Le Tréport

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Le Tréport
Wappen von Le Tréport
Le Tréport (Frankreich)
Le Tréport
Region Haute-Normandie
Département Seine-Maritime
Arrondissement Dieppe
Kanton Eu
Gemeindeverband Communauté de communes interrégionale de Bresle maritime.
Koordinaten 50° 4′ N, 1° 22′ O50.0605555555561.371111111111114Koordinaten: 50° 4′ N, 1° 22′ O
Höhe 0–103 m
Fläche 6,77 km²
Einwohner 5.261 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 777 Einw./km²
Postleitzahl 76470
INSEE-Code
Website http://www.ville-le-treport.fr/

Blick auf Le Tréport, die Mündung der Bresle und Mers-les-Bains (im Hintergrund)

Le Tréport ist eine französische Gemeinde mit 5261 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Seine-Maritime in der Region Haute-Normandie. Die Stadt ist Mitglied der Communauté de communes interrégionale de Bresle maritime.

Die Einwohner heißen auf Französisch les Tréportais.

Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Küste des Ärmelkanals, an der Mündung der Bresle in einer Lücke der Felsenküste. Stellenweise liegt die Stadt eingezwängt zwischen Meer und Felsen. Eine Treppe führt zur Hochebene. Seit 2006 gibt es einen neuen Schrägaufzug auf der Trasse der 1908 eröffneten Standseilbahn von der Unterstadt zur Wohnsiedlung oberhalb der Felsen.

Landeinwärts ist die nächste Stadt Eu. Gleich auf der anderen Seite der Bresle liegt Mers-les-Bains.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick zur Kirche Saint-Jacques

Die Stadt wurde als Ulteris portus und Ultris portum 1059 urkundlich erwähnt. Der Name soll auf das Spätlatein *Ultrensis portus „der äußere Hafen“ zurückführen.[1] Der innere Hafen lag bei dem heutigen Eu weiter landeinwärts.

Oberhalb der Küstenfelsen der Stadt sollte vor dem Ersten Weltkrieg eine größere Stadt für den Fremdenverkehr entstehen. Damals entstand dort das Hotel „Trianon“. Der Erste Weltkrieg machte die Pläne zunichte. Heute steht auf diesem Gebiet eine moderne Wohnsiedlung. Aus dieser Zeit stammen auch die Reste einer Standseilbahn, die durch einen Tunnel quer durch die Kreidefelsen vom Strand zur Hochebene führte.

Im Zweiten Weltkrieg wurden von deutscher Seite auch hier zahlreiche Bunker gegen die Invasion der Alliierten errichtet. Selbst im Hinterland finden sich Bunker mit landeinwärts gerichteter Schussrichtung. In die Kreidefelsen hinein wurde eine Bunkeranlage, die so genannte „Kahlburg“, errichtet. Das Hotel „Trianon“ wurde gesprengt.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Tréport - Mers ist Endbahnhof der von Épinay - Villetaneuse (bei Paris) über Eu kommenden Bahnstrecke. Er wurde 1872 in Betrieb genommen und liegt unmittelbar an der Grenze zur Nachbargemeinde Mers-les-Bains, daher trägt er seit 1887 seinen Doppelnamen. Bedient wird er von Regionalzügen des TER Haute-Normandie und des TER Picardie, der Fernverkehr wurde eingestellt.

Von 1902 bis 1934 verband die meterspurige Straßenbahn Tramway d'Eu-Le Tréport-Mers die Orte Le Tréport, Eu und Mers miteinander.

Die 1908 eröffnete Standseilbahn Funiculaire du Tréport führte vom Ort auf das Plateau über den Kreidefelsen. Sie erwies sich bereits nach dem ersten Weltkrieg als wenig rentabel und wurde nach 1945 nicht wieder in Betrieb genommen. 2006 wurde auf ihrer Trasse ein erster Schrägaufzug errichtet und 2008 erweitert. Bemerkenswert ist seine Führung in einem Tunnel, der mit einem doppelten Portal in die Felswand führt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Tourismus ist der vorherrschende Wirtschaftszweig. Die Stadt ist durch ihre zahlreichen Fischrestaurants bekannt. Am Bahnhof gibt es einen Fahrradverleih der SNCF.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die höchste Kreidefelswand Europas, bis zu 110 Meter hoch
  • Die Kirche Saint-Jacques, deren Ursprünge ins 14. Jahrhundert zurückgehen, Monument historique seit 1840
  • Der Leuchtturm aus dem Jahr 1844
  • Die beiden Schrägaufzüge auf der Trasse der ehemaligen Standseilbahn
  • Die Kahlburg, ein während der deutschen Besatzung in die Felsen getriebenes Stollensystem

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. François de Beaurepaire (préf. ), Les Noms des communes et anciennes paroisses de la Seine-Maritime, Paris, A. et J. Picard, 1979, 180 S. (ISBN 2-7084-0040-1) (OCLC 6403150). S. 157.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Le Tréport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien