Sandersdorf-Brehna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sandersdorf-Brehna
Sandersdorf-Brehna
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sandersdorf-Brehna hervorgehoben
51.61972222222212.2490Koordinaten: 51° 37′ N, 12° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 81,77 km²
Einwohner: 14.760 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06792 (Sandersdorf),
06794 (Glebitzsch),
06796 (Brehna),
06809 (Petersroda, Roitzsch)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03493, 034954, 034956
Kfz-Kennzeichen: ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 340
Stadtgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 2
06792 Sandersdorf-Brehna
Webpräsenz: www.sandersdorf-brehna.de
Bürgermeister: Andy Grabner
Lage der Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Aken Bitterfeld-Wolfen Südliches Anhalt Südliches Anhalt Köthen Muldestausee (Gemeinde) Osternienburger Land Südliches Anhalt Raguhn-Jeßnitz Sandersdorf-Brehna Südliches Anhalt Südliches Anhalt Zerbst/Anhalt Zörbig Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Sandersdorf-Brehna ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Sandersdorf-Brehna liegt ca. 5 km westlich von Bitterfeld-Wolfen. Im Gemeindegebiet befinden sich einige Tagebaurestlöcher.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Beyersdorf, Brehna, Carlsfeld, Glebitzsch, Heideloh, Köckern, Petersroda, Ramsin, Renneritz, Roitzsch, Sandersdorf, Torna und Zscherndorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Heideloh war 1657 von Hexenverfolgung betroffen. Ein Mann und seine Frau gerieten in einen Hexenprozess.[2]

Die Stadt Sandersdorf-Brehna entstand am 1. Juli 2009 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Brehna, Glebitzsch, Petersroda, Roitzsch und Sandersdorf.[3] Die Stadtrechte Brehnas wurden auf Sandersdorf-Brehna übertragen.

Ortsteil Sandersdorf[Bearbeiten]

Der Ortsteil Sandersdorf wurde erstmals im Jahre 1373 in den Urkunden des Klosters Brehna urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Ramsin wird erstmals im Jahr 1388 als Robesien urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Zscherndorf als ältester Ortsteil wurde im Jahre 1310 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der jüngste Ortsteil Renneritz wurde erstmals im Jahre 1420 als Reynricz erwähnt. Der Ortsteil soll in den Jahren 1464 bis 1533 eine Wüstung gewesen sein. Die Ortsteile Heideloh, Ramsin, Renneritz, Sandersdorf und Zscherndorf fanden sich schon 1992 zur Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf zusammen. Am 1. Juli 2004 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf aufgelöst und es entstand daraus die verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde Sandersdorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Vor der Bildung der neuen Stadt Sandersdorf-Brehna wurde 1928 Juliushof nach Beyersdorf eingemeindet. Im Jahr 1950 bildeten die drei Gemeinden Beyersdorf, Glebitzsch und Köckern die Gemeinde Glebitzsch. Im selben Jahr wurde die Gemeinde Torna nach Brehna eingemeindet.[4] Im Jahr 2004 wurden vier Orte in die Gemeinde Sandersdorf eingegliedert.[5]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Beyersdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glebitzsch
Brehna 1. Juli 2009
Glebitzsch 1. Juli 2009
Heideloh 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf
Juliushof 1928 Eingemeindung nach Beyersdorf, (Devastierung) 1983
Köckern 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glebitzsch
Petersroda 1. Juli 2009
Ramsin 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf
Renneritz 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf
Roitzsch 1. Juli 2009
Sandersdorf 1. Juli 2009
Torna 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Brehna
Zscherndorf 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1880 1910 1964 1985 2005
Einwohner 1000 2948 5440 8400 9905

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Sandersdorf-Brehna besteht aus 28 Mitgliedern in vier Fraktionen, die aus der Kommunalwahl 2009 hervorgegangen sind:

Fraktion Sitze
CDU 17
Die Linke 4
SPD 4
FDP 3
Gesamt 28

Zusätzliches Mitglied ist der Bürgermeister der Gemeinde.

Wappen von Sandersdorf-Brehna.gif

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen – gestaltet vom Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn – wurde am 7. August 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen an Sandersdorf verliehen.

Blasonierung: „In Schwarz eine gestürzte silberne Spitze, belegt mit den gekreuzten roten Berghämmern über einem roten Seeblatt.“

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Massengrab auf dem Ortsfriedhof für 181 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und in den umliegenden Rüstungsfabriken zu Zwangsarbeit gepresst wurden, die zu ihrem Tod führte

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kath. Kirche St. Marien in Sandersdorf
  • Evangelische Kirche Sandersdorf
  • Katholische Kirche Sandersdorf
  • Strandbad Sandersdorf an einem Tagebaurestloch
  • Flugplatz und Kirche in Renneritz
  • Lindenstein Sandersdorf
  • Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf
  • Paul-Othma-Haus

Sport[Bearbeiten]

Es gibt in Sandersdorf-Brehna mehrere Sportvereine. Der größte ist die SG Union Sandersdorf. Seit 2011 ist die Stadt mit dem Basketballteam der BSW Sixers in der 2. Liga Pro B vertreten.

Bildung[Bearbeiten]

In Sandersdorf-Brehna gibt es sechs Kindertagesstätten. Des Weiteren gibt es eine Grundschule in Sandersdorf, eine im Ortsteil Zscherndorf und eine im Ortsteil Brehna, zu denen jeweils auch ein Kinderhort gehört. Des Weiteren befindet sich im Ortsteil Roitzsch eine Sekundarschule. Außerdem gibt es drei Bibliotheken in Sandersdorf-Brehna.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die B 183 und die wiedereröffnete Bahnstrecke Bitterfeld-Zörbig, die jedoch nur für den Güterverkehr genutzt wird, führen durch das Gemeindegebiet. Die ebenfalls durch das Gemeindegebiet führende Bundesautobahn 9 ist über die Anschlussstelle Bitterfeld-Wolfen (ca. 5 km) sowie über die Anschlussstelle Halle (Saale) zu erreichen. Die Deutsche Bahn betreibt Bahnhöfe in Roitzsch und Brehna, von denen aus man in Richtung Halle (Saale) und Bitterfeld fahren kann. Der Flugplatz Renneritz besitzt eine 1000 Meter lange Grasbahn und wird hauptsächlich für den Segelflug benutzt. Außerdem ist der Flughafen Leipzig/Halle nur 35 km entfernt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 650f.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sandersdorf-Brehna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien