Frank Luck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frank Luck Biathlon
Frank Luck in Ruhpolding
Voller Name Frank Luck
Verband Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 5. Dezember 1967
Geburtsort Schmalkalden, DDR
Karriere
Beruf Leiter eines Jagdbetriebes,
Fernsehkommentator
Verein ASK Vorwärts Oberhof
WSV Oberhof 05
Debüt im Weltcup 1986
Weltcupsiege 12
Status zurückgetreten
Karriereende 2004
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 11 × Gold 5 × Silber 4 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 1994 Lillehammer Einzel
Gold 1994 Lillehammer Staffel
Gold 1998 Nagano Staffel
Silber 2002 Salt Lake City Einzel
Silber 2002 Salt Lake City Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 1989 Feistritz Sprint
Gold 1989 Feistritz Staffel
Bronze 1990 Kontiolahti Staffel
Gold 1990 Oslo Mannschaft
Silber 1991 Lahti Sprint
Gold 1991 Lahti Staffel
Bronze 1993 Borowez Staffel
Gold 1993 Borowez Mannschaft
Gold 1995 Antholz Staffel
Silber 1996 Ruhpolding Staffel
Gold 1997 Osrblie Staffel
Silber 1997 Osrblie Mannschaft
Silber 1998 Hochfilzen Mannschaft
Gold 1999 Kontiolahti Sprint
Silber 1999 Kontiolahti Verfolgung
Bronze 2000 Oslo Einzel
Gold 2000 Oslo Verfolgung
Bronze 2000 Lahti Staffel
Gold 2003 Chanty-Mansijsk Staffel
Gold 2004 Oberhof Staffel
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 3. (1993/94, 1998/99)
Einzelweltcup 1. (1999/00, 2001/02)
Sprintweltcup 2. (1998/99)
letzte Änderung: 19. März 2008

Frank Luck (* 5. Dezember 1967 in Schmalkalden) ist ein ehemaliger deutscher Biathlet.

Werdegang[Bearbeiten]

Frank Luck wuchs in Seligenthal auf. Eine Karriere als Langläufer war vorherbestimmt, da sein Vater, Onkel und Großvater Langläufer waren. Im Alter von drei Jahren stand er das erste Mal auf Skiern. 1980 wechselte er zum Biathlon. Er qualifizierte sich bereits 1988 für die Olympischen Winterspiele in Calgary. Im Sprint belegte er einen 6. Platz. Der Durchbruch gelang ihm durch den Weltmeistertitel im Sprint in der Saison 1988/89. Frank Luck gehörte dem ASK Vorwärts Oberhof an und war somit Angehöriger der NVA. Nach 1989 wurde er in die Sportfördergruppe der Bundeswehr als Sportsoldat übernommen.

Aufgrund der Kinderkrankheit Mumps konnte er an den Winterspielen 1992 in Albertville nicht teilnehmen. Bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer wurde er mit der deutschen Biathlonstaffel Olympiasieger. Diesen Erfolg konnte er vier Jahre später in Nagano wiederholen. Luck gewann in seiner mehr als 17-jährigen Laufbahn insgesamt elf Weltmeistertitel, den letzten mit der Staffel bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2004 in seiner Heimat Oberhof. Nach diesem Rennen beendete er seine Karriere. Mit weiteren fünf silbernen und vier bronzenen Medaillen ist Frank Luck nach Ole Einar Bjørndalen der erfolgreichste WM-Teilnehmer.
Anfang April 2009 räumte Frank Luck in einem Fernsehinterview (Sport Inside, WDR) ein, zu DDR-Zeiten von seinem Trainer unwissentlich die Doping-Substanz Oral-Turinabol verabreicht bekommen zu haben.

Ab der Saison 2004/2005 arbeitete er einige Zeit bei Eurosport als Biathlon-Co-Kommentator an der Seite von Sigi Heinrich.

Privates[Bearbeiten]

Frank Luck war mit Andrea, geb. Fischer, der Schwester des Biathleten Sven Fischer, verheiratet, mit der er zwei Kinder, Kristin und Madlen, hat. Derzeit ist er mit der Snowboardweltmeisterin Sandra Farmand liiert. Im März 2007 bekamen sie eine Tochter. Er ist ein Naturliebhaber, begleitet schon seinen Vater zur Jagd und geht jetzt selbst dem Jagdsport nach.

Nach seiner Sportkarriere nahm Frank Luck ein Angebot seines ehemaligen Sponsors , der Deutschen Kreditbank (DKB), an, sein bisheriges Hobby Jagdsport zum Beruf zu machen. Ende 2006 unterschrieb er einen Vertrag, als freier Mitarbeiter ab 1. April 2007 einen Jagdbetrieb im der DKB gehörigen brandenburgischen Schloss Liebenberg aufzubauen. Seit Ende 2009 ist er Leiter dieses Jagdbetriebes.

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Team Staffel Gesamt
1. Platz 1 9 2 21 33
2. Platz 4 4 5 1 1 7 22
3. Platz 5 5 2 5 17
Top 10 29 48 28 4 1 36 146
Punkteränge 50 86 45 16 1 37 235
Starts 60 106 51 16 1 37 271

Weblinks[Bearbeiten]