Novara

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Novara (Begriffsklärung) aufgeführt.
Novara
Wappen
Novara (Italien)
Novara
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Novara (NO)
Koordinaten: 45° 27′ N, 8° 37′ O45.458.6166666666667162Koordinaten: 45° 27′ 0″ N, 8° 37′ 0″ O
Höhe: 162 m s.l.m.
Fläche: 103 km²
Einwohner: 105.165 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 1021 Einw./km²
Postleitzahl: 28100
Vorwahl: 0321
ISTAT-Nummer: 003106
Volksbezeichnung: Novaresi
Schutzpatron: San Gaudenzio (22. Januar)
Website: Novara
Straßenkarte der Provinz

Novara (piemontesisch Noara, lombardisch Nuara) ist eine Stadt in Italien, Hauptstadt der Provinz Novara, in der Region Piemont mit 105.165 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011). Die Stadt ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs.

Stadtbild mit San Gaudenzio

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Novara liegt etwa 100 km nordöstlich von Turin und etwa 50 km nordwestlich von Mailand. Die Stadt hat eine Ausdehnung von 130 km².

Geschichte [Bearbeiten]

Das antike Novaria, das auf eine Gründung der Ligurer zurückgeht, war ein Municipium und lag an der Straße zwischen Vercellae (Vercelli) und Mediolanum (Mailand). Seine rechtwinklige Anlage könnte auf die römische Zeit zurückgehen. Nachdem die Stadt 386 von Magnus Maximus wegen ihrer Parteinahme für seinen Rivalen Valentinian II. zerstört wurde, wurde sie von Theodosius wieder aufgebaut. Danach wurde sie von Radagaisus (405) und Attila (452) geplündert.

Von den Langobarden wurde ein Herzogtum Novara errichtet, von Karl dem Großen eine Grafschaft. Die Stadt selber machte die Entwicklung zu einer freien Kommune mit. 1110 wurde sie von Heinrich V. eingenommen und niedergebrannt, 1167 war sie Mitglied des Lombardenbundes. Vor Ende des 12. Jahrhunderts akzeptierte sie die Protektion durch Mailand und kam so erst in die Hände der Visconti und dann der Sforza.

1513 war die Umgebung der Stadt Schauplatz einer Schlacht, die während der Italienischen Kriege zwischen Franzosen unter König Ludwig XII. und den Eidgenössischen Söldnern der Heiligen Liga gegen Frankreich ausgetragen wurde.

1706 wurde Novara, das lange vorher von Filippo Maria Visconti an Amadeus VIII. von Savoyen abgetreten worden war, von savoyischen Truppen besetzt. Beim Frieden von Utrecht fiel die Stadt zusammen mit dem Herzogtum Mailand an Österreich. Aber nachdem sie 1734 von Karl Emanuel III. besetzt worden war, wurde sie ihm im nächsten Jahr zugesprochen.

Nach Napoleons Italienfeldzug wurde Novara Hauptstadt des Dipartimento dell’Agogna, um 1814 aber wieder an das Haus Savoyen zurückgegeben zu werden. 1821 erlebten die Piemontesen an diesem Ort eine Niederlage gegen die Österreicher, bei der Schlacht bei Novara am 23. März 1849 eine noch verheerendere, die zur Abdankung Karl Alberts und zur österreichischen Besetzung der Stadt führte. Die Niederlage der Piemontesen kann als eigentlicher Beginn des italienischen Risorgimento angesehen werden.

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 2008
Einwohner 25.144 32.782 44.249 55.447 62.570 69.395 100.680 101.112 100.910 102.862
Quelle: ISTAT

Wirtschaft [Bearbeiten]

Heute hat die Stadt einen großen Markt für landwirtschaftliche Produkte. Die wichtigsten Industriezweige sind:

  • Produktion von Metallwaren
Basilika San Gaudenzio
  • Chemische Erzeugnisse
  • Spielzeug
  • Herstellung von Druckerzeugnissen

Verkehr [Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

  • San Gaudenzio: 1888 erbaute Basilika, mit 121 Meter hoher Kuppel
  • Santa Maria Assunta: Kathedrale, erbaut 1863-69, neuromanisch

Sport [Bearbeiten]

Novara ist Heimat des aktuell in der zweithöchsten italienischen Liga, der Serie B spielenden Fußballvereins Novara Calcio.

Partnerstädte [Bearbeiten]

Novara unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu den Städten

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Novara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.