Waging am See
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Traunstein | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Waging am See | |
| Höhe: | 465 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,86 km² | |
| Einwohner: |
6442 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 132 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83329 | |
| Vorwahl: | 08681 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 89 162 | |
| Marktgliederung: | 120 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Salzburger Straße 1 83329 Waging am See |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Herbert Häusl (Freie Wählergemeinschaft) | |
| Lage des Marktes Waging am See im Landkreis Traunstein | ||
Waging am See (amtlich: Waging a. See) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Traunstein und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See. Der Luftkurort liegt am Waginger See, der mit bis zu 27 Grad Celsius der wärmste See Oberbayerns ist.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Waging liegt westlich des Waginger Sees. Die Bezeichnung "am See" ist dabei geographisch etwas irreführend. Durch die Tieferlegung der Achen, die dem Südende des Sees bei Petting entströmt, sank der Seespiegel im Jahre 1867 um zwei Meter, so dass Waging nun etwas vom Seeufer abgerückt ist.
Waging liegt im Rupertiwinkel.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Waging am See hat 120 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Geschichte[Bearbeiten]
Waging ist eine Gründung der Bajuwaren. Der frühbairische Ortsname "Uuaginga" bedeutet "bei den Leuten des Uuago". Uuago (Wago) war der Anführer der Siedler. Der Ort Waging erscheint erstmals um 712, als der bairische Herzog Theotbert das Dorf dem Kloster Nonnberg in Salzburg schenkt. Diese Schenkung ist in dem Salzburger Güterverzeichnis "Notitia Arnonis" (erstellt 788-790) verzeichnet. Durch die so genannte untere Salzstraße, die von Reichenhall aus durch Waging nach Wasserburg am Inn führte, war Waging bereits im Mittelalter ein wohlhabender Ort und gehörte zum Fürstbistum Salzburg. Im 14. Jahrhundert erhielt es das Marktrecht. 1685 wurde Waging Sitz eines salzburgischen Pfleggerichts. 1805 kurz österreichisch, gehört Waging seit 1810 zu Bayern. Es entwickelte sich allmählich zu einem bedeutenden Erholungs- und Ferienort.
siehe auch Burgruine Obertettelham
Im Mai 1945 gab es Rückzugsgefechte deutscher Militärs. Nach 1945 nahm Waging viele Heimatvertriebene auf. Mit der Gebietsreform wurde der Ort am 1. Juli 1972 ein Teil des Landkreises Traunstein. Aufsehen erregte die Wahl des Grünen Sepp Daxenberger zum Waginger Bürgermeister im Jahr 1996, der damit der erste grüne Bürgermeister Bayerns war. Seit dem 1. Mai 2008 ist Herbert Häusl erster Bürgermeister der Gemeinde. Er war zuvor 12 Jahre lang zweiter Bürgermeister. Die Einwohnerzahl in Waging betrug zum 1. April 2010 6.740 Einwohner. In der Verwaltungsgemeinschaft betrug die Gesamteinwohnerzahl 10.301.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gaden und Nirnharting eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Otting und Tettenhausen hinzu. Freimann folgte am 1. Juli 1972.[3]
Politik[Bearbeiten]
Erster Bürgermeister ist Herbert Häusl (Freie Wähler), der bei der Kommunalwahl 2008 mit 62,4 % der Stimmen gewählt wurde. Der Marktgemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:
- Freie Wähler 8 Sitze (2002: 6)
- Bündnis 90/Die Grünen 5 Sitze (7)
- CSU 5 Sitze (6)
- ÖDP 2 Sitze (1).
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Waging am See.
Verkehr[Bearbeiten]
Waging ist Endhaltepunkt der Bahnstrecke Traunstein–Waging. Die Strecke wird wochentags stündlich bedient, am Wochenende seltener.
Sport und Freizeit[Bearbeiten]
Am Waginger See, der 6,2 km lang und bis zu 1,7 km breit ist, liegen mehrere Campingplätze, wie z. B. das Strandcamp, der Schwanenplatz oder Camping Gut Horn. In der näheren Umgebung bietet sich die Möglichkeit für zahlreiche Freizeitaktivitäten: Wanderungen, Alm- und Bergtouren, Angeln, Bootsverleih, Golfplatz und -schule, Wintersport, Minigolf, Segel- und Surfschule, Skatepark, Trimmpfad, Kneippanlage, Tennishalle und -platz, Beachvolleyball und Fußball. Außerdem befindet sich der Waginger Ruderverein am See.
Waging dient als Ausgangspunkt für den Bajuwaren-Radweg und liegt auf der Strecke des Radpilgerweges "Benediktweg", der im August 2005 eröffnet wurde.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter[Bearbeiten]
- Bernhard von Waging (* um 1400, † 1472 in Eichstätt), Schriftsteller und Benediktiner
- Ludwig Felber (* 30. September 1903 in Waging, † 8. Mai 1937 in Lakehurst/USA), Mannschaftsmitglied der LZ 129 „Hindenburg“[4]
- Lothar Zagrosek (* 1942), Dirigent
- Sepp Daxenberger (* 1962, † 2010), Grünen-Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag und von 1996 bis 2008 Bürgermeister von Waging
Unternehmen[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=582&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111109/204144&hodie=20111109/204144
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 510
- ↑ Waginger auf der Hindenburg, abgerufen am 8. Mai 2011
Weblinks[Bearbeiten]
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