Sidney Smith (Admiral)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sir William Sidney Smith
Smiths Grab auf dem Friedhof Père Lachaise

Sir William Sidney Smith, KCB, GCTE (* 21. Juni 1764 in London; † 26. Mai 1840 in Paris) war ein britischer Admiral.

Leben[Bearbeiten]

Smith war bereits 1783 Fregattenkapitän, trat 1788 in die Dienste Schwedens und zeichnete sich in der Seeschlacht von Svensksund am 9. Juli 1790 gegen die Russen aus. Nach dem Frieden von Värälä (1790) wechselte er in die Dienste der türkischen Flotte.

Nach dem Ausbruch der französischen Revolutionskriege kehrte Smith nach England zurück und nahm an der Blockade von Toulon teil. 1795 drang er mit seiner Fregatte unter französischer Flagge in den Hafen von Brest ein und besorgte so genaue Informationen über die französische Flotte.

Im folgenden Jahr fiel Smith vor Le Havre in die Hände der Republikaner. Nach seiner Flucht erhielt er den Befehl über die HMS Tigre, ein Linienschiff mit 80 Kanonen, mit der er 1799 ins Mittelmeer verlegte. Zusammen mit seinem Bruder James Spencer Smith, dem britischen Gesandten in Konstantinopel, bewog er die Hohe Pforte zu einem Bündnis, das die Vertreibung der Franzosen aus Ägypten bezweckte. Hierauf segelte er an die syrische Küste, kaperte bei Haifa einen französischen Geleitzug, und versorgte Akkon mit Geschützen und Offizieren, so dass Napoléon Bonaparte die Belagerung der Stadt aufgeben musste (siehe Belagerung von Akkon (1799)).

Smith schloss im Januar 1800 mit Jean-Baptiste Kléber die Konvention von Arish, die von Admiral Elphinstone jedoch nicht bestätigt wurde. 1801 kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er 1802 ins Unterhaus gewählt wurde.

1805 wurde er zum Konteradmiral befördert und stieß mit seinem Geschwader zu Admiral Collingwood im Mittelmeer, der ihm die Bewachung Siziliens und die Störung der Franzosen im Seegebiet von Neapel auftrug.

1807 kreuzte er vor der Mündung des Tejo und ließ den durch die Franzosen vertriebenen Prinzregenten Johann von Portugal, der Zuflucht bei ihm gesucht hatte, nach Brasilien bringen. Später lebte Smith in Frankreich, bis ihn William IV. nach Großbritannien zurückrief und 1830 zum Generalleutnant der Marinetruppen ernannte.

Smith ging jedoch bald wieder nach Paris zurück, wo er am 26. Mai 1840 starb.

Literatur[Bearbeiten]

  • John Barrow: The life and correspondence of Admiral Sir William Sidney Smith, G.C.B. London 1848.
  • Tom Pocock: A Thirst for Glory – The Life of Admiral Sir Sidney Smith. London 1998, ISBN 0-7126-7341-5.
  • Peter Shankland: Beware of heroes: Admiral Sir Sidney Smith’s war against Napoleon. London 1975.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sidney Smith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien