Unterwössen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Traunstein | |
| Höhe: | 555 m ü. NN | |
| Fläche: | 41,28 km² | |
| Einwohner: |
3462 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 84 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83246 | |
| Vorwahlen: | 08641, 08640 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 89 160 | |
| Gemeindegliederung: | 31 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 83246 Unterwössen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Haslreiter (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Unterwössen im Landkreis Traunstein | ||
Unterwössen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit den Ortsteilen Hinterwössen, Oberwössen und Unterwössen. Die Gemeinde liegt an der B 305 zwischen Marquartstein und Reit im Winkl.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Der Ortsteil Unterwössen liegt noch im Achental, während die beiden Ortsteile Hinter- und Oberwössen in einem abgeschlossenen Talkessel liegen, der durch einen kleinen Bergkamm vom Achental getrennt ist. Durch Unterwössen fließt der Wössener Bach sowie die Tiroler Ache.
Die besondere Lage Unterwössens bietet ein reichhaltiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Fliegen (Segel, Paragleiter) sowie den ortsnahen Wössener See mit seinem Seefreibad.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Unterwössen hat 31 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind Marquartstein, Reit im Winkl, Ruhpolding, Schleching, Staudach-Egerndach und das österreichische Kössen.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Besiedelung der Gegend geht bis auf keltische und römische Ursprünge zurück. Die Tonscherben, die in der Nähe der Rettenburg-Ruine auf einem Höhenzug zwischen Hinterwössen und Kruchenhausen gefunden wurden, datieren um das Jahr 900, was für eine bereits bestehende Siedlung in Ober- oder Unterwössen schließen lässt. Unterwössen wurde urkundlich erstmals 1120 erwähnt. Der Name Oberwössen wurde erstmals im Steuerverzeichnis von 1420 erwähnt. Im spanischen (1701–1714) und im österreichischen (1740–1748) Erbfolgekrieg erlitt die örtliche Bevölkerung durch die grenznahe Lage großen Schaden. Ober- und Unterwössen im heutigen Bezirk Oberbayern gehörten zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Marquartstein des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeinde-Edikt von 1818 die Gemeinden Ober- und Unterwössen. Von 1810 bis 1850 wurde der Wössener Bach verbaut, um das Dorf vor dessen alljährlichem Hochwasser zu schützen. Der Bau der Eisenbahn von Übersee nach Marquartstein 1884 und die Verbesserung der Straße nach Reit im Winkl brachte die ersten Urlauber. Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile an die neue Gemeinde Marquartstein abgetreten.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Vertriebene in Unter- und Oberwössen eine neue Heimat.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Juli 1972 wurde bei der bayerischen Gebietsreform Oberwössen in die Gemeinde Unterwössen eingegliedert.[3]
Politik[Bearbeiten]
- 1. Bürgermeister: Hans Haslreiter (CSU)
- 2. Bürgermeister: Bartholomäus Irlinger (OWG)
Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte zu folgendem Ergebnis für den Gemeinderat:[4]
| Partei | Stimmenanteil | Sitze |
| CSU | 33,8 % | 6 |
| Freie Wählergemeinschaft Wössen (FWG Wössen) | 20,8 % | 3 |
| Oberwössner Wählergruppe (OWG) | 19,2 % | 3 |
| Unabhängige Wähler Wössen (UWW) | 10,5 % | 2 |
| SPD | 9,2 % | 1 |
| FDP | 6,4 % | 1 |
Wirtschaft[Bearbeiten]
Die Wirtschaftsstruktur basiert auf Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe und vor allem dem Fremdenverkehr. Die Deutsche Alpen-Segelflugschule und die Süddeutsche Gleitschirmschule sind existierende Einrichtungen für die Urlaubsgäste.
Verkehrsanbindung[Bearbeiten]
Durch die direkte Lage an der Deutschen Alpenstraße (B 305) ist eine gute Anbindung von Unter- und Oberwössen gewährleistet. Die Autobahn A8 kann in ca. 20 min erreicht werden. München liegt ca. 50 Autominuten entfernt, Salzburg ca. 35 Autominuten. Beide Städte besitzen große Flughäfen
Kultur, Freizeit und Tourismus[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch. 1942 erfolgte die Erhebung von Unterwössen zur Pfarrei, 1956 der Neubau der katholischen Kirche in Oberwössen.
Baudenkmäler[Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Unterwössen
Theater und Aufführungen[Bearbeiten]
Am 24. Februar 2001 und im Februar 2006 kam es zur Wiederaufführung des traditionellen Wössener Seeräuberspiels.
Freizeitangebot[Bearbeiten]
Wanderrouten von Unterwössen aus z.B. zum Hochgern (1744 m), Hochfelln (1674 m), Rechenberg (1366 m), Jochberg (1265 m), Geigelstein (1808 m), Hasenpoint (1587 m), Hochplatte (1587 m), Schnappenkirche (1100 m).
Segelfliegen (Deutsche Alpensegelflugschule), Wandern, Mountainbiken, Paragleiten, Rafting, Nordic Walking, Tennis, Schwimmen (Badesee, Hallenbad mit Sauna), Beachvolleyball (-soccer), Jogging, Kneipen, Minigolf, Skaten
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Ehrenbürger[Bearbeiten]
- 1979: Franz Niegel (* 1926), Pfarrer
Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]
- Björn Berg (1923–2008), schwedischer Zeichner, Maler und Grafiker
- Andreas Kuhnlein (* 1953), Bildhauer
Prominente Bewohner von Unterwössen[Bearbeiten]
- Hans-Otto Meissner (1909–1992), Diplomat und Reiseschriftsteller
- Karl Hugo Strunz (1910–2006), Mineraloge und Hochschullehrer
- August Kühn (Schriftsteller) (1936–1996), Schriftsteller
- Horst Köhler (* 1943), Politiker (CDU) und Ökonom, von 2004–2010 Bundespräsident
Ansichten[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/202539&attr=OBJ&val=580
- ↑ a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinde Unterwössen (PDF; 62 kB)
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