Schandorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Bauernschaft im Landkreis Osnabrück siehe Menslage
Schandorf
Wappen von Schandorf
Schandorf (Österreich)
Schandorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 11,26 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 16° 25′ O47.242516.418055555556260Koordinaten: 47° 14′ 33″ N, 16° 25′ 5″ O
Höhe: 260 m ü. A.
Einwohner: 282 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7472
Gemeindekennziffer: 1 09 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Schandorf
7472 Schandorf
Website: www.schandorf.at
Politik
Bürgermeister: Werner Gabriel (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(11 Mitglieder)
6
5
Von 11 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Schandorf im Bezirk Oberwart
Bad Tatzmannsdorf Badersdorf Bernstein Deutsch Schützen-Eisenberg Grafenschachen Großpetersdorf Hannersdorf Jabing Kemeten Kohfidisch Litzelsdorf Loipersdorf-Kitzladen Mariasdorf Markt Allhau Markt Neuhodis Mischendorf Neustift an der Lafnitz Oberdorf im Burgenland Oberschützen Oberwart Pinkafeld Rechnitz Riedlingsdorf Rotenturm an der Pinka Schachendorf Schandorf Stadtschlaining Unterkohlstätten Unterwart Weiden bei Rechnitz Wiesfleck Wolfau BurgenlandLage der Gemeinde Schandorf im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schandorf (kroatisch: Čemba, ungarisch: Csém) ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich.

Der Anteil der Burgenlandkroaten beträgt 70 %, der deutschsprachige Bevölkerungsanteil beläuft sich auf 25 %. Kroatisch wird von 4 % der Bevölkerung als Umgangssprache angegeben.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland, 250 m über dem Meeresspiegel und umfasst ein Gebiet von 1.120 Hektar.

Schandorf ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet um Schandorf war schon in der alten Eisenzeit besiedelt und dürfte der Mittelpunkt des gesamten Gebietes gewesen sein. Im Schandorfer Wald befinden sich 170 Hügelgräber, die bis 16 m hoch und 40 m Durchmesser aufweisen. Diese Gräber stammen aus der Hallstattzeit.

Urkundlich wurde die Dorfgemeinde im Jahre 1244 erstmals als „villa Chem“ genannt, als der ungarische König Béla IV. den Herren von Csem/Schandorf die alte Burg Ovar zur Neuerrichtung übergab. Damals war Schandorf ein deutsch besiedeltes Bauerndorf, das zur ungarischen Grenzwächter- und Schützensiedlung des Gyepűsystems gehörte.

Nachdem im 15. Jahrhundert das Schicksal Schandorfs eng mit der Herrschaft Schlaining unter Andreas Baumkircher verbunden war, kam der Ort 1537 in den Besitz der Grafen Batthyany, die das durch die Türkenkriege verödete und entvölkerte Dorf 1543 mit kroatischen Bauern neu besiedelten.

Das Gemeindesiegel von 1872 zeigt eine aufgestellte Getreidegarbe mit davor überkreuzten Getreiderechen mit Sense und trägt die ungarische Aufschrift „Csemi Közseg“ (Gemeinde Schandorf). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Csém verwendet werden.

Nach dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich im Jahre 1921 kam Schandorf erst am 10. Jänner 1923 als eines der letzten rückgegliederten Dörfer zu Österreich zurück.

Schandorf ist seit dem 1. Jänner 1996 eine eigene Gemeinde. Vorher war seit 1. Jänner 1971 Schandorf mit Dürnbach und Schachendorf zur Großgemeinde Schachendorf vereint.

Am 6. September 1998 verlieh die Burgenländische Landesregierung der Gemeinde Schandorf das Recht zur Führung eines eigenen Wappens.

Seit 1. Juni 2007 besitzt die Gemeinde Schandorf einen Grenzübergang, der ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Pferd benutzt werden darf. Von diesem Grenzübergang gelangt man direkt in die ungarische Nachbargemeinde Narda.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Gabriel von der SPÖ. Die Mandatsverteilung (11 Sitze) in der Gemeindevertretung ist: SPÖ 6, ÖVP 5. Die Verwaltung wird seit dem 1. Jänner 2010 vom eigenen Amtsleiter Manuel Kolonovits organisiert und geleitet.


Kirche Schandorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schandorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schandorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien