermeisters bekleidet Peter Plößl (CSU). Die dritte Bürgermeisterin stellt die SPD mit Christine Noisser.

Wahlen[Bearbeiten]

Bei den Landtagswahlen am 21. September 2003 lag die Wahlbeteiligung bei 65,6 %. Die meisten Stimmen erhielt dabei die CSU (64,6 %).

Bei den Europawahlen ist die Wahlbeteiligung, ähnlich wie im Bundesdurchschnitt, deutlich geringer: Bei der Wahl am 13. Juni 2004 lag sie bei 44,1 %. Stärkste Partei wurde auch hier die CSU mit 57,5 %.

Die Wahlbeteiligung bei der letzten Bürgermeisterwahl am 2. März 2008 lag bei 60,85 % (2002 = 66,51 %). Bei der am 16. März 2008 durchgeführten Stichwahl sank diese auf 55,71 %. Hier ging der Vertreter der Bürgervereinigung-Wolfratshausen, Helmut Forster, mit 62,85 % als Sieger hervor. Er löste somit am 1. Mai 2008 Rainer Berchtold (SPD) als Bürgermeister ab.

Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 gaben 9.787 Wolfratshauser ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 76,16 % entspricht. Stärkste Partei war die CSU mit 50,95 %.

Haushalt[Bearbeiten]

Schuldenentwicklung in EUR (seit 2009):

  • 2009: 16.113.743 (pro Kopf 0907)
  • 2010: 18.876.336 (pro Kopf 1054)
  • 2011: 18.153.582 (pro Kopf 1012)
  • 2012: 17.347.347 (pro Kopf 0966)
  • 2013: 16.568.447 (pro Kopf 0923)

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Wolfratshausen gliedert sich in folgende Stadtteile:

Religion[Bearbeiten]

46,5 % der Bevölkerung von Wolfratshausen sind katholisch und 17,5 % evangelisch.

(Stand lt. Wolfratshausen aktuell, Ausgabe 1/2013, Stichtag 31. Dezember 2012).

Demografie[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2012 lebten 19.201 Personen in Wolfratshausen, davon 17.948 mit dem Hauptwohnsitz. Bei den Altersgruppen stellen die 19 bis 65-jährigen den größten Anteil (61,1 %) und die 15 bis 18-jährigen den kleinsten Anteil (16,7 %). Der Ausländeranteil lag bei 10,85 %.

Geburten

  • 2009: 170
  • 2010: 171
  • 2011: 158
  • 2012: 174

Todesfälle

  • 2009: 263
  • 2010: 286
  • 2011: 310
  • 2012: 302

(Quelle: Wolfratshausen aktuell, Ausgabe 1/2013)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber in Wolfratshausen ist die EagleBurgmann Germany GmbH & Co. KG mit mehr als 5000 Mitarbeitern, mehr als 1000 davon in den Werken Wolfratshausen und Eurasburg. Sie wurde von Feodor Burgmann 1884 in Dresden unter dem Namen „Feodor Burgmann Handelsgesellschaft in technischen Artikeln“ gegründet. 1951 wurde der Unternehmenssitz nach Wolfratshausen verlagert. Die Säule des Geschäfts bildet die Herstellung und der Vertrieb von Gleitringdichtungen. Seit März 2004 ist Burgmann eine von zehn operativ selbständigen Geschäftsgruppen der Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim und bildet zusammen mit Eagle Industry, Japan, eine weltweite Allianz (EagleBurgmann) für Dichtungstechnik. Wolfratshausen ist Unternehmenssitz des Chemieunternehmens TUNAP.

In Wolfratshausen steht zudem das zweite Möbelhaus des Handelsunternehmens Möbel Mahler mit beinahe 40.000 m² Verkaufsfläche.

