Sport in der DDR

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Die Internationale Friedensfahrt führte ab 1952 auch durch die DDR und wurde von einem großen Publikums- und Medieninteresse begleitet.

Der Sport in der DDR wurde intensiv staatlich gefördert und spielte sich vor allem im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) ab. Die DDR konnte durch Spitzenergebnisse im Leistungssport an internationalem Ansehen gewinnen. Es gab zahlreiche Sportgruppen und Sportvereine, in denen die Mitgliedschaft zumeist kostenlos oder nahezu kostenlos war, beispielsweise Betriebssportgemeinschaften (BSG), Sportgemeinschaften (SG) und Schulsportgemeinschaften (SSG). Daneben gab es Motorsportgemeinschaften und Motorsportclubs im ADMV, Wehrsportgruppen der GST und zahlreiche eigens der Leistungssportförderung gewidmete Kinder- und Jugendsportschulen, sowie eine Hochschule, die Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig.

Schul- und Breitensport[Bearbeiten]

Ulbricht beim III. Deutschen Turn- und Sportfest in Leipzig 1959
Nordisch-Kombinierte bei der IX. Kinder- und Jugendspartakiade 1983 in Oberhof
Straßenradrennen Berlin - Leipzig 1988
Das Wellenbecken des SEZ in Berlin 1981

Der Breitensport genoss in der DDR eine hohe Wertschätzung. So war die Förderung der Körperkultur, sowie des Schul- und Volkssports in der Verfassung vorgeschrieben.[1] In diesem Sinne sah das Arbeitsrecht der DDR vor, dass Werktätige für die Mitwirkung an der Vorbereitung und Durchführung von sportlichen Veranstaltungen freizustellen waren, sofern diese Tätigkeit außerhalb der Arbeitszeit nicht möglich war.[2] Auch waren Sportunfälle in ihrer rechtlichen Konsequenz Arbeitsunfällen gleichgestellt.[3] Die Nutzung von Sportstätten war für die Sportgemeinschaften kostenlos.

Die DDR-Staatsführung versuchte, an die Tradition der Arbeitersportbewegung anzuknüpfen. Staatschef Walter Ulbricht folgte selbst seiner 1959 ausgegebenen Losung „Jedermann an jedem Ort - einmal in der Woche Sport“ und beteiligte sich als Vorturner bei Sportfesten oder ließ sich für das DDR-Fernsehen bei Skisport oder Tischtennis filmen.[4]

Ein Großteil der Sporttreibenden war im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportbundes in Betriebssportgemeinschaften (BSG) organisiert. Der Trägerbetrieb hatte die Aktivitäten seiner BSG zu finanzieren. Die Betriebssportgemeinschaften gliederten sich in Sektionen für die einzelnen Sportarten auf. Die Mitgliedschaft in einer Sportgemeinschaft war nicht an die Tätigkeit in einem bestimmten Trägerbetrieb gebunden, sondern konnte frei nach dem Angebot an Sportarten gewählt werden.

Trotz der umfangreichen Förderung war auch der Breitensport den wirtschaftlichen Beschränkungen des DDR-Alltags unterworfen. Schwimm- und Turnhallen sowie Sportplätze waren gemessen am Bedarf und gemessen am Bestand in der BRD knapp und teils in schlechtem Zustand; bei Sportgeräten und -materialien bestanden Engpässe.[5] Knappe Sportmaterialien waren zum Teil nur über die Sportgemeinschaften in begrenztem Maße zu beziehen. Im Jahr 1989 existierten in der DDR 262 Sportstadien, 1.175 Sportplätze, 3.924 Sporthallen, 2.139 Sportsäle, 212 Hallenschwimmbäder, 1.449 Freibäder, 1.298 Tennisplätze und 1800 Kegelsportanlagen.[6]

Für den Freizeitsport wurde 1981 nach zweijähriger Bauzeit in Berlin das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) eröffnet, das in seiner Vielseitigkeit und Größe damals weltweit einzigartig war. Das SEZ war ein Besuchermagnet und umfasste unter anderem eine Badelandschaft mit sieben Becken inklusive Wellenbad, mehrere Sport- und Veranstaltungshallen, Bowlingbahnen und Fitnessstudios.

