August Haußleiter

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August Haußleiter (* 5. Februar 1905 in Nürnberg; † 8. Juli 1989 in München), auch bekannt unter dem Pseudonym Karl Konstantin, war ein deutscher Politiker und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

August Haußleiter war Sohn eines evangelischen Pfarrers und wurde schon als Gymnasiast Vollwaise. Nur Stöss behauptet, er wäre als Heranwachsender Mitglied eines Wehrverbandes und dann 1923, als 18-jähriger, Teilnehmer am Hitler-Ludendorff-Putsch gewesen.[1] Haußleiter studierte in Erlangen Protestantische Theologie und Philosophie und wurde Mitglied des Corps Onoldia.[2] Politisch schloss er sich der deutschnationalen Deutschen Volkspartei an, die 1923 mit Gustav Stresemann sogar den Reichskanzler stellte. Von 1928 bis 1939 war er Journalist beim Fränkischen Kurier. In der Endphase der Weimarer Republik soll er zum Umfeld des Tat-Kreises gehört haben, der zwar die Weimarer Republik ablehnte, durch Zusammenarbeit mit dem letzten Kanzler vor Hitler, General von Schleicher, aber alles daran setzte, die Machtergreifung der Nationalsozialisten zu verhindern. Im "Fränkischen Kurier" bekleidete er den Posten eines Redakteurs (Vermischtes), der ab 1933 als Schriftleiter bezeichnet wurde. Der Fränkische Kurier wurde nach 1933 zunehmend antisemitischer und nationalsozialistischer, da er sich gegen die Nürnberger Nazipostille Fränkische Tageszeitung durchsetzen musste. 1935 war Haußleiter unfreiwilliger Auslöser des von Goebbels dann ausgesprochenen "Kunstkritikverbotes", indem er Kritik an einem Mann Streichers äußerte .[3] Allerdings gab es im "Fränkischen Kurier" immer wieder Probleme mit den Nationalsozialisten auf Grund der weiterhin kirchenfreundlichen Haltung des Blattes.[4] Heftige Auseinandersetzungen mit dem Nazi-Gauleiter Streicher[5] zwangen ihn 1939 zum Ausscheiden aus dem Fränkischen Kurier. Den Zweiten Weltkrieg erlebte Haußleiter zuerst als Soldat beim Überfall auf die Sowjetunion, wo er schwer verwundet wurde. Später wurde er an die Westfront versetzt.[6]

Nach 1945[Bearbeiten]

Nach dem Krieg wurde Haußleiter 1946 Mitbegründer der CSU in Kulmbach und unterstützte die interkonfessionelle, konservative Strömung innerhalb der Partei. Im gleichen Jahr war er Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung in Bayern. Sein Landtagsmandat wurde ihm jedoch durch Mehrheitsentscheidung im Landtag aberkannt, weil sein Buch An der mittleren Ostfront als militaristisches Werk bewertet wurde und er deshalb nicht würdig sei, Volksvertreter zu sein. Dagegen klagte Haußleiter vor dem bayrischen Verfassungsgericht und erhielt, nachdem er von der Spruchkammer in Kulmbach entlastet worden war, sein Mandat am 16. Januar 1949 zurück. Schon wenige Wochen später, am 29. Februar 1949, wurde Haußleiter zum stellvertretenden Vorsitzenden der CSU gewählt, trat aber im September 1949 aus der Partei wegen interner Differenzen zwischen den verschiedenen Flügeln aus und gehörte zu den Gründern der zunächst als Flüchtlingspartei und später als rechtsextrem eingeschätzten [7] Deutschen Gemeinschaft (DG), die die Wiedervereinigung Deutschlands durch Neutralität und Verzicht auf eigenes Militär anstrebte.[8] Haußleiter selbst bezeichnete der "Der Spiegel" schon 1949 als "militanten Pazifisten" .[9]

Einer Listenverbindung der Deutschen Gemeinschaft mit dem Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten gelang 1950 der Einzug sowohl in den Bayerischen Landtag als auch in den Landtag von Baden-Württemberg. Im Laufe des Jahres 1952 löste sich die bayrische DG-Fraktion durch Abwanderung zu anderen Parteien auf, übrig blieben Frau Dr. Malluche und Haußleiter selbst. Da der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) durch seine Erfolge die DG als eine auf Wiedervereinigung durch Neutralität setzende Flüchtlingspartei überflüssig zu machen drohte, hatte Haußleiter, wenn auch gegen innerparteilichen Widerstand, die Agitation der DG an die der neonazistischen Sozialistischen Reichspartei (SRP), wenn auch zunächst ohne Erfolg und ohne deren Nähe zum Nationalsozialismus, [10] angepasst. Der SRP, schließlich 1952 durch das Bundesverfassungsgericht verboten, gelang es zunächst nicht, eine Auffangorganisation zu gründen; sämtliche Versuche, z.B. am 17. September 1952 in Detmold für die im November stattfindenden Kommunalwahlen in NRW, wurden entweder vorzeitig bekannt oder verraten.[11] Um aber an den Kommunalwahlen in NRW teilnehmen zu können - dort waren Freie Wählergemeinschaften nicht zugelassen -, favorisierte die SRP-Führung um Fritz Dorls die Idee, dort als Deutsche Gemeinschaft anzutreten. Dorls’ Rechtsanwalt Rudolf Aschenauer wurde Mitglied der Deutschen Gemeinschaft, [12] und Haußleiter stimmte offensichtlich diesem Manöver ebenso zu wie der Absicht, in Niedersachsen die nunmehr ehemaligen Mitglieder der SRP in einem dort zu gründenden Landesverband der DG zu sammeln. Aschenauer, sowohl Verfassungschutzagent, Mitglied des katholischen Nachrichtendienstes mit Kontakten bis hin zu Konrad Adenauer, aber in der Hauptsache Mitglied der Naumann-Gruppe[13], eines mehrere hundert Menschen umfassenden Netzwerkes von ehemaligen Nationalsozialisten, die wieder Einfluss auf die Politik der Bundesrepublik nehmen wollten,[14] offenbarte die Pläne der SRP-Führung, da er sich zusammen mit Haußleiter Anfang Oktober 1952 der Presse stellte und beide die bisherigen SRP-Mitglieder aufforderten, nunmehr die Deutsche Gemeinschaft zu wählen.[15] Nicht zuletzt auf Grund dieser Pressekonferenz wurden alle kommunalen DG-Wahllisten in Nordrhein-Westfahlen als SRP-Nachfolgeorganisationen verboten.[16] Da die Naumann-Gruppe, die mit der Deutschen Reichspartei zusammen an der Schaffung einer "nationalen Sammlungspartei" arbeitete, einerseits den Neonazismus der SRP als für ihre Ziele kontraproduktiv[17] und andererseits Haußleiter als nicht kooperationsbereit einschätzte, waren durch diese Pressekonferenz beide Gruppen beschädigt worden.[18] Während die Naumann-Gruppe, vertreten durch Aschenauer, gegenüber der Deutschen Reichspartei, die man als Basis für die nationale Sammlungspartei auserkoren hatte, weiterhin, quasi als Druckmittel, die Kooperation zwischen DG und SRP, die man in der Hand habe, anwandte,[19] bemühte sich Haußleiter, ehemalige führende Mitglieder der SRP (und sogar der Naumann-Gruppe selbst) für die Deutsche Gemeinschaft zu gewinnen, und schaffte es, dass im Dezember 1952/Januar 1953 nun tatsächlich der niedersächsische Landesverband der Deutschen Gemeinschaft allmählich Konturen annahm. Als Aschenauer erkannte, dass er die Kontrolle verloren hatte, trat er im Januar 1953 aus der DG aus. Der Landesverband Niedersachsen der DG wurde im Januar 1953 gegründet, erhielt im Februar durch das Innenministerium die Erlaubnis zu einer Reihe von Wahlveranstaltungen und wurde nach Hausdurchsuchungen bei 8 DG/SRP-Mitgliedern im März plötzlich als SRP-Nachfolgeorganisation verboten.[20] Da ein bayrisches Wahlbündnis der DG zur BTW 1953 an der 5%-Hürde scheiterte, ebenso wie ein ähnliches Bündnis 1954 zur bayerischen Landtagswahl, war der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der CSU nunmehr Chef einer bedeutungslosen Splitterpartei geworden. Haußleiter verlieh einerseits der Deutschen Gemeinschaft durch ein spezifisches Auftreten mit eigener Fahne (Geusenflagge: Rot-weiß geteiltes Eichenblatt auf schwarzem Grund[21] und eigenem Parteilied ("Nur der Freiheit gehört unser Leben") zusammen mit seinen sich stets in Lautstärke und Gestik steigernden Reden eine besondere Identität, die auf Parteitagen oder anderen öffentlichen Auftritten, in Zusammenhang mit Musikkapellen, die Märsche spielten, und dem obligatorischen Deutschlandlied am Ende der Veranstaltung, an nationale Parteien der zwanziger Jahre erinnerte, andererseits versuchte er, der Partei eine moderne nationale Ausrichtung ("neuer Nationalismus") zu geben. Ausgehend von der Übereinstimmung zwischen Deutschland und den noch vorhandenen „Kolonien“ in Hinsicht auf die Besatzung des eigenen Landes durch fremde Truppen, gab sich die DG schon 1954 ein " dezidiert neutralistisches und antiimperialistisches Programm",[22] welches u.a. forderte: "Verurteilung jeder Form von nationaler Fremdherrschaft, wie Unterdrückung von nationalen Minderheiten, Rassendiskriminierung, Kolonialismus, Imperialismus und Besatzungsregime..."[23] Als dann die SPD mit ihrem Godesberger Programm die Westintegration der Bundesrepublik anerkannte, ernannte Haußleiter die DG zur neuen Arbeiterpartei und zur eigentlichen Opposition schlechthin, und demzufolge "entfernte sich der neue Nationalismus der DG/AUD seit etwa 1961 von genuin rechtsextremistischen und nationalistischen Forderungen."[24] Haußleiters unermüdliche Rednertätigkeit vermochte es, die Mitgliederbasis vor allem Anfang der sechziger Jahre wieder zu erweitern, so dass sowohl die von ihm herausgegebene Parteizeitung ihre Auflage stetig steigern konnte (zwischen 7000 und 10000 Exemplare pro Woche) als auch die Landtagswahlergebnisse der Deutschen Gemeinschaft sich auf niedrigstem Niveau verbesserten.[25] Gleichzeitig wurde der "neue Nationalismus" mit pazifistischen Elementen versetzt.[26] Als sich 1965 auf das Bestreben von Hermann Schwann ein breiteres national-neutralistisches Wahlbündnis zu bilden begann, blieb Haußleiter, wollte er eine damit verbundene erneute totale Wahlniederlage der DG vermeiden, nichts weiter übrig, als sich mit der DG an der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher zu beteiligen. Die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher richtete sich in ihrem "Notprogramm für Deutschland", in dem Nationalismus mit Pazifismus gleichgesetzt wurde, sowie "der Anerkennung der DDR als gleichberechtigten und anerkannten Partner", mit dem zusammen die BRD eine Konföderation bilden sollte, "auf eine radikale Umwälzung des bundesrepublikanischen Systems."[27] Obwohl die AUD bei den Bundestagswahlen 1965 keinerlei Erfolg hatte (0,2 % der abgegebenen gültigen Stimmen), sahen vor allen Dingen Hermann Schwann, Wolf Schenke und Haußleiter in der sich bildenden Außerparlamentarischen Opposition den Beginn einer deutlichen Veränderung der politischen Landschaft insgesamt und unterstützten den Berliner Landesverband bei seiner Annäherung an die APO.[28] Schon 1968 ordnete die Zeit die AUD als "Rechtsdemokraten" ein.[29] Als aber die allmählich wachsende Zahl der durch diesen Kurs in die Partei eingetretenen neuen Mitglieder,[30] unterstützt von Haußleiter, der mittlerweile den erkrankten Schwann als Parteivorsitzenden vertrat, auf einem Parteitag 1969 in Kassel die Fusion mit der am Rande der APO gegründeten Wahlinitiative "Demokratische Union" beschlossen,[31] ging dies den meisten "nationalistischen" Mitgliedern zu weit, so dass es zu einer großen Austrittswelle kam.[32] Haußleiter, der noch im selben Jahr zum Vorsitzenden der AUD gewählt worden war, begrüßte dann die neue Ostpolitik der SPD/FDP-Regierung unter Brandt, und die übrig gebliebenen Mitglieder gaben sich schließlich ein vollkommen neues Programm, indem sie eine Reihe von APO-Forderungen aufnahmen - Reale Demokratie, einen genossenschaftlich geprägten "Sozialismus der Zukunft", die Politik einer friedlichen Neutralität, die die "Aufklärung der Bevölkerung über die Formen gewaltlosen politischen Widerstandes" statt einer Wehrpflichtarmee beinhaltete, sowie schließlich, die Gedanken der aufkommenden feministischen Bewegung aufnehmend, ein "Programm für die Frau"[33]. Als 1972 der Club of Rome durch seine Veröffentlichung "Die Grenzen des Wachstums" der Konsumkritik der AUD auch eine wissenschaftliche Grundlage verschaffte, wurde der Umweltschutz in Verbindung mit einer angestrebten gesamtgesellschaftlichen Neuordnung zum neuen Schwerpunkt, den Haußleiter in seiner Zeitung, die seit 1967 als "Die Unabhängigen"[34] Parteizeitung der AUD war, immer mehr Raum einräumte und vor allem auch eine Reihe namhafter Autoren innerhalb der Umwelt- und Bürgerinitiativenbewegung für Veröffentlichungen gewinnen konnte (Carl Amery, Herbert Gruhl, Roland Voigt). 1976 kandidierte der Künstler Joseph Beuys parteilos als Spitzenkandidat der AUD in Nordrhein-Westfahlen für die Bundestagswahlen, und für den AUD-Kongress "Das Leben hat Vorrang" am 23. September 1977 in Dortmund konnte Haußleiters Zeitung neben Petra Kelly sogar den Schriftsteller Robert Jungk ankündigen. Die Wahlerfolge der ersten "Grünen Listen" verhalfen dann auch der AUD bei der Landtagswahl 1978 in Bayern im Bündnis mit Herbert Gruhls "Grüner Aktion Zukunft" als "AUD/Die Grünen" zu einem Ergebnis von 1,8 %. Zur Europawahl 1979 bildeten die AUD, die Grüne Liste Umweltschutz, die Grüne Aktion Zukunft, die Grüne Liste-Schleswig-Holstein und kleinere Gruppen die "Sonstige politische Vereinigung- Die Grünen".[35] Haußleiter wurde einer ihrer Sprecher. Als diese Partei 3,2 % der abgegebenen gültigen Stimmen errungen hatte, drängten sowohl Herbert Gruhl (GAZ) als auch Baldur Springmann (Grüne Liste Schleswig-Holstein)[36] darauf, aus dieser Vereinigung die eigentliche grüne Wahlpartei zu bilden, die durch Wahlkampfkostenrückerstattung auch finanziell sofort gut ausgestattet war. Aber vor allem Haußleiter für die AUD, die der "Arbeiterkampf" (Kommunistischer Bund) schon vorher daran erinnert hatte, ihrem Anspruch für ein breites Bündnis mit linken Listen auch gerecht zu werden [37] "setzte sich leidenschaftlich - und erfolgreich - für den Verbleib aller linken Grünen ein."[38] Im Januar 1980 auf der Versammlung in Karlsruhe war es Haußleiter, der mit einem Kompromissvorschlag in der Frage der Doppelmitgliedschaft den Antrag stellte, "der die Versammlung rettete."[39] Durch seine rhetorische Geschicklichkeit und seine Appelle zur Einheit einer grünen Partei gelang es ihm am 23. März 1980 auf einem weiteren Kongress der Partei "Die Grünen" in Saarbrücken, zu einem der Sprecher der neuen Partei gewählt zu werden. So war im Jahr des Kanzlerwahlduells Schmidt/Strauß eine ernsthafte Alternative zu den bisherigen Parteien entstanden. Am 24. April 1980 sendete das Politik-Fernsehmagazin "Monitor" [40] einen Beitrag über Haußleiter mit Verweis auf sein Kriegstagebuch, mit Filmaufnahmen von einem Parteitag der Deutschen Gemeinschaft (Göttingen 1957) sowie einigen Haußleiter-Zitaten aus den frühen fünfziger Jahren und der dieses alles zusammenfassenden Schlussfolgerung, Haußleiter wäre ein Nationalsozialist. Haußleiter selbst hielt dies für eine zu erwartende Kampagne[41] gegen die neue Partei, die jeden anderen auf die eine oder andere Art getroffen hätte, trat dann aber doch im Juni 1980, in Absprache mit dem Bundeshauptausschuss[42] auf der nächsten Versammlung der Grünen in Dortmund zurück. Und die abgesprochene Parteitagsregie funktionierte: sein Nachfolger wurde der AUD-Landesvorsitzende von Bayern Dieter Burgmann.

August Haußleiter war mit der Ärztin und Politikerin Renate Haußleiter-Malluche verheiratet, die anschließend Schatzmeisterin der bayerischen Grünen wurde. Auch versuchte er weiterhin über die Wochenzeitung „Die Grünen“ Einfluss zu nehmen.[8]

1986 wurde er Mitglied des Bayerischen Landtages für die Grünen, legte sein Mandat aber 1987 aus gesundheitlichen Gründen nieder.[8]

Kontroverse um "An der mittleren Ostfront" und Haußleiters Rechtskurs 1952[Bearbeiten]

1942 veröffentlichte er das Buch An der mittleren Ostfront, das laut dem Eintrag „Haußleiter“ der Personendatenbank Munzinger ein Kriegstagebuch seiner militärischen Einheit bei dem Überfall auf die Sowjetunion während des Krieges gewesen sei.[8] Diese Einheit war unter anderem ein fränkisches Armeekorps. Der bayrische Landtag sah es 1947 als militaristisch an (siehe oben). Genau das gleiche erlebte Haußleiter 33 Jahre später bei Den Grünen, als das schon vergessene Werk wieder Gegenstand von Presseveröffentlichungen wurde.[43][44]

Laut Vorwort soll es sich bei dem 320-seitigen Werk um die Darstellung des ersten Halbjahres des Sowjetfeldzuges handeln, also eine Art Kriegsbericht. Tatsächlich wird das nur in einem neunseitigen Nachwort versucht. Dazu gibt es am Schluss eine Abteilung mit 31 Fotos von Personen und Orten der herausgebenden Armeeeinheit. Der überwiegende Teil des Buches sind Szenen aus dem Soldatenleben. Sie sind meistenteils ohne Orts-, Zeit- und Namensangaben. In dem Kapitel Der Überfall von Krasnaja Soboda wird von der kämpferischen Zucht der Deutschen und der entfesselten Bestialität der Bolschewiken berichtet. Diese - aus Kommissaren und Offizieren bestehend - hätten sämtliche deutschen Gefangenen in geradezu „viehischer Weise hingemordet“ und eine „sadistische Mordorgie“ veranstaltet, die für alle Zeit „diese bolschewistische Gesellschaft zum Schandfleck der Menschheit werden läßt“. „Wer sah, wie hier alle Grenzen des Kampfes überschritten waren, wie sich hier nackteste Mordgier ausgetobt hatte, der weiß, wie notwendig es ist, dies System und diese Mörderbanden mitleidslos auszubrennen aus der Gemeinschaft der Völker.“[45] Das Motiv, die Bolschewiken hätte ehrlose Gefangene ermordet und daher sei die härteste Bekämpfung der Bolschewiken angebracht, taucht in dem ganzen Buch häufig auf. So endet das Kapitel Im Wald von Bialowiecz in dem Satz: Der deutsche Soldat rechnet mit diesen Leuten unerbittlich ab. [46] Im Kapitel Am Tisch des Kommissars wird behauptet, dass die Politkommissare für den Beginn des Kriegs, den Deutschland gegen die Sowjetunion führe, verantwortlich seien: „ ... es begann eine Flucht (des Kommissars), von der wir innig überzeugt sind, dass sie für ihn noch zu einem bösen Ende führen wird“. In anderen Kapiteln wird die Tapferkeit der deutschen Soldaten beschworen.[47] In dem Kapitel Ein stiller Abend dazwischen bringen russische Frauen freiwillig Bratpfannen mit Eiern und Speck für die Menge der deutschen Soldaten.

Haußleiters Rechtskurs im Jahre 1952, eingeleitet, um Wähler und Mitglieder der Sozialistischen Reichspartei zu gewinnen, beinhaltete mehrere Themenkomplexe, die damals auch bis hinein in die bürgerlichen Parteien diskutiert wurden:[48] Die Entnazifizierung, die Nürnberger Prozesse,[49] die "Ehre" der Wehrmacht und die Anerkennung der Waffen-SS als normalen Kampfverband, die Ablehnung der Männer des 20. Juli 1944, das Eintreten für weiterhin inhaftierte deutsche Soldaten im Ausland. Durch sprachliche Radikalität sowie einen übersteigerten Nationalismus und einen bis ans Absurde gehenden Antiamerikanismus wurden er und seine Deutsche Gemeinschaft in den 1950er Jahren, obgleich Haußleiter stets den Nationalsozialismus ablehnte und die Deutsche Gemeinschaft sich in ihren Programmen stets zur Demokratie bekannte, als rechtsextrem eingeordnet.

Zur sprachlichen Radikalität: "Sie ( = die Sieger des 2. Weltkrieges) benützten die Konzentrationslager weiter und machten nur ein umgekehrtes Bierdorf aus ihnen, sie prügelten und vergewaltigten, sie raubten und plünderten, sie veranstalteten Schauprozesse, und die Mörder von Katyn saßen mit den Phosphorgenerälen von Dresden über uns zu Gericht..." [50]

Zum übersteigerten Nationalismus: "Ein Volk, das seine Frauen nicht mehr achtet und das seine Jugend verwahrlosen läßt, ist verloren. Die Begriffe Pflicht, Ehre , Hingabe, Opfer und Vaterland erhalten ihr ganzes Gewicht im Rahmen einer so richtig verstandenen und alle bindenden strengen Volksordnung."[51]

Zum Antiamerikanismus: "Dort wo das neudeutsche Musterkind am Werke ist, faßt einen der Menschheit ganzer Jammer. Da wird die fremde Mode angebetet, da gehen die Kinder zu `Parties`. Da wird nicht mehr ein deutscher Junge oder ein deutsches Mädchen herangebildet, sondern halbamerikanische Halbaffen werden gezüchtet." [52]

Rezeption[Bearbeiten]

Haußleiters politische Wurzeln, preußisch geprägter konservativer Protestantismus, sowie der Nationalliberalismus der Deutschen Volkspartei, als auch die Erfahrung der Weltwirtschaftskrise, und der Zeit des Nationalsozialismus, bildeten die Grundlage seiner politischen Anschauungen. Als er zu Beginn der 1950er Jahre im Nationalneutralismus den einzig gangbaren Weg zur deutschen Einheit erblickte und dafür "national gesinnte" Wähler mobilisieren wollte, befand er sich in Fundamentalopposition zur Adenauerzeit und lehnte sowohl die Westanbindung, einen ungezügelten Kapitalismus , die Wiederbewaffnung , als auch die Dämonisierung der Sowjet-Union ab. Kennzeichnend für die Durchmischung verschiedenster politischer Richtungen war sein "neuer Nationalismus", der ohne personalisiertes Feindbild, schließlich Nationalismus mit Pazifismus gleichsetzte. Bei aller Problematik des Begriffs , kann dies als eine neue Variante der Konservativen Revolution. [53] angesehen werden. Als schließlich mit der Außerparlamentarischen Opposition (APO) eine (studentische) Protestbewegung entstand , deren wesentliche Ziele ( radikaldemokratische Vorstellungen, Konsum- und Kapitalismuskritik, sowie der Protest gegen den Vietnamkrieg ) seiner politischen Intuition entsprachen, war er schließlich bereit, nicht nur seinen "neuen Nationalismus" aufzugeben, sondern er verabschiedete sich auch gleichzeitig vom konservativen Kulturpessimismus. In seiner gesellschaftlichen Zielvorstellung einer harmonischen, durchdemokratisch organisierten Gesellschaft, die sich nicht von selbstgeschaffenen technokratischen und bürokratischen Systemen tyrannisieren lässt, erkennt Stöss ein rückwärtsgewandtes gegen die "Moderne" gerichtetes und dadurch konservativ-revolutionäres Moment, und meint darin auch antidemokratisches Denken entdecken zu können.[54] Andererseits kann man aber darin, wie beim Pazifismus Haußleiters, sehr deutlich seine letztendlich vor allem christlich geprägte Vorstellung einer möglichst widerspruchsfreien, friedlichen Gesellschaftsordnung , sehen.

Schriften[Bearbeiten]

  • August Haußleiter: An der mittleren Ostfront. Ein deutsches Korps im Kampf gegen die Sowjets; Hrsg. Stellvertretendes Generalkommando des XIII. Armeekorps im Auftrag eines fränkischen Armeekorps J.L.Schrag Verlag, Nürnberg 1942
  • ders. mit Wolfgang Prechtl: Kulturpolitik der Union. Warum Bekenntnisschule? Die Union zur Frage Staat und Kirche. Zwei Reden zur neuen bayerischen Verfassung, München 1946
  • August Haußleiter: Der Sturz des „Ochsensepp; in: Michael Schröder: Bayern 1945: Demokratischer Neubeginn, Interviews mit Augenzeugen, München 1985, S. 90–103

Literatur[Bearbeiten]

  • Baldow, Beate; Episode oder Gefahr - Die Naumann-Affäre; Dissertation; FU Berlin 2008 (siehe weblinks)
  • Chronik „Werte, Wurzeln, Wege“ – 50 Jahre CSU im Landkreis Kronach.
  • Manfred Jenke: Die nationale Rechte. Parteien, Politiker, Publizisten. Colloquium, Berlin 1967,
  • Manfred Jenke: Verschwörung von Rechts? Ein Bericht über den Rechtsradikalismus in Deutschland nach 1945. Colloquium Verlag, Berlin 1961,
  • Jens Mecklenburg (Hg.): Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, Berlin 1996,
  • Mintzel, Alf; Die CSU. Anatomie einer konservativen Partei; Opladen 1975
  • Schnieder, Frank; Von der sozialen Bewegung zur Instution; Die Entstehung der Partei Die Grünen; Münster 1998
  • Richard Stöss: Vom Nationalismus zum Umweltschutz - Die Deutsche Gemeinschaft, Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem d. Bundesrepublik. Westdeutscher Verlag, Opladen 1980, ISBN 3-531-11512-X. Schriften des Zentralinstituts für Sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin, Band 32.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Stöss: Vom Nationalismus zum Umweltschutz - Die Deutsche Gemeinschaft, Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem d. Bundesrepublik. Westdeutscher Verlag, Opladen 1980, ISBN 3-531-11512-X, S. 65, dort ohne direkten Beleg. Die von Stöss für die biographischen Angaben herangezogenen reputablen Quellen (ebenda; Anmerkung 59) wissen davon nichts: Mintzel, Alf; Die CSU...;a.a.O.; S.217 widerspricht sogar in Hinsicht auf die Mitgliedschaft in der DVP und nennt die linksliberale Deutsche Demokratische Partei; oder : S. 246 f; ebenso: Das Munzinger-Archiv oder der von Stöss als Informationsquelle angegebene ( Stöss; S.367 ) Interpress-Archiv-Dienst. Einzig eine Kurzbiographie in Haußleiters Zeitung, die Stöss auch als Quelle für seine biographischen Angaben explizit nennt, könnte zumindest teilweise Stöss bestätigen. In der Zeitung Deutsche Gemeinschaft Nr.12/1957; S.3 (Wer ist August Haußleiter) steht: "Die `Deutschen Tage` in Nordbayern sahen ihn als einen der jungen Vorkämpfer der nationalen Bewegung jener Jahre und der Zusammenbruch des 9.November traf den damals Achtzehnjährigen tief ins Herz." Obwohl diese Kurzbiographie nur durch seine Auslassungen relevant ist (der Beruf des Vaters wird verschwiegen, ebenso die DVP-Mitgliedschaft sowie seine Studienfächer usw.) und somit dazu diente, Haußleiter als "nationalen Politiker" von Jugend an herauszustellen , wird eben selbst dort nicht explizit behauptet, er hätte am Hitler-Ludendorff-Putsch teilgenommen. In der Zeitung "Deutsche Gemeinschaft" Nr.39/1962; S.3 erscheint wieder eine Kurzbiographie von Haußleiter ("Wer ist August Haußleiter"), in der nun mit keinem Wort mehr die "Deutschen Tage" und der Putsch vom November 1923 erwähnt werden - der Beruf des Vaters, seine Studienfächer sowie seine DVP-Mitgliedschaft werden weiterhin ausgelassen.
  2. Kösener Corpslisten 1996, 111, 1085
  3. Interpress-Archiv-Dienst/Hamburg: "Haussleiter, August" - Lieferung vom 28. September 1949 - auch erwähnt im "Parteiprogramm der AUD"; München o.J.; (Vollständige Fassung mit der Entschließung "Die wahren Verfassungsfeinde"; roter oder grüner Einband); S. 47
  4. siehe dazu: Historsches- Lexikon- Bayern; Stichwort: Fränkischer Kurier.http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44869
  5. Laut Interpress-Archiv-Dienst/Hamburg; Haussleiter, August; Lieferung vom 28. September 1949 waren es Haußleiters "christlichen Artikel und Polemiken gegen die politische Geistesrichtung Alfred Rosenbergs..."
  6. Richard Stöss: Vom Nationalismus zum Umweltschutz - Die Deutsche Gemeinschaft, Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem d. Bundesrepublik. Westdeutscher Verlag, Opladen 1980, ISBN 3-531-11512-X, S. 66.
  7. Der Spiegel vom 28. August 1963 online hier
  8. a b c d August Haußleiter (eingeschränkte Vorschau). Munzinger-Archiv, abgerufen am 15. September 2012.
