Michael Rösch
| Michael Rösch |
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| Verband | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 4. Mai 1983 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Pirna, DDR | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Beruf | Polizeimeister (BP) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | SSV Altenberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Wilfried Bock, Frank Ulrich | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Debüt im Weltcup | 2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weltcupsiege | 2 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Weltcup-Bilanz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamtweltcup | 5. (2005/06) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 19. März 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Michael Rösch (* 4. Mai 1983 in Pirna) ist ein belgischer Biathlet deutscher Herkunft. Aufgewachsen ist er in Zinnwald.
Michael Rösch, der Sohn des ehemaligen Biathlon-Weltmeisters Eberhard Rösch, begann als neunjähriger mit dem Biathlon. Er ist vierfacher Juniorenweltmeister, dreimal mit der Staffel sowie 2002/03 im Sprint. Er erreichte beim Weltcupfinale 2003/04 in Fort Kent einen sechsten Platz im Sprint, konnte jedoch in der folgenden Saison nicht mehr an diese Leistung anknüpfen. Am 16. Dezember 2005 im slowakischen Osrblie wurde er im Sprint Zweiter, nachdem er am Vortag mit dem dritten Platz über 20 km seinen ersten Podiumsplatz in einem Weltcup belegt hatte.
Am 14. Januar 2006 wurde er im Sprint in Ruhpolding vom Norweger Frode Andresen mit 3,8 Sekunden Differenz knapp auf den zweiten Platz verwiesen. Den ersten Sieg holte er allerdings bereits einen Tag später in der Verfolgung, als er Raphaël Poirée in einem Fotofinish schlagen konnte. Bei den XX. Olympischen Winterspielen in Turin 2006 gewann er mit Ricco Groß, Sven Fischer und Michael Greis die 4 x 7,5 km Biathlonstaffel und somit seine erste olympische Goldmedaille. Rösch trug mit sehr schnellem und fehlerfreiem Schießen sowie einer starken Laufleistung dabei maßgeblich zum Gewinn der Goldmedaille bei und hatte die zweitbeste Einzelzeit aller Athleten, nur geschlagen von Ole Einar Bjørndalen. Im selben Jahr wurde Rösch Fünfter der Weltcup-Gesamtwertung. Zu diesem Zeitpunkt galt er bei vielen Experten als das größte Talent des deutschen Biathlons und als "Kronprinz", der an die großen Erfolge der Generation um Ricco Groß und Sven Fischer anknüpfen könnte. In den folgenden Jahren verschlechterten sich jedoch die Leistungen Röschs. In der Saison 2008/2009 gelang ihm nur ein Podestplatz in einem Einzelrennen (2. Platz im Sprint in Oberhof). Am Ende reichte es für Platz 16 des Gesamtweltcups.
Bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2009 in Oberhof gewann Rösch in der Mixed-Staffel mit Magdalena Neuner, Tina Bachmann und Christoph Stephan die Goldmedaille und holte Silber im Sprint. Im Verfolgungswettkampf wurde Michael Rösch Weltmeister. Seit der Wintersaison 2009/2010 durchlebte Rösch ein Karrieretief. Nach schwachen Weltcuprennen Ende 2009 (106. Platz im Sprint in Pokljuka) wurde Rösch vom Bundestrainer in den zweitklassigen IBU-Cup zurückgestuft. Er erreichte auch dort nur hintere Platzierungen. Für die Olympischen Winterspiele in Vancouver wurde er nicht nominiert.[1] In der Saison 2010/2011 startete er erst im IBU-Cup, um dann wegen schlechter Leistungen auch hierfür nicht mehr nominiert zu werden. Danach startete er nur noch im Deutschland-Pokal. Am 9. Dezember 2011 kehrte Rösch in den Weltcup zurück: In Hochfilzen belegte er im Sprint den 27. und im anschließenden Verfolgungsrennen den 12. Platz.
Rösch wurde vielfach ausgezeichnet. 2006 wurde er Sportler des Jahres in Sachsen und bei der Wahl zum Deutschen Sportler des Jahres Dritter mit der Mannschaft. Zudem wurde er zum Sieger bei der Wahl zum „Winterstar“ 2006 in der Kategorie „Beste Mannschaft“, mit der olympischen Biathlonstaffel, von den Zuschauern des bayerischen Rundfunks und den Lesern der Zeitung Bild gewählt. 2007 wurde er Polizeisportler des Jahres.
Im Jahr 2011 nahm er am 90 km langen Wasalauf in der klassischen Technik teil.
Mitte September 2012 wurde bekannt, dass er künftig für Belgien an den Start gehen werde. Rösch gab dafür seinen Posten bei der Bundespolizei auf.[2] Wegen administrativer Probleme verzögerte sich die Einbürgerung, sodass er in der Saison 2012/13 nicht im Weltcup und bei der WM starten konnte.[3]
Erfolge[Bearbeiten]
Olympische Winterspiele:
- 2006: 1x Gold (Staffel)
Weltmeisterschaften:
- 2007: 1x Bronze (Staffel)
- 2008: 1x Bronze (Staffel)
- 2009: 1x Bronze (Staffel)
Juniorenweltmeisterschaften:
- 2001: 1x Gold (Staffel)
- 2002: 1x Gold (Staffel), 1x Silber (Einzel)
- 2003: 1x Gold (Sprint), 1x Silber (Staffel)
- 2004: 1x Gold (Staffel), 2x Silber (Sprint, Verfolgung)
Biathlon-Weltcup-Platzierungen: Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).
- 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
- Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
- Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
- Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
| Platzierung | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Staffel | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Platz | 1 | 1 | 2 | 4 | |||
| 2. Platz | 5 | 5 | 10 | ||||
| 3. Platz | 1 | 1 | 9 | 11 | |||
| Top 10 | 3 | 14 | 13 | 10 | 20 | 60 | |
| Punkteränge | 12 | 38 | 33 | 21 | 22 | 126 | |
| Starts | 17 | 54 | 39 | 21 | 22 | 153 | |
| Stand: nach der Saison 2009/2010 | |||||||
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ http://sport.t-online.de/c/biathlon-gross-haelt-verzicht-auf-roesch-bei-olympia-fuer-gerechtfertigt/id_21527090/index
- ↑ http://www.sport1.de/de/wintersport/win_biathlon/newspage_612216.html
- ↑ Weiter Probleme bei Nationenwechsel von Rösch Focus online, 3. Februar 2013, abgerufen am 9. Mai 2013
Weblinks[Bearbeiten]
- Website von Michael Rösch
- Michael Rösch in der Datenbank der IBU (englisch)
1968: Tichonow, Pusanow, Gundarzew, Mamatow (URS) | 1972: Tichonow, Safin, Bjakow, Mamatow (URS) | 1976: Jelisarow, Bjakow, Kruglow, Tichonow (URS) | 1980: Alikin, Tichonow, Barnaschow, Aljabjew (URS) | 1984: Wassiljew, Kaschkarow, Šalna, Bulygin (URS) | 1988: Wassiljew, Tschepikow, Popow, Medwedzew (URS) | 1992: Groß, Steinigen, Kirchner, Fritz Fischer (GER) | 1994: Groß, Luck, Kirchner, Sven Fischer (GER) | 1998: Groß, Sendel, Sven Fischer, Luck (GER) | 2002: Hanevold, Andresen, Gjelland, Bjørndalen (NOR) | 2006: Groß, Rösch, Sven Fischer, Greis (GER) | 2010: Hanevold, Bø, Svendsen, Bjørndalen (NOR)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rösch, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Biathlet |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1983 |
| GEBURTSORT | Pirna |