Es wurden auf Schul-, Kreis-, Bezirks- und landesweiter Ebene eine Vielzahl sportlicher Wettkämpfe veranstaltet. Die bedeutendste Veranstaltung dieser Art waren die ab 1965 ausgetragenen Kinder- und Jugendspartakiaden. Diese wurden nicht nur in den stark verbreiteten Sportarten, sondern auch in nichtolympischen Disziplinen und Randsportarten wie Faustball, Billard und Reitsport ausgetragen. Die Spartakiaden wurden auf Gemeinde-/Stadt- und Kreisebene jährlich, auf Bezirksebene und Landesebene zweijährlich von eigenen Komitees des DTSB und der FDJ organisiert. Im Jahr 1983 nahmen an den Kreisspartakiaden 997.000 Kinder und Jugendliche im Sommersport und 30.600 im Wintersport teil.[7] Mit Bummispartakiaden (für Kindergartenkinder) und Seniorenspartakiaden wurde dieses System zudem auf andere Altersgruppen ausgedehnt.

Alle größeren Betriebe haben für ihre Werktätigen und deren Angehörige Betriebssportfeste organisiert, wobei auch das regelmäßige Sporttreiben propagiert wurde. Bei den Betriebssportfesten wurden meist leichtathletische Disziplinen, aber je nach den Gegebenheiten auch andere Sportarten wie Kegeln oder Bogenschießen angeboten. Auf Kreisebene wurden die Kreissportfeste der Werktätigen organisiert, die verschiedene Sportarten umfassten und für die auch Vorausscheide durchgeführt wurden.

Die Talentsuche für den Spitzensport mündete in ein gut ausgebautes Sichtungssystem, das nahezu alle Schulen und teilweise sogar Kindergärten erfasste, um für die Kinder eine passende Sportart zu finden, in der sie gute Leistungen erzielen würden.

Der Sportunterricht in der Schule umfasste zwei bis drei Stunden wöchentlich. Auch an Hochschulen und Universitäten war Sportunterricht für alle Studenten obligatorisch.

Der Schulsport enthielt militärische Elemente wie F1- und Keulenweitwurf, wofür die Wurfgeräte die Form von Handgranaten besaßen. Durch die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) wurden Wehrsport, Wehrlager und Wehrspartakiaden im Sinne einer vormilitärischen Ausbildung organisiert. Die GST hatte als Arbeitsbereich „technische“ Sportarten wie Motorsport und bot oftmals die einzige Möglichkeit, bestimmte Sportarten (wie Segelfliegen und Motorfliegen, Schieß- und Tauchsport) legal auszuüben.

Motivierung zum Sporttreiben über die Medien[Bearbeiten]

Über die Medien wurde versucht, die Bevölkerung der DDR zum Sporttreiben zu animieren und anzuleiten. Dazu wurde beispielsweise werktags die Fernsehsendung Medizin nach Noten und wöchentlich die Radiosendung „Hehehe - Sport an der Spree“ mit Heinz Florian Oertel als Moderator übertragen.

Auch über die Printmedien wurde versucht die Menschen stärker zu regelmäßiger und gesundheitsfördernder sportlicher Aktivität zu motivieren wie mit der republikweiten Aktion „Dein Herz dem Sport - Stark wie ein Baum“, bei der in den Tageszeitungen drei Bäume abgedruckt waren, an denen für „Kraft“, „Ausdauer“ und „Beweglichkeit“ so viele Blätter zu markieren waren, wie jeweils sportliche Aktivitäten ausgeführt wurden. Die Aktion erhielt vom Frühjahr 1986 bis Sommer 1987 rund eine halbe Million Einsendungen.[8]

Für Kinder wurde ab 1964 wöchentlich die Fernsehsendung Mach mit, mach’s nach, mach’s besser mit dem Moderator Gerhard „Adi“ Adolph ausgestrahlt. In der Sendung traten Mannschaften aus Schulen verschiedener Städte in sportlichen Staffelspielen gegeneinander an. Die Sendereihe war als Turnier angelegt. Im Finale kämpften die Mannschaften um einen Wanderpokal des NOK der DDR. Nach dem Mauerfall traten ost- gegen westdeutsche Schulmannschaften an, wobei die ostdeutschen Schüler in der Regel haushoch siegten. Die Sendereihe wurde 1991 mit der Abschaffung des DFF eingestellt.[9]

Bekannte Veranstaltungen[Bearbeiten]

In der DDR wurde eine Vielzahl von Breitensportereignissen mit regionaler Ausstrahlung organisiert.

Republikweit bekannte Breitensport-Veranstaltungen waren bzw. sind immer noch:

Sportabzeichen der DDR für Kinder in Silber und Bronze aus den 1980er Jahren

Sportabzeichen[Bearbeiten]

Das Sportabzeichen wurde in der DDR ab 1950 verliehen. Die Leistungsanforderungen waren nach Altersgruppen gestuft und mussten vor allem in den Disziplinen Schwimmen, Laufen, Springen, Werfen, Stoßen und Geräteturnen innerhalb von 24 Monaten erbracht werden. Die Abstufung des Sportabzeichens in Gold, Silber und Bronze war mit unterschiedlich hohen Leistungsanforderungen verbunden.

Sportklassifizierung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sportklassifizierung (DDR)

Für die Sportklassifizierung mussten sportartspezifische Leistungen erfüllt werden. Es gab die Stufen der Leistungsklasse III bis I und die Meisterklasse (Meister des Sports). Die Sportklassifizierung bestand für unterschiedliche Sportarten auch für nicht wettkampftypische Sportarten wie Wandern und Felsklettern.

Die Verleihung des Ehrentitels Verdienter Meister des Sports erfolgte sowohl für besondere sportliche Leistungen als auch an Trainer, Sportwissenschaftler und Sportfunktionäre.

Schwimmabzeichen der Stufen 1 und 2

Schwimmabzeichen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schwimmabzeichen (DDR)

Das Schwimmabzeichen wurde in der DDR in drei Stufen vergeben und diente vor allem dem Nachweis schwimmsportlicher Leistungen für Kinder und Jugendliche. Zur Erfüllung der Forderung der Stufen 1 und 2 mussten Strecken ohne Zeitbegrenzung geschwommen werden. Für die Stufe 3 musste altersgestaffelt eine Mindestzeit erreicht werden.

Häufig ausgeübte Sportarten[Bearbeiten]

Nach einer Untersuchung aus dem Jahre 1986 verteilten sich die sporttreibenden Schülerinnen und Schülern auf eine Vielfalt von Sportarten, wobei sich die am häufigsten ausgeübten Sportarten mit den Lehrplansportarten bei beiden Geschlechtern deckten. Die Verteilung der am häufigsten betriebenen Sportarten stellte sich wie folgt dar.[10]

Rang Mädchen POS Mädchen Berufsschule Jungen POS Jungen Berufsschule
1 16 % Leichtathletik 12 % Volleyball 22 % Fußball 29 % Fußball
2 9 % Turnen 9 % Leichtathletik 11 % Leichtathletik 7 % Volleyball
3 9 % Handball 9 % Gymnastik 8 % Handball 6 % Handball
4 8 % Gymnastik 7 % Handball 4 % Volleyball 5 % Leichtathletik
5 5 % Volleyball 5 % Schwimmen 4 % Judo 5 % Tischtennis
6 5 % Schwimmen 4 % Tischtennis 4 % Schwimmen 3 % Judo
7 3 % Tischtennis 3 % Turnen 4 % Tischtennis 2 % Kegeln

Für die Verteilung der organisiert Sporttreibenden auf die Sportarten siehe Deutscher Turn- und Sportbund: Abschnitt „Mitgliederverteilung auf die Sportarten“.

Spitzensport[Bearbeiten]

Waldemar Cierpinski bei seinem ersten Olympiasieg im Marathon 1976 in Montreal
Gustav-Adolf „Täve“ Schur mit seinem Trainer Herbert Weisbrodt 1957

Zum Zweck der Förderung des Leistungssports hatten die Sportvereinigungen der DDR ab 1954 zahlreiche Sportclubs als Leistungszentren gegründet. Die Spitzensportförderung erfolgte zunächst nach den Prinzipien der UdSSR, jedoch schon bald entwickelte sich eine eigene Trainingswissenschaft, die stärker auf Besonderheiten der genetischen Veranlagung setzte.[11] Die in den Leistungszentren speziell geförderten DDR-Sportler stellten eine im Vergleich zur Bevölkerung des Landes überproportionale Zahl von Europa- und Weltrekorden in vielen Sportarten auf, vor allem beim Schwimmen, in den Eis- und Wintersportarten, im Radsport, in der Leichtathletik und beim Gewichtheben. Mit dem in Vorbereitung der Olympischen Sommerspiele 1972 gefassten Leistungssportbeschluss von 1969 wurde die Förderung des Spitzensportes auf Sportarten konzentriert, die als erfolgversprechend galten. Durch diesen Beschluss wurden die Ausgaben für den Leistungssport insgesamt erhöht und zugleich die Sportarten Basketball, Hockey, Wasserball, alpiner Skisport und Moderner Fünfkampf aus der Spitzensportförderung herausgenommen.[12] Die Einschnitte für die von den Kürzungen betroffenen Sportverbände waren erheblich. Die Leistungssportler der betroffenen Sportarten wurden in die breitensportlichen Sportgemeinschaften eingebunden.[13] In den 1950er Jahren beteiligte sich die DDR aktiv am automobilen Rennsport [14] [15] In späteren Jahren konnte man vor allem bei Motorcross- und Rallye - Fahrten, etwa der Internationale Sechstagefahrt mit MZ - Motorrädern Erfolge verbuchen.

Der große Erfolg der DDR-Sportler wird mit systematischer Sportförderung, die alle Schulen einbezog, erklärt. Die Wirksamkeit der Sportförderung in der DDR zeigt sich unter anderem auch daran, dass nach der Wiedervereinigung ein überproportionaler Anteil deutscher Sporterfolge von Sportlern errungen wurde, die in der DDR ausgebildet worden waren.

Die DDR förderte den Spitzensport unter anderem so intensiv, um durch die Erfolge das Selbstbewusstsein der DDR-Einwohner zu stärken, um internationales Prestige zu gewinnen und die Überlegenheit des Sozialismus zu demonstrieren; Spitzensportler waren zugleich „Diplomaten im Trainingsanzug“. Im DDR-Spitzensport spielten auch Sportsoldaten eine herausragende Rolle. In den Sportklubs der Armeesportvereinigung Vorwärts (NVA) und der Sportvereinigung Dynamo (VP, MfS) trainierten Spitzensportler unter Profi-Bedingungen. Dank der intensiven Förderung kamen aus den Reihen der DDR-Sportsoldaten viele Sieger bei Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Sponsoring war in der DDR weitgehend unbekannt. Es gab jedoch zahlreiche Betriebssportgemeinschaften, die auch in kleineren Orten von den ansässigen Betrieben, Werken und Kombinaten finanziert und gefördert wurden. Eine der wenigen Ausnahmen für Sponsoring war der Radsport, wo auf italienische und englische Hilfe zurückgegriffen wurde. Firmen wie Colnago und Reynolds sponserten die DDR-Mannschaft wie heute Profiteams unterstützt werden, Campagnolo unterstützte DDR-Sportler wegen ihrer Erfolge bis nach der Wende.

Ungewöhnlich ist, dass bei vielen Sportarten auch Leistungssportler formal einem Betrieb angehörten und teilweise außerhalb der Saison tatsächlich in ihren Berufen arbeiteten. Ehemaligen Leistungssportlern wurde der Übergang in einen gewöhnlichen Beruf erleichtert. Die Preise für Spitzenleistungen und Medaillengewinne waren in der Regel nicht mit westdeutschen Maßstäben vergleichbar.

Internationale Meisterschaften[Bearbeiten]

203 Olympia-Goldmedaillen gingen an die DDR, insgesamt 755 Olympiamedaillen. 768 Weltmeister und 747 Europameister sind DDR-Sportler.

Von 1956 bis 1964 nahmen DDR-Sportler im Rahmen einer gesamtdeutschen Mannschaft an den Olympischen Spielen teil. Diese trat unter der Olympiafahne mit Beethovens Freude schöner Götterfunken als Hymne an. Auf Beschluss des IOC durfte die DDR im Jahre 1968 unter der Bezeichnung Ost-Deutschland erstmals eine eigene Olympia-Mannschaft entsenden, allerdings wie gehabt unter gemeinsamer Fahne (Schwarz-Rot-Gold mit den aufgedruckten Olympischen Ringen) und Siegerhymne mit der bundesdeutschen Mannschaft. Ab 1972 starteten die DDR-Sportler mit der DDR-Fahne und -hymne.[16]

Medaillenspiegel der DDR bei Olympischen Spielen[Bearbeiten]

Sommerspiele Winterspiele
Jahr Ort Gold Silber Bronze Gesamtrang Ort Gold Silber Bronze Gesamtrang
1956 Melbourne 1 4 2 Cortina d'Ampezzo 1 0 5
1960 Rom 3 9 7 Squaw Valley 2 1 0
1964 Tokio 3 11 5 Innsbruck 2 2 0
1968 Mexiko-Stadt 9 9 7 5 Grenoble 1 2 2 10
1972 München 20 23 23 3 Sapporo 4 3 7 2
1976 Montréal 40 25 25 2 Innsbruck 7 5 7 2
1980 Moskau 47 37 42 2 Lake Placid 9 7 7 2
1984 Los Angeles (von der DDR boykottiert) Sarajevo 9 9 6 1
1988 Seoul 37 35 30 2 Calgary 9 10 6 2

Von 1956 bis 1964 starteten Sportler der DDR und der Bundesrepublik innerhalb einer gemeinsamen gesamtdeutschen Olympiamannschaft.

Gemeinsame Mannschaftserfolge mit Bundesrepublik (im Medaillenspiegel enthalten):

  • 1956: Bronzemedaille in der Mannschaftswertung im Straßenradsport
  • 1960: Goldmedaille in der Kajakstaffel
  • 1960: Zwei Bronzemedaillen in den Schwimmstaffeln der Frauen
  • 1964: Drei Silbermedaillen in den Schwimmstaffeln der Männer
  • 1964: Zwei Bronzemedaillen, in den Mannschaftswertungen im Männerturnen und im Military-Reiten

Der Sport in der Auseinandersetzung um die Anerkennung der DDR[Bearbeiten]

Die DDR-Mannschaft mit eigener Fahne bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 1972 in München

Die DDR sah und nutzte die Möglichkeit, auf dem Gebiet des Sports internationales Ansehen zu gewinnen. Dieser Absicht wurde versucht von bundesdeutscher Seite durch verschiedene Maßnahmen entgegenzuwirken.

Nach Reibereien zwischen ost- und westdeutschen Gremien um die Mitgliedschaft im IOC und internationalen Sportverbänden sowie um die Aufstellung einer gesamtdeutschen Olympiamannschaft war mit der Einführung des Hammer- und Zirkel-Emblems auf der DDR-Staatsflagge am 7. Oktober 1959 ein neuer Streitpunkt entstanden. Am 4. November 1959 erließ das Bundesinnenministerium Richtlinien gegen „das Zeigen der Sowjetzonenflagge“, wonach das Zeigen der DDR-Fahne eine „Störung der verfassungsmäßigen Ordnung und damit der öffentlichen Ordnung“ darstellte.[17] Ebenso wurden die bundesdeutschen Athleten angehalten der DDR-Fahne aus dem Weg zu gehen. So trat auf Anraten des Auswärtigen Amtes bei der Eishockey-Weltmeisterschaft im März 1961 in Genf die Mannschaft der Bundesrepublik nicht zum Spiel gegen die Mannschaft der DDR an, weil sie sonst im Falle einer Niederlage der Hymne und der Flagge der DDR hätte Reverenz erweisen müssen. Das somit ausgefallene Spiel wurde 5:0 zugunsten der DDR gewertet und die Mannschaft der BRD landete auf dem letzten Platz ihrer Gruppe.[18]

Nach der Zementierung der innerdeutschen Grenze nahm das westdeutsche NOK-Präsidium und der DSB-Vorstand am 16. August 1961 die sogenannten Düsseldorfer Beschlüsse an, wonach Sportveranstaltungen mit DDR-Sportgruppen in der Bundesrepublik nicht mehr genehmigt waren. Ebenso wurde es westdeutschen Sportlern untersagt, in der DDR an nationalen wie internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Zudem kam im September 1961 auf Drängen der Bundesregierung ein Einreiseverbot für DDR-Sportler in die NATO-Länder zustande, das bis 1964/65 bestand. Das Einreiseverbot für DDR-Sportler traf auf Ablehnung bei den nationalen Sportverbänden der westlichen Länder und hinderte die Sportler aus den westlichen Staaten nicht daran, weiterhin bei Wettkämpfen in der DDR mit vollem Zeremoniell zu starten.[19]

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1962 in den USA wurde der DDR-Mannschaft die Einreise verweigert, woraufhin die Sowjetunion und die Tschechoslowakei sich mit der DDR solidarisch zeigten und nicht antraten. Als im selben Jahr bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Frankreich den DDR-Sportlern die Einreise verweigert wurde, erkannte die Internationale Skiförderation (FIS) den Wettkämpfen zunächst den WM-Status ab.[20] Die vergeblichen Isolationsbemühungen haben sich für die DDR letztlich ausgezahlt, als das NOK der DDR im Jahr 1965 mit nur fünf Gegenstimmen der abstimmenden 59 IOC-Mitglieder die volle Anerkennung und das Recht auf eine eigene Olympiamannschaft erhielt. Die Bundesrepublik gab daraufhin die Blockade des deutsch-deutschen Sportverkehrs auf.[21]

Im Jahr 1968 erhielt das NOK der DDR auch noch das Recht auf das Führen der eigenen Flagge zugesprochen. Damit sah sich die Bundesregierung mit der Aussicht konfrontiert, bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München die Flagge und Hymne der DDR akzeptieren zu müssen, wenn sie die Spiele nicht abgeben wollte, wofür als Alternative schon die Städte Montreal, Moskau und Leipzig im Gespräch waren. Am 18. Dezember 1968 beschloss die Bundesregierung, dass sie der Forderung des IOC nachkommen würde und dass bei den Spielen in München die Durchführung des Olympischen Protokolls gewährleistet würde.[22]

Großes Aufsehen entstand, als im März 1969 bei einem Schauturnen der DDR-Nationalmannschaft in Mainz die Flagge der DDR durch den Verfassungsschutz unter Protest der Mannschaft und Unmutsbekundungen der Zuschauer eingezogen wurde.[23][24] Erst im Jahr 1970 wurde das Verbot des Zeigens der DDR-Fahne in der Bundesrepublik aufgehoben.

Dopingproblematik[Bearbeiten]

Für den sportlichen Erfolg nahmen Funktionäre, Ärzte und Trainer auch gesundheitliche Dauerschäden der Athleten in Kauf. Nach dem Zusammenbruch der DDR wurden Details über Doping bekannt. DDR-Leistungssportler wurden im Rahmen des unter der Bezeichnung Staatsplanthema 14.25 staatlich organisierten Dopingprogramms teilweise ohne ihr Wissen von Trainern und Sportärzten gedopt. Besonders häufig wurde das vom VEB Jenapharm hergestellte Anabolikum Oral-Turinabol eingesetzt.[25] Auch minderjährige Sportlerinnen und Sportler wurden unter Anwendung der „Legende Verabreichung von Vitaminen“ ohne ihr Wissen gedopt.[26] Insgesamt waren vom Doping zwischen 10.000[27] und 12.000[28] Sportlerinnen und Sportler betroffen.

Die Staatsführung investierte jährlich rund fünf Millionen Mark in die Dopingforschung. Führend hierbei war das 600 Mitarbeiter starke Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport (FKS). Dieses betrieb allein im Olympiazyklus 1984 bis 1988 21 Dopingforschungsprojekte.[28] Prof. Dr. Hans Schuster, langjähriger Direktor des FKS, schätzte ein, „daß ohne die Verabreichung von Anabolika die internationale Spitzenstellung nicht zu halten [gewesen] wäre“[29].

Manfred Höppner, stellvertretender Leiter des Sportmedizinischen Dienstes der DDR (SMD), resümierte 1977 den „Stand der Anwendung von unterstützenden Mitteln“ wie folgt:

„Den Hauptteil unter den bisher angewandten Präparaten haben die anabolen Hormone, auch als anabole Steroide bezeichnet. Sie wurden im DDR-Leistungssport seit 1966 angewandt. Insbesondere in verstärktem Maße während der Vorbereitungen der Olympischen Spiele 1972 und 1976. Gegenwärtig werden sie in allen olympischen Sportarten mit Ausnahme von Segeln und Turnen (weiblich) bei fast allen Kadern der Kaderkreise I und II bzw. A und B, d. h. bei allen Nationalmannschaftskadern der Sportverbände angewandt. [...] In Sportarten mit meßbaren Leistungen lässt sich diese Tatsache durch Meter, Sekunden oder Kilogramm eindeutig nachweisen. [...] Die bisherige Anwendung von anabolen Hormonen hat bei zahlreichen Frauen, insbesondere aber im Schwimmsport zu irreversiblen Schäden geführt. Zum Beispiel Vermännlichungserscheinungen wie Zunahme der Körperbehaarung, Stimmveränderungen und Triebstörungen.“

Treffbericht IM Technik (Manfred Höppner) vom 3. März 1977, BStU MfS ZA A 637/79.

Bei Opfern von DDR-Staatsdoping lassen sich überdurchschnittlich häufig Krebs- und Herzmuskelerkrankungen sowie Leber- und Skelettschäden feststellen. Dopingempfängerinnen haben zudem ein erhöhtes Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden. Mitunter waren durch die übermäßige Hormonverabreichung sogar Geschlechtsumwandlungen erforderlich, wie im Fall Andreas Krieger. Sportwissenschaftler rechnen mit bis zu zwei Prozent auf Doping zurückzuführender Todesfälle und mit Spätschäden bei mindestens 1.000 gedopten DDR-Leistungssportlern.[30] Ein 2002 verabschiedetes Dopingopfer-Hilfegesetz sprach 194 Dopingopfern eine Entschädigung in Höhe von 10.438 Euro zu.[31] 2006 erhielten 167 Geschädigte eine Einmalzahlung in Höhe von 9.250 Euro zugesprochen.[32] Für die Belange der Opfer engagiert sich die Doping-Opfer-Hilfe.

Im Jahr 2000 erhielten Manfred Ewald und Manfred Höppner Bewährungsstrafen in Höhe von 22 bzw. 18 Monaten wegen zwanzigfacher Beihilfe zur Körperverletzung durch Doping bei minderjährigen Athleten.[33][34] Der Verbandsarzt des Schwimmsport-Verbandes der DDR Lothar Kipke erhielt eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung. In der Regel blieb die Beteiligung am DDR-Staatsdoping jedoch juristisch folgenlos oder die Verfahren wurden wegen Geringfügigkeit gegen Geldzahlungen eingestellt.[35] Auch nach 1990 waren in das DDR-Dopingsystem involvierte Trainer und Mediziner im bundesdeutschen Leistungssportbereich aktiv. Vereinzelt ließen Sportler wie Gesine Tettenborn ihre durch Doping erzielten Rekorde aus den Bestenlisten streichen.[36]

Sportlerflucht[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sportlerflucht aus der DDR

Diverse DDR-Sportler nutzten ihre Reisemöglichkeiten, um die DDR dauerhaft zu verlassen. Im Zeitraum von 1952 bis 1989 zählte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) 615 sogenannte „Sportverräter“.[5] Im Falle einer erfolgreichen Flucht versuchte das MfS die Sportler durch Drohungen oder mit Hilfe von Verwandten zur Rückkehr zu bewegen. Gelang dies nicht, so wurden die Sportler in der staatlich kontrollierten Presse diskreditiert und gelegentlich aus offiziellen Besten- bzw. Medaillenlisten gestrichen oder aus Mannschaftsfotos retuschiert.[37]

Das Ende des DDR-Sportsystems[Bearbeiten]

Die späteren Weltmeister Franziska van Almsick und Jörg Hoffmann mit ihren Medaillen bei der XII. Kinder- und Jugendspartakiade 1989

Im Juli 1990 wurden im Zuge der deutschen Wiedervereinigung organisatorische Maßnahmen zur Überführung des DDR-Spitzensports in den bundesdeutschen Sportapparat eingeleitet. Die Bemühungen der Bundesregierung und des westdeutschen DSB um den Freizeit- und Breitensport im Beitrittsgebiet hielten sich in Grenzen.[38] Der Breitensport fand im Einigungsvertrag zum Zusammenschluss beider deutscher Staten keine Berücksichtigung, obwohl seitens des Kultusministeriums von NRW und des ostdeutschen DTSB Vorschläge dazu erarbeit worden waren.

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Split im August/September 1990 untermauerte die DDR ein letztes Mal ihren Ruf als Sportnation, während die Leichtathleten aus der Bundesrepublik wegen ihres enttäuschenden Abschneidens die Häme der heimischen Presse ertragen musste. Wenige Tage darauf, am 7. September, betonte der westdeutsche NOK-Präsident Willi Daume nach einem „Sport-Gipfel“ mit dem Bundeskanzler Helmut Kohl, dass der Spitzensport das Aushängeschild der DDR gewesen sei und ein Zusammenbruch desselben „politisch nicht zu vertreten“ wäre.[39] Der Breitensport wurde auf diesem „Sport-Gipfel“ mit dem Verweis, dass dies Sache der Länder sei, nicht thematisiert.

Ab September 1990 gründeten sich Landessportbünde in den zukünftigen Bundesländern. Der DTSB löste sich formal zum 5. Dezember 1990 auf.

In der neuen gesamtdeutschen Sportverbandsstruktur behielten die westdeutschen Funktionäre unverändert ihre Positionen. So wurde dem DDR-Schwimmpräsident Wilfried Windolf für den gesamtdeutschen Verband lediglich eine Stellung als vierter Stellvertreter ohne Stimmrecht angeboten.[40]

Mit der Umformung des Sportsystems in der Ex-DDR erodierte auch die systematische Talentesichtung, die vorher als erste Förderstufe in den Trainingszentren der Städte und Kreise durchgeführt wurde. Die Kinder- und Jugendsportschulen hatten nach der Öffnung für alle sportinteressierten Schüler nach wie vor ungebrochen Zulauf, welcher allerdings aus einer abnehmenden Zahl gesichteter Talente bestand. Die Aufhebung des festgesetzten Sportartenkanons bewirkte zugleich eine personelle Ausdünnung in den einzelnen Sportarten. Nachteilig wirkte sich auch aus, dass unter den neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Eltern ein Internatsaufenthalt der Kinder einfach nicht mehr bezahlbar war.[41]

Im Breitensportbereich wurden die Betriebssportgemeinschaften aufgelöst oder in Vereine umgewandelt, nachdem die Trägerbetriebe die Finanzierung beendet hatten oder ihrerseits abgewickelt wurden. Viele Ehrenamtliche und Sporttreibende waren in der folgenden Zeit zudem mit beruflichen Veränderungen konfrontiert, was zu einem Rückgang der breitensportlichen Aktivitäten führte.

Nach dem Ende der DDR und ihrer Sportförderung sank mit dem allmählichen Ausscheiden der Athleten, die in der DDR als Talente gesichