Mersenne-Primzahl
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Eine Mersenne-Zahl ist eine Zahl der Form 2n − 1. Im Speziellen bezeichnet man mit Mn = 2n − 1 die n-te Mersenne-Zahl.
Die Primzahlen unter den Mersenne-Zahlen werden Mersenne-Primzahlen genannt. Die ersten acht Mersenne-Primzahlen Mp sind
- 3, 7, 31, 127, 8191, 131071, 524287, 2147483647 (Folge A000668 in OEIS) für p = 2, 3, 5, 7, 13, 17, 19, 31 (Folge A000043 in OEIS).
Ihren Namen haben diese Primzahlen von dem französischen Mönch und Priester Marin Mersenne, der im Vorwort seiner Cogitata Physico-Mathematica [1] behauptete, dass für p = 2, 3, 5, 7, 13, 17, 19, 31, 67, 127 und 257 Mp eine Primzahl sei. Er irrte sich jedoch bei den Zahlen M67 und M257 und übersah die Mersenne-Primzahlen M61, M89 und M107. Dass M67 keine Primzahl ist, wurde erst im Jahre 1903 vom Mathematiker Frank Cole entdeckt. Um den Nachweis zu führen, dass M257 keine Primzahl ist, wurde 1932 eine frühe Rechenmaschine verwendet.
Bei der Zahl M67 handelt es sich möglicherweise um einen Lesefehler seitens Mersenne aus seiner Korrespondenz mit Bernard Frénicle de Bessy und Pierre de Fermat, wobei er p = 61 mit p = 67 verwechselte.
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[Bearbeiten] Eigenschaften der Mersenne-Zahlen
- Ist n eine zusammengesetzte Zahl, so ist auch Mn eine zusammengesetzte Zahl. Ist nämlich n = rs, dann lässt sich Mn als Produkt

- darstellen.
- Daraus folgt unmittelbar, dass der Exponent p einer Mersenne-Primzahl Mp = 2p − 1 selbst eine Primzahl ist. Der Umkehrschluss ist jedoch falsch, da beispielsweise
keine Mersenne-Primzahl ist. Durch diese Eigenschaft wird die Suche nach Mersenne-Primzahlen erleichtert, da nur noch Mersenne-Zahlen mit Primzahlexponent betrachtet werden müssen.
- Ist n eine gerade Zahl und n+1 prim, so ist p = n+1 ein Teiler von Mn
- z. B. M(10) = 1023 = 3*11*31 = M(2)*M(5)*11; M(12) = 4095 = 3*3*5*7*13 = 3*5*M(2)*M(3)*13
- Ist n eine ungerade Primzahl und q eine Primzahl und Teiler von Mn, so gilt q ≡ 1 (mod 2n) und q ≡ ±1 (mod 8).
- z. B. M(11) = 2047 = 23*89; 23 = 2*11+1; 89 = 4*2*11+1
- Wenn p eine Primzahl ist und es gilt p ≡ 3 (mod 4), dann gilt: 2p+1 teilt die Mersenne-Zahl Mp ⇔ 2p+1 prim
- z. B. 11 ist prim und lässt einen Rest von 3 bei Division mit 4; dann gilt: 23 teilt die Mersenne-Zahl M(11)=2047 ⇔ 23 (als Ergebnis von 2*11+1) ist prim
- Diese Aussage wurde von Leonhard Euler formuliert, aber erst später von Joseph-Louis Lagrange bewiesen. (siehe auch Sophie-Germain-Primzahl)
- Ist n die m-te Potenz von 2, also n=2m (mit m>0), so ist Mn das Produkt der Fermat-Zahlen F0 bis Fm-1
- z. B. M(16)=M(24)=F(0)*F(1)*F(2)*F(3) = 3*5*17*257; M(32)=M(25)=F(0)*F(1)*F(2)*F(3)*F(4) = 3*5*17*257*65537
- Ist Mp eine Primzahl > 3, dann ist Mp + 2 keine Primzahl; vielmehr ist Mp + 2 durch 3 teilbar, d. h. Mersenne-Primzahlen eignen sich nicht als Primzahlzwilling.
- Eine Mersenne-Primzahl kann keine Wieferich-Primzahl sein.
- Unter Annahme der erweiterten Riemannschen Vermutung lässt sich noch zeigen, dass die Summe der Kehrwerte der Teiler einer Mersenne-Primzahl
-
- für x gegen unendlich konvergiert.
[Bearbeiten] Darstellung im Dualsystem
Die n-te Mersennezahl ist im Dualsystem eine Zahl mit n Einsen. Mersenne-Zahlen zählen deshalb zu den Zahlenpalindromen (in der Basis 2), genauer zu den Repunit-Zahlen (in der Basis 2); Mersenne-Primzahlen sind im besonderen Primzahlpalindrome (in der Basis 2).
[Bearbeiten] Anwendungen
Neben der Tatsache, dass die größten bekannten Primzahlen Mersenne-Zahlen sind, spielen diese eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit vollkommenen Zahlen. 2n - 1(2n - 1) ist genau dann eine gerade vollkommene Zahl, wenn 2n − 1 eine Primzahl ist. In der Tabelle unten wird die vollkommene Zahl zur n-ten Mersennezahl mit P(n) bezeichnet.
Eine weitere Anwendung ist der Mersenne Twister, ein Pseudozufallszahlengenerator.
[Bearbeiten] Die Suche nach Mersenne-Primzahlen
Für die Erzielung von Primzahl-Rekorden eignen sich die Mersenne-Primzahlen in mehrfacher Hinsicht besonders gut, weil
- zusammengesetzte Exponenten bedenkenlos unberücksichtigt bleiben können, weil diese keine Primzahlen generieren,
- die erforderlichen primen Exponenten quasi vorgefertigt zur Verfügung gestellt werden können - aus sogenannten Primzahlgeneratoren bzw. aus speziell zusammengestellten Mengen (Dateien),
- aus diesen primen Exponenten die Sophie-Germain-Primzahlen mit p = 3 (mod 4) ausgesondert werden können (wie z. B. p = 11; Teiler 23), weil durch sie zusammengesetzte Mersenne-Zahlen generiert werden mit Teiler 2*p + 1
- durch den funktionalen Zusammenhang die Größenordnung der Primzahl exponentiell - nämlich zur Basis zwei - mit dem Argument p anwächst,
- ein einfacher und schneller Faktor-Finder vorgeschaltet werden kann, der den Prüfling auf kleinere Primfaktoren vorprüft,
- mit dem nachfolgend beschriebenen Lucas-Lehmer-Test ein relativ einfacher und effektiver Primzahltest zur Verfügung steht,
- die Wahrscheinlichkeit, unter den Mersenne-Zahlen eine Primzahl zu finden, für größer angenommen wird als unter einer zufällig ausgewählten ungeraden Zahl derselben Größenordnung.
[Bearbeiten] Der Lucas-Lehmer-Test
Der Lucas-Lehmer-Test ist zum Testen von Mersenne-Zahlen ab M3 geeignet. Er basiert ganz wesentlich darauf, dass die Mersenne-Zahlen im Dualsystem nur aus lauter Einsen bestehen. Er funktioniert wie folgt:
- Sei p ungerade und prim. Ferner sei die rekursive Folge S(k+1) definiert durch S(1) = 4, S(k+1) = S(k)2–2
- Dann gilt: Mp = 2p–1 ist genau dann eine Primzahl, wenn S(p–1) durch Mp teilbar ist.
In dieser von Derrick Henry Lehmer gefundenen Form, die auf Édouard Lucas zurück geht, ist die Anwendung allerdings unpraktisch, weil die Zahlen S(k) sehr schnell sehr groß werden. Deshalb werden heutzutage bereits alle Zwischenschritte modulo Mp ausgerechnet, so dass große Zahlen vermieden werden:
- Sei S(1) = 4, S(k+1) = S(k)2–2 mod Mp
- Ist S(p–1) = 0 dann ist Mp eine Primzahl.
