Pieve Tesino

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Pieve Tesino
Kein Wappen vorhanden.
Pieve Tesino (Italien)
Pieve Tesino
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Trient (TN)
Koordinaten: 46° 4′ N, 11° 37′ O46.06666666666711.616666666667843Koordinaten: 46° 4′ 0″ N, 11° 37′ 0″ O
Höhe: 843 m s.l.m.
Fläche: 74 km²
Einwohner: 679 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 9 Einw./km²
Postleitzahl: 38050
Vorwahl: 0461
ISTAT-Nummer: 022142
Website: Gemeinde Pieve Tesino
Panorama von Pieve Tesino mit der Kirche Pieve dell’Assunta

Pieve Tesino ist eine Trentiner Gemeinde in der Region Trentino-Südtirol mit 679 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Ort liegt 38 km östlich von Trient im Tesinotal (Bassa Valsugana e Tesino), einem Untertal des Valsugana, an den Flüssen Grigno und Solcena. Er ist Teil der Talgemeinschaft Comunità Valsugana e Tesino und liegt an der Römerstraße Via Claudia Augusta.

Der Hauptort ist unterteilt in vier Unterbezirke (Colmelli genannt): Angara, Broccati, Grotto und Riba[2].

Zum Gemeindegebiet gehören die Fraktionen (Ortsteile)

  • Pradellano (862 Höhenmeter, liegt 3 km nordwestlich vom Hauptort)
  • Malene (liegt 4 km nördlich vom Hauptort)

Angrenzende Gemeinden sind Bieno, Canal San Bovo, Castello-Molina di Fiemme, Castello Tesino, Cavalese, Cinte Tesino, Ivano-Fracena, Ospedaletto, Panchià, Scurelle, Strigno, Telve, Tesero, Ziano di Fiemme.

[Bearbeiten] Geschichte

Erste, 1882 entdeckte, Siedlungen stammen aus der Bronzezeit. Durch die Nähe zu der Römerstraße Via Claudia Augusta entstanden um 50 v. Chr. Siedlungen und Burgen in der Gegend. Hier gehörte der Ort zur Regio X Venetia et Histria (10. Region Venetien und Istrien) der Regioni dell’Italia augustea. Die namensgebende Pieve entstand um das Jahr 125, ist heute aber nicht mehr vorhanden. Seit dem Jahr 750 unterstand der Ort dem Bischof von Feltre[3]. Italiens langjähriger Ministerpräsident Alcide De Gasperi wurde 1881 in Pieve Tesino geboren, als das Gebiet noch zu Österreich-Ungarn gehörte.

[Bearbeiten] Demographische Entwicklung

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Chiesa dei Ss. Fabiano e Sebastiano auf dem Hügel Colle di San Sebastiano
  • Pieve dell’Assunta, 1184 geweihte und 1872 restaurierte Kirche älteren Datums, zeigt auf der Aussenseite (südseite) Fresken aus dem 16. Jahrhundert.
  • Pieve di San Sebastiano auf dem Hügel Colle di San Sebastiano, eigentlich Chiesa dei Ss. Fabiano e Sebastiano, 1479 errichtete und 1883 restaurierte Kirche.
  • Museo Casa De Gasperi: Der italienische Staat hat sein Geburtshaus, das seit dem 18. August 2006 ein Museum beherbergt, mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Die Eröffnungsreden zur Einweihung des Museums hielten unter anderem Giulio Andreotti und Carlo Azeglio Ciampi. Das Museum entstand nach dem Vorbild der Museen der Gründungsväter Europas[4] wie Konrad Adenauer (Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf), Jean Monnet (La maison de Jean Monnet, Houjarray, Ortsteil von Bazoches-sur-Guyonne, Département Yvelines[5]) und Robert Schuman (Europazentrum Robert Schuman in Scy-Chazelles[6]).
  • Villa Daziaro, Haus und Sommerresidenz der Familie Dazario kurz außerhalb des Ortszentrum, wurde 1865 begonnen und zehn Jahre später fertiggestellt[7]
  • Arboreto del Tesino, 2002 eröffneter Pflanzenpark in den Colle Danè am Fluß Rio Solcena[8]

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Orts

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Pieve Tesino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Offizielle Webseite der Gemeinde Pieve Tesino zur Geografie, abgerufen am 25. November 2011
  3. Offizielle Webseite der Gemeinde Pieve Tesino zur Ortsgeschichte, abgerufen am 25. November 2011
  4. Museo Casa De Gasperi: Luoghi, Simboli, Suggestioni, Fondazione Trentina Alcide De Gasperi, Roncalli 2009
  5. [http://www.ajmonnet.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=8&Itemid=3&lang=en Offizielle Webseite der Association Jean Monnet (engl.), abgerufen am 26. November 2011
  6. [http://www.centre-robert-schuman.org/ Offizielle Webseite des Europazentrum Robert Schuman, abgerufen am 26. November 2011
  7. [http://www.lavalsugana.it/valsugana-story/ottocento-alla-prima-guerra-mondiale/item/1222-la-villa-daziaro.html Webseite La Valsugana zur Villa Daziaro (Artikel von Silvia Fattore), abgerufen am 26. November 2011
  8. Offizielle Webseite der Universität Tuscia, abgerufen am 26. November 2011
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