Chalon-sur-Saône

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Chalon-sur-Saône
Wappen von Chalon-sur-Saône
Chalon-sur-Saône (Frankreich)
Chalon-sur-Saône
Region Burgund
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Chalon-sur-Saône (Unterpräfektur)
Kanton Chef-lieu von 4 Kantonen
Gemeindeverband Le Grand Chalon.
Koordinaten 46° 48′ N, 4° 51′ O46.7936111111114.8475188Koordinaten: 46° 48′ N, 4° 51′ O
Höhe 172–192 m
Fläche 15,22 km²
Einwohner 44.847 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 2.947 Einw./km²
Postleitzahl 71100
INSEE-Code
Website http://www.chalon.fr
Die Saône in Chalon-sur-Saône im Winter
Chalon-sur-Saône ist nicht identisch mit Châlons-en-Champagne, dem früheren Châlons-sur-Marne.

Chalon-sur-Saône ist eine Stadt in der französischen Region Burgund. Sie ist mit 44.847 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) zwar die größte Stadt des Départements Saône-et-Loire, aber nicht deren Verwaltungssitz, sondern lediglich Sitz einer Unterpräfektur. Nach Dijon ist Chalon die zweitgrößte Stadt der Region Burgund.

Die Stadt liegt am Ufer der Saône und am Endpunkt des Canal du Centre und ist der Markt und mit seinem Flusshafen auch die Verladestation der westlichen Bresse für das Getreide und die regionalen Weine, die den Fluss hinunter transportiert werden sollen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 300 v. Chr. gegründet. Das gallorömische Cabillonum war einer der Hauptorte der Äduer und seit Mitte des 5. Jahrhunderts Sitz eines Bischofs. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Ort burgundisch und im Jahre 534 fränkisch. König Guntram I. machte Chalon zur Residenz des Teilreichs Burgund und damit zu einer der wichtigsten und attraktivsten Städte Galliens und in der Folge zum Ort wichtiger Synoden. Die später entstehende Grafschaft Chalon-sur-Saône wurde 1237 in das Herzogtum Burgund integriert und kam mit Burgund 1477 zur französischen Krondomäne, der Domaine royal. Der Bischofssitz ging im Jahr 1801 verloren.

Fotografie[Bearbeiten]

Chalon ist bekannt als Geburtsort der Fotografie (Heliografie). Der berühmteste Bürger der Stadt ist Joseph Nicéphore Nièpce, für dessen Erfindung es am Quai des Messageries ein Museum gibt, das mehr als 2 Millionen Fotografien und viele Artefakte, Kameras und andere Ausrüstungsgegenstände aus der gesamten Geschichte der Fotografie enthält.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadt

Die Kathedrale St. Vincent an der Place Saint-Vincent, deren Hauptteil aus dem 12. bis 15. Jahrhundert stammt, weist – neben der neoklassizistischen Fassade aus dem 19. Jahrhundert – architektonische Elemente auf, die ins 8. Jahrhundert zurückreichen.

Die Altstadt rund um die Kathedrale ist teilweise gut erhalten. Gegenüber der Kirche St. Pierre aus dem 18. und 19. Jahrhundert liegt das Musée Vivant-Denon, in dem neben einer Gemäldesammlung römische und merowinginsche Funde ausgestellt sind. Auf einer Insel in der Saône steht die Tour du Doyenné aus dem 15. Jahrhundert sowie das im 16. Jahrhundert gegründete Hôpital einschließlich einer Kapelle mit ihren ursprünglichen Glasfenstern und einer Apotheke.

Chalons dans la rue[Bearbeiten]

In Frankreich ist Chalon-sur-Saône für sein Theaterfestival Chalons dans la rue bekannt. Dieses Straßenfest findet seit 1986 jedes Jahr Mitte Juli[1] in der gesamten historischen Innenstadt statt. Auf Plätzen, in Höfen und auf der Straße treten Straßenkünstler aus Frankreich und mittlerweile auch vielen anderen Ländern auf. Das Festival unterteilt sich Vorstellungen aus dem Off- und dem In-Bereich. Die Off-Veranstaltungen können ohne Eintritt besucht werden, wohingegen die In-Aufführungen Eintritt kosten[2].

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chalon-sur-Saône – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Chalon-sur-Saône – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Webseite Chalons dans la rue
  2. Bildergalerie Chalons dans la rue 2012