  9. Der Spiegel Nr. 5/1949; Der Tag von Braunschweig http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-62068807.html
  10. So schrieb Haußleiter im "Informationsdienst der DG Nr. 14/1952 : "Wir können nicht zu Weimar und wir können nicht zur NSDAP zurück." Noch deutlicher der außenpolitische Sprecher der DG :" Braune, Schwarze und Gelbe haben dem Kolonialsystem, dem Imperialismus, der Weltmachtbildung als solche den Kampf angesagt...Wir Deutsche sind offenbar bereit, nicht nur selbst Kolonialvolk zu bleiben, sondern auch noch dafür zu sterben...Es gibt keinen schlagenderen Beweis für den Unsinn der Rassentheorie, die einst den Weißen als geborenen Herrn und den Farbigen als geborenen Sklaven stempeln wollte, als diese groteske Situation." Zit. aus: Stöss, Richard; Die neue Rechte; S. 115 f
  11. siehe dazu: Der Spigel Nr. 33 vom 13. August 1952 ("SRP-Wenn das Verbot kommt"). Baldow vermutet , dass der Anwalt von Dorls, Rudolf Aschenauer, selbst solche Gründungsversuche torpedierte. Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre...;a.a.O.; S. 176; Anmerkung 1075
  12. Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre...; a.a.O.; S. 176
  13. Alle Angaben nach: Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre...;a.a.O.; S. 176
  14. Werner Naumann war Staatssekretär im Propagandaministerium gewesen, und Goebbels hatte ihn sogar als seinen Nachfolger vorgesehen.
  15. Durch den Spiegel-Artikel "Wenn das Verbot kommt" in der Nr.33 vom 13. August 1952 war Aschenauer bundesweit als "Nachfolger" des SRP-Vorsitzenden Dorls für eine SRP-Nachfolgeorganisation bekannt geworden.
  16. Dass auch in Niedersachsen, wo die SRP als freie Wählergemeinschaften antrat, 61 solcher Wählergemeinschaften verboten wurden, darf wohl ebenfalls auf Aschenauer zurückgeführt werden.
  17. Die Naumann-Gruppe stand sogar, folgt man Baldow, hinter dem Verbot der Sozialistischen Reichspartei - siehe: Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre...; a.a.O.; S. 179
  18. Schon am 4. September 1952 hatte Naumann gegenüber von Thadden gesagt, die "Haußleiters, Meißners..." müssen "liquidiert" werden. Nach: Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre....;a.a.O.; S. 194
  19. So behauptete Aschenauer gegenüber von Thadden (DRP), er habe Haußleiter finanziell in Hand. Siehe: Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre...;a.a.O.; S. 191
  20. "Denn als sich dann im Frühjahr 1953 dann doch schließlich eine wirkliche SRP-Nachfolgeorganisation gegründet hatte, die Deutsche Aufbau Vereinigung, da arrangierte sich "die sozialdemokratische Landesregierung mit der DAV in der Hoffnung auf `eine Zersplitterung der bürgerlichen Parteien.`- obwohl dort Dorls ganz offen und erfolgreich als Redner auftrat! " Zit. nach: Baldow, Beate; Die Naumann-Affäre...; a.a.O.; S. 183 - ein eingeleitetes Verbotsverfahren gegen die DAV endete 1957(!) mit dessen Einstellung . Die Naumann-Gruppe selbst flog im Januar 1953 auf, und es erfolgten Verhaftungen durch den britischen Geheimdienst, wegen des Verdachts der Verschwörung. Dieser Verdacht ließ sich aber ... nicht juristisch erhärten.
  21. Diese Fahne wurde innerhalb der DG derart "verehrt", dass sie der Berliner Landesverband der AUD sogar noch nach 1965 bei seinen Versammlungen aufstellte. Nach: Stöss; Richard; Vom Nationalismus...;a.a.O.; S.235)
  22. zit. nach: Stöss, Richard; Vom Nationalismus ...; a.a.O.; S. 147
  23. Programm zit.nach: Stöss, Richard; Vom Nationalismus...; a.a.O.; S.147
  24. Stöss, Richard; Vom Nationalismus...; a.a.O.; S. 206
  25. siehe: Deutsche Gemeinschaft- Landtagswahlergebnisse 1960-1964
  26. Historisches Lexikon Bayern im Internet; Stichwort : Deutsche Gemeinschaft (siehe Weblinks)
  27. Zitate aus: Lee, Dong- Ki; Option oder Illusion. Die Idee einer nationalen Konföderation im geteilten Deutschland 1949-1990; Berlin 2008; S. 216
  28. siehe dazu: Westberliner Apo-Gruppen über ihren Standort[1]
  29. Die Zeit Nr. 16/1968; Revolution - mit und ohne Gewalt.http://www.zeit.de/1968/16/revolution-mit-oder-ohne-gewalt/seite-4
  30. Der Spiegel Nr.14/1969 in seinem Artikel "Du wie Dubcek" beschreibt dies so: Die AUD, "in deren Reihen mittlerweile radikademokratisch-sozialistische Genossen die früher vorherrschenden nationalistisch-neutralistischen Kameraden in den Hintergrund gedrängt haben..."
  31. Die Demokratische Union konnte dann aber doch nicht zur BTW antreten.
  32. Stöss, Richard; Vom Nationalismus...;a.a.O.; S. 226 f
