Cuddalore (Distrikt)

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Distrikt Cuddalore
கடலூர் மாவட்டம்
Lagekarte des Distrikts
Bundesstaat Tamil Nadu
Verwaltungssitz: Cuddalore
Fläche: 3.703 km²
Einwohner: 2.605.914 (2011)
Bevölkerungsdichte: 704 Ew./km²
Website: cuddalore.tn.nic.in

Der Distrikt Cuddalore (Tamil: கடலூர் மாவட்டம்) ist ein Distrikt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Verwaltungszentrum des Distrikts ist die namengebende Stadt Cuddalore. Der Distrikt Cuddalore hat eine Fläche von 3.703 Quadratkilometern und rund 2,6 Millionen Einwohner (Volkszählung 2011).

Geografie[Bearbeiten]

Reisfelder im Distrikt Cuddalore

Der Distrikt Cuddalore liegt an der Koromandelküste im Osten Tamil Nadus. Nachbardistrikte sind Nagapattinam im Süden, Ariyalur und Perambalur im Südwesten, Viluppuram im Norden sowie der Distrikt Puducherry des gleichnamigen Unionsterritoriums im Nordosten. Im Osten liegt die Küste des Golfs von Bengalen.

Die Fläche des Distrikts Cuddalore beträgt 3.703 Quadratkilometer.[1] Das Gebiet gehört zur flachen Küstenebene Tamil Nadus. Der Nordteil des Distrikts wird von den Flüssen Ponnaiyar und Gadilam durchflossen, im Südteil fließt der Vellar. Die Grenze zum Distrikt Nagapattinam bildet im Süden der Kollidam, der nördlichste Mündungsarm des Kaveri.

Der Distrikt Cuddalore ist in die sieben Taluks Cuddalore, Panruti, Kurinjipadi, Chidambaram, Kattumannarkoil, Virudhachalam und Tittakudi unterteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Seeschlacht von Cuddalore am 20. Juni 1783 (Gemälde von Auguste Jugelet, 1836)

Das Gebiet des heutigen Distrikts Cuddalore stand im Laufe seiner Geschichte unter der Herrschaft wechselnder Herrschaftsdynastien, darunter der Chola, der Pandya, und des Vijayanagar-Reiches. Im 17. Jahrhundert kam das Gebiet zunächst unter die Kontrolle Bijapurs, dann der Marathen und schließlich der Nawabs von Arcot. Ebenfalls im 17. Jahrhundert gründeten die europäischen Kolonialmächte Niederlassungen an der Küste: Die Franzosen erwarben 1673 das benachbarte Pondicherry, die Britische Ostindien-Kompanie gründete 1690 das Fort St. David in Cuddalore. Im 18. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Distrikts Cuddalore von den Wirren der Karnatischen Kriege betroffen, in denen die Franzosen und Briten und deren Verbündete um die Vorherrschaft in Südindien rangen.

Als der Nawab von Arcot 1801 seine Besitzungen an die Britische Ostindien-Kompanie abtrat, gliederten die Briten das Gebiet von Cuddalore als Teil des Distrikts South Arcot in die Präsidentschaft Madras ein. Nach der indischen Unabhängigkeit 1947 kam South Arcot zum Bundesstaat Madras, der 1956 nach den Sprachgrenzen des Tamil neu formiert und 1969 in Tamil Nadu umbenannt wurde. 1993 wurde der Distrikt South Arcot in die Distrikte Viluppuram und Cuddalore geteilt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Straßenszene in Chidambaram

Nach der indischen Volkszählung 2011 hat der Distrikt Cuddalore 2.605.914 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 704 Einwohnern pro Quadratkilometer über dem Durchschnitt Tamil Nadus (555 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Urbanisierungsgrad ist dagegen unterdurchschnittlich: 34 Prozent der Einwohner des Distrikts Cuddalore leben in Städten (Tamil Nadu: 48 Prozent).[2] Die Alphabetisierungsquote liegt mit 78 Prozent nur wenig unter dem Durchschnitt des Bundesstaates (80 Prozent).[3]

Unter den Einwohnern des Distriktes stellen Hindus nach der Volkszählung 2001 mit 92,1 Prozent die große Mehrheit. Daneben gibt es Minderheiten von Muslimen (4,5 Prozent) und Christen (3,2 Prozent).[4]

Die Hauptsprache im Distrikt Cuddalore ist wie in ganz Tamil Nadu das Tamil. Nach der Volkszählung 2001 wird es von 97,9 Prozent der Einwohner des Distrikts als Muttersprache gesprochen. 1,0 Prozent sprechen Telugu und 1,1 Prozent sonstige Sprachen.[5]

Nach der Volkszählung 2011 sind 29,3 Prozent der Einwohner des Distrikts Angehörige niederer Kasten (scheduled castes) und 0,6 Prozent Angehörige der Stammesbevölkerung (scheduled tribes)[6].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nataraja-Tempel in Chidambaram

Zum Distrikt Cuddalore gehört die Stadt Chidambaram, rund 40 Kilometer südlich von Cuddalore gelegen. Dem Mythos zufolge soll Gott Shiva als Nataraja („König des Tanzes“) hier seinen kosmischen Tanz aufgeführt haben. Daher ist Chidambaram einer der heiligsten Orte des Hinduismus und ein bedeutendes Pilgerzentrum. Der Nataraja-Tempel von Chidambaram geht auf die Chola-Zeit (9. bis 13. Jahrhundert) zurück und wurde in den folgenden Jahrhunderten erweitert. Er gehört zu den wichtigsten Beispielen für die dravidische Tempelbauarchitektur.

Ein bedeutender Vishnu-Tempel befindet sich in der Stadt Srimushnam. Von touristischem Interesse sind ferner die Mangrovenwälder von Pichavaram.

Städte[Bearbeiten]

Im Distrikt Cuddalore gibt es 837 Dörfer und folgende 21 Städte:[7]

Stadt Einwohner
(2011)[8]
Annamalai Nagar 16.289
Bhuvanagiri 21.956
Chidambaram 62.153
Cuddalore 173.636
Gangaikondan 6.434
Kattumannarkoil 27.294
Killai 13.608
Kurinjipadi 27.471
Lalpet 16.561
Mangalampet 9.278
Melpattampakkam 6.887
Nellikuppam 46.678
Panruti 60.323
Parangipettai 25.541
Pennadam 19.494
Sethiathoppu 8.824
Srimushnam 13.971
Thorapadi 7.659
Tittakudi 22.894
Vadalur 39.514
Virudhachalam 73.585

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Primary Census Abstract – Tamil Nadu. (PDF; 873 kB)
  2. Census of India 2011: Primary Census Data Highlights - Tamil Nadu. Chapter - I Population, Size and Decadal Change.
  3. Census of India 2011: Primary Census Data Highlights - Tamil Nadu. Chapter - III Literates and Literacy Rate.
  4. Census of India 2001: Basic Data Sheet: District Cuddalore (18), Tamil Nadu (33) (PDF; 55 kB)
  5. Census of India 2001: C-15 : Population by Mother Tongue (Tamil Nadu), abgerufen unter Tabulations Plan of Census Year - 2001.
  6. Census of India 2011: Primary Census Data Highlights - Tamil Nadu. Chapter - II Scheduled Castes and Scheduled Tribes Population.
  7. Abfrage unter Census of India 2011: Villages/Towns Directory - 2011.
  8. Abfrage unter Census of India 2011: Search PCA Data by District/SubDistrict/Town/Village Name.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cuddalore district – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien