Iacobeni (Sibiu)

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Iacobeni
Jakobsdorf
Jakabfalva
Iacobeni (Sibiu) führt kein Wappen
Iacobeni (Sibiu) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 46° 3′ N, 24° 43′ O46.05111111111124.7125480Koordinaten: 46° 3′ 4″ N, 24° 42′ 45″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 480 m
Fläche: 103,45 km²
Einwohner: 2.757 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 557105
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Iacobeni, Movile, Netuș, Noiștat, Stejărișu
Bürgermeister: Vasile Ioan Cori (USL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 57
loc. Iacobeni, jud. Sibiu, RO–557105
Website:

Iacobeni (veraltet Iacășdorf; deutsch Jakobsdorf oder Jakeschdorf, ungarisch Jakabfalva)[2] ist eine Ortschaft im Kreis Sibiu in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt etwa 1500 Meter abseits der Hauptstraße, die durch das Harbachtal (Valea Hârtibaciului) führt und die Sibiu (Hermannstadt) mit Sighișoara (Schäßburg) verbindet. Iacobeni befindet sich etwa siebzig Kilometer nördlich der Kreishauptstadt Sibiu.

Die Gemeinde Iacobeni besteht aus fünf Dörfer: Iacobeni, Movile (Hundertbücheln), Netuș (Neithausen), Noiștat (Neustadt), Stejărișu (Probstdorf). In jedem dieser Orte steht eine Wehrkirche.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort im ehemaligen Schenker Stuhl wurde 1309 erstmals urkundlich erwähnt und wahrscheinlich etwa ein Jahrhundert davor gegründet.

Dass das Dorf wirtschaftlich prosperierte, zeigt eine Statistik, wonach Jakobsdorf um 1500 und im 16. Jahrhundert die zweitgrößte Ortschaft im Schenker Stuhl war. Bis in die 1930er Jahre waren mehr als die Hälfte der Einwohner Siebenbürger Sachsen. Durch die Auswanderung nach Deutschland (vor allem im Jahr 1990) ist ihr Anteil bis heute stark zurückgegangen.

Iacobeni heute[Bearbeiten]

In Iacobeni – wie auch Cincu (Groß-Schenk) – hat sich während der 1990er Jahre die „Independent Catholic Church” von Pater Don Demidoff,[3] Autor des Buches „Der Dornenpriester” [4][5] niedergelassen. In Selbstdarstellungen sagt Demidoff, diese Kirche sei vor allem karitativ tätig[6]. Dies wird von Kritikern bestritten. Demidoffs Kirche betreibt mehrere Einrichtungen in den ehemals evangelischen Kirchengebäuden, die zu diesen Zwecken gepachtet, renoviert und umgestaltet wurden.

Einwohner[Bearbeiten]

Laut Volkszählung von 2011 lebten in der Gemeinde Iacobeni 1615 Rumänen, 956 Roma, 34 Deutsche und 9 Ungarn.[1] Im Dorf Iacobeni selbst waren 767 Einwohner im Jahr 1992 registriert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Misch Orend (1896–1976), Historiker[7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iacobeni, Sibiu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Wörterbuch der Ortschaften aus Siebenbürgen
  3. Demidoff ist eine Persönlichkeit, die völlig unterschiedliche Wahrnehmungen hervorruft: Es finden sich äußerst positive Darstellungen über ihn und seine Arbeit wie etwa auf seiner eigenen Homepage ebenso wie äußerst kritische Darstellungen http://www.kirchensumpf.to/pater-don-demidoff/ kritische Darstellungen (Version vom 3. November 2013 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  4. Darstellung des Autors von „Der Dornenpriester” http://www.depeschedondemidoff.com/content/index.php?id=10 Darstellung des Autors von „Der Dornenpriester” (Version vom 3. März 2008 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt (Pater Don Demidoff: Der Dornenpriester, Iacobeni, Edition Inimii 2005. ISBN 973-0-03816-3)
  5. Süddeutsche Zeitung: Bericht über Don Demidoff, vormals Udo J. Erlenhardt
  6. Depesche Don Demidoff
  7. Misch Orend in der Webdarstellung der Jakobsdorfer HOG