Métrolinie 13 (Paris)

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Strecke der Métrolinie 13 (Paris)
Karte
Streckenlänge: 24,3 km
Eröffnung: 1910
Fahrgäste (täglich): 315.000
Stationen: 32
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Saint-Denis – Université
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Basilique de Saint-Denis TTramway-T.svgT1Logo Paris tram ligne1.svg
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Saint-Denis – Porte de Paris
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Carrefour Pleyel
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Mairie de Saint-Ouen
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Garibaldi
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Porte de Saint-Ouen
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Guy Môquet
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Asnières – Gennevilliers – Les Courtilles TTramway-T.svgT1Logo Paris tram ligne1.svg
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Les Agnettes
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Gabriel Péri
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Mairie de Clichy
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Porte de Clichy CParis rer C jms.svg
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Brochant
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BSicon utHST.svg La Fourche
BSicon utBHF.svg Place de Clichy 02Paris m 2 jms.svg
BSicon utHST.svg Liège
BSicon utBHF.svg Saint-Lazare EParis rer E jms.svg 03Paris m 3 jms.svg 09Paris m 9 jms.svg 12Paris m 12 jms.svg 14Paris m 14 jms.svg
BSicon utBHF.svg Miromesnil 09Paris m 9 jms.svg
BSicon utBHF.svg Champs-Élysées – Clemenceau 01Paris m 1 jms.svg
BSicon utBHF.svg Invalides CParis rer C jms.svg 08Paris m 8 jms.svg
BSicon utHST.svg Varenne
BSicon utHST.svg Saint-François-Xavier
BSicon utBHF.svg Duroc 10Paris m 10 jms.svg
BSicon utBHF.svg Montparnasse – Bienvenüe 04Paris m 4 jms.svg 06Paris m 6 jms.svg 12Paris m 12 jms.svg
BSicon utHST.svg Gaîté
BSicon utHST.svg Pernety
BSicon utHST.svg Plaisance
BSicon utBHF.svg Porte de Vanves TTramway-T.svgT3aLogo Paris tram ligne3a.svg
BSicon utHST.svg Malakoff – Plateau de Vanves
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BSicon uHST.svg Malakoff – Rue Étienne Dolet
BSicon uKBHFe.svg Châtillon – Montrouge

Die Linie 13 der Pariser Métro hat im Norden zwei Zweige. verbindet die Stationen Asnières–Gennevilliers Les Courtilles bzw. Saint-Denis – Université im Norden und Châtillon – Montrouge im Süden von Paris.

Geschichte[Bearbeiten]

Bahnhof Porte de Vanves der Métrolinie 13Paris m 13 jms.svg
Ein moderner Endbahnhof: Les Courtilles

Baugeschichte[Bearbeiten]

Die Linie 13 hieß ursprünglich „Linie B“, da sie von der Société du chemin de fer électrique souterrain Nord-Sud de Paris (kurz Nord-Sud genannt) gebaut worden war, welche ihre Strecken mit Buchstaben kennzeichnete. Eröffnet wurde sie am 26. Februar 1911 von Saint-Lazare zur Station Porte de Saint-Ouen, eine Zweigstrecke von La Fourche zur Porte de Clichy folgte am 20. Januar 1912. Die Station La Fourche (dt. so viel wie: die (Ast-)Gabel) aus Sicherheitsgründen in zwei Ebenen ausgeführt: oben zwei Gleise stadtaus- und -einwärts, unten eines - vom Nordostast kommend -in Richtung Innenstadt. Dies brachte den Vorteil, dass auf keinem Gleis mit Kreuzungsverkehr gerechnet werden musste. Diese Strecke führt durch Arbeiterviertel, was ihr von Anfang an ein hohes Verkehrsaufkommen bescherte.

Linie 14 (alt) war ebenfalls ursprünglich als „Linie C“ von der Nord-Sud geplant worden. Gebaut wurde sie jedoch erst ab 1934 durch die Compagnie du chemin de fer métropolitain de Paris (CMP) – diese hatte 1930 die Nord-Sud übernommen und seitdem heißt auch die »Linie B«: „Linie 13“. Am 21. Januar 1937 wurde der Abschnitt zwischen Porte de Vanves und Avenue du Maine (heute Montparnasse – Bienvenüe) eröffnet. Ein halbes Jahr später (27. Juli 1937) wurde sie erweitert, die Verlängerung ist jedoch keineswegs ein kompletter Neubau. Es ist der Abschnitt DurocInvalides der Linie 10. Diese wurde bekanntlich nach Westen gelenkt, der verwaiste Nordabschnitt wurde über eine kurze Neubaustrecke (DurocAvenue du Maine) an die 14 (alt) angebunden. Die Station Montparnasse – Bienvenüe bestand früher aus den beiden Einzelstationen Montparnasse (Linien 4 und 12) sowie Bienvenüe (Linien 10 und 14 (alt)). Diese wurden nun über einen langen Verbindungstunnel verknüpft, so dass eine gemeinsame Station entstand.

Die Linie 13 wurde am 30. Juni 1952 vom Porte de Saint-Ouen zur Station Carrefour Pleyel erweitert. Zu jener Zeit tauchten auch die MA51-Wagen auf dieser Linie auf.

Einer der ersten Pläne für das RER-Netz war eine Verknüpfung der Bahnhöfe Montparnasse und Saint-Lazare. Man erkannte jedoch, dass eine Verknüpfung der Linien 13 und 14 (alt) zu einem Bruchteil der Kosten zu realisieren wäre. Außerdem konnte man mehrere positive Zusatzeffekte ausnutzen: die stark belastete 13 kam so zu einer höheren Kapazität und die ebenfalls chronisch überlastete Linie 12 konnte entlastet werden.

Diese Neubaustrecke stellt eine Verknüpfung zu den Linien 1 und 9 her, die alte Kehrschleife am Bahnhof Invalides wird weiterhin zum Abstellen von Zügen benutzt. Die Verknüpfung erfolgte in 3 Etappen: Saint-LazareMiromesnil am 27. Juni 1973, MiromesnilChamps-Elysées–Clemenceau (Grand Palais) am 18. Februar 1975 und das letzte Teilstück Champs-Elysées–Clemenceau (Grand Palais)Invalides am 9. November 1976. Die neue verknüpfte Linie trägt die Nummer 13.

Am 20. Mai 1976 wurde der Nordast erweitert, von Carrefour Pleyel zur Station Saint-Denis Basilique. Am 9. November 1976 (Datum des Zusammenschlusses) ging auch eine Süderweiterung in Betrieb, zwischen Porte de Vanves und Châtillon–Montrouge

Am 9. Mai 1980 ging eine weitere Verlängerung im Nordwesten in Betrieb, zwischen Porte de Clichy und Gabriel Péri; fast 20 Jahre später, am 25. Mai 1998, der (vorerst) letzte Nordost-Abschnitt Saint-Denis BasiliqueSaint-Denis–Université.

Umbenannte Stationen[Bearbeiten]

Im Lauf der mehr als 100-jährigen Geschichte der Pariser Metro änderte sich die Bezeichnung einer ganzen Reihe von Stationen. Einige Stationen wurden sogar mehrmals umbenannt. Auf der Linie 13 waren folgende Stationen betroffen:

Namensänderungen von Stationen der Linie 13
heutiger Name seit frühere(r) Name(n) Bemerkung
Liège 1914 Berlin
Champs-Élysées – Clemenceau 1931 Champs-Élysées
Montparnasse – Bienvenüe 1942 Montparnasse Zusammenlegung der ursprünglich getrennten Stationen Montparnasse und Bienvenüe
Guy Môquet 1946 bis 1912: Marcadet
1912 - 1946: Marcadet-Balagny
Basilique de Saint-Denis 1998 Saint-Denis - Basilique
Gabriel Péri 2008 Gabriel Péri - Asnières - Gennevilliers Verlängerung der Strecke bis Asnières – Gennevilliers – Les Courtilles

Im Berufsverkehr (6:30–9:00 und 17:00–19:00 Uhr) werden die Äste im Verhältnis zwei (Asnières–Gennevilliers Les Courtilles) zu drei (Saint-Denis) bedient, sonst abwechselnd.

13bis[Bearbeiten]

Porte de Clichy - Saint Lazare wurde nicht immer von der 13 befahren. Einige Jahre erfolgte ein Pendelbetrieb unter der Liniennummer 13bis zwischen Porte de Clichy und La Fourche.

Technische Neuerungen und Fahrzeuge[Bearbeiten]

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Schon vor der Fusion der Linie 13 und der Linie 14 (alt) wurden auf letzterer Züge des Typs MF67 eingesetzt, nach der Fusion waren es praktisch nur diese Fahrzeuge, welche den Verkehr ausführten.

1978 wurde die Linie 13 als erste mit MF77-Fahrzeugen ausgestattet.

Zentrale Leitstelle und Pilotage automatique[Bearbeiten]

Bereits 1974 wurde auf der Linie 13 eine zentrale Leitstelle PCC eingerichtet.

1977 wurde die (halb)automatische Zugsteuerung pilotage automatique eingeführt.

Bahnsteigtüren[Bearbeiten]

Bahnsteig der Station Invalides mit Bahnsteigtüren während der Versuchsphase

Die ersten Bahnsteigtüren bei Pariser Metro überhaupt wurden auf der Linie 13 eingebaut. Im Jahr 2006 wurden insgesamt drei Bahnsteige mit drei verschiedenen Typen von Bahnsteigtüren zu Testzwecken versehen. Es handelte sich um die beiden Bahnsteige der Station Saint-Lazare und um den östlichen Bahnsteig der Station Invalides (Métro Paris)Invalides, an dem die Zügen in Richtung Norden abfahren. Mit den hier gemachten Erfahrungen wurde dann über die Bestellung der Bahnsteigtüren für die Linie 1 entschieden.

Die Errichtung einer automatischen Zugwendeanlage in der Endstation Châtillon – Montrouge mit fahrerlosem Gleiswechsel vom Ankunftsgleis auf das Abfahrtsgleis im Jahr 2008 machte dort den Einbau von Bahnsteigtüren unumgänglich.

Noch bevor die Linie 1 vollständig mit Bahnsteigtüren ausgerüstet war, wurden schließlich 12 der wichtigsten und verkehrsreichsten Stationen der Linie 13 zwischen Ende 2009 und 2012 mit Bahnsteigtüren ausgerüstet. Es sind dies alle Stationen zwischen Saint-Lazare und Montparnasse – Bienvenüe sowie Place de Clichy, Saint-Denis – Porte de Paris und Basilique de Saint-Denis [1].

Projekte[Bearbeiten]

Verbesserungen von Technik und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsverdichtung durch Computergestütztes Leitsystem[Bearbeiten]

Überwachungsbildschirm der OURAGAN-gesteuerten Zugwendeanlage Châtillon-Montrouge

Die Zugverkehr soll auf der Linie 13 durch die Verwendung eines Zugleitsystems vom Typ CTBC mit dem Kunstnamen OURAGAN (=Offre urbaine renouvelée et améliorée gérée par un automatisme nouveau) beschleunigt werden. Der Auftrag war im Jahr 2003 ursprünglich an Alcatel vergeben worden. Wenig später wurde die für das Projekt zuständige Sparte von Thales übernommen. Mit dem neuen Leitsystem sollte eine Verringerung des Zugabstands von 100 s auf 90 s erreicht werden. Es war eine Inbetriebnahme im Jahr 2007 vorgesehen, aber ein Jahr zuvor bemerkte man, dass die vorgeschlagene Lösung nicht alle Vorgaben des Pflichtenhefts erfüllt – vor allem auf dem Sektor Sicherheit. So wurde eine Zeitlang das Jahr 2011 für die Einführung genannt. Es geht darum, dass die Anlage des Zuges die seitlichen Signalanlagen ignorieren und stattdessen die vom Zentralrechner der Leitstelle vorgegebene Geschwindigkeit einhalten muss. Die fahrerlose Zugwendeanlage der Endstation Châtillon-Montrouge – welche von OURAGAN gesteuert wird – erlaubte es immerhin, die Zugfolge um 5 s zu verringern.

Im Frühjahr 2015 stellt sich die Lage so dar: Die 66 Züge der Baureihe MF77, welche auf der Linie 13 verkehren, sind mit den OURAGAN-Bordgeräten ausgestattet. Die ersten Züge führen – außerhalb der öffentlichen Betriebs - Testfahrten durch, um die Sicherheitsvorgaben des Systems zu prüfen. Man hofft, dass im Laufe des Jahres 2016 OURAGAN in den täglichen Betrieb übernommen werden kann. [2]

Streckenverlängerungen[Bearbeiten]

  • Eine Verlängerung des nordwestlichen Zweiges bis zur Station Asnières-Gennevilliers – Les Courtilles ist bereits seit 2008 fertiggestellt. Die gewünschte Verlängerung der Strecke bis Port de Gennevilliers ist allerdings im Streckenentwicklungsplan von 2012 nicht mehr enthalten.
  • Für den anderen nördlichen Zweig (Saint-Denis) ist eine Verlängerung bis nach Stains geplant, wo mit Stains–La Cerisaie ein Umsteigebahnhof zur geplanten Tangentielle Nord entstehen könnte.
  • Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf den Teilstrecken der Linie 13 suchte man schon seit längerer Zeit nach Entlastungsmöglichkeiten. Nun soll bis Ende 2017 folgende Planung realisiert werden: Die Linie 14 wird um 5,5 km nach Norden verlängert. Es werden vier neue Stationen entstehen: Pont Cardinet, Porte de Clichy (Umstieg zum Nordwestzweig der Linie 13), Clichy-St-Ouen-RER C (Umstieg zur RER C) und Mairie de Saint-Ouen (Umstieg zum Nordostzweig der Linie 13). Durch diese Maßnahme hofft man, die Linie 13 um mehr als 20 % der Fahrgastzahlen entlasten zukönnen. [3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes: De Bienvenüe à Météor. 3. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2004. ISBN 2-915034-32-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des STIF vom 29. Dezember 2009 (französisch) abgerufen am 21. Mai 2015
  2. Transportparis vom 02. April 2015: Octys, Ouragan: où en est-on? (französisch) abgerufen am 25. Mai 2015
  3. http://www.ratp.fr/fr/ratp/c_11634/carte-d-identite/

Weblinks[Bearbeiten]