Linie 1 der Pariser Straßenbahn

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Logo der Linie T1

Die Linie T1 der Pariser Straßenbahn ist die erste Straßenbahn im Pariser Großraum, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut und in Betrieb genommen wurde. Die gesamte Strecke befindet sich in den Départements Seine-Saint-Denis und Hauts-de-Seine nördlich von Paris. Als Tangentiallinie verbindet sie Asnières-Genevilliers Les Courtilles an der Grenze der Gemeinden Asnières-sur-Seine und Gennevilliers über Saint-Denis mit Noisy-le-Sec.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bauabschnitte[Bearbeiten]

Der erste Streckenabschnitt wurde 1992 in zwei Etappen in Betrieb genommen: im Juli zunächst der Abschnitt La Courneuve - Six Routes bis Bobigny - Pablo Picasso (Juli) und dann im Dezember der Abschnitt vom Bahnhof Saint-Denis bis La Courneuve - Six Routes (Dezember).

Eine erste Verlängerung um 2,9 km mit 5 neuen Strecken im Osten der bestehenden Strecke, von Bobigny bis Noisy-le-Sec (dort mit Anschluss an den RER E) wurde im Dezember 2003 fertiggestellt.

Am 15. November 2012 wurde eine Verlängerung nach Westen um 4,9 km zwischen St. Denis und Asnières-Gennevilliers in Betrieb genommen: Insgesamt entstanden 10 neue Stationen mit Umsteigemöglichkeiten zu den RER-Linien C und D, zur Metrolinie 13 und verschiedenen Eisenbahnlinien.

Frühzeitige Streckenerneuerung (2006 - 2010)[Bearbeiten]

Zustand des Pflasters an der Station Gaston Roulaud im Jahr 2006

Das starke Fahrgastaufkommen mit bis zu 115 000 Reisenden pro Tag führte zu einer starken Belastung der Strecke. Die von den fahrenden Bahnen erzeugten Vibrationen werden auf den Boden übertragen und führten zu einer Ermüdung der Bodenplatten: Sie lösten sich vom Untergrund bzw. brachen in Stücke. Dies führte zu Bodenunebenheiten auch im Fußgängerbereichen, was wiederum Stürze auslöste. Deswegen wurden in den Sommerferien der Jahre 2006 bis 2010 im ältesten Bauabschnitt die Gleise erneuert und Wert auf eine vibrationsdämmende Einbettung der Schienen in den Untergrund gelegt. Dazu musste der Straßenbahnverkehr unterbrochen werden. Es wurde Schienenersatzverkehr mit Gliederbussen angeboten. Die neuen Schienen sollen 30 Jahre halten.[1]

Stationen[Bearbeiten]

von West nach Ost

Tramlinie T 1
Station Gemeinde(n) Anschluss
Asnières-Gennevilliers Les Courtilles Asnières-sur-Seine, Gennevilliers MMetro-M.svg13Paris m 13 jms.svg
Le Luth Gennevilliers
Le Village Gennevilliers
Timbaud Gennevilliers
Gare de Gennevilliers Gennevilliers RERRER.svgCParis rer C jms.svg
Parc des Chanteraines Gennevilliers
Chemin des Reniers Villeneuve-la-Garenne
La Noue Villeneuve-la-Garenne
Mairie de Villeneuve-la-Garenne Villeneuve-la-Garenne
L'Île-Saint-Denis
Gare de Saint-Denis Saint-Denis RERRER.svgDParis rer D jms.svg
Théâtre Gérard Philipe Saint-Denis
Marché de Saint-Denis Saint-Denis TTramway-T.svgT5Logo Paris tram ligne5.svg
Basilique de Saint-Denis Saint-Denis MMetro-M.svg13Paris m 13 jms.svg
Cimetière de Saint-Denis Saint-Denis
Hôpital Delafontaine Saint-Denis
Cosmonautes Saint-Denis, La Courneuve
La Courneuve — Six Routes La Courneuve
Hôtel de Ville de La Courneuve La Courneuve
Stade Géo André La Courneuve
Danton La Courneuve
La Courneuve — 8 Mai 1945 La Courneuve MMetro-M.svg07Paris m 7 jms.svg
Maurice Lachâtre Drancy, Bobigny
Drancy — Avenir Drancy, Bobigny
Hôpital Avicenne Drancy, Bobigny
Gaston Roulaud Drancy, Bobigny
Escadrille Normandie-Niémen Drancy, Bobigny
La Ferme Bobigny
Libération Bobigny
Hôtel de Ville de Bobigny Bobigny
Bobigny — Pablo Picasso Bobigny MMetro-M.svg05Paris m 5 jms.svg
Jean Rostand Bobigny
Auguste Delaune Bobigny
Pont de Bondy Noisy-le-Sec
Petit Noisy Noisy-le-Sec
Gare de Noisy-le-Sec Noisy-le-Sec RERRER.svgEParis rer E jms.svg
Streckenplan der T1 (vor der Verlängerung Saint-Denis - Asnières-Gennevilliers)
Fahrzeug der Linie T1 am Haltepunkt Bobigny-Pablo Picasso

Fuhrpark und seine Wartung[Bearbeiten]

Ein Fahrzeug der Linie 1 im Betriebshof Bobigny bei der Revision

Für die Strecke stehen 35 Straßenbahnzüge des Typs TFS in zwei verschiedenen Versionen des Herstellers Alstom bereit.

Die ältere Version stammt aus dem Jahr 1992 und besitzt Gleichstrommotoren. Die zweite Version aus dem Jahr 1994 ist mit Asynchronmotoren ausgestattet. 16 der Fahrzeuge der zweiten Version waren zunächst auf der Linie 2 eingesetzt. Die Wartung der Fahrzeuge erfolgt im Betriebshof Atelier de Bobigny, in welchem auch die Métrozüge der Linie 5 gewartet werden. Auf dem mehr als 40 000 m² großen Gelände sind 10 000 m² der Straßenbahn vorbehalten. 1 600 m² davon sind überdacht.

Streckenverlängerung[Bearbeiten]

Im Osten: Noisy-le-Sec - Val de Fontenay[Bearbeiten]

Nach Süden ist eine 8 km lange Verlängerung der Strecke mit 15 Stationen von Noisy-le-Sec nach Val de Fontenay ist in Planung. Bereits bei der Planung der ersten Verlängerung nach Noisy-le-Sec ging man von einer weiteren Verlängerung nach Süden aus, weshalb die Endhaltestelle nur provisorischen Charakter hat. Aber eine der betroffenen Gemeinden widersetzte sich lange einer Strecke durch ihr Stadtzentrum. [2]

Die Bauarbeiten sollen nun 2014 beginnen und 2017 abgeschlossen werden. [3] Die Planer erhoffen sich dadurch 50.000 Fahrgäste zusätzlich auf dieser Strecke. Die Fahrtdauer für die Verlängerungsstrecke beträgt ca. 25 Minuten. Allerdings wird nach dem Vorbild der Linie 3 die Strecke in Bobigny - Pablo Picasso in zwei getrennte Strecken gebrochen, die dann vermutlich die Nummern T1a und T1b erhalten werden. Die Streckenverlängerung erfordert 15 zusätzliche Straßenbahnzüge und erhält auch einen eigenen Betriebshof, welcher auf dem Gemeindegebiet von Montreuil errichtet wird.

Die Verlängerungstrecke wird eine Reihe von Anschlüssen an andere öffentliche Verkehrsmittel der Region erhalten:

Im Westen: Asnières-Gennevilliers - Rue Gabriel Péri in Colombes[Bearbeiten]

Das STIF genehmigte im März 2014 die Durchführung einer öffentlichen Anhörung dieser Streckenverlängerung. Insgesamt sollen auf der 6 km langen Strecke 12 weitere Haltestellen in den Städten Asnières-sur-Seine und Colombes entstehen. Dabei entstehen auch Umsteigeverbindungen zur Straßenbahn T2 und zur Linie J des Transilien. Die Strecke soll in zwei Stufen gebaut werden:

  • Ende 2018 soll die Teilstrecke bis zur Haltestelle Quatre Routes, an der westlichen Stadtgrenze von Asnières liegend, in Betrieb gehen.
  • Die Streckenverlängerung bis zur Endhaltestelle in der Rue Gabriel Péri[4], am südlichen Stadtrand von Colombes soll bis ca. 2023 fertig sein.

Nach Fertigstellung der Strecke geht man von täglich 60 000[5] zusätzlichen Fahrgästen aus. [6]

Andere Fahrzeuge für die Verlängerungsstrecke[Bearbeiten]

Da Fahrzeuge des Typs TFS nicht mehr hergestellt werden, werden vermutlich Fahrzeuge der CITADIS-Familie des gleichen Herstellers zum Einsatz kommen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rail Express, Le Parisien vom 9. Juli 2010 (frz.), abgerufen am 18. März 2014
  2. http://transportparis.canalblog.com/pages/t1---extensions-et-restructuration-de-l-exploitation/28459447.html
  3. http://www.t1bobigny-valdefontenay.fr/le-calendrier-du-projet/
  4. Bem: nicht zu verwechseln mit der Métrostation Gabriel Péri der Linie 13 der Pariser Métro in Asnières-sur-Seine
  5. andere Quellen rechnen sogar mit 80 000 zusätzlichen Fahrgästen (siehe: http://www.t1ouest.fr/spip.php?rubrique8 )
  6. Mitteilung des STIF vom 25.3.2014 (frz.) abgerufen am 1. Juni 2014