  33. AUD; Parteiprogramm der AUD; München o.J. (Grüner Einband ist inhaltlich identisch mit rotem Einband, wenn dort die Entschließung "Die wahren Verfassungsfeinde" von 1974 aufgenommen worden ist.)S. 29 - Zum gewaltlosen politischen Widererstand; S.41 - Programm für die Frau
  34. Bis 1979 erschien sie inhaltsgleich mit zwei Köpfen: die Unabhängigen und Deutsche Gemeinschaft
  35. Haußleiter gab die Wahlkampfzeitung "Die Grünen" heraus, und ab diesem Zeitpunkt erschien seine Zeitung auch mit diesem Kopf, während der Kopf "Deutsche Gemeinschaft" dadurch ersetzt wurde.
  36. Anfang der siebziger Jahre für einige Zeit Landesvorsitzender der AUD-Schleswig-Holstein.
  37. Arbeiterkampf (Zt. des Kommunistischen Bundes); Nr.144 vom 11. Dezember 1978; S. 2 ("Treffen in Kassel: Noch kein Schritt zur Einheit der Wahl-Initiativen".)
  38. zit. nach: Dithfurth, Jutta; Das waren die Grünen. Abschied von einer Hoffnung; München 2001 (3.Auflage); S. 68
  39. ebenda; S.84
  40. siehe dazu z.B.: Grethe, Thomas; Die Grünen kommen. Politischer Roman.Ottersberg 1982; S. 184:" Der Wind der Medien weht den Grünen jetzt mitten ins Gesicht. Der erste, der das zu spüren bekommt, ist August Haußleiter. Nicht nur linke Postillen zetern, dass nun ein Rechter an der Spitze der Grünen angekommen ist, sondern in der Sendung `Monitor` wird ihm seine angeblich braune Vergangenheit buchstäblich um die Ohren geschlagen." (S. 184)
  41. Zum Kampagnencharakter der Medien-Berichterstattung (insbesondere auch durch die Monitor-Sendung) sowohl gegen Haußleiter als auch gegen die Grünen insgesamt, siehe: Schnieder, Frank; Von der sozialen Bewegung zur Institution; Die Entstehung der Partei Die Grünen; Münster 1998; S. 116 f.
  42. Thomas, Grethe; Die Grünen kommen...; a.a.O.;S 191 f
  43.  An der mittleren Ostfront. In: Der Spiegel. 2. August 1947, S. 5 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41123083.html).
  44.  Warm und ehrlich. In: Der Spiegel. Nr. 27, 1980, S. 85-87 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14328175.html).
  45. August Haußleiter: An der mittleren Ostfront. Ein deutsches Korps im Kampf gegen die Sowjets; Hrsg. Stellvertretendes Generalkommando des XIII. Armeekorps im Auftrag eines fränkischen Armeekorps J.L.Schrag Verlag, Nürnberg 1942, S. 70
  46. August Haußleiter: An der mittleren Ostfront. Ein deutsches Korps im Kampf gegen die Sowjets; Hrsg. Stellvertretendes Generalkommando des XIII. Armeekorps im Auftrag eines fränkischen Armeekorps J.L.Schrag Verlag, Nürnberg 1942, S. 28
  47. August Haußleiter: An der mittleren Ostfront. Ein deutsches Korps im Kampf gegen die Sowjets; Hrsg. Stellvertretendes Generalkommando des XIII. Armeekorps im Auftrag eines fränkischen Armeekorps J.L.Schrag Verlag, Nürnberg 1942, S. 16
  48. siehe die politischen Programme des Bundes für Heimatvertriebene und Entrechte, der, obwohl er sich u.a. explizit an "Opfer" der Entnazifizierung wandte und in seiner Führungsspitze fast ausschließlich ehemalige Nationalsozialisten zu finden waren, sowohl Koalitionspartner der CDU/CSU als auch der SPD werden konnte.
  49. So schrieb z.B. "Der Stern" am 5.2.1950 über die in Spandau inhaftierten Kriegsverbrecher:" Sie alle sind keine Verbrecher. Sie sind Gentlemen." zit. nach: Wolfrum, Edgar; Die Anfänge der Bundesrepublik, die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und die Fernwirkungen bis heute; in: Bitzgeio, Ursula/Kruke, Anja/Woyke, Meik (hg.); Solidargemeinschaft und Erinnerungskultur im 20.Jahrhundert; Bonn 2009; S.365
  50. Haußleiter im Informationsdienst der Deutschen Gemeinschaft; Nr. 29/1952; zit. nach: Stöss, Richard; Vom Nationalismus...,a.a.O.
  51. Deutsche Gemeinschaft 1955/ Nr.21/22; ("Der Weg zum deutschen Nationalstaat"); S.4
  52. Deutsche Gemeinschaft 1959/Nr.2 ; ("Das neudeutsche Musterkind"); S. 3
  53. Richard Stöss: Vom Nationalismus zum Umweltschutz - Die Deutsche Gemeinschaft, Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem d. Bundesrepublik. Westdeutscher Verlag, Opladen 1980, ISBN 3-531-11512-X, S. 66.
  54. Stöss selbst repräsentiert in seiner Dissertation von 1980 eine bestimmte Denkrichtung, indem er in der Bürgerinitiativenbewegung " Elemente einer ideologisch-kulturellen Entfremdung von der konsum-und leistungsorientierten, maertialistischen und autoritär-etatistischen Wachstumsgesellschaft" erblickt, die "deutlich systemfremde Züge" tragen. Und "systemfremd" bedeutet bei ihm: antidemokratisch. Stöss, Richard; Vom Nationalismus zum Umweltschutz; a.a.O.; S. 242