Partner- und Patenschaften[Bearbeiten]

  • Wolfratshausen unterhält mehrere Städtepartnerschaften: Seit dem 26. September 1970 mit dem französischen Barbezieux-Saint-Hilaire, seit 1983 mit der italienischen Gemeinde Manzano, seit 14. Oktober 1987 mit dem japanischen Iruma und mit der ukrainischen Stadt Brody.
  • Zur Stadterhebung im Jahre 1961 hat die Stadt Bad Tölz für die damals junge Stadt Wolfratshausen eine Patenschaft übernommen.
  • Flottendienstboot A52 Oste, seit September 2003

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Freizeit[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche „St.Andreas“ (erbaut 1484, 1626 nach einem Brand erneuert)
  • Der Humplbräu (1619 erstmals urkundlich erwähnt)
  • Altstadt (seit August 2005 verkehrsberuhigter Einbahnstraßenverkehr)
  • Das Schwankl-Eck
  • Loisachhalle

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum (zur 1000-Jahr-Feier im Jahr 2003 erweitert und renoviert)

Freizeit und Ausflugsziele[Bearbeiten]

  • Freizeitpark Märchenwald im Isartal (eröffnet 1968). Viele Attraktionen warten hier auf Jung und Alt, zum Beispiel die „Oachkatzl“-Achterbahn.
  • Isar-Floßfahrten
  • Burg Wolfratshausen: Auch wenn nur mehr ein Gedenkstein und einige Tuffsteinreste an die Burg erinnern, kann man doch die Ausmaße erahnen. 1734 wurde die Burg durch eine von einem Blitzschlag ausgelöste Explosion des Pulverturms zerstört.
  • Eine Wanderung durch den Bergwald eröffnet malerische Blicke auf das gesamte Stadtgebiet und die Gipfel des Karwendel- und Wettersteingebirges vom Wendelstein im Osten bis zur Zugspitze im Süden.
  • Radtouren oder Inlineskaten durch das Naturschutzgebiet Isarauen/Pupplinger Au.
  • Der japanische Garten Yuko Nihon Teien, ein Geschenk der japanischen Partnerstadt Iruma.
  • Radtour zum Starnberger See (Entfernung etwa zwölf Kilometer)
  • Die Via Bavarica Tyrolensis, ein 225 km langer Radweg von München durch die Tiroler Gebirgswelt ins Inntal, führt durch die Pupplinger Au.
  • Skifahren, besonders für Kinder, an den Liften in Peretshofen und Beuerberg. Die großen Skigebiete können innerhalb von ein bis zwei Stunden erreicht werden.
  • Langläufer finden ca. 200 km Loipen in der Umgebung.

Schulen und Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Klecks, Schule der Phantasie e. V.:[4] Bei dem im Jahre 1999 gegründeten Verein handelt es sich um eine der größten freien Kunstschulen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Bayern. Aufgabe der Kunstschule ist es, die künstlerische Persönlichkeitsentwicklung über den Weg der kreativen Selbsterfahrung und Sensibilisierung der Wahrnehmung zu fördern. In Bayern gibt es vergleichbare Einrichtungen seit 1980, als Rudolf Seitz von der Münchner Kunstakademie zusammen mit Kunststudenten die erste Schule der Phantasie an Münchner Grundschulen gründete. In Bayern gibt es nur noch wenige freie Kunstschulen, da die arbeitsintensive ehrenamtliche Vereinstätigkeit und sinkende öffentliche Förderung diese besondere Form einer Kunstschule kaum noch zulässt. Viele der ehemaligen Kunstschulen haben ihre Tätigkeit eingestellt oder sind in öffentlichen Einrichtungen übergegangen.
  • BCF Wolfratshausen e.V.
  • TSV Wolfratshausen v. 1864 e.V.
  • Bürger für Bürger, Nachbarschaftshilfe Wolfratshausen e.V.
  • Gebirgsschützenkompanie Wolfratshausen e.V.
  • Burgverein Wolfratshausen e. V. (widmet sich der Pflege des Andenkens an die Burg Wolfratshausen)[5]
  • Burgfreunde Wolfratshausen e. V. (widmet sich der Andenkenpflege der Burg Wolfratshausen)[6]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Jugendhaus „La Vida“
  • Isar-Loisach-Stadion

Verkehr[Bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs Wolfratshausen
Busbahnhof am Wolfratshausener Bahnhof

Die Bundesstraße 11 führt durch Wolfratshausen und belastet insbesondere die Altstadt mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Zur Entzerrung des Verkehrs und Unterstützung des Altstadt-Einzelhandels darf die Altstadt seit dem 13. August 2005, im Zuge einer einjährigen Testphase, nur mehr in Richtung Süden befahren werden. Der Nordverkehr wird über die Bahnhofstraße umgeleitet.

Die Bundesautobahn 95 (München–Garmisch-Partenkirchen) führt nahe an der Stadt vorbei; Wolfratshausen hat zudem einen Autobahnanschluß. München ist somit in ca. 20 Minuten zu erreichen. Die Bundesautobahn 8 (München–Salzburg) ist über Sauerlach in ca. 20 Minuten erreichbar.

Der Bahnhof Wolfratshausen ist Endstation der Linie S7 der S-Bahn München, die einen Abschnitt der früheren Isartalbahn, die von München nach Bichl führte, benutzt. Der Münchner Hauptbahnhof wird in ca. 40 Minuten erreicht, der Flughafen München in ca. 90 Minuten. Der Bahnhof wird außerdem für den Güterverkehr verwendet, insbesondere von der Firma Tyczka, einem in Geretsried ansässigen Unternehmen für Flüssiggasherstellung und Energieversorgung. Der Wolfratshauser Bahnhof stellt auch einen zentralen Busbahnhof für das Umland dar. Neben Buslinien des Regionalverkehr Oberbayern, die Anbindungen zu den einzelnen Ortsteilen und umliegenden Gemeinden herstellen, verkehren von hier auch Stadtbuslinien. Am Bahnhof stehen Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung.

Die S7 soll nach Geretsried verlängert werden. Eine Nutzen-Kosten-Analyse erbrachte einen Faktor von 1,09, wobei aber eine von Wolfratshausen nicht gewünschte Schrankenlösung an der Sauerlacher Straße zugrunde liegt. Stattdessen wird eine Bahnunterquerung dieser Staatsstraße gefordert. Aus Kostengründen wird die S-Bahn-Trasse voraussichtlich über Geretsried-Gelting verlaufen. Nach Einreichung der Planfeststellungsunterlagen im Dezember 2011 durch die DB-Projektbau beim Eisenbahn-Bundesamt wird mit der Fertigstellung der S7-Verlängerung nicht vor Ende 2018 gerechnet.

Im Jahr 2003 ereigneten sich in Wolfratshausen 99 Straßenverkehrsunfälle ohne Personenschaden und 75 mit Personenschaden, dabei verletzten sich 94 Personen (keine Todesopfer).

Medien[Bearbeiten]

In Wolfratshausen erscheint als Tageszeitung die Wolfratshauser SZ (Lokalausgabe der Süddeutschen Zeitung), sowie der Isar-Loisachbote (Lokalausgabe des Münchner Merkur). Vierteljährlich erscheint die kostenlose Bürgerinformation „Wolfratshausen Aktuell“, die von der Stadt Wolfratshausen herausgegeben wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Quirin Beer: Chronik der Stadt Wolfratshausen: Geschichte der Burg Wolfratshausen und des gleichnamigen Marktes bis zur Stadterhebung. Dachau 1986, ISBN 3-922394-76-0.
  • Cornelia Baumann-Oelwein: Der Haderbräu in Wolfratshausen: Gastwirtschaft und Brauerei durch vier Jahrhunderte. hrsg. von der Messerschmitt Stiftung, München/Wien 1993, ISBN 3-486-56040-9.
  • Constantion Gantner: Wolfratshausen, Kirchen und Kapellen der Pfarrei. München 1984, ISBN 3-7954-4334-2.
  • Gisela Schinzel-Penth: Sagen und Legenden aus Wolfratshausen und Umgebung. Andechs 1992, ISBN 3-921445-19-1.
  • Stadt Wolfratshausen: Heimatbuch. Herausgegeben zum 1000-jährigen Jubiläum 2003. Wolfratshausen 2002, DNB 976171414.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolfratshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wolfratshausen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 568.
  3. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=173&suchbegriff=1
  4. http://www.phantas.de/
  5. http://www.burgverein-wolfratshausen.de/
  6. http://burgfreunde-wolfratshausen-ev.npage.de/