Steinbrunn
| Steinbrunn | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Burgenland | |
| Politischer Bezirk: | Eisenstadt-Umgebung | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU | |
| Fläche: | 15,39 km² | |
| Koordinaten: | 47° 50′ N, 16° 25′ O47.83666666666716.413333333333241Koordinaten: 47° 50′ 12″ N, 16° 24′ 48″ O | |
| Höhe: | 241 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.370 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 154 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 2491, 7035 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 03 16 | |
| NUTS-Region | AT112 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Obere Hauptstraße 1 7035 Steinbrunn |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Klaus Mezgolits (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2012) (23 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Steinbrunn im Bezirk Eisenstadt-Umgebung | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Steinbrunn ist eine Gemeinde mit 2370 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte des Ortsnamens [Bearbeiten]
Der Ortsname ist zum ersten Mal 1271, und zwar in der ungarischen Form Byzuskut erwähnt, die sich in der Folge zum heutigen Büdöskút (wörtlich "stinkende Quelle") entwickelte. 1344 ist erstmals die deutsche Form des Namens bezeugt, aus der das spätere Stinkenbrunn wurde (mit mhd. prunn "Quelle"). Beide Namensformen rühren von einer auf Gemeindegebiet befindlichen, übel riechenden Mineralquelle her. Der Volksmund, der die Umstände der merkwürdigen Namensgebung nicht mehr kannte, deutete den Ortsnamen später so, dass einst bei einem Gewitter ein Feuerdrache in den Ortsbrunnen gefallen und das Wasser verdorben habe.
Der deutsche Name wurde von den im 16. Jahrhundert zugewanderten Kroaten als Štikapron übernommen.
Auf Wunsch der Bevölkerung wurde der amtliche Ortsname per 1. Jänner 1959 in die unverfänglichere Form Steinbrunn geändert.
Geografie [Bearbeiten]
Die Marktgemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Steinbrunn ist der einzige Ort in der Gemeinde. Der Ort Steinbrunn verteilt sich auf drei Siedlungsräume (Ortsteile) das ursprüngliche Steinbrunn, Steinbrunn neue Siedlung und Steinbrunn Seesiedlung.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
An Steinbrunn grenzen folgende Gemeinden:
| Neufeld an der Leitha | Hornstein | |
| Zillingdorf | Müllendorf | |
| Zillingtal |
Geschichte [Bearbeiten]
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Später unter den Römern lag das heutige Steinbrunn dann in der Provinz Pannonia.
Der Ort wurde mehrmals durch Kriege zerstört, 1555 wurde er durch die ansiedelnden Kroaten wieder aufgebaut.
Im Jahre 1810 begann man mit dem Braunkohleabbau im Tagebau. Für diesen Zweck entstand der Ortsteil Neue Siedlung. Jährlich betrug die Fördermenge 600 Tonnen. Zu dieser Zeit waren im Bergwerk 128 Frauen und Kinder beschäftigt. Genauere Angaben über die Arbeiterzahl gibt es aber nicht. Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Bevölkerung auf über 2000 Personen. 1905 begann die Elektrifizierung des Bergwerkes. 20 Jahre später hatte man im ganzen Ort Strom.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Büdöskút verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Die Gemeinde war sehr durch die zwei Weltkriege, die Wirtschaftskrise, den Austrofaschismus und den Nationalismus gekennzeichnet (thematisiert im Roman Die Dämonen von Heimito von Doderer). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit dem Wiederaufbau des Ortes begonnen. Zu dieser Zeit war er sehr landwirtschaftlich geprägt.
Die große Umgestaltung wurde durch den Bürgermeister Friedrich Robak eingeleitet. Es entstanden ein Bergwerk, ein Sandwerk, eine Wäschefabrik, eine Kartonagenfabrik und ein Betonwerk. Ein Höhepunkt war die Errichtung eines Gemeinschaftshauses, in dem eine Wäscherei, Brausen und Warmbäder, Kühlanlagen, Fernsehraum, Bücherei und ein Saal mit Küche eingerichtet war.
Um 1960 wurde auch das nicht mehr rentable, und schon mit sehr viel Wasser gefüllte Bergwerk in ein Strandbad mit Erholungszentrum umgewandelt. Rund um den See entstand der neue Ortsteil "Steinbrunner See".
1971 wurde Steinbrunn mit der Nachbargemeinde Zillingtal aufgrund des Gemeindezusammenlegungsgesetzes zusammengeschlossen. 20 Jahre später wurde diese Zusammenlegung wieder aufgehoben. Weitere Höhepunkte im architektonischen Merkmal des Dorfes waren der Bau der Volksschule 1976 und die Fertigstellung des Rathauses, in der sogar Wohnungen integriert wurden, 1977.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Klaus Mezgolits von der SPÖ.
Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 13, ÖVP 9, FPÖ 1, andere Listen haben keine Mandate.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In Steinbrunn befinden sich ein Jagdschloss und eine Fasanerie von Ende des 18. Jahrhunderts. Die gotische Pfarrkirche wurde in den Jahren 1668 bis 1690 im Stil des Barock umgestaltet. Im Ortsgebiet befinden sich ferner eine Mariensäule (errichtet 1680), eine Antonisäule (errichtet um 1730), ein gotisches Sühnekreuz sowie vier Pestsäulen. 1965 wurde eine Ortskapelle erbaut.
Weblinks [Bearbeiten]
Breitenbrunn am Neusiedler See | Donnerskirchen | Großhöflein | Hornstein | Klingenbach | Leithaprodersdorf | Loretto | Mörbisch am See | Müllendorf | Neufeld an der Leitha | Oggau am Neusiedler See | Oslip | Purbach am Neusiedler See | Sankt Margarethen im Burgenland | Schützen am Gebirge | Siegendorf | Steinbrunn | Stotzing | Trausdorf an der Wulka | Wimpassing an der Leitha | Wulkaprodersdorf | Zagersdorf | Zillingtal
