Cuddalore (Distrikt)

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Distrikt Cuddalore
Lagekarte des Distrikts
Bundesstaat Tamil Nadu
Verwaltungssitz: Cuddalore
Fläche: 3.705 km²
Einwohner: 2.600.880 (2011)
Bevölkerungsdichte: 702 Ew./km²
Website: cuddalore.tn.nic.in

Der Distrikt Cuddalore (Tamil: கடலூர் மாவட்டம்) ist ein Distrikt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Verwaltungszentrum des Distrikts ist die namensgebende Stadt Cuddalore.

Geografie[Bearbeiten]

Reisfelder im Distrikt Cuddalore

Der Distrikt Cuddalore liegt im Osten Tamil Nadus an der Koromandelküste am Golf von Bengalen. Nachbardistrikte sind Nagapattinam im Süden, Ariyalur und Perambalur im Westen, Viluppuram im Norden sowie der Distrikt Puducherry des gleichnamigen Unionsterritoriums im Nordosten.

Die Fläche des Distrikts Cuddalore beträgt 3.705 Quadratkilometer. Das Gebiet gehört zur flachen Küstenebene Tamil Nadus. Der Nordteil des Distrikts wird vom Fluss Ponnaiyar, der bei Cuddalore in den Golf von Bengalen mündet, durchflossen, im Südteil fließt der Vellar.

Der Distrikt Cuddalore ist in die sieben Taluks Cuddalore, Panruti, Kurinjipadi, Chidambaram, Kattumannarkoil, Virudhachalam und Tittakudi unterteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Distrikt Cuddalore geht auf den Distrikt South Arcot zurück. Diesen hatten die Briten gegründet, nachdem sie 1801 die Herrschaft von den Nawabs von Arcot übernommen und das Gebiet in die Provinz Madras eingegliedert hatten. Verwaltungssitz des Distriktes war Cuddalore. Nach der indischen Unabhängigkeit kam der Distrikt South Arcot 1956 an den neuformierten Bundesstaat Madras (heute Tamil Nadu). 1993 wurde der Distrikt South Arcot in die Distrikte Cuddalore und Viluppuram geteilt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der indischen Volkszählung 2011 hat der Distrikt Cuddalore 2.600.880 Einwohner. Im Vergleich zur letzten Volkszählung 2001 war die Einwohnerzahl um 13,8 Prozent gewachsen. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 702 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich über dem Durchschnitt Tamil Nadus (555 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Urbanisierungsgrad ist mit 33,9 Prozent hingegen unterdurchschnittlich. Die Alphabetisierungsquote beträgt 79,0 Prozent und entspricht damit dem Mittelwert des Bundesstaates.[1]

Unter den Einwohnern des Distriktes stellen Hindus nach der Volkszählung 2001 mit 92,1 Prozent die große Mehrheit. Daneben gibt es Minderheiten von Muslimen (4,5 Prozent) und Christen (3,2 Prozent).[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nataraja-Tempel in Chidambaram

Zum Distrikt Cuddalore gehört die Stadt Chidambaram, rund 40 Kilometer südlich von Cuddalore gelegen. Dem Mythos zufolge soll Gott Shiva als Nataraja („König des Tanzes“) hier seinen kosmischen Tanz aufgeführt haben. Daher ist Chidambaram einer der heiligsten Orte des Hinduismus und ein bedeutendes Pilgerzentrum. Der Nataraja-Tempel von Chidambaram geht auf die Chola-Zeit (9. bis 13. Jahrhundert) zurück und wurde in den folgenden Jahrhunderten erweitert. Er gehört zu den wichtigsten Beispielen für die dravidische Tempelbauarchitektur.

Ein bedeutender Vishnu-Tempel befindet sich in der Stadt Srimushnam. Von touristischem Interesse sind ferner die Mangrovenwälder von Pichavaram.

Städte[Bearbeiten]

Stadt Einwohner
(2001)[3]
Annamalai Nagar 8.974
Bhuvanagiri 19.876
Chidambaram 58.968
Cuddalore 158.569
Gangaikondan 10.254
Kattumannarkoil 22.683
Killai 10.186
Kurinjipadi 23.159
Lalpet 13.797
Mangalampet 7.327
Melpattampakkam 6.593
Nellikuppam 44.191
Neyveli 128.133
Pandrikuppam 14.986
Panruti 55.400
Parangipettai 20.901
Pennadam 17.142
Sethiathoppu 7.962
Srimushnam 12.000
Thorapadi 5.557
Tittakudi 20.734
Vadalur 25.902
Virudhachalam 59.300

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Paper 1 (PDF; 17,8 MB) und Paper 2. (PDF; 14,1 MB)
  2. Census GIS India (Religion)
  3. Census of India 2001: Population, population in the age group 0-6 and literates by sex - Cities/Towns (in alphabetic order)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cuddalore district – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien