Scott Moir

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Scott Moir Eiskunstlauf
Tessa Virtue & Scott Moir
Nation KanadaKanada Kanada
Geburtstag 2. September 1987
Geburtsort Ilderton, Ontario, Kanada
Karriere
Disziplin Eistanz
Partner/in Tessa Virtue
Verein Ilderton Skating Club
Trainer Marina Sujewa,
Johnny Johns,
Oleg Epstein
Choreograf Marina Sujewa
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
VKM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold Vancouver 2010 Eistanz
Silber Sotchi 2014 Eistanz
Silber Sotchi 2014 Team
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
Silber Göteborg 2008 Eistanz
Bronze Los Angeles 2009 Eistanz
Gold Turin 2010 Eistanz
Silber Moskau 2011 Eistanz
Gold Nizza 2012 Eistanz
Silber London (Ontario) 2013 Eistanz
Vier-Kontinente-MeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze Colorado Springs 2006 Eistanz
Bronze Colorado Springs 2007 Eistanz
Gold Goyang 2008 Eistanz
Silber Vancouver 2009 Eistanz
Gold Colorado Springs 2012 Eistanz
Silber Ōsaka 2013 Eistanz
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 190,99 Olympische Spiele 2014
 Kür 114,66 Olympische Spiele 2014
 Kurzprogramm 77,59 GP Finale 2013
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 0 3 0
 Grand-Prix-Wettbewerbe 7 2 0
letzte Änderung: 17. November 2012

Scott Moir (* 2. September 1987 in London, Ontario) ist ein kanadischer Eiskunstläufer, der im Eistanz startet.

Werdegang[Bearbeiten]

Scott Moir stammt aus einer Eiskunstlauffamilie. Seine Mutter ist Eiskunstlauftrainerin, sein Bruder Danny war ebenfalls Eistänzer und startete auf internationalem Juniorenlevel gemeinsam mit der Cousine Sheri. Sheri sowie seine andere Cousine Cara gewannen im Jahre 2007 die Bronzemedaille mit der kanadischen Mannschaft bei der Synchroneiskunstlaufweltmeisterschaft. Moirs Tante Carol war seine erste Eistanztrainerin.

Moir begann im Alter von drei Jahren mit dem Eiskunstlaufen. 1997 leitete Moirs Familie ein Trainingscamp und seine Tante brachte ihn und Tessa Virtue, von da an seine Eistanzpartnerin, zusammen. Trainiert wird das Eistanzpaar von Marina Sujewa und Johnny Johns.

2000er Jahre[Bearbeiten]

In der Saison 2003/04 hatten Virtue und Moir ihr Debüt in der Grand-Prix-Serie der Junioren und gewannen die kanadischen Juniorenmeisterschaften. Bei den Juniorenweltmeisterschaften belegten sie den elften Platz. Nach einer Silbermedaille im darauffolgenden Jahr, gewannen sie 2006 in Ljubljana den Juniorenweltmeistertitel als erste Kanadier überhaupt. Dabei bezwangen sie nicht nur die Russen Natalja Michailowa und Arkadi Sergejew, sondern auch die US-Amerikaner Meryl Davis und Charlie White, die später auch bei den Senioren ihre größten Konkurrenten werden sollten. Ebenfalls in der Saison 2005/06 gewannen Virtue und Moir das Grand-Prix-Finale der Junioren und errangen ihre erste Medaille bei einer bedeutenden internationalen Meisterschaft, nämlich Bronze bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft in Colorado Springs.

In der Saison 2006/07 bestritten Virtue und Moir ihren ersten Grand-Prix-Wettbewerb. Bei Skate Canada gewannen sie auf Anhieb die Silbermedaille. Die nationalen Meisterschaften schlossen sie als Vizemeister hinter Marie-France Dubreuil und Patrice Lauzon ab. Bei ihrer zweiten Vier-Kontinente-Meisterschaft verteidigten sie ihre Bronzemedaille vom Vorjahr. Im März 2007 debütierten Tessa Virtue und Scott Moir bei Weltmeisterschaften. In Tokio belegten sie den sechsten Platz.

Die Saison 2007/08 brachte den Kanadiern ihren ersten Sieg bei einem Grand-Prix-Wettbewerb, sie gewannen die Goldmedaille bei Skate Canada. Ihr erstes Grand-Prix-Finale schlossen sie als Vierte ab. In Vancouver wurden sie erstmals kanadische Meister. Bei ihrer dritten Teilnahme an Vier-Kontinente-Meisterschaften gewannen sie im südkoreanischen Goyang die Goldmedaille vor Meryl Davis und Charlie White. Bereits bei ihrer zweiten Weltmeisterschaftsteilnahme wurden Virtue/Moir in Göteborg Vize-Weltmeister, wobei sie in der Kür zur Musik von Michel Legrands Die Regenschirme von Cherbourg sogar die späteren Weltmeister Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder schlugen.

