Alan Rickman

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Alan Rickman beim Tribeca Film Festival 2007
Alan Rickman beim Tribeca Film Festival 2007

Alan Sidney Patrick Rickman (* 21. Februar 1946 in Hammersmith, London, England, Großbritannien) ist ein britischer Theater- und Filmschauspieler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biographie

[Bearbeiten] Frühes Leben

Alan Rickman wurde im Londoner Stadtbezirk Hammersmith als zweites von vier Kindern einer irisch-walisischen Familie, einem katholischen Vater und einer methodistischen Mutter, geboren. Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater. Von da an wurde er von seiner Mutter alleine groß gezogen.

Zunächst absolvierte er am Chelsea College of Art eine Ausbildung als Grafikdesigner und arbeitete einige Jahre in Soho in diesem Beruf, bevor er mit 26 Jahren ein Stipendium für die Royal Academy of Dramatic Art (RADA) bekam, die er von 1972 bis 1974 besuchte. Während dieser Zeit gewann er den Emile-Litter-Preis, den Forbes-Robertson-Preis und die Bancroft-Gold-Medaille.

[Bearbeiten] Karriere

Alan Rickman arbeitete mit sehr vielen verschiedenen experimentellen britischen Theatergruppen zusammen, wie zum Beispiel bei Tschechovs Die Möwe und bei Snoo Wilsons The Grass Widow am Royal Court Theatre in London. Des weiteren trat er dreimal beim Edinburgh International Festival auf. Zwischenzeitlich hatte er gelegentliche Fernsehauftritte. 1980 spielte er die Rolle des Mr. Slope in der mehrteiligen BBC-Verfilmung von Anthony Trollopes Barchester Towers: The Barchester Chronicles.

Auch bei der Royal Shakespeare Company wirkte Rickman in einigen Stücken mit, unter anderem in Wie es euch gefällt und Gefährliche Liebschaften. Die Inszenierung von Gefährliche Liebschaften wurde 1986 auch am Broadway aufgeführt, und Rickman wurde für seine Rolle als Vicomte de Valmont für den Tony Award nominiert. Während dieser Zeit in New York bot ihm Joel Silver die Rolle des Hans Gruber in Stirb langsam an, die 1988 seine internationale Filmkarriere begründete. Seither ist Rickman sowohl auf der Bühne (dort auch als Regisseur) wie auch für Fernsehen und Kino aktiv.

Während er in britischen Filmen wie Sinn und Sinnlichkeit oder Wie verrückt und aus tiefstem Herzen (Truly, Madly, Deeply) insgesamt eher sanfte Charaktere verkörpert, stellt er in Hollywood-Produktionen häufig Filmen die Rolle des Bösewichts dar, wie beispielsweise Hans Gruber in Stirb langsam oder den Sheriff von Nottingham in Robin Hood: König der Diebe. Dass er auch komödiantisches Talent besitzt, konnte er in Filmen wie Galaxy Quest, Dogma und Tatsächlich … Liebe unter Beweis stellen. Bei der Robin-Hood-Verfilmung fielen jedoch die entsprechenden Szenen mit ihm größtenteils dem Filmschnitt zum Opfer (siehe dort). 1995 betätigte sich Alan Rickman als Regisseur bei dem Theaterstück The Winter Guest, das am Londoner Almeida Theatre aufgeführt wurde. Bei der Verfilmung des Stückes 1996 mit Emma Thompson und deren Mutter Phyllida Law in den Hauptrollen führte er ebenfalls Regie. 1996 gewann er den Golden Globe als Darsteller in der HBO-Verfilmung Rasputin.

Seit 2001 ist er dem jugendlichen Publikum durch die Darstellung des Severus Snape in den Verfilmungen der Harry-Potter-Romane bekannt geworden. In der Verfilmung des Romans Per Anhalter durch die Galaxis lieh er in der Originalfassung dem Roboter Marvin seine Stimme. 2005 gehörte er zum Schauspieler-Ensemble bei Tom Tykwers Großproduktion Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders, der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Patrick Süskind. Mit Sigourney Weaver drehte er zusammen den Film Snow Cake. Die Hauptrolle dafür wurde ihm von der Autorin Angela Pell auf den Leib geschrieben.

2005 übernahm er die Regie am Royal Court Theatre bei dem Stück My Name Is Rachel Corrie, für das er den Theatregoers' Choice Award als bester Regisseur gewann. 2008 übernahm er in Bottle Shock die Rolle des Steven Spurrier bei der Verfilmung der Ereignisse um die Weinjury von Paris.

Alan Rickman wurde auch in einem Lied verewigt, das der englische Musiker Adam Leonard komponierte. Des weiteren ist seine Stimme in Mike OldfieldsTubular Bells II“ zu hören.

Im Jahr 2000 war Alan Rickman in dem Musikvideo In Demand der Gruppe Texas zu sehen. Darin fährt er mit der Frontfrau Sharleen Spiteri durch die Nacht und tanzt mit ihr dann an einer Tankstelle einen Tango.

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Alan Rickman erhielt für seine Bühnen- und Filmdarstellungen zahlreiche Preise und Nominierungen, unter anderem 1991 den BAFTA-Award für Robin Hood, 1994 beim Montreal Film Festival eine Auszeichnung als bester Schauspieler für Mesmer sowie 1996 den Emmy, einen Golden Globe und den SAG-Award für Rasputin.

Außerdem bekam Rickman im Januar 2006 den Theatregoers' Choice Award [1] in zwei Kategorien: Best Director und Best New Play für das Theaterstück My Name is Rachel Corrie.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.theatrerecord.org/awards/theatregoersaward2005.html

[Bearbeiten] Weblinks

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