Pontebbana

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In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschichteteil fehlt, Streckenbeschreibung der alten Trasse und historischer Fahrzeugeinsatz sowie Betriebsablauf fehlt! --Berado 07:33, 30. Jul. 2009 (CEST)

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Udine–Tarvisio Boscoverde
(neue Trasse)
Strecke der Pontebbana
Kursbuchstrecke (Trenitalia): 15
Streckennummer (RFI): 62
Streckenlänge: 88,8 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 3 kV =
Maximale Neigung: 19 
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Zweigleisigkeit: PM Vat–Tarvisio Boscoverde
Strecke – geradeaus
von Venedig
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Cervignano
Bahnhof, Station
0,000 Udine
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Triest und nach Cividale
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Triest und Cervignano (Umfahrung Udine)
A/D: Überleitstelle, CH: Spurwechsel
4,493 PM Vat
Haltepunkt, Haltestelle
11,975 Tricesimo San Pelagio bis 2001 Bahnhof [1]
Tunnel
Bahnhof, Station
18,348 Tarcento
Haltepunkt, Haltestelle
22,147 Artegna
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Sacile
Bahnhof, Station
28,199 Gemona del Friuli
Tunnel
Haltepunkt, Haltestelle
34,895 Venzone
Bahnhof, Station
39,669 Carnia
Brücke über Wasserlauf (klein)
40,412 Rio-Togliezzo-Brücke (33 m)
Brücke über Wasserlauf (klein)
40,648 Pontebbana-e-Fella-Viadukt (1004 m), (Tagliamento)
Straßenbrücke
„Alpen-Adria-Autobahn“ A23
Tunnel – Anfang
41,669 Campiolo-Monte-Palis-Tunnel (5575 m)
Tunnel – Ende
47,244
Brücke (mittel)
47,280 Val-Aupa-Viadukt (209 m)
Tunnel – Anfang
47,538 Zuc-del-Bor-Tunnel (9222 m)
Tunnel – Ende
56,760
Brücke (mittel)
56,760 Saletto-Pontedimuro-Viadukt (115 m)
Tunnel – Anfang
56,875 Le-Piche-San-Rocco-Tunnel (4057 m)
Tunnel – Ende
60,932
Bahnhof, Station
62,576 Pontebba
Brücke (mittel)
„Alpen-Adria-Autobahn“ A23
Tunnel – Anfang
64,208 San-Leopoldo-Tunnel (5716 m)
Tunnel – Ende
69,924
Brücke (mittel)
69,947 Rio-Bianco-Brücke (25 m)
   
69,980 Bagni Santa Caterina bis 2003 [2]
Tunnel – Anfang
70,006 Malborghetto-Tunnel (8067 m)
Tunnel – Ende
78,073
Brücke (mittel)
78,106 Ugovizza-1-Brücke (100 m) (Strada Statale 13)
Straßenbrücke
78,289 Ugovizza-2-Brücke (225 m) („Alpen-Adria-Autobahn“ A23)
Brücke (mittel)
78,624 Ugovizza-3-Brücke (250 m)
Bahnhof, Station
79,249 Ugovizza Valbruna
Tunnel – Anfang
79,869 Camporosso-Tunnel (6934 m)
Tunnel – Ende
86,804
Brücke (mittel)
Presling-Viadukt (297 m)
Tunnel – Anfang
87,100 Tarvisio-Tunnel (1052 m)
Tunnel – Ende
88,152
Bahnhof, Station
88,790 Tarvisio Boscoverde
Strecke – geradeaus
Rudolfsbahn nach Villach
Udine–Tarvisio Centrale
(alte Trasse)
Kursbuchstrecke: 15
Streckenlänge: 93,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 3 kV =
Maximale Neigung: 22 
Minimaler Radius: 250 m
Strecke – geradeaus
von Venedig
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Cervignano
Bahnhof, Station
0,000 Udine
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Triest und Cividale
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Triest und Cervignano (Umfahrung Udine)
A/D: Überleitstelle, CH: Spurwechsel
4,493 PM Vat
   
9,051 Reana del Rojale
   
12,046 San Pelagio
   
14,431 Tricesimo
   
18,923 Tarcento
   
22,385 Artegna
   
von Sacile
   
28,477 Gemona del Friuli
   
35,170 Venzone
   
40,119 Carnia
   
nach Villa Santina
   
45,333 Moggio
   
48,053 Resiutta
   
56,146 Chiusaforte
   
60,160 Dogna
   
65,661 Pietratagliata
   
69,127 Pontebba
   
72,038 Laglesie San Leopoldo
   
76,146 Bagni di Lusnizza
   
80,066 Malborghetto
   
82,651 Ugovizza
   
Neue Bahntrasse
   
85,059 Valbruna
   
„Alpen-Adria-Autobahn“ A23
   
88,233 Camporosso in Valcanale
   
91,672 Tarvisio Città
   
von Jesenice
   
93,586 Tarvisio Centrale
   
Rudolfsbahn nach Villach

Die Pontebbana ist eine knapp 89 Kilometer lange, zweigleisige elektrifizierte Bahnstrecke zwischen Udine und Tarvisio im Verlauf der Eisenbahnverbindung von Venedig nach Villach. Sie quert die südlichen Alpen in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Im 4 Kilometer langen Streckenabschnitt Udine–PM Vat ist die Strecke bislang nur eingleisig.[3]

Seit November 2000 ist eine Neubaustrecke mit komplett neuer Trassenführung und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h in Betrieb. Von Udine bis Carnia hat die Bahnstrecke weitgehend den gleichen Verlauf der bis 1995 bestand, während die Strecke von Carnia bis Tarvis völlig neu trassiert wurde. Nur im Bahnhof Pontebba, im Bereich des Bahnhofes Ugovizza Valbruna und bei der Staatsgrenze zu Österreich bei Thörl-Maglern trifft man auf die alte Strecke. Bei einer Entfernung von 49,1 km liegen zwischen Carnia und Tarvis 40,6 km in Tunnel. Über die Neubaustrecke benötigen vom Bahnhof Udine bis zum Bahnhof Tarvisio Boscoverde durchfahrende Fernreisezüge bei guten Streckenverhältnissen nur rund 45 Minuten, während die Fahrtzeit über die alte Strecke rund 100 Minuten betrug.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Planung[Bearbeiten]

Bereits in den 1860er Jahren gab es Überlegungen zusätzlich zur bestehenden Südbahn über Marburg an der Drau (heute Maribor) und Laibach eine weitere Bahnlinie im Anschluss an die Rudolfsbahn von Villach nach Triest zu bauen. Dabei standen zwei Trassen zur Wahl. Einerseits eine über den Predilpass bis nach Görz, wo Anschluss an das bestehende Netz in Richtung Triest und Udine bestand. Die zweite Möglichkeit war eine Streckenführung über Pontafel nach Udine, ebenfalls mit Anschluss an die bereits bestehende Strecke über Görz nach Triest.[5]

Brücke der alten Pontebbana bei Chiusaforte

Bau und Betrieb[Bearbeiten]

Da große Teile von Friaul und Venetien 1866 italienisch wurden, kam für Österreich nur noch die Variante über Predil nach Görz in Frage. Diese wurde letztendlich jedoch nie gebaut. Später entschloss man sich, mit einem Seitenast als k.k. Staatsbahn Tarvis–Pontafel eine Verbindung zum italienischen Netz in Pontafel herzustellen; die Eröffnung der 24,7 Kilometer langen Strecke erfolgte schließlich am 11. Oktober 1879 für den lokalen und am 30. Oktober 1879[6] für den internationalen Verkehr.[7] Der weitere Streckenverlauf von Pontafel nach Udine verlief durch sämtliche kleine Galerien und Viadukte im Fella-Tal und wurde immer wieder von schwereren Naturereignissen wie zum Beispiel Erdbeben heimgesucht. Die Betreiber konnten sich in Pontafel (heute Pontebba) nicht auf einen Gemeinschaftsbahnhof einigen, daher gab es lange Zeit zwei Bahnhöfe, einen in Pontafel selbst, einen weiteren im Stadtteil Pontebba.[5]

Die im Jahr 1879 somit offiziell eröffnete Pontebbana-Eisenbahnlinie verbindet Triest, Udine, Pontafel, Villach, Salzburg und München.

Unfälle[Bearbeiten]

Am 14. August 1918 ereignete sich ein schwerer Eisenbahnunfall im Bahnhof von Uggowitz. Aufgrund einer falsch gestellten Weiche stießen zwei Fronturlauberzüge zusammen. 11 Menschen starben.

Planung der Neubaustrecke[Bearbeiten]

Aufgrund der Tatsache, dass die alte Strecke öfter wegen schwerer Naturereignisse unterbrochen war und diese auch von den starken Erdbeben in den Jahren 1976 und 1978 heimgesucht wurde, begannen Ende der 1970er Jahre die Bauarbeiten für die Neubaustrecke. Die Strecke wurde abschnittsweise von Süd nach Nord eröffnet, wobei das letzte Teilstück von Ugovizza Valbruna nach Tarvis erst am 26. November 2000 zusammen mit dem neuen Bahnhof eröffnet wurde.[8]

Eisenbahnstrecke Pontebbana bei der aufgelassenen Haltestelle Bagni Santa Caterina

Hoch- und Kunstbauten[Bearbeiten]

Pontebbana-e-Fella-Viadukt (August 2011)

Die Neubaustrecke führt durch acht längere Tunnel. Der Zuc dal Bor-Tunnel zwischen Carnia und Pontebba ist mit einer Länge von rund 9,2 Kilometern der längste. Von der Strada Statale 13 gibt es einige Zufahrten zu den Notausgängen der Tunnel. Im gesamten Streckenverlauf gibt es 16 längere Talübergänge beziehungsweise Brücken; der Pontebbana-e-Fella-Viadukt ist der längste, er führt über den Tagliamento und liegt unweit nördlich des Bahnhofes Carnia.[9]

Streckenverlauf der Neubaustrecke[Bearbeiten]

Im Bahnhof von Udine verlässt die Pontebbana den Bahnhof links und führt zunächst eingleisig bis zum Posto Movimento Vat, der nach dem Stadtteil Udine Vat benannt ist. Entlang diesem Streckenabschnitt befinden sich fünf Eisenbahnkreuzungen, welche zugleich die einzigen entlang der gesamten Strecke sind. Beim Posto Movimento Vat trifft die Umfahrungsstrecke Udine, die bis auf wenige Ausnahmen nur durch Güterzüge befahren wird, auf die Pontebbana. Ab dort ist diese zweigleisig ausgeführt. Beim Kilometer 5,858 beginnt weiterhin der mit der Zugsicherung RS4 Codici ausgestattete Abschnitt. Bei einer Steigung von rund zehn Promille führt die Strecke vorbei an sieben Blockstellen, einer RTB-Anlage für beide Fahrtrichtungen und der Haltestelle Tricesimo San Pelagio zum Bahnhof Tarcento. Die im Kilometer 9,084 befindliche RTB-Anlage dient zur Kontrolle der Temperatur der Radsätze und ist mit dem Ausfahrsignal des Bahnhofes Tarcento verbunden. Sollte es bei der Vorbeifahrt eines Zuges zu einem Alarm kommen, wird der Zug im Bahnhof Tarcento angehalten und der betroffene Wagen überprüft.[10]

Nach weiteren vier Blockstellen und der Haltestelle Artegna folgt der Bahnhof Gemona del Friuli, der über zahlreiche Gleise verfügt. Die eingleisige Bahnstrecke Sacile-Gemona del Friuli erreicht die Pontebbana kurz vor dem Bahnhof Gemona. Bei einer weiteren Steigung von neun Promille, fünf Blockstellen, einer RTB-Anlage, die im Kilometer 35,103 liegt, nur für die Fahrtrichtung Norden dient und mit dem Ausfahrsignal Carnia verbunden ist, sowie der Haltestelle Venzone folgt der Bahnhof Carnia. In diesem Streckenabschnitt wurde der Oberbau als feste Fahrbahn ausgeführt.[11]

Ein Tunnel überquert den Fluss Torrente Glagno

Kurz nach dem Bahnhof führt die Strecke über die 33 Meter lange Rio-Togliezzo-Brücke, nach weiteren 200 Metern über den 1003 Meter langen Pontebbana-e-Fella-Viadukt und die Alpen-Adria-Autobahn (A23) in den Campiolo-Tunnel, welcher über eine aus klimatischen Gründen geschaffene Verbindung direkt mit dem Monte-Palis-Tunnel verbunden ist und in einer Neigung von 14,37 ‰ liegt. Der Campiolo-Monte-Palis-Tunnel wird nur durch den 209 Meter langen Val-Aupa-Viadukt vom Zuc-dal-Bor-Tunnel, der 9222 Meter lang ist und in einer Neigung von 14,47 ‰ liegt, getrennt. Der Saletto-Pontedimuro-Viadukt mit einer Länge von 115 Metern verbindet den Zuc-dal-Bor-Tunnel mit dem 4075 Meter langen Le-Piche-San-Rocco-Tunnel.[11]

Nach dem Tunnel folgt der Bahnhof Pontebba, wo die Reste des Güterbahnhofes mit der ehemaligen Zollabfertigung, die durch das Schengener Abkommen überflüssig wurde, zu sehen sind. Der Bahnhof wurde auf vier Gleise, von denen drei mit Bahnsteigen ausgestattet sind, rückgebaut. Das Südportal des 5716 Meter langen S.-Leopoldo-Tunnel schließt an den Bahnhof Pontebba an. Die 2003 aufgrund von zu geringer Fahrgastzahlen stillgelegte Haltestelle Bagni Santa Caterina liegt unmittelbar zwischen dem S.-Leopoldo- und dem 8067 Meter langen Malborghetto-Tunnel. Der Bahnsteig dieser Haltestelle reichte rund 100 Meter in den Tunnel. Dem Nordportal des Malborghetto-Tunnels schließen die drei Ugovizza-Viadukte an, die über die Alpen-Adria-Autobahn (A23), Strada Statale 13 und die alte Bahnstrecke führen. Darauf folgend liegt der unbesetzte, neu errichtete Bahnhof Ugovizza Valbruna, dem der 6934 Meter lange Camporosso-Tunnel folgt. Der Presling-Viadukt verbindet den Camporosso- mit dem 1052 Meter langen Tarvisio-Tunnel, an den sich der Bahnhof Tarvisio Boscoverde anschließt. Einige Abstellgleise des Bahnhofes reichen bis in den Tunnel. Beim Einfahrsignal des Bahnhofes im Kilometer 87,192 endet der mit RS4 Codici ausgestattete Abschnitt. Abgesehen von wenigen Güterzugpaaren, die durch die ÖBB in Kooperation mit dem italienischen EVU Linea s.r.a. geführt werden, findet im Bahnhof Tarvisio Boscoverde für internationale Züge der Lokomotivwechsel statt.[11] Seit Sommer 2012 gibt es zwei REX-Zugpaare zwischen Villach Hbf und Udine, die in Kooperation zwischen ÖBB und FUC betrieben werden. Erstgenannte stellt die Wagen, letztere das Triebfahrzeug (Siemens Es64U4). Im Dezember 2013 wurde wieder ein internationales Fernverkehrszugpaar eingeführt, das tagsüber die Pontebbana befährt: Das von den ÖBB eigenwirtschaftlich betriebene Zugpaar 31/30 (Wien Meidling - Villach - Venezia Santa Lucia und zurück). Ein Ausbau der Verbindungen Wien - Venedig wird von den ÖBB angestrebt, durch den Unwillen der italienischen Staatsbahn aber erschwert.

Zugbetrieb[Bearbeiten]

Personenverkehr[Bearbeiten]

Seit der Eröffnung der Neubaustrecke ist die Zahl der Reisezüge rückläufig. Gab es bis zum Fahrplanwechsel im Juni 2001 noch bis zu sechs internationale Fernreisezüge, so sind es im aktuellen Fahrplan (2011) nur noch 2 Nachtreisezüge pro Richtung. Auch Regionalzüge der ÖBB fahren den Bahnhof Tarvisio Boscoverde seit Juni 2001 nicht mehr an. Tagsüber kommen als Ersatz für die fehlenden internationalen Zugverbindungen Intercitybusse der ÖBB zum Einsatz, die zum Schienentarif angeboten werden. Im Bereich zwischen Udine und Carnia verkehren wesentlich mehr Zugpaare, nachmittags sogar in einem annähernden Stundentakt (2009).[12]

Ab dem Sommerfahrplan 2012 gibt es je ein Zugpaar am Morgen und ein Zugpaar am Abend, das von Villach nach Udine und retour fährt. Es handelt sich hier um ein EU-Projekt zwischen der FUC (Ferrovie Udine-Cividale), die im Besitz des Landes Friaul-Julisch Venetien ist, und der ÖBB. Das Wagenmaterial wird von der ÖBB zur Verfügung gestellt, die Lokomotive (Siemens ES64U4) stellt die FUC.[13]

Seit Dezember 2013 gibt es außerdem wieder einen durchgehenden Fernverkehrszug zwischen Wien und Venedig. Die gesamte Garnitur, bestehend aus einer ÖBB 1216 und fünf Fernverkehrswagen, wird von den ÖBB gestellt. In den Medien wurde publiziert, dass möglichst ab Dezember 2014 ein zweites Zugpaar folgen soll.[14]

Güterverkehr[Bearbeiten]

Im Güterverkehr wird die Strecke durch internationale Züge der Relation Österreich–Italien und durch Verschubgüterzüge von und nach Osoppo befahren. Den überwiegenden Teil der verkehrenden Züge stellen die gemischten Züge von Villach Süd Großverschiebebahnhof nach Cervignano del Friuli, Bologna, Mailand und Neapel dar. Weiters verkehren an Werktagen mehrmals täglich mit Treibstoffen befüllte Kesselwagenzüge zu den Seehäfen in Triest und Venedig. Mit Neuwagen beladene Züge von den Fiat-Werken in der Tschechischen Republik, nach Verona, Fossacesia und Turin nutzen ebenfalls die Strecke. Auch Stahlzüge von Cittadella zu den Werken der Voestalpine AG in Linz befahren die Strecke. Hinzu kommen noch die Züge der Rollenden Landstraße von Salzburg nach Triest.[15]

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten]

Gegenwärtig kommen auf der Strecke im Personenfernverkehr die Baureihen E.444, E.656 und E.402A zum Einsatz, während die in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts noch im Personenfernverkehr eingesetzte Baureihe E.652 seit der Eröffnung der Neubaustrecke vermehrt im Güterverkehr eingesetzt wird. Den Personennahverkehr erbringen gegenwärtig die Triebwagen der Reihen Minuetto ALe 501/502 und ALe 801/940. In Tagesrandlage kommen weiterhin von der Baureihe E.464 gezogene beziehungsweise geschobene Züge zum Einsatz. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis kurz vor der Einstellung der alten Trasse kamen im Personennahverkehr größtenteils Triebwagen der Reihe ALe 840 zum Einsatz. Im Güterverkehr kommen vorrangig die Baureihen E.405, E.412, E.652 und E.655 zum Einsatz. Ab dem Jahr 2007 wurden die Trenitalia-Baureihen E.412 und die ÖBB-Baureihe 1216 im grenzüberschreitenden Verkehr vor gemischten Güterzügen von und nach Cervignano del Friuli und den Zügen der Rollenden Landstraße von und nach Triest eingesetzt, aufgrund der fehlenden SCMT-Ausrüstung der ÖBB-Baureihe hat der Einsatz im Jahr 2008 jedoch bereits wieder geendet. Seit Anfang 2009 kommt bei einem vom privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen Linea s.r.a. geführten Güterzug von San Stino di Livenza nach Villach und zurück eine Lokomotive der Baureihe 186 im Gesamtlauf zum Einsatz.[16][17]

Langsamfahrstellen[Bearbeiten]

Wegen Schäden an der festen Fahrbahn zwischen Gemona del Friuli und Carnia musste in diesem Bereich ab 2006 eine Langsamfahrstelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h eingerichtet werden. Im Herbst 2008 sowie im Winter 2008/2009 wurden beide Streckengleise komplett erneuert und seit Anfang Mai 2009 können die Züge wieder mit Streckenhöchstgeschwindigkeit verkehren. Während der Bauarbeiten war die Betriebsführung nur eingleisig möglich. Regionalzüge wurden im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt, während Fern- und Güterzüge bis zu 30 Minuten verspätet wurden. Weitere Langsamfahrstellen gibt es im Bereich Carnia–Pontebba und Pontebba–Ugovizza Valbruna.[18]

Alte Trasse[Bearbeiten]

Neu erbauter Radweg auf der alten Strecke in der ehemaligen Haltestelle Tarvisio Città

Nach der Eröffnung der Neubaustrecke ist die alte Trasse im Kanaltal und Eisental entlang des Flusses Fella stillgelegt worden. Teile der alten Bahntrasse werden nach und nach zu einem Radweg ausgebaut. Zwischen der Staatsgrenze in Thörl-Maglern und dem ehemaligen Bahnhof Tarvisio Centrale wurde der Radweg jedoch aufgrund der zu sanierenden Tunnel etwas weiter nördlich erbaut und benutzt teilweise bestehende Straßen.[19]

Literatur[Bearbeiten]

  • E. L.: Die Pontebba-Bahn. (Udine – Pontebba). In: Josef Melan: Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereins. Band 32.1880, XXXII. Jahrgang, ZDB-ID 2534647-7. Waldheim, Wien 1880, S. 113–124, Zeichnungen/Pläne: Blätter 20–24. kobv.de (PDF; 7,4 MB).
  •  Bernhard Neuner: Bibliographie der österreichischen Eisenbahnen von den Anfängen bis 1918. Band 2: Einzelne Bahnen, Projekte, Eisenbahnatlanten und Karten, Stationsverzeichnisse, Kursbücher, Eisenbahnführer, Verkehrsgeographie, Walter Drews Verlag, Wien 2002, ISBN 3-901949-00-3.
  • Anna Zanier, Claudio Canton, Roberto Carollo, Mauro Bigot: La strada ferrata della Pontebba. (italienisch). Senaus, Udine 2006, ISBN 88-901571-5-1. BFI – Bibliografia Ferroviaria Italiana.
  • Detlef Löffler (Hrsg.), Franz Gansrigler, Christoph Posch: Wien – Triest. Der Drang in den Süden. Von den Anfängen der Kronprinz-Rudolf-Bahn bis zum heutigen Ausbau der Südbahn und der Pontebbana. Styria-Verlag, Wien / Graz / Klagenfurt 2008, ISBN 978-3-222-13257-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pontebbana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Die ehemalige Pontebbana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nuovi impianti FS. In: I Treni Nr. 230 (Oktober 2001), S. 6–7.
  2. Impianti FS. In: I Treni Nr. 255 (Januar 2004), S. 8.
  3. Fascicolo Linea 62 RFI - Fiancata di Linea, Seite 95 (PDF) abgerufen am 28. Juli 2009 (italienisch)
  4. Fascicolo Linea 62 RFI, Seite 29 bis 32 (PDF) abgerufen am 28. Juli 2009 (italienisch)
  5. a b Elmar Oberegger: Udine-Bahn. In: Enzyklopädie. Der Alpen-Donau-Adria-Raum. 2007, abgerufen am 19. Juli 2009.
  6. Kleine Chronik. (…) Die Eröffnung der Ponteba-Bahn. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 5453/1879, 31. Oktober 1879, S. 10 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp.
  7. Ignaz Konta: Geschichte der Eisenbahnen Oesterreichs vom Jahre 1867 bis zur Gegenwart. In: (Karl Prochaska): Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. (Prachtausgabe). Band 1,2., Wien 1898, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund, S. 246.
  8. Enrico Ceron: La nuova ferrovia Pontebbana. In: Tutto TRENO, abgerufen 29. Juli 2009
  9. Fascicolo Linea 62 RFI, Seite 33 und 34 (PDF) abgerufen am 28. Juli 2009 (italienisch)
  10. Fascicolo Linea 62 RFI, Seite 98 (PDF) abgerufen am 28. Juli 2009 (italienisch)
  11. a b c Fascicolo Linea 62 RFI, Seite 96 (PDF) abgerufen am 28. Juli 2009 (italienisch)
  12. Trenitalia - Orari e acquisto (italienisch, abgerufen am 28. Juli 2009)
  13. Zugverbindung Villach–Udine ab Sommer 2012, Bericht der Kleinen Zeitung
  14. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130628_OTS0066/oebb-neuer-tageszug-wien-venedig-ab-dezember-auf-schiene-bild
  15. ÖKOMBI. ROLA Salzburg – Triest Hafen. 2011. Fahrpläne und Preise. – oekombi.at (PDF) abgerufen am 18. Juli 2011.
  16. Thomas Berger: RCA fährt mit Linea s.r.a. nach Italien. 23. Februar 2009, abgerufen am 18. Juli 2011.
  17. Ricerca orario per impostazione (italienisch, abgerufen am 30. Juli 2009)
  18. Portale Applicazione Circolazione - rallentamenti programmati
  19. Ciclovia Alpe Adria (italienisch, abgerufen am 19. Juli 2009)