Steinbrunn
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Burgenland | |
| Politischer Bezirk | Eisenstadt-Umgebung (EU) | |
| Fläche | 15,4 km² | |
| Koordinaten | 47° 50′ N, 16° 25′ O47.83666666666716.413333333333241Koordinaten: 47° 50′ 12″ N, 16° 24′ 48″ O | |
| Höhe | 241 m ü. A. | |
| Einwohner | 2235 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 145 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 7035 | |
| Gemeindekennziffer | 1 03 16 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Gemeinde Steinbrunn 7035 Steinbrunn |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Klaus Mezgolits (SPÖ) | |
| Gemeinderat (2007) (23 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Steinbrunn | ||
Steinbrunn ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich.
Der ungarische Name der Gemeinde ist Büdöskút. In Steinbrunn (kroatischer Name Štikapron) leben zahlreiche Angehörige der burgenlandkroatischen Volksgruppe. Beide Namen deuten auf den früher gebräuchlichen Namen des Ortes hin, denn bis 1958 hieß Steinbrunn Stinkenbrunn.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Marktgemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Steinbrunn ist der einzige Ort in der Gemeinde.
[Bearbeiten] Geschichte
1271 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt als ein Nikolaus von Schattendorf seinen Besitz "Byzuskut" verkauft. Der Name ist eine ungarische Übersetzung von Stinchenprun. Er ruht von der schlechten Wasserqualität der Brunnen in der Gegend. 1344 erschien der deutsche Name erstmalig auf einer Verkaufsurkunde. Der Ort wurde mehrmals durch Kriege zerstört, 1555 wurde er durch die ansiedelnden Kroaten wieder aufgebaut. 1810 begann man mit dem Braunkohleabbau im Tagebau. Für diesen Zweck entstand der Ortsteil Neue Siedlung. Jährlich betrug die Fördermenge 600 Tonnen. Zu dieser Zeit waren im Bergwerk 128 Frauen und Kinder beschäftigt. Genauere Angaben über die Arbeiterzahl gibt es aber nicht. Ende des 19. Jhdt. stieg die Bevölkerung auf über 2000 Personen. 1905 begann die Elektrifizierung des Bergwerkes. 20 Jahre später hatte man im ganzen Ort Strom. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Büdöskút verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Die Gemeinde war sehr durch die Weltkriege, die Wirtschaftskrise, den Austrofaschismus und dem Nationalismus gekennzeichnet. Nach dem 2. Weltkrieg begann man mit dem Wiederaufbau des Ortes. Zu dieser Zeit war er sehr landwirtschaftlich geprägt.
Die große Umgestaltung wurde durch den Bürgermeister Friedrich Robak eingeleitet. Es entstanden ein Bergwerk, ein Sandwerk, eine Wäschefabrik, eine Kartonagenfabrik und ein Betonwerk. Ein absoluter Höhepunkt war die Errichtung eines Gemeinschaftshauses, in der eine Wäscherei, Brausen und Warmbäder, Kühlanlagen, Fernsehraum, Bücherei und ein Saal mit Küche eingerichtet war. 1959 wurde der Name auf Wunsch der Bevölkerung in Steinbrunn umgeändert. In diesem Zeitraum wurde auch das nicht mehr rentable, und schon mit sehr viel Wasser gefüllte Bergwerk in ein Strandbad mit Erhohlungszentrum umgewandelt. Rund um den See entstand der neue Ortsteil "Steinbrunner See". 1971 wurde Steinbrunn mit der Nachbargemeinde Zillingtal aufgrund des Gemeindezusammenlegungsgesetzes zusammen geschlossen. 20 Jahre später wurde diese Zusammenlegung wieder aufgehoben. Weitere Höhepunkte im architektonischen Merkmal des Dorfes waren der Bau der Volksschule 1976 und die Fertigstellung des Rathauses, in der sogar Wohnungen integriert wurden, 1977.
[Bearbeiten] Der Stinkenbrunner Feuerdrache
Der Name Stinkenbrunn stammt aus einer Sage. In dieser Geschichte, stürzte an einem schwülen Sonntagsabend, an dem sich ein Fest ereignete, durch ein Gewitter mit einen ohrenbetäubenden Krach ein Feuerdrache in den Ortsbrunnen. Kein Mensch traute sich von da an in die Nähe des Brunnens. Da aber das die einzige Wasserquelle des Ortes war durstete der Ort nach einiger Zeit. Der Dorfrichter erlies eine Belohnung, das der, der Wasser aus dem Brunnen schöpfe 1 Laib Brot und 2 Liter Wein bekomme. Der stärkste und mutigste Mann, der Dorfschmied, meldete sich. Mit seinem schwersten Hammer bewaffnet schritt er zum Brunnen hin. Um ihn herum die gesamte Ortsbevölkerung. Bereit seinen schweren Hammer auf den Kopf des Drachens niedersausen zu lassen beugte er sich über den Brunnen und schöpfte das Wasser. Da er sehr durstig war trank er gleich darauf aus dem Eimer. Er spuckte es aber in einem weiten Bogen sofort wieder aus. Das Wasser stank und schmeckte nach verbranntem Schwefel. Von dieser Zeit an wurde der Ort bis 1959 nach diesem stinkenden Brunnen benannt. Der Brunnen selbst ist aber zugeschüttet worden. Auf ihm wurde eine Mariensäule errichtet.
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist Mag. Klaus Mezgolits von der SPÖ.
Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 15, ÖVP 6, FPÖ 1, Grüne 1, andere Listen haben keine Mandate.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Steinbrunn befinden sich ein Jagdschloss und eine Fasanerie von Ende des 18. Jahrhunderts. Die gotische Pfarrkirche wurde in den Jahren 1668 bis 1690 im Stil des Barock umgestaltet. Im Ortsgebiet befinden sich ferner eine Mariensäule (errichtet 1680), eine Antonisäule (errichtet um 1730), ein gotisches Sühnekreuz sowie vier Pestsäulen. 1965 wurde eine Ortskapelle erbaut.
[Bearbeiten] Sonstiges
Die Mattersburg 49ers sind ein Basketball-Verein aus Steinbrunn.
[Bearbeiten] Weblinks
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