Die erste Hälfte der folgenden Saison verpassten Virtue und Moir aufgrund einer langwierigen Verletzung Virtues. Erst im Dezember standen sie erstmals wieder gemeinsam auf dem Eis und verteidigten ihren nationalen Meistertitel. Bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft im Februar 2009 gewannen sie die Silbermedaille hinter Meryl Davis und Charlie White. Diese konnten sie bei der Weltmeisterschaft wieder hinter sich lassen und errangen die Bronzemedaille hinter den Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin sowie den US-Amerikanern Tanith Belbin und Benjamin Agosto.

2010er Jahre[Bearbeiten]

Die olympische Saison begann für Tessa Virtue und Scott Moir mit Siegen bei ihren beiden Grand-Prix-Wettbewerben, der Trophée Eric Bompard und Skate Canada. Beide Male bezwangen sie dabei die Franzosen Nathalie Péchalat und Fabian Bourzat. Bei Skate Canada bekamen sie als erstes Eistanzpaar unter dem neuen Bewertungssystem, dem Code of Points, die Höchstbewertung 10,0 für die Komponenten. Beim Grand-Prix-Finale unterlagen Virtue und Moir aber gegen Davis und White. Es sollte die einzige Niederlage für die Kanadier in dieser Saison bleiben. Zum dritten Mal in Folge wurden sie kanadische Meister und gingen so zu ihren ersten Olympischen Spielen. Vor heimischem Publikum gewannen Tessa Virtue und Scott Moir in Vancouver die Goldmedaille vor ihren größten Konkurrenten Meryl Davis und Charlie White. In der Kür bekamen sie vier Höchstbewertungen. Virtue und Moir waren die ersten Kanadier und die ersten Nordamerikaner überhaupt, die olympisches Gold im Eistanz gewannen. Außerdem waren sie das jüngste Eistanzpaar, das Olympiasieger wurde und das erste, dem dies beim olympischen Debüt wie auch im eigenen Land gelang. Wenige Wochen später machten die Kanadier den Triumph perfekt und gewannen in Turin ihren ersten Weltmeisterschaftstitel. Dabei bezwangen sie erneut Davis und White. Im Originaltanz erliefen sie einen neuen Weltrekord und bekamen zahlreiche Höchstbewertungen im Originaltanz sowie in der Kür.

Im Oktober 2010 musste sich Tessa Virtue einer Operation unterziehen. Dies führte zur Absage aller Grand-Prix-Wettbewerben sowie der nationalen Meisterschaft. Ihr erster Wettbewerb der Saison 2010/11 wurde die Vier-Kontinente-Meisterschaft in Taipeh. Nach dem neu eingeführten Kurztanz lagen Virtue und Moir in Führung, mussten während der Kür wegen eines Muskelproblems von Virtue aufgeben. Bei der Weltmeisterschaft in Moskau führten die Kanadier erneut nach dem Kurztanz, bei dem sie einen neuen Weltrekord aufgestellt hatten. Ihre Kür wurde von den Punktrichtern allerdings schlechter bewertet als die der US-Amerikaner Meryl Davis und Charlie White, hinter denen Virtue und Moir somit die Silbermedaille gewannen.

In die Saison 2011/12 starteten Virtue und Moir mit Siegen bei ihren beiden Grand-Prix-Wettbewerben. Im Grand-Prix-Finale unterlagen sie jedoch Meryl Davis und Charlie White. Bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft und der Weltmeisterschaft konnten die Kanadier das Ergebnis allerdings wieder drehen und gewannen vor ihren großen Konkurrenten aus den USA.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi konnte Moir mit Virtue die Silbermedaille im Eistanz gewinnen und auch mit dem Team den zweiten Platz erzielen. Beim Eistanz waren sie mit 190,99 Punkten (76,33 Punkte im Kurzprogramm/114,66 Punkte in der Kür) nur schlechter als Meryl Davis und Charlie White aus den USA. Im Teamwettbewerb gelangen ihnen im Kurzprogramm 72,98 Punkte und in der anschließenden Kür 107, 56 Punkte, wodurch sie sich auch hier nur Davis und White geschlagen geben mussten.[1] [2]

Ergebnisse[Bearbeiten]

Eistanz[Bearbeiten]

(mit Tessa Virtue)

Meisterschaft / Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Olympische Winterspiele 1. 2.
Olympische Winterspiele (Team) 2.
Weltmeisterschaften 6. 2. 3. 1. 2. 1. 2.
Vier-Kontinente-Meisterschaften 3. 3. 1. 2. Z 1. 2.
World Team Trophy 2. 3.
Juniorenweltmeisterschaften 11. 2. 1.
Kanadische Meisterschaften 7. J 1. J 4. 3. 2. 1. 1. 1. 1.
-
Grand-Prix-Wettbewerb / Saison 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11 11/12 12/13 13/14
Grand-Prix-Finale 4. Z 2. 2.
Skate Canada 2. 1. 1. 1. 1.
Cup of Russia 1.
Trophée Eric Bompard 4. 1. 1.
NHK Trophy 2.
  • J = Junioren; Z = Zurückgezogen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eistanz, abgerufen am 21. Februar 2014
  2. Team, abgerufen am 21. Februar 2014