Kienberg (Oberbayern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kienberg
Kienberg (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kienberg hervorgehoben
48.03611111111112.4625558Koordinaten: 48° 2′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Obing
Höhe: 558 m ü. NN
Fläche: 22,83 km²
Einwohner:

1.394 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83361
Vorwahl: 08628
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 126
Gemeindegliederung: 33 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Obing
Kienberger Str. 5
83119 Obing
Webpräsenz: www.kienberg.eu
Bürgermeister: Hans Urbauer (Bürgerliste / SPD)
Lage der Gemeinde Kienberg im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Kienberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obing.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Kienberg hat 33 hat amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Geschichte

Kienberg wird erstmals erwähnt in der Schrift "Breves Notitiae", die vom damaligen Bischof Arno in Salzburg 798 angelegt wurde.

Vom 12. bis 14. Jahrhundert lebten in Kienberg die Ministerialen "von Chiemberg". Ihr Sitz, der Herrenhof, stand vielleicht dort, wo heute das Wirtshaus "Gasthof zur Post" steht. Die Ritter von Hertzhaim besaßen einen Edelsitz in Heretsham (zwischen Kienberg und Emertsham). Mit Ritter Cuno starb 1603 der letzte aus dem Geschlecht der Hertzhaimer. Danach kam das Schloss in Besitz der Grafen von Tauffkirchen, später der Grafen von Berchem, und wurde zwischen 1866 und 1880 abgebrochen. Heute erinnern Gedenksteine an das Geschlecht der Hertzhaimer in der Kirche von Trostberg, in Bad Aussee (Österreich), in der Kirche zu Traunkirchen, in der Kirche von Salmanskirchen (Landkreis Mühldorf) und auf der Fraueninsel im Chiemsee.

Das Schulwesen nahm 1794 in Kienberg seinen Anfang. Damals gab der Mesner Karl Gräfischer Unterricht im Schreiben und Lesen. Erst 1865 wurde ein eigenes Schulgebäude errichtet. Das heutige Schulgebäude wurde 1952 eingeweiht.

1904 wurde die erste Wasserleitung gebaut. Bis zu diesem Jahr hatte jedes Anwesen seinen eigenen Brunnen. An die Errichtung der Wasserversorgung erinnert die Mariensäule, die zentral im Dorf steht (eingeweiht am 15. August 1905).

Im 2. Weltkrieg wurden Bomben über Kienberg abgeworfen, die aber auf freies Feld fielen und nichts zerstörten. 51 Kienberger fielen an der Front.

Im Jahr 1985 feierte Kienberg sein 1200-jähriges Bestehen.

2006 ist das Heimatbuch Kienberg erschienen.

[Bearbeiten] Religionen

Die Kirche Sankt Martin wurde um 1450 erbaut; die neugotische Ausstattung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Maße der Kirche:

  • Innen: Länge 26 m, Breite 10 m, Höhe 10,50 m
  • Außen: Länge 39 m, Breite 11,8 m, Höhe 19m
  • Turmhöhe: 55 m

[Bearbeiten] Verkehr

Kienberg liegt im Schnittpunkt der Staatsstraße 2357 (WasserburgBurghausen) und der Kreisstraße TS 8 (EngelsbergAmerang).

Die Pfarrkirche St. Martin
Die 1905 errichtete Mariensäule

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 2. März 2008 hatte folgendes amtliche Endergebnis: [3]

CSU Bürgerliste FW UW Gesamt
Sitze 5 3 2 2 12

Bürgermeister ist Hans Urbauer.

[Bearbeiten] Wappen

Die Gemeinde Kienberg führt seit 1967 ein Wappen mit folgender Blasonierung: In Silber auf schwarzem Dreiberg ein rotes Schachrössel, darüber aufwachsend ein rotes Lindenblatt an gebogenem Stiel.[4]

Das aus einem Dreiberg wachsende rote Lindenblatt entstammt dem Wappen des bis ins 16. Jahrhundert in Kienburg ansässigen Adelsgeschlechts der Kienberger. Der Dreiberg redet zugleich für das Ortsnamengrundwort -berg. Das Schachrössel ist aus dem Wappen der Herren von Herzheim übernommen, die vom Spätmittelalter bis in das 17. Jahrhundert im Weiler Heretsham nachweisbar sind.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Staatliche Einrichtungen

Im Jahre 1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kienberg gegründet[5]

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

Sportplatz, Sonnau, in Richtung Rabenden
Mehrzweckhalle, im Pappelweg

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

  • Feuerwehrmuseum in Oed
  • Kienberger Dorfmuseum

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/202445&attr=OBJ&val=557
  3. Das Wahlergebnis 2008. Abgerufen am März 2009.
  4. Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern / Ministerialentschließung vom 21. April 1967
  5. Webpräsenz der Freiwilligen Feuerwehr Kienberg.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kienberg (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen