Sam Bradford

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sam Bradford
OUSoonersQBs-April2007.jpg
Sam Bradford (l., 2007)
St. Louis RamsNr. 8
Quarterback
Geburtsdatum: 8. November 1987
Geburtsort: Oklahoma City, Oklahoma
Größe: 1,93 m Gewicht: 104 kg
NFL-Debüt
2010 für die St. Louis Rams
Karriere
College: Oklahoma
NFL Draft: 2010 / Runde: 1 / Pick: 1
 Teams:
Momentaner Status: aktiv
Karriere-Highlights und Auszeichnungen
Ausgewählte NFL-Statistiken
(in der 17. Woche der NFL Saison 2013)
Touchdowns-Interceptions     59-38
Quarterback Rating     79,3
Passing Yards     11.065
Statistiken bei NFL.com
Statistiken bei pro-football-reference.com

Samuel Jacob „Sam“ Bradford (* 8. November 1987 in Oklahoma City) ist ein American-Football-Spieler auf der Position des Quarterbacks. Er spielt für die St. Louis Rams in der National Football League (NFL). Der 1,93 Meter große Bradford ist der erste Native American, der die Heisman Trophy gewann. Er wurde 2010 mit dem NFL Offensive Rookie of the Year Award ausgezeichnet.

College[Bearbeiten]

Bradford, der Mitglied der Cherokee Nation ist, spielte als Jugendlicher sowohl American Football als auch Basketball, konzentrierte sich aber nach der Aufnahme zur University of Oklahoma auf Football. Beim lokalen Sportteam, den Sooners, wurde er auf Anhieb der Starting-Quarterback und damit der erste Native American seit Sonny Sixkiller, der in einem Division-I-Team Quarterback spielte. Bei den Sooners brach Bradford diverse College-Rekorde: meiste vollständige Pässe in einem Spiel (22), meiste Passing-Yards in einem Spiel (468), meiste Pässe am Stück ohne Interception (169) und meiste erfolgreiche Pässe (606). 2008 gewann er die Heisman Trophy und wurde der erste Native American, der diese Trophäe gewann.

NFL[Bearbeiten]

2010[Bearbeiten]

Im NFL Draft 2010 wurde Bradford von den St. Louis Rams als erster Spieler des Drafts ausgewählt und wurde auf Anhieb der neue Starting-Quarterback der Rams. Trotz einer unterdurchschnittlichen Offensive Line, die 34 Sacks gegen ihn zuließ (fünfthöchster Ligawert), warf er 18 Touchdowns bei 15 Interceptions und überzeugte mit einem neuen NFL-Rekord für Rookies von 354 erfolgreichen Pässen.[1] Für diese Leistungen wurde Bradford zum NFL Offensive Rookie of the Year gewählt. Oklahoma City ehrte ihn am 13. Januar 2011 mit einem „Sam Bradford Day“.

2011[Bearbeiten]

Die Erwartungen waren zu Beginn seiner zweiten Profisaison hoch und schienen zunächst erfüllt zu werden, denn die Rams gewannen alle vier Vorbereitungsspiele. Allerdings machten zahlreiche Verletzungen zu Beginn der Regular Season den Rams einen Strich durch die Rechnung. Auch Bradford hatte immer wieder Beschwerden und so gewannen sie nur 2 von 16 Spielen.

In der Off-Season gab es immer wieder Spekulationen ob St. Louis den aktuellen Heisman Trophy Gewinner Robert Griffin III von der Baylor University an zweiter Stelle im Draft 2012 verpflichten würde. Allerdings zeigte sich der neue Head Coach Jeff Fisher zuversichtlich, dass Bradford wieder zu alter Stärke finden würde und tauschte letztendlich das Wahlrecht mit den Washington Redskins. Dieser Tausch brachte den Rams das Wahlrecht der Redskins in der ersten Runde der NFL Drafts 2012 (6. Spieler), 2013 (22.) und 2014 (2.), sowie das Wahlrecht 2012 in der zweiten Runde (39.). Durch weitere Täusche der erhaltenen Rechte in den folgenden Jahren bekamen die Rams, für das Wahlrecht mit dem die Redskins Robert Griffin III verpflichteten, den Offensive Tackle Greg Robinson, den Linebacker Alec Ogletree, den Wide Receiver Stedman Bailey, die Runningbacks Zac Stacy und Isaiah Pead, den Defensive Tackle Michael Brockers, den Cornerback Janoris Jenkins und den Guard Rokevious Watkins.[2]

2012[Bearbeiten]

Nach der schwachen Vorsaison wurde den Rams im Vorfeld der Saison nicht viel zugetraut. Allerdings konnte der wiedererstarkte Bradford mit einigen neuen Rookies überzeugen und sie beendeten die Saison mit einer Bilanz von sieben Siegen, acht Niederlagen und einem Unentschieden. Bradford erzielte dabei Karrierebestleistungen mit 3.702 geworfenen Yards, 21 Touchdowns bei nur 13 Interceptions und einem Quarterback Rating von 82,6.

2013[Bearbeiten]

Nachdem der Kader im Draft und der Sommerpause deutlich verstärkt wurde, hatten die Fans große Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison. Allerdings enttäuschte das Team mit Unbeständigkeit, bis auf Bradford. In den ersten sieben Spielen warf er Pässe für 1.687 Yards, 14 Touchdowns und nur vier Interceptions, bevor er sich dann im Spiel gegen die Carolina Panthers das vordere Kreuzband riss und die Saison für ihn somit vorzeitig beendet war.

2014[Bearbeiten]

Wiederum setzte Jeff Fisher im Vorfeld der Saison auf Bradford und sah von anderen Neuverpflichtungen auf der Quarterback Position ab. Bradford konnte nach überstandener Verletzungspause am Trainingscamp teilnehmen und überzeugte. Nachdem er im ersten Vorbereitungsspiel geschont wurde, spielte er erstmals wieder gegen die Green Bay Packers in der darauffolgenden Woche und machte einen guten Eindruck. Im nächsten Spiel gegen die Cleveland Browns verletzte er sich am Knie und wurde aus dem Spiel genommen. Anfangs wurde die Verletzung als gering eingeschätzt, doch Tests führten schließlich zu der ernüchternden Diagnose: erneuter Kreuzbandriss.[3] Somit war die Saison für ihn beendet, bevor sie überhaupt richtig angefangen hatte und seine Zukunft bei den Rams gilt durch die wiederum lange Ausfallzeit als ungewiss.[4]

Privatleben[Bearbeiten]

Bradford ist der Sohn von Martha und Kent Bradford, der selbst College Football spielte. Durch seine Urgroßmutter Susie Walkingstick ist er zu einem Sechzehntel Cherokee und ist offiziell als Mitglied der Cherokee Nation registriert. Darüber hinaus ist er praktizierender Christ.

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Ashley Fox: St. Louis Rams, Sam Bradford face heightened expectations. Coach believes his QB can handle new system, build on record-setting rookie season. In: espn.go.com. ESPN, 9. September 2011, abgerufen am 25. August 2014 (englisch): „He set rookie records for completions (354) and attempts (590), and his 3,512 passing yards were the second-best for a rookie behind some guy named Peyton Manning.“
  2. Michael David Smith: Greg Robinson is the final piece of the Robert Griffin III trade. In: profootballtalk.nbcsports.com. ProFootballTalk, 12. Mai 2014, abgerufen am 25. August 2014 (englisch): „So in the end, Washington got Robert Griffin III while St. Louis got Greg Robinson, Alec Ogletree, Stedman Bailey, Zac Stacy, Michael Brockers, Janoris Jenkins, Isaiah Pead and Rokevious Watkins“
  3. Kreuzbandriss bei Sam Bradford. Sportal.de. Abgerufen am 25. August 2014.
  4. Whats next for Sam Bradford and the Rams?. (englisch) turfshowtimes.com. Abgerufen am 25. August 2014.