Reinhard Bütikofer

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Reinhard Bütikofer (2009)

Reinhard Hans Bütikofer (* 26. Januar 1953 in Mannheim) ist ein deutscher Politiker der Grünen.

Er war vom 8. Dezember 2002 bis zum 16. November 2008 Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und damit der bis dahin am längsten amtierende Vorsitzende seiner Partei. Den anderen Part im Führungsduo bestritt zunächst Angelika Beer, welche am 2. Oktober 2004 von Claudia Roth abgelöst wurde, die in dieses Amt zurückkehrte. Sein Nachfolger wurde Cem Özdemir.

Reinhard Bütikofer war bei der Europawahl 2009 Spitzenkandidat seiner Partei.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ausbildung und Beruf

Bütikofer nahm ein Studium der Philosophie, Sinologie und Geschichte in Heidelberg auf, schloss es aber nicht ab.

[Bearbeiten] Familie

Bütikofers Vater war Postbeamter, seine Mutter Hausfrau. Er ist Vater dreier Töchter (aus der Beziehung mit Henriette Katzenstein) und seit 2001 mit Renée Krebs verheiratet.

[Bearbeiten] Partei

Auf dem Bundesparteitag (2007)

In der Studentenbewegung war Bütikofer beim maoistischen Kommunistischen Bund Westdeutschland aktiv. 1982 war er bei der Grün-Alternative Liste in Heidelberg tätig. 1984 wurde er als Kandidat der Grün-Alternativen Liste ein Mitglied des Stadtrats in Heidelberg. Er trat der Grünen Partei bei. Von 1988 bis 1996 saß er als Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg, wo er finanzpolitischer Sprecher war. Von 1997 bis 1999 war er zusammen mit Monika Schnaitmann Landesvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg.

Seit Dezember 1998 war er bis 2002 politischer Geschäftsführer im Bundesvorstand. In dieser Zeit profilierte er sich damit, dass er zwischen den verschiedenen Parteiflügeln zu vermitteln versuchte. Er brachte innerhalb der Partei maßgeblich das 30-jährige Kompromiss-Konzept zum Atomkraft-Ausstieg zustande. Außerdem war er von 1999 bis 2002 Vorsitzender der Grundsatzprogrammkommission. Am 3. März 2008 kündigte er an, nicht mehr für den Vorsitz von Bündnis 90/Die Grünen anzutreten, sondern für das europäische Parlament kandidieren zu wollen.[1] Im Januar 2009 wurde Bütikofer gemeinsam mit Rebecca Harms zum Spitzenkandidaten der Grünen für die Europawahl am 7. Juni 2009 gewählt.

[Bearbeiten] Gesellschaftliches Engagement

Bütikofer ist Mitglied des Kuratoriums der Berliner Dependance der US-amerikanischen Denkfabrik Aspen-Institut.[2]

[Bearbeiten] Belege

  1. n-tv:Bütikofer gibt Parteivorsitz auf
  2. Kuratorium des Aspen Instituts Berlin

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Reinhard Bütikofer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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