Nora Tschirner

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Tschirner auf der Berlinale 2009

Nora Marie Tschirner (* 12. Juni 1981 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Moderatorin und Musikerin.

Leben[Bearbeiten]

Nora Tschirner wurde als Tochter des Dokumentarfilm-Regisseurs Joachim Tschirner und der Hörfunk-Journalistin des jetzigen Senders Deutschlandradio Kultur Waltraud Tschirner geboren. Sie wuchs zusammen mit ihren beiden älteren Brüdern im Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow auf. Nach der Grundschule besuchte sie die Rosa-Luxemburg-Oberschule, wo Tschirner 2000 ihr Abitur machte.[1] In der Schule engagierte sie sich in verschiedenen Theatergruppen. Das verhalf ihr nicht nur zur Teilnahme an Schultheater-Wettbewerben in Mühlhausen/Thüringen und Magdeburg, sondern 1997 auch zu einer ersten Fernsehrolle in der ZDF-Kinderserie Achterbahn in der Folge Der Ferienjob. Neben Deutsch spricht sie Englisch, Russisch und Spanisch.[2]

Tschirner setzt sich für Entwicklungsländer ein und trat in Spots wie Deine Stimme gegen Armut auf.[3] Sie unterstützt aktiv die Aktion Tagwerk.

Tschirner ist seit 2013 Mutter eines Kindes.

Karriere[Bearbeiten]

Moderation[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 bewarb sie sich im Rahmen eines Castings als Moderatorin und VJ bei MTV Germany und arbeitete ab April 2001 für den Sender. 2004 gestaltete sie neben Christian Ulmen dessen Show Ulmens Auftrag. 2007 moderierte sie die First Steps Awards.

Schauspiel[Bearbeiten]

Nora Tschirner bei der Premiere zu Soloalbum (2003)

Ihre schauspielerische Karriere begann Tschirner mit einer Nebenrolle in Connie Walthers Wie Feuer und Flamme (2001) und der weiblichen Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie Sternenfänger (2002). 2003 spielte sie an der Seite von Matthias Schweighöfer in Soloalbum, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Benjamin von Stuckrad-Barre. Im gleichen Jahr hatte sie in Trainspotting ihr Theaterbühnendebüt am Hamburger Schauspielhaus. 2005 spielte sie in Anno Sauls Kebab Connection mit. Zudem spielte sie diverse Nebenrollen in mehreren Fernsehserien, darunter Ein starkes Team und Abschnitt 40. Sie spielte neben Christian Ulmen die weibliche Hauptrolle im Kinofilm FC Venus – Angriff ist die beste Verteidigung. 2006 drehte sie die Science-Fiction-Serie Ijon Tichy: Raumpilot für das ZDF, eine Verfilmung von Stanisław Lems Sterntagebüchern, die mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2007 übernahm sie die Rolle als Til Schweigers Widerpart in der kommerziell sehr erfolgreichen romantischen Komödie Keinohrhasen, die am 20. Dezember 2007 ins Kino kam, und zwei Jahre später in der Fortsetzung Zweiohrküken. Dafür erhielt sie einen Bambi in der Kategorie Film National.[4] 2009 war sie in der Folge 2472 der Sesamstraße als Marienkäfer zu sehen.[5] 2011 folgte die zweite Staffel von Ijon Tichy: Raumpilot.

Weihnachten 2013 agierte Tschirner als Kommissarin Kira Dorn zusammen mit Christian Ulmen als Ermittlerteam für den MDR im Tatort in Weimar.[6]

Regie[Bearbeiten]

Mit Waiting Area, einem Dokumentarfilm über vier äthiopische Frauen, gab sie 2011 ihr Regie-Debüt.[7] Daneben führte sie bei den beiden Musik-Videos ihrer Band Prag Bis einer geht und Sophie Marceau Regie.

Musik[Bearbeiten]

Nora Tschirner ist an den Liedern Das ewige Date und Küss mich schnell, bevor Du platzt aus dem Album Brichst Du mir das Herz, dann brech’ ich Dir die Beine (2003) der Band Olli Schulz und der Hund Marie beteiligt.

Die Tübinger Band Randgruppencombo lud sie zu einem Gastauftritt beim Konzert Alle oder Keiner - Tribut an Gerhard Gundermann am 21. Juni 2008. Der Konzertmitschnitt erschien als DVD beim Berliner Musikverlag BuschFunk.

Seit 2012 ist Tschirner gemeinsam mit Erik Lautenschläger und Tom Krimi (Stereo de Luxe) in der Band Prag aktiv, in der sie Gitarre und weitere Instrumente spielt und singt.[8]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten]

Nominierungen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nora Tschirner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Presse[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SZ-Magazin, 09/2004, S. 5ff.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStar Portraits von A–Z. In: GQ. 14. September 2009, abgerufen am 8. Dezember 2009.
  3. Deine Stimme gegen Armut, abgerufen am 8. Dezember 2009
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSilvia Weber: Zweiohrbambi. In: Vanity Fair. 28. November 2008, abgerufen am 24. Februar 2013.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSesamstraße (2472): Mit Samson, Finchen und Co. die Welt erkunden. In: Norddeutscher Rundfunk. 6. März 2009, archiviert vom Original am 3. Februar 2010, abgerufen am 24. Februar 2012.
  6. Prominent besetzt : Tschirner und Ulmen ermitteln im Weimarer "Tatort. MDR, 7. November 2012, abgerufen am 24. Oktober 2012.
  7. Waiting Area. Filmportal.de, 26. Oktober 2012, abgerufen am 25. Januar 2013.
  8. Nora Tschirner macht mit "Prag" Musik Die Welt vom 27. August 2012, abgerufen am 24. Februar 2013.
  9. Tomb Raider – Deutsche Stimme für Lara Croft bekannt. 16. Januar 2013. Abgerufen am 23. Februar 2013.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Zweiohrbambi“ für Til Schweiger und Nora Tschirner. In: Focus Online. 27. November 2008, abgerufen am 24. Februar 2013.