Klötze
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Altmarkkreis Salzwedel | |
| Höhe: | 60 m ü. NN | |
| Fläche: | 278,26 km² | |
| Einwohner: |
10.468 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 38 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 38486, 39638 (Schwiesau) | |
| Vorwahlen: | 03909, 039005 (Kusey, Wenze), 039008 (Dönitz, Jahrstedt, Kunrau, Neuferchau, Steimke), 039085 (Schwiesau) | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAW, GA, KLZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 81 280 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Schulplatz 1 38486 Klötze |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Matthias Mann | |
| Lage der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel | ||
Klötze ist eine Stadt im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Stadt liegt rund 40 Kilometer nordöstlich von Wolfsburg, 23 Kilometer nordwestlich von Gardelegen und rund 30 Kilometer südlich von Salzwedel in der Altmark. Durch die Stadt fließt der Fluss Purnitz.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die Stadt gliedert sich in folgende Ortschaften mit Ortsteilen und Wohnplätzen:[2]
- Ortschaft Dönitz mit den OT Altferchau, Dönitz und Schwarzendamm
- Ortschaft Immekath
- Ortschaft Jahrstedt mit den OT Böckwitz und Jahrstedt
- Ortschaft Kunrau mit den OT Kunrau und Rappin
- Ortschaft Kusey mit den OT Kusey und Röwitz
- Ortschaft Klötze mit den OT Klötze und Nesenitz, sowie den Wohnplätzen Hasselbusch, Klötze Nord und Pansau
- Ortschaft Neuendorf mit den OT Hohenhenningen, Lockstedt, Neuendorf und Siedentramm
- Ortschaft Neuferchau
- Ortschaft Ristedt mit den OT Neu Ristedt und Ristedt
- Ortschaft Schwiesau
- Ortschaft Steimke
- Ortschaft Wenze mit den OT Quarnebeck, Trippigleben und Wenze
Geschichte[Bearbeiten]
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Klötze 1144. Der Ort befand sich in unmittelbarer Nähe der Burg Klötze und entwickelte sich von einer kleiner Siedlung zum Amt, das mehrmals unter den Einfluss verschiedener Herrschaftsbereiche kam.
Als Teil der Altmark zur Markgrafschaft bzw. zum Kurfürstentum Brandenburg gehörig, war Klötze später Amt im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Nach dem Wiener Kongress wurde der Ort der preußischen Provinz Sachsen und innerhalb dieser dem Kreis Gardelegen zugeteilt. Die Stadtrechte wurden Klötze im Jahre 1855 verliehen. Bis 1904 war die Schreibweise des Stadtnamens Cloetze. Im Jahr 1910 lebten 3971 Einwohner in Klötze.[3]
Im neu gegründeten Bezirk Magdeburg wurde Klötze 1952 Kreisstadt. Nach dem Beitritt der Länder der DDR zur Bundesrepublik Deutschland war Klötze Kreisstadt im Bundesland Sachsen-Anhalt. Mit der Umstrukturierung der Verwaltungseinheiten in Sachsen-Anhalt 1994 wurde der Landkreis Klötze aufgelöst und die Stadt verlor diesen Status wieder.
1964 wurde der Tierpark Klötze eröffnet.
Von 1993 bis 2004 bestand die Verwaltungsgemeinschaft Klötze mit der Stadt Klötze und den Gemeinden Schwiesau und Neuendorf. Durch die Kommunalreform 2005 wurde mit den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Jeetze-Ohre-Drömling zum 1. Januar 2005 die neue Verwaltungsgemeinschaft Klötze gegründet. Diese wurde zum 1. Januar 2010 mit der Eingemeindung der bisherigen Mitgliedsgemeinden Dönitz, Immekath, Jahrstedt, Kunrau, Kusey, Neuendorf, Neuferchau, Ristedt, Schwiesau, Steimke und Wenze in die Stadt Klötze aufgelöst.[4]
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte zu folgender Zusammensetzung des Stadtrats in Klötze:
| Fraktion | Sitze |
|---|---|
| CDU | 13 |
| UWG JOD | 8 |
| Die Linke | 3 |
| SPD | 3 |
| fraktionslos | 1 |
| Gesamt | 28 |
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „In Silber einen grünen bewurzelten Eichenstumpf mit gestümmelten Ästen, aus denen grüne Blätter treiben.“
Im Jahr 2001 änderte die Stadt Klötze ihr Wappen, das bis dahin in Gewohnheitsrecht in der unheraldischen Tinktur Braun geführt wurde, in Grün. Die Wappenzeichnung und Dokumentation zum Genehmigungsverfahren realisierte der Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch.
Der Name Klötze – früher Clotz, Clod, Clotzecke – entstammt dem slawischen Wort clada, „Baumstumpf“, der entsprechend dem Brauch, das Stadtwappen redend zu machen, als Symbol der Stadt aufgenommen wurde. Das Wappen von Klötze besteht in seiner heutigen Form seit 1861.
Flagge[Bearbeiten]
Die Flagge der Stadt Klötze zeigt die Farben Grün - Silber (Weiß).
Städtepartnerschaft[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Klötze ist staatlich anerkannter Erholungsort.
Seit 2000 ist in Klötze eine Mikroalgen-Produktionsanlage in Betrieb, die Bioprodukte Prof. Steinberg. Durch eine neuartige, patentierte Technologie werden die Algen in einem 1,2 Hektar großen Gewächshaus in einem 500 Kilometer langen Glasröhrensystem statt in offenen Teichanlagen produziert.
Verkehr[Bearbeiten]
Klötze liegt an der Bahnstrecke Oebisfelde–Salzwedel sowie der Bahnstrecke Klötze–Wernstedt. Die Bahnstrecken sind stillgelegt.
Sport[Bearbeiten]
Die Stadt war im Jahr 2006 Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung.
Der VfB 07 Klötze bietet zahlreiche Sportarten an, seine Gewichtheber gehören zu Deutschlands Besten. Der Verein wurde 1907 gegründet.
Kultur[Bearbeiten]
In der Stadt werden traditionell verschiedene Volksfeste gefeiert, wie den Karneval im November und Februar mit großem Tulpensonntagsumzug in Klötze und dem Karnevalsumzug in Immekath, das Dahlienfest in Immekath, das Schloss- und Parkfest in Kunrau, das Spargel- und Besenbinderfest in Klötze und Schützenfeste in den Ortsteilen. Ende Oktober findet alljährlich der Martinimarkt, das größte altmärkische Innenstadtfest, statt, das sich über vier Tage erstreckt. Außerdem ist eine holländische Windmühle vorhanden.[5]
Denkmäler[Bearbeiten]
Im Klötzer Forst östlich von Klötze befindet sich mit dem Eisernen Kreuz ein Kriegerdenkmal mitten im Wald.
Religionen[Bearbeiten]
Die evangelisch-lutherische Ägidius-Kirche, eine an der Kirchstraße gelegene Fachwerkkirche, ist benannt nach Ägidius von St. Gilles. Sie wurde 1759 errichtet, ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Salzwedel. Weitere evangelisch-lutherische Kirchen befinden sich in zu Klötze eingemeindeten Ortschaften.
Die katholische Kirche St. Joseph, südlich des Friedhofs am Kapellenberg gelegen, ist benannt nach Josef von Nazaret. Sie wurde 1930 geweiht und gehört heute zur Pfarrei St. Hildegard mit Sitz in Gardelegen.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]
- Adolph Frank (1834–1916), Chemiker, Ingenieur und Unternehmer
- Jürgen Barth (* 1955), Politiker (SPD) und seit 2006 Abgeordneter im Landtag von Sachsen-Anhalt
- Kerstin Helmecke (* 1960), Landtagsabgeordnete (DVU)
Personen, die mit Klötze in Verbindung stehen[Bearbeiten]
- Francesco Maria Capellini (1640–1694), war von 1675 bis 1682 der Pfandinhaber des Amtes Clötze
- Rudolf Wassermann (1925–2008), Jurist, ging zwischen 1931 und 1943 in Klötze zur Schule
Ehrenbürger[Bearbeiten]
- 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
- 1897: Albert Schultz-Lupitz, Landwirt
Literatur[Bearbeiten]
- Ernst Schulze: Chronik der Stadt Cloetze. Nachrichten aus der Umgebung von Cloetze und dem Drömling nebst einer Geschichte des ehem. hannoverschen Amtes Cloetze. Cloetze 1900
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Klötze (abgerufen am 13. September 2010)
- ↑ Gemeindeverzeichnis von 1910
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
- ↑ Offizielle Website, abgerufen am 2. Dezember 2011
Altferchau | Böckwitz | Dönitz | Hohenhennigen | Immekath | Jahrstedt | Klötze | Kunrau | Kusey | Lockstedt | Nesenitz | Neuendorf | Neuferchau | Neu Ristedt | Quarnebeck | Rappin | Ristedt | Röwitz | Schwarzendamm | Schwiesau | Siedentramm | Steimke | Trippigleben | Wenze
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