Sivaganga (Distrikt)

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Distrikt Sivaganga
சிவகங்கை மாவட்டம்
Lagekarte des Distrikts
Bundesstaat Tamil Nadu
Verwaltungssitz: Sivaganga
Fläche: 4.140 km²
Einwohner: 1.341.250 (2011)
Bevölkerungsdichte: 324 Ew./km²
Website: sivaganga.tn.nic.in

Der Distrikt Sivaganga (Tamil: சிவகங்கை மாவட்டம்) ist ein Distrikt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Verwaltungszentrum ist die namensgebende Stadt Sivaganga.

Geografie[Bearbeiten]

Der Distrikt Sivaganga liegt im südlichen Binnenland Tamil Nadus. Nachbardistrikte sind Tiruchirappalli im Norden, Pudukkottai im Nordosten, Ramanathapuram im Südosten, Virudhunagar im Südwesten und Madurai im Westen. Die Fläche des Distrikts beträgt 4.140 Quadratkilometer.

Das Gebiet des Distrikts gehört zur flachen Küstenebene Tamil Nadus und wird von den Flüssen Manimuttar und Vaigai durchflossen. Um die Stadt Karaikkudi im Nordosten des Distrikts liegt die Region Chettinad, die Heimat der Chettiar-Händlerkaste. Chettinad ist für seine fleischhaltige und scharfe Küche und die von den Chettiar gepflegte besondere Architekturtradition bekannt.

Der Distrikt Sivaganga ist in die sechs Taluks Tirupathur, Karaikkudi, Devakottai, Sivaganga, Manamadurai und Ilayangudi unterteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Anwesen in Chettinad

Ursprünglich gehörte das Gebiet des Distrikts Sivaganga zum Machtbereich der Setupatis (lokaler Fürstentitel) von Ramanathapuram. 1730 gelang es einem Vasallen der Setupatis namens Sasivarnan infolge von Erbfolgestreitigkeiten unter den Herrschern von Ramanathapuram, zwei Fünftel von deren Herrschaftsgebiet an sich zu reißen und sich als Raja von Sivaganga selbstständig zu machen. Sein Sohn und Nachfolger fiel 1773 im Kampf gegen die Briten, die Sivaganga daraufhin zu einem Teil Britisch-Indiens machten. Anfang des 19. Jahrhunderts setzten die Briten die Erben des Herrschers als Zamindars (Grundherren) ein.

Während der Kolonialzeit gehörte das Gebiet von Sivaganga zunächst zum Distrikt Madurai, ab 1910 dann zum neugegründeten Distrikt Ramanathapuram der Provinz Madras. Nach der indischen Unabhängigkeit kam das Gebiet 1956 zum neuformierten Bundesstaat Madras (heute Tamil Nadu). 1985 spaltete sich der Distrikt Sivaganga von diesem als eigenständiger Distrikt ab.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der indischen Volkszählung 2011 hat der Distrikt Sivaganga 1.341.250 Einwohner. Im Vergleich zur letzten Volkszählung 2001 war die Einwohnerzahl um 16,1 Prozent gewachsen. Die Wachstumsrate entspricht damit dem Durchschnitt Tamil Nadus (15,5 Prozent). Der Distrikt ist nur dünn besiedelt: Die Bevölkerungsdichte liegt mit 324 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich unter dem Mittelwert des Bundesstaates (555 Einwohner pro Quadratkilometer) und ist eine der niedrigsten aller Distrikte Tamil Nadus. Auch der Urbanisierungsgrad ist mit 31,0 Prozent niedriger als der Durchschnitt Tamil Nadus (48,5 Prozent). Die Alphabetisierungsquote entspricht mit 80,5 Prozent dem Mittelwert des Bundesstaats (80,3 Prozent).[1]

Unter den Einwohnern des Distrikts Sivaganga stellen die Hindus nach der Volkszählung 2001 mit 88,9 Prozent die große Mehrheit. Daneben gibt es Minderheiten von Christen (5,9 Prozent) und Muslimen (5,2 Prozent).[2]

Städte[Bearbeiten]

Stadt Einwohner
(2001)[3]
Devakottai 40.846
Ilayangudi 19.100
Kanadukathan 4.795
Kandanur 6.454
Karaikkudi 86.422
Kottaiyur 10.595
Manamadurai 26.284
Nattarasankottai 5.887
Nerkuppai 5.691
Pallathur 7.840
Puduvayal 9.079
Singampuneri 16.415
Sivaganga 40.129
Thirupuvanam 21.435
Tirupathur 23.354

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Paper 1 (PDF; 17,8 MB) und Paper 2. (PDF; 14,1 MB)
  2. Census GIS India (Religion)
  3. Census of India 2001: Population, population in the age group 0-6 and literates by sex - Cities/Towns (in alphabetic order)

Literatur[Bearbeiten]

  • The Imperial Gazetteer of India. Band 23: Singhbhūm to Trashi-Chöd-Zong. New edition. Clarendon Press, Oxford 1908, S. 63 f., Stichwort: Sivaganga Estate.

Weblinks[Bearbeiten]