Sachsenkam

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sachsenkam
Sachsenkam
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sachsenkam hervorgehoben
47.811.65713Koordinaten: 47° 48′ N, 11° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Reichersbeuern
Höhe: 713 m ü. NHN
Fläche: 15,93 km²
Einwohner: 1299 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83679
Vorwahl: 08021
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 141
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 7
83679 Sachsenkam
Webpräsenz: www.sachsenkam.de
Bürgermeister: Johann Schneil (CSU/Unabh. Wählerschaft)
Lage der Gemeinde Sachsenkam im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
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Über dieses Bild

Sachsenkam ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde Sachsenkam vermutlich im Rahmen von Ansiedlungsmaßnahmen Karls des Großen im 8. oder 9. Jahrhundert.[2] Der Name lässt auf Ansiedler aus Sachsen oder einen Ortsgründer namens Sahso o.ä. schließen. Eine Urkunde von 1035 belegt eine frühe Zugehörigkeit zum Kloster Tegernsee, später gehört der Ort zum Besitz des Grafen Adalbero von Ebersberg. Das Wappen derer von Ingram, denen das Dorf darauf zufiel, ist seit 1959 Gemeindewappen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erwarb der Tölzer Pfleger Kaspar Winzerer die Hofmark Sachsenkam; danach wechselt der Ort mehrmals den Besitzer. Bei Aufhebung der Hofmark 1848 war das Dorf Eigentum derer von Sigriz. Anna von Pinzenau erhielt den Ort 1589 zur Mitgift und legte 1606 den Grundstein zu einer Loretokapelle, die erweitert wurde, als sie den wachsenden Strom der Wallfahrer nicht mehr aufnehmen konnte. 1735 wurden die Arbeiten an Kirche und Kloster in jetziger Form abgeschlossen. Das Kloster, seit 1651 an die bayerische Franziskanerprovinz angegliedert, führt seit 1668 eine berühmte Apotheke. Aus derselben Zeit stammt die Brauerei, die heute als Brauereigenossenschaft weitergeführt wird. Von 1837 bis 1958 unterhielt das Kloster eine Mädchenschule, bis heute führt es eine Fremdenpension. Die Nonnen selbst verrichten auch einen großen Teil der Arbeiten, die in der zum Kloster gehörigen Landwirtschaft anfallen.
siehe auch Burgstall Sachsenkam

Kultur und Landschaft[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wegen der außergewöhnlichen Landschaft wird in Sachsenkam seit dem Ende der 1960er Jahre immer wieder für Film- und Fernsehproduktionen gedreht, beispielsweise für Der Bulle von Tölz, Forsthaus Falkenau und Die Rosenheim Cops. Tatort-Kommissar Schimanski ist schon mal in den Kirchsee „gefallen“.[3]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

siehe Liste der Baudenkmäler in Sachsenkam

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, die alle zur Fraktion der CSU/Unabhäng. Wählerschaft gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,6 Prozent. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der 1. Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot eine silberne Hirschstange.

Statistik[Bearbeiten]

  • Gemeindefläche: 1592,06 ha
    • davon Gebäude und Freiflächen: 23,26 ha
    • davon im Grundbesitz der Gemeinde Sachsenkam: 63,40 ha
  • Betriebsfläche: 0,65 ha
  • Erholungsfläche: 2,95 ha
  • Verkehrsfläche: 43,29 ha
  • Landwirtschaftsfläche (mit Moor): 954,75 ha
  • Wald: 506,64 ha
  • Wasser: 59,91 ha
  • Sonstige Flächen 0,61 ha

Fotogalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ausführliche Ortsgeschichte auf der Gemeinde-Homepage, abgerufen am 14. Dezember 2013
  3. Internet-Seite der Gemeinde, abgerufen am 14. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sachsenkam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien