Chalon-sur-Saône
| Chalon-sur-Saône | ||
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| Region | Burgund | |
| Département | Saône-et-Loire | |
| Arrondissement | Chalon-sur-Saône (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Chef-lieu von 4 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Le Grand Chalon | |
| Koordinaten | 46° 48′ N, 4° 51′ O46.7936111111114.8475188Koordinaten: 46° 48′ N, 4° 51′ O | |
| Höhe | 172–192 m | |
| Fläche | 15,22 km² | |
| Einwohner | 44.985 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 2.956 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 71100 | |
| INSEE-Code | 71076 | |
| Website | http://www.chalon.fr | |
- Chalon-sur-Saône ist nicht identisch mit Châlons-en-Champagne, dem früheren Châlons-sur-Marne.
Chalon-sur-Saône ist eine Stadt in der französischen Region Burgund. Sie ist mit 44.985 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010) zwar die größte Stadt des Départements Saône-et-Loire, aber nicht deren Verwaltungssitz, sondern lediglich Sitz einer Unterpräfektur. Nach Dijon ist Chalon die zweitgrößte Stadt der Region Burgund.
Die Stadt liegt am Ufer der Saône und am Endpunkt des Canal du Centre und ist der Markt und mit seinem Flusshafen auch die Verladestation der westlichen Bresse für das Getreide und die regionalen Weine, die den Fluss hinunter transportiert werden sollen.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Die Stadt wurde 300 v. Chr. gegründet. Das gallorömische Cabillonum war einer der Hauptorte der Äduer und seit Mitte des 5. Jahrhunderts Sitz eines Bischofs. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Ort burgundisch und im Jahre 534 fränkisch. König Guntram I. machte Chalon zur Residenz des Teilreichs Burgund und damit zu einer der wichtigsten und attraktivsten Städte Galliens und in der Folge zum Ort wichtiger Synoden. Die später entstehende Grafschaft Chalon-sur-Saône wurde 1237 in das Herzogtum Burgund integriert und kam mit Burgund 1477 zur französischen Krondomäne, der Domaine royal. Der Bischofssitz ging im Jahr 1801 verloren.
Fotografie[Bearbeiten]
Chalon ist bekannt als Geburtsort der Fotografie (Heliografie). Der berühmteste Bürger der Stadt ist Joseph Nicéphore Nièpce, für dessen Erfindung es am Quai des Messageries ein Museum gibt, das mehr als 2 Millionen Fotografien und viele Artefakte, Kameras und andere Ausrüstungsgegenstände aus der gesamten Geschichte der Fotografie enthält.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Die Kathedrale St. Vincent an der Place Saint-Vincent, deren Hauptteil aus dem 12. bis 15. Jahrhundert stammt, weist – neben der neoklassizistischen Fassade aus dem 19. Jahrhundert – architektonische Elemente auf, die ins 8. Jahrhundert zurückreichen.
Die Altstadt rund um die Kathedrale ist teilweise gut erhalten. Gegenüber der Kirche St. Pierre aus dem 18. und 19. Jahrhundert liegt das Musée Vivant-Denon, in dem neben einer Gemäldesammlung römische und merowinginsche Funde ausgestellt sind. Auf einer Insel in der Saône steht die Tour du Doyenné aus dem 15. Jahrhundert sowie das im 16. Jahrhundert gegründete Hôpital einschließlich einer Kapelle mit ihren ursprünglichen Glasfenstern und einer Apotheke.
Chalons dans la rue[Bearbeiten]
In Frankreich ist Chalon-sur-Saône für sein Theaterfestival Chalons dans la rue bekannt. Dieses Straßenfest findet seit 1986 jedes Jahr Mitte Juli[1] in der gesamten historischen Innenstadt statt. Auf Plätzen, in Höfen und auf der Straße treten Straßenkünstler aus Frankreich und mittlerweile auch vielen anderen Ländern auf. Das Festival unterteilt sich Vorstellungen aus dem Off- und dem In-Bereich. Die Off-Veranstaltungen können ohne Eintritt besucht werden, wohingegen die In-Aufführungen Eintritt kosten[2].
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt
- Caesarius von Arles (470–542), Erzbischof von Arles
- Hugo Donellus (1527–1591), Jurist
- Joseph Touchemoulin (1725–1801), Violinist und Kapellmeister in Bonn und Regensburg (Fürsten von Thurn und Taxis)
- Vivant Denon (1747–1825), nach der Französischen Revolution damit befasst, den Louvre in ein Museum umzuwandeln. Nach ihm ist einer der Flügel des Louvre, das Palais Denon, benannt.
- Joseph Nicéphore Nièpce (1765–1833), einer der Erfinder der Fotografie
- Charles Méray (1835–1911), Mathematiker
- Rachida Dati (* 1965), Politikerin (UMP), Justizministerin in der Regierung von François Fillon, aufgewachsen in Chalon-sur-Saône