Șelimbăr

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Șelimbăr
Schellenberg
Sellenberk
Șelimbăr führt kein Wappen
Șelimbăr (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 46′ N, 24° 11′ O45.77027777777824.188611111111411Koordinaten: 45° 46′ 13″ N, 24° 11′ 19″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 411 m
Einwohner: 7.028 (20. Oktober 2011[1])
Postleitzahl: 557260
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Șelimbăr, Bungard, Mohu, Veștem
Bürgermeister: Ioan-Daniel Maricuță (parteilos)
Postanschrift: Primăria Șelimbăr
Șelimbăr Nr. 164
Website:

Șelimbăr (deutsch Schellenberg, ungarisch Sellenberk) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in Siebenbürgen, Rumänien.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Blick auf die Schellenberger evangelische Kirche

Die Gemeinde liegt knapp außerhalb von Hermannstadt im Südosten des Stadtgebietes am Cibin (Zibin). In der Katastralgemeinde Mohu mündet der Hârtibaciu (Harbach) in den Zibin.

Der Ort umfasst noch weitere drei Katastralgemeinden, wodurch sich insgesamt ein langgezogenes Erscheinungsbild ergibt.

Geschichte[Bearbeiten]

Mihai Viteazul (Michael der Tapfere)

Die von Siebenbürger Sachsen gegründete Ortschaft wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt.

Viele Jahrhunderte lang bildeten die Sachsen die Bevölkerungsmehrheit. Ab etwa dem 18. Jahrhundert begannen sich Rumänen niederzulassen. In den 1960er Jahren lebten etwa gleich viele Sachsen wie Rumänen im Dorf.

Schon während der sozialistischen Periode, besonders aber nach der politischen Wende von 1989 in Rumänien wanderte der Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung in die Bundesrepublik Deutschland aus.

Die „Schlacht von Schellenberg“[Bearbeiten]

Historische Bedeutung erlangte der Ort durch die Schlacht von Schellenberg, bei der Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) am 18. Oktober 1599 als Verbündeter der Habsburger einen Sieg gegen Andreas Báthory erzielen konnte.

Im Anschluss daran konnte Mihai Viteazul Siebenbürgen, die Walachei und die Moldau vorübergehend vereinen. Diesen Ereignissen wird von weiten Teilen der rumänischen Historiker besonders hohe Bedeutung zugemessen.

Gegenwart[Bearbeiten]

Das Ortsbild ist heute durch die Ausdehnung der Kreishauptstadt, das Hermannstädter „Gewerbegebiet Süd“ geprägt. Einkaufszentren und Supermärkte säumen die Nationalstraße westlich des Ortskerns.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt an den hier gemeinsam verlaufenden Europastraßen E68 und E81, unmittelbar nach der Hermannstädter Stadtausfahrt in südlicher Richtung. An der rumänischen Autobahn A1 wird derzeit gebaut.

Außerdem gibt es in der Ortschaft eine Eisenbahnhaltestelle der CFR an der Strecke Sibiu–Avrig. Ehemals führte auch die Schmalspurbahn Wusch durch das Dorf.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche (13. Jahrhundert, Glockenturm 1807)
  • orthodoxe Kirche (1937)
  • Denkmal an die „Schlacht von Schellenberg“

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]

 Commons: Șelimbăr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de