Sandersdorf-Brehna
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Anhalt-Bitterfeld | |
| Höhe: | 90 m ü. NN | |
| Fläche: | 81,77 km² | |
| Einwohner: |
15.298 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 187 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 06792, 06794, 06796, 06809 | |
| Vorwahlen: | 03493, 034954, 034956 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 82 340 | |
| Stadtgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Bahnhofstraße 2 06792 Sandersdorf-Brehna |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andy Grabner | |
| Lage der Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld | ||
Sandersdorf-Brehna ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Sandersdorf-Brehna liegt ca. 5 km westlich von Bitterfeld-Wolfen. Im Gemeindegebiet befinden sich einige Tagebaurestlöcher.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Beyersdorf, Brehna, Carlsfeld, Glebitzsch, Heideloh, Köckern, Petersroda, Ramsin, Renneritz, Roitzsch, Sandersdorf, Torna und Zscherndorf.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Stadt Sandersdorf-Brehna entstand am 1. Juli 2009 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Brehna, Glebitzsch, Petersroda, Roitzsch und Sandersdorf.[2] Die Stadtrechte Brehnas wurden auf Sandersdorf-Brehna übertragen.
Ortsteil Sandersdorf [Bearbeiten]
Der Ortsteil Sandersdorf wurde erstmals im Jahre 1373 in den Urkunden des Klosters Brehna urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Ramsin wird erstmals im Jahr 1388 als Robesien urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Zscherndorf als ältester Ortsteil wurde im Jahre 1310 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der jüngste Ortsteil Renneritz wurde erstmals im Jahre 1420 als Reynricz erwähnt. Der Ortsteil soll in den Jahren 1464 bis 1533 eine Wüstung gewesen sein. Die Ortsteile Heideloh, Ramsin, Renneritz, Sandersdorf und Zscherndorf fanden sich schon 1992 zur Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf zusammen. Am 1. Juli 2004 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf aufgelöst und es entstand daraus die verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde Sandersdorf.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Vor der Bildung der neuen Stadt Sandersdorf-Brehna wurde 1928 Juliushof nach Beyersdorf eingemeindet. Im Jahr 1950 bildeten die drei Gemeinden Beyersdorf, Glebitzsch und Köckern die Gemeinde Glebitzsch. Im selben Jahr wurde die Gemeinde Torna nach Brehna eingemeindet.[3] Im Jahr 2004 wurden vier Orte in die Gemeinde Sandersdorf eingegliedert.[4]
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Beyersdorf | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Glebitzsch |
| Brehna | 1. Juli 2009 | |
| Glebitzsch | 1. Juli 2009 | |
| Heideloh | 1. Juli 2004 | Eingemeindung nach Sandersdorf |
| Juliushof | 1928 | Eingemeindung nach Beyersdorf, (Devastierung) 1983 |
| Köckern | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Glebitzsch |
| Petersroda | 1. Juli 2009 | |
| Ramsin | 1. Juli 2004 | Eingemeindung nach Sandersdorf |
| Renneritz | 1. Juli 2004 | Eingemeindung nach Sandersdorf |
| Roitzsch | 1. Juli 2009 | |
| Sandersdorf | 1. Juli 2009 | |
| Torna | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Brehna |
| Zscherndorf | 1. Juli 2004 | Eingemeindung nach Sandersdorf |
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | 1880 | 1910 | 1964 | 1985 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1000 | 2948 | 5440 | 8400 | 9905 |
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat von Sandersdorf-Brehna besteht aus 28 Mitgliedern in vier Fraktionen, die aus der Kommunalwahl 2009 hervorgegangen sind:
| Fraktion | Sitze |
|---|---|
| CDU | 17 |
| Die Linke | 4 |
| SPD | 4 |
| FDP | 3 |
| Gesamt | 28 |
Zusätzliches Mitglied ist der Bürgermeister der Gemeinde.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen – gestaltet vom Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn – wurde am 7. August 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen an Sandersdorf verliehen.
Blasonierung: „In Schwarz eine gestürzte silberne Spitze, belegt mit den gekreuzten roten Berghämmern über einem roten Seeblatt.“
Gedenkstätten [Bearbeiten]
- Massengrab auf dem Ortsfriedhof für 181 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und in den umliegenden Rüstungsfabriken zu Zwangsarbeit gepresst wurden, die zu ihrem Tod führte
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Evangelische Kirche Sandersdorf
- Katholische Kirche Sandersdorf
- Strandbad Sandersdorf an einem Tagebaurestloch
- Flugplatz und Kirche in Renneritz
- Lindenstein Sandersdorf
- Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf
- Paul-Othma-Haus
Sport [Bearbeiten]
Es gibt in Sandersdorf-Brehna mehrere Sportvereine. Der größte ist die SG Union Sandersdorf. Seit 2011 ist die Stadt des Pro B-Basketballteams der BSW Sixers.
Bildung [Bearbeiten]
In Sandersdorf-Brehna gibt es sechs Kindertagesstätten. Des Weiteren gibt es eine Grundschule in Sandersdorf, eine im Ortsteil Zscherndorf und eine im Ortsteil Brehna, zu denen jeweils auch ein Kinderhort gehört. Außerdem gibt es drei Bibliotheken in Sandersdorf-Brehna.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Die B 183 und die wiedereröffnete Bahnstrecke Bitterfeld-Zörbig, die jedoch nur für den Güterverkehr genutzt wird, führen durch das Gemeindegebiet. Die ebenfalls durch das Gemeindegebiet führende Bundesautobahn 9 ist über die Anschlussstelle Bitterfeld-Wolfen (ca. 5 km) sowie über die Anschlussstelle Halle (Saale) zu erreichen. Die Deutsche Bahn betreibt Bahnhöfe in Roitzsch und Brehna, von denen aus man in Richtung Halle (Saale) und Bitterfeld fahren kann. Der Flugplatz Renneritz besitzt eine 1000 Meter lange Grasbahn und wird hauptsächlich für den Segelflug benutzt. Außerdem ist der Flughafen Leipzig/Halle nur 35 km entfernt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Johann Gottfried Schnabel (Pseudonym: Gisander; * 7. November 1692; † zwischen 1751 und 1758), Schriftsteller der Aufklärung
- Johannes Göderitz (* 24. Mai 1888 in Ramsin; † 27. März 1978 in Braunlage), Architekt, Stadtplaner, Baubeamter und Hochschullehrer
- Kurt Waitzmann (* 30. Januar 1905; † 21. Mai 1985 in Berlin), Schauspieler und Synchronsprecher
- Dieter Engelhardt (* 18. August 1938 in Heideloh), Fußballspieler
- Horst Jankhöfer (* 26. Januar 1942), Handballnationalspieler
- Werner Peter (* 25. Mai 1950), Fußballspieler
Weitere Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Paul Othma (1905–1969), Sprecher der Arbeiteraufstände vom 17. Juni 1953, lebte bis zu seinem Tod in Sandersdorf
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2011 (PDF; 168 KiB) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
Weblinks [Bearbeiten]
Aken (Elbe) | Bitterfeld-Wolfen | Köthen (Anhalt) | Muldestausee | Osternienburger Land | Raguhn-Jeßnitz | Sandersdorf-Brehna | Südliches Anhalt | Zerbst/Anhalt | Zörbig