[Bearbeiten] Beispiele
Wir prüfen mit diesem Verfahren, ob M5 = 25–1 = 31 eine Primzahl ist:
S(1) = 4 S(2) = ( 4² - 2) mod 31 = 14 S(3) = (14² - 2) mod 31 = 8 S(4) = ( 8² - 2) mod 31 = 0
Da S(4) = 0 ist, ist M5 = 31 eine Primzahl.
Wir prüfen mit diesem Verfahren, ob M11 = 211–1 = 2047 = 23 * 89 eine Primzahl ist:
S( 1) = 4 S( 2) = ( 4² - 2) mod 2047 = 14 S( 3) = ( 14² - 2) mod 2047 = 194 S( 4) = ( 194² - 2) mod 2047 = 788 S( 5) = ( 788² - 2) mod 2047 = 701 S( 6) = ( 701² - 2) mod 2047 = 119 S( 7) = ( 119² - 2) mod 2047 = 1877 S( 8) = (1877² - 2) mod 2047 = 240 S( 9) = ( 240² - 2) mod 2047 = 282 S(10) = ( 282² - 2) mod 2047 = 1736
Da S(10) > 0 ist, ist M11 = 2047 keine Primzahl.
Wir prüfen mit diesem Verfahren, ob M19 = 219–1 = 524287 eine Primzahl ist:
S( 1) = 4 S( 2) = ( 4² - 2) mod 524287 = 14 S( 3) = ( 14² - 2) mod 524287 = 194 S( 4) = ( 194² - 2) mod 524287 = 37634 S( 5) = ( 37634² - 2) mod 524287 = 218767 S( 6) = ( 218767² - 2) mod 524287 = 510066 S( 7) = ( 510066² - 2) mod 524287 = 386344 S( 8) = ( 386344² - 2) mod 524287 = 323156 S( 9) = ( 323156² - 2) mod 524287 = 218526 S(10) = ( 218526² - 2) mod 524287 = 504140 S(11) = ( 504140² - 2) mod 524287 = 103469 S(12) = ( 103469² - 2) mod 524287 = 417706 S(13) = ( 417706² - 2) mod 524287 = 307417 S(14) = ( 307417² - 2) mod 524287 = 382989 S(15) = ( 382989² - 2) mod 524287 = 275842 S(16) = ( 275842² - 2) mod 524287 = 85226 S(17) = ( 85226² - 2) mod 524287 = 523263 S(18) = ( 523263² - 2) mod 524287 = 0
Da S(18) = 0 ist, ist M19 = 524287 eine Primzahl (seit 1603 bekannt).
[Bearbeiten] Literatur zum Lucas-Lehmer-Test
- Théorie des Fonctions Numériques Simplement Périodiques, É. Lucas, Amer. Journ. of Math., 1, 289–
- An extended theory of Lucas' functions, D. H. Lehmer, Annals of mathematics, 31, 419–
[Bearbeiten] Suche nach Mersenne-Primzahlen: GIMPS
Bisher kennt man 47 Mersenne-Primzahlen. Mit Computerhilfe versucht man, weitere Mersenne-Primzahlen zu finden. Da es sich um sehr große Zahlen handelt – die 46. Mersenne-Primzahl hat knapp 13 Millionen Ziffern im Dezimalsystem – sind die Berechnungen (zeit- und organisations-)aufwendig. Rechenoperationen mit derart großen Zahlen werden von Computern nicht von Haus aus unterstützt. Man muss die Zahlen in großen Feldern abspeichern und die damit erforderlichen Grundrechenarten programmieren. Dies führt zu langen Programmlaufzeiten.
GIMPS (engl.: Great Internet Mersenne Prime Search) versucht daher, weltweit möglichst viele Computer an den Berechnungen zu beteiligen und stellt die erforderliche Software (Prime95) für eine Reihe von Plattformen (Windows, Unix, Linux ...) zur Verfügung. Jeder kann mitmachen, sofern er einen Rechner mit (zeitweise) freien CPU-Kapazitäten besitzt. Dazu muss man sich von der Website die Software herunterladen und dann installieren. Danach meldet man sich bei GIMPS und lässt sich eine Zahl geben, die man untersuchen soll. Wenn die Berechnungen erledigt sind (meist nach mehreren Monaten) meldet man das Ergebnis bei GIMPS zurück. Man bekommt dabei im Laufe der Computeranalyse auch Wahrscheinlichkeiten mitgeteilt: die Wahrscheinlichkeit, eine Primzahl zu finden (sehr klein, unter 1 %); die Wahrscheinlichkeit, einen Faktor zu finden (größer). Diese Wahrscheinlichkeit soll einem die Erfolgsaussichten für das Finden einer Primzahl deutlich machen.
[Bearbeiten] Vermutungen zu den Mersenne-Zahlen
- Gibt es unendlich viele Mersenne-Primzahlen? Man vermutet aufgrund von plausiblen Heuristiken, dass es etwa
viele Mersenne-Primzahlen Mp gibt mit p < x. Wenn dies der Fall ist, so gibt es tatsächlich unendlich viele Mersenne-Primzahlen.
- Gibt es unendlich viele Mersenne-Zahlen Mp mit p prim, die keine Primzahlen sind? Auch hier vermutet man als Antwort ja. Dies würde zum Beispiel aus der Vermutung, dass es unendlich viele Sophie-Germain-Primzahlen gibt, die kongruent 3 modulo 4 sind, folgen.
- Sind alle Mersenne-Zahlen Mp mit p prim quadratfrei, d. h. kommt in der Primfaktorzerlegung der Zahl jeder Primfaktor genau einmal vor? Man konnte bisher noch nicht einmal beweisen, dass dies für unendlich viele Mersenne-Zahlen gilt.
- Gilt die "neue Mersenne-Vermutung"? Die Folge von Mersenne-Primzahlen, die Mersenne angab, lässt vermuten, dass er meinte, dass eine Mersenne-Zahl Mp mit p prim genau dann prim ist, wenn p=2k±1 oder p=4k±3. Da diese Aussage nicht gilt, stellten P. Bateman, J. Selfridge und S. Wagstaff die neue Mersenne-Vermutung auf.
- Diese besagt, dass aus zwei der folgenden drei Aussagen bereits die dritte folgt:
- n = 2k ± 1 oder n = 4k ± 3
- 2n – 1 ist eine (Mersenne) Primzahl
- (2n+1)/3 ist eine Primzahl
s. auch: neue Mersenne Vermutung (engl.)
- Sind alle Glieder der Folge C(0) = 2, C(k+1) = 2C(k)–1 Primzahlen? Die stärkere Vermutung, dass alle Zahlen MMp Primzahlen sind, für die Mp eine Primzahl ist, konnte inzwischen für p=13 widerlegt werden. Diese letzteren Zahlen nennt man doppelte Mersenne-Zahlen. Auch hier ist noch nicht bekannt, ob es unendlich viele Primzahlen darunter gibt.
[Bearbeiten] Geschichte der Mersenne-Primzahlen
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| bis 1536 | Man glaubt, dass für alle Primzahlen p gilt, 2p–1 sei prim. |
| 1536 | Der deutsche Rechenmeister Ulrich Rieger (lat. Hudalrichus Regius) veröffentlicht in seinem Rechenbuch Utriusque Arithmetices epitome[2] als erster die fünfte vollkommene Zahl 212•(213–1) = 4.096•8.191 = 33.550.336 in gedruckter Form. Nachdem die Zahlen 511 und 2.047 in seiner tabellarischen Übersicht nicht vorkommen, darf man annehmen, dass er 211–1 = 2047 = 23•89 als zusammengesetzt erkannt hat, obgleich er dies nicht extra erwähnt. |
| 1555 | Johann Scheubel veröffentlicht in seiner deutschen Übersetzung der Bücher VII-IX von Euklids Elementen die nächsten beiden vollkommenen Zahlen 216•(217–1) = 65.536•131.071 = 8.589.869.056 und 218•(219–1) = 262.144•524.287 = 137.438.691.328.[3] Die zweiten Faktoren sind die Mersenneschen Primzahlen M17 und M19. Allerdings hat er sowohl 211–1 = 2047 = 23•89, als auch 215–1 = 32.767 = 7•31•151 nicht als zusammengesetzt erkannt, dafür aber 221–1 = 2.097.151 = 72•127•337. (Die Zerlegungen gibt er allerdings an dieser Stelle nicht an.) Er erhält in seinem Werk also fälschlicherweise neun, anstatt der korrekten sieben vollkommenen Zahlen. |
| 1603 | Pietro Cataldi (1548–1626) zeigt, dass 2n–1 Primzahlen sind für n = 17, 19. Fälschlicherweise glaubt er dies auch für n = 23, 29, 31 und 37 (ist nur für n = 31 korrekt). |
| 1640 | Fermat widerlegt Cataldi für n = 23 und n = 37: 223–1 = 47 * 178481 und 237–1 = 223 * 616318177 sind keine Primzahlen. |
| 1644 | Mersenne behauptet, 2n–1 sei prim für n = 2, 3, 5, 7, 13, 17, 19, 31, 67, 127 und 257, jedoch nicht prim für alle anderen natürlichen Zahlen kleiner als 257 (Vorwort zu seinem Werk "Cogitata Physica-Mathematica"). Dies ist allerdings falsch, denn 2n–1 ist prim sowohl für n = 61 (was 1883 bemerkt wird) als auch für n = 89,107 (wird erst nach 1900 nachgewiesen). |
| 1738 | Euler widerlegt Cataldi für n = 29: 229-1 =233 * 1103 * 2089 |
| 1750 | Euler bestätigt, dass Cataldi für n=31 richtig lag: 231–1 ist prim. |
| 1870 | Édouard Lucas (1842–1891) formuliert die theoretischen Grundlagen für den Lucas-Lehmer Test. |
| 1876 | Lucas bestätigt Mersenne: 2127–1 ist prim. |
| 1883 | M. Pervouchine (orthodoxer Priester in Perm/Russland) zeigt, dass 261–1 prim ist (Widerspruch zu Mersenne). |
| 1911 | R.E. Powers widerspricht Mersenne für n = 89: 2n–1 ist prim. |
| 1914 | Powers widerspricht Mersenne auch für n = 107: 2n–1 ist prim. Fast gleichzeitig kommt auch E. Fauquembergue zu dieser Aussage. |
| 1930 | Lehmer (1905-1991) formuliert den Lucas-Lehmer Test. |
| 1932 | Lehmer zeigt: M(149) und M(257) sind nicht prim. |
| 1934 | Powers zeigt: M(241) ist nicht prim. |
| 1944 | H.S.Uhler zeigt: M(157) und M(167) sind nicht prim. |
| 1945 | H.S.Uhler zeigt: M(229) ist nicht prim. |
| 1947 | H.S.Uhler zeigt: M(199) ist nicht prim. |
| 1947 | Der Bereich von 1 bis 258 wird vollständig überprüft. Man kennt nun die Mersenne-Primzahlen M(n) für n = 2, 3, 5, 7, 13, 17, 19, 31, 61, 89, 107 und 127. |
| 1951 | Beginn des Einsatzes von Computern, die Länge der größten bekannten Primzahl steigt bis 1952 von 39 Stellen auf 687 Dezimalstellen. |
| 1963 | Gillies entdeckt M(11.213) mit 3.376 Stellen. |
| 1996 | Joel Armengaud und George Woltman entdecken mit GIMPS M(1.398.269) mit 420.921 Stellen. |
| 1999 | Mit M(6.972.593), die 2.098.960 Stellen hat, kennt man erstmals eine Primzahl mit mehr als 1 Million Stellen. |
| 2004 | Es wird nachgewiesen, dass M(24.036.583), eine Zahl mit 7.235.733 Stellen, prim ist. |
| 2005 | Im Februar wird vom GIMPS-Projekt die 42. Mersenne-Primzahl entdeckt: M(25.964.951) hat 7.816.230 Stellen.
Ebenfalls vom GIMPS-Projekt wird im Dezember die 43. Mersenne-Primzahl entdeckt: M(30.402.457) hat 9.152.052 Stellen. |
| 2006 | Am 4. September vermeldet das GIMPS-Projekt die Entdeckung der 44. Mersenne-Primzahl M(32.582.657) mit 9.808.358 Stellen. |
| 2008 | Am 16. September werden vom GIMPS-Projekt die 45. und die 46. bekannte Mersenne-Primzahl veröffentlicht: M(37.156.667) (entdeckt am 6. September) mit 11.185.272 Stellen und M(43.112.609) (entdeckt am 23. August) mit 12.978.189 Stellen. |
| 2009 | Die 47. bekannte Mersenne-Primzahl M(42.643.801) wird vom GIMPS-Projekt am 12. April entdeckt und am 12. Juni veröffentlicht. |
[Bearbeiten] Liste aller bekannten Mersenne-Primzahlen
| Nr. | n | Anzahl Ziffern von M(n) |
Anzahl Ziffern der perfekten Zahl P(n) |
Jahr | Entdecker |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 1 | 1 | - | - |
| 2 | 3 | 1 | 2 | - | - |
| 3 | 5 | 2 | 3 | - | - |
| 4 | 7 | 3 | 4 | - | - |
| 5 | 13 | 4 | 8 | 1456 | - |
| 6 | 17 | 6 | 10 | 1555 | Johann Scheubel |
| 7 | 19 | 6 | 12 | 1555 | Scheubel |
| 8 | 31 | 10 | 19 | 1772 | Leonhard Euler |
| 9 | 61 | 19 | 37 | 1883 | Ivan Mikheevich Pervushin |
| 10 | 89 | 27 | 54 | 1911 | R. E. Powers |
| 11 | 107 | 33 | 65 | 1914 | Powers |
| 12 | 127 | 39 | 77 | 1876 | Édouard Lucas |
| 13 | 521 | 157 | 314 | 1952 | Raphael M. Robinson |
| 14 | 607 | 183 | 366 | 1952 | Robinson |
| 15 | 1279 | 386 | 770 | 1952 | Robinson |
| 16 | 2203 | 664 | 1327 | 1952 | Robinson |
| 17 | 2281 | 687 | 1373 | 1952 | Robinson |
| 18 | 3217 | 969 | 1937 | 1957 | Hans Riesel |
| 19 | 4253 | 1281 | 2561 | 1961 | Alexander Hurwitz |
| 20 | 4423 | 1332 | 2663 | 1961 | Hurwitz |
| 21 | 9689 | 2917 | 5834 | 1963 | Donald B. Gillies |
| 22 | 9941 | 2993 | 5985 | 1963 | Gillies |
| 23 | 11.213 | 3376 | 6751 | 1963 | Gillies |
| 24 | 19.937 | 6002 | 12003 | 1971 | Bryant Tuckerman |
| 25 | 21.701 | 6533 | 13066 | 1978 | Landon Curt Noll und Laura Nickel |
| 26 | 23.209 | 6987 | 13973 | 1979 | Noll |
| 27 | 44.497 | 13.395 | 26790 | 1979 | David Slowinski und Harry Nelson |
| 28 | 86.243 | 25.962 | 51924 | 1982 | Slowinski |
| 29 | 110.503 | 33.265 | 66530 | 1988 | Walter Colquitt und Luther Welsh Jr. |
| 30 | 132.049 | 39.751 | 79502 | 1983 | Slowinski |
| 31 | 216.091 | 65.050 | 130100 | 1985 | Slowinski |
| 32 | 756.839 | 227.832 | 455663 | 1992 | Slowinski und Paul Gage |
| 33 | 859.433 | 258.716 | 517430 | 1994 | Slowinski und Gage |
| 34 | 1.257.787 | 378.632 | 757263 | 1996 | Slowinski und Gage |
| 35 | 1.398.269 | 420.921 | 841842 | 1996 | Joel Armengaud und George Woltman (GIMPS) |
| 36 | 2.976.221 | 895.932 | 1.791.864 | 1997 | Gordon Spence und Woltman (GIMPS) |
| 37 | 3.021.377 | 909.526 | 1.819.050 | 1998 | Roland Clarkson, Woltman und Scott Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 38 | 6.972.593 | 2.098.960 | 4.197.919 | 1999 | Nayan Hajratwala, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 39 | 13.466.917 | 4.053.946 | 8.107.892 | 2001 | Michael Cameron, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 40? | 20.996.011 | 6.320.430 | 12.640.859 | 2003 | Michael Shafer, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 41? | 24.036.583 | 7.235.733 | 14.471.466 | 2004 | Josh Findley, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 42? | 25.964.951 | 7.816.230 | 15.632.458 | 2005 | Martin Nowak, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 43? | 30.402.457 | 9.152.052 | 18.304.103 | 2005 | Curtis Cooper, Steven Boone, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 44? | 32.582.657 | 9.808.358 | 19.616.714 | 2006 | Cooper, Boone, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 45? | 37.156.667 | 11.185.272 | 22.370.543 | 2008 | Hans-Michael Elvenich, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 46? | 42.643.801 | 12.837.064 | 25.674.127 | 2009 | Odd M. Strindmo, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
| 47? | 43.112.609 | 12.978.189 | 25.956.377 | 2008 | Edson Smith, Woltman und Kurowski (GIMPS, PrimeNet) |
Bisher (Stand 7. Januar 2009) ist unbekannt, ob es zwischen n=13.466.917 und n=43.112.609 neben den sechs bekannten Mersenne-Primzahlen noch weitere gibt; deshalb ist die Nummerierung ab Nr. 40 noch ungewiss (und mit einem '?' versehen).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Marin Mersenne: Cogitata Physico-Mathematica. In quibus tam naturae quàm artis effectus admirandi certissimis demonstrationibus explicantur. Paris: Bertier, 1644, Praefatio generalis, Nr. XIX.
- ↑ Hudalrichus Regius: Vtrivsque Arithmetices epitome ex uarijs authoribus concinnata. Straßburg: Bartholomäus Grüninger, 1536, S. VIIIv-IXv, Kap. 6 (De perfecto [Über die vollkommenen Zahlen]).
- ↑ Johann Scheubel: Das sibend, acht vnd neunt buch, des hochberümbten Mathematici Euclidis Megarensis, in welchen der operationen vnnd regulen aller gemainer rechnung, vrsach grund vnd fundament, angezaigt wirt, zu gefallen allen den, so die kunst der Rechnung liebhaben [...] auß dem latein ins teütsch gebracht, vnnd mit gemainen exemplen also illustrirt vnnd an tag geben, das sy ein yeder gemainer Rechner leichtlich verstehn, vnnd ime nutz machen kan. Augsburg: Valentin Ottmar, 1555, S. CCXXXI-CXXXIIII (Euklid IX, 36), hier S. CCXXXIII.
[Bearbeiten] siehe auch
- Kreisteilungspolynom
- Repunit
- Fermat-Zahl
- Prothsche Primzahl
- Riesel-Zahl
- GNU Multiple Precision Arithmetic Library
- Mathematische Konstante
[Bearbeiten] Weblinks
- Prime Mersenne Numbers - History, Theorems and Lists (englisch)
- Great Internet Mersenne Prime Search (GIMPS): englisch und deutsch
- Mersenne Primzahlen Bibliografie mit Links auf die Original-Veröffentlichungen (engl.)
- Wie eine neue Mersenne Primzahl entdeckt wurde - dpa-Hintergrundbericht
- prime Mersenne numbers - Wolframresearch/Mathematica (englisch)
- Mq = (8x)^2 - (3qy)^2 Mersenne Proof (PDF)
- Mq = x^2 + d.y^2 Math Thesis (PDF)
- mprint5 - schnelle Berechnung der Mersenne-Primzahlen von dem Finnen Mikko Tommila


