Bazna

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Dieser Artikel behandelt den Ort in Rumänien; für den türkischen Agent siehe Elyesa Bazna.
Bazna
Baaßen
Bázna
Bazna führt kein Wappen
Bazna (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 46° 12′ N, 24° 17′ O46.19666666666724.282222222222312Koordinaten: 46° 11′ 48″ N, 24° 16′ 56″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 312 m
Fläche: 82,4 km²
Einwohner: 3.792 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 557030
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Bazna, Boian, Velț
Bürgermeister: Lucian-Gligor Scumpu (USL)
Postanschrift: Str. Tudor Vladimirescu, nr. 500
loc. Bazna, jud. Sibiu, RO–557030
Webpräsenz:

Bazna (deutsch Baaßen oder Baassen, siebenbürgisch-sächsisch Baußen, ungarisch Bázna oder Felsőbajom) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in Siebenbürgen, Rumänien.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt 9 Kilometer nordwestlich von Mediaș auf 312 m Höhe. Man erreicht den Kurort von Mediaș aus über die Nationalstraße (drum național) DN 14, die beide Flüsse der Târnava (Kokel), die Târnava Mare (Große Kokel) und die Târnava Mică (Kleine Kokel), überquert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Im Jahr 1966 hatte der Ort 2243 Einwohner, drei Jahre nach der Revolution wurden 1992 von 1715 Bewohnern noch 205 Deutschstämmige registriert. Die übrigen Einwohner der Gemeinde Bazna leben in den Dörfern Boian und Velț.

Die lutherische Gemeinde des Dorfes hatte 1995 noch 67 Mitglieder.

Geschichte[Bearbeiten]

König Stefan V. (regierte als König von Ungarn 1270–1272) schenkte den Ort dem Sohn des Grafen Bozouch. Im Jahr 1302 wurde Baaßen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1359 wurde es als freie Gemeinde des Königsbodens als zum Mediascher Stuhl gehörend, genannt. Die deutschen Kolonisten siedelten sich zuerst auf dem rückseitig gelegenen Hügel an, später entwickelte sich der Ort im vorderen Tal.

Im Zentrum des Ortes bauten sie eine Wehrkirche. 1672 wurde zum ersten Mal über das brennende Wasser von Bazna berichtet. In dieser Legende wird erzählt, dass ein Schäfer in der Nähe einer Quelle ein Feuer machte und sich dadurch das Wasser ebenfalls entzündete. Im Jahr 1752 untersuchte der Chemiker George Bette aus Hermannstadt zum ersten Mal die Salzquellen. 1808 sendete die Regierung aus Wien eine Gruppe von Chemikern und Physikern nach Baaßen, um die heilende Wirkung des Salzes und des Klimas dort zu untersuchen. 1843 entstand das erste Kurbad, indem vier Bewohner von Mediasch dort ein Unternehmen gründeten. Es wurde im Jahr 1905 von der evangelischen Gemeinde übernommen, welche die Einrichtungen ausbaute.

Die Siedlung entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Kurort, bereits im Jahr 1845 betrug die Anzahl der Badegäste 637 Personen. Die Mineralquellen enthalten Chlor, Iod und Brom. Das berühmteste Produkt ist das so genannte Baaßener Salz. Die Urlaubsgebiete liegen am Fuße der Hügel in der Nähe der Eichen- und Buchenwälder.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bazna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de