Nocrich

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Nocrich
Leschkirch
Újegyház
Nocrich führt kein Wappen
Nocrich (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 54′ N, 24° 27′ O45.89555555555624.455277777778419Koordinaten: 45° 53′ 44″ N, 24° 27′ 19″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 419 m
Fläche: 112,59 km²
Einwohner: 2.868 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahl: 557165
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Nocrich, Fofeldea, Ghijasa de Jos, Hosman, Țichindeal
Bürgermeister: Ionel Vișa (PD-L)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 274
loc. Nocrich, jud. Sibiu, RO–557165
Webpräsenz:

Nocrich (deutsch Leschkirch, ungarisch Újegyház) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in Siebenbürgen, Rumänien.

Lage[Bearbeiten]

Nocrich liegt im Harbachtal an der Kreisstraße (drum județean) DJ 106 und an einer Schmalspurbahn, welche die 32 Kilometer entfernte Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) und die 28 Kilometer entfernte Stadt Agnita (Agnetheln) verbinden. Auf der Wusch, wie die Bahn liebevoll genannt wird, ruht allerdings der Verkehr.

Zur Gemeinde Nocrich gehören die fünf Ortschaften: Nocrich, Fofeldea (Hochfeld), Ghijasa de Jos (Untergesäß), Hosman (Holzmengen) und Țichindeal (Ziegenthal).

Bevölkerung[Bearbeiten]

In der Gesamtgemeinde Nocrich bezeichneten sich im Jahr 2002 von damals 2.641 Einwohnern 2.430 als Rumänen, 195 als Roma, acht als Ungarn und sieben als Deutsche. Die höchste Bevölkerungsanzahl der Rumäniendeutschen (1.382) wurde auf dem Gebiet der Gemeinde 1941 gezählt. Im Dorf Nocrich selbst lebten 2002 insgesamt 1.174 Menschen, davon 1.116 Rumänen, drei Roma, drei Ungarn, ein Deutscher und ein Lipowaner[2].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Straße in Nocrich (Leschkirch)
  • Evangelische Kirchenburg Nocrich, eine mittelalterliche Befestigungsanlagen, von der noch vier Basteien und eine Wehrmauer erhalten sind. Im Mittelpunkt stand eine romanische Basilika aus dem 13. Jahrhundert, die auf Anweisung von Samuel von Brukenthals abgerissen wurde, um auf ihrem Grund von 1803 bis 1806 eine neue Kirche zu bauen.
  • Evangelisches Pfarrhaus, es wurde von 1796 bis 1798 erbaut und ist als historisches Denkmal erhalten.
  • Orthodoxe Kirche des Heiligen Vasile, sie steht in der zu Nocrich gehörenden Ortschaft Fofeldea. Zwischen 1975 und 1978 wurde sie restauriert. Die Innenmalerei stammt von den Brüdern Grecu aus Săsăuș
  • Evangelische Kirchenburg Holzmengen, die wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde sie zu einer barocken Hallenkirche umgebaut. Die ursprüngliche Burg bestand aus zwei Ringmauern und sechs Türmen. 1993 wurde die Kirchenburg restauriert. (Näheres dazu im Spezialartikel über Hosman.)
  • Orthodoxe Kirche der Ehrwürdigen Paraschiva in Țichindeal, Sie wurde im Jahr 1791 erbaut und ist als historisches Denkmal erhalten. Die Innenmalerei stammt auch hier von den Brüdern Grecu.

Bilder der evangelischen Kirche in Nocrich[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Samuel von Brukenthal (1721–1803), Gouverneur in Siebenbürgen
  • August Treboniu Laurian (1810–1881), Historiker und Publizist, stammte aus Fofeldea[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nocrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Volkszählungen in Siebenbürgen 1850-2002 (ungarisch; PDF; 582 kB).
  3. August Treboniu Lauarian im Lexikon der Revolutionen von 1848 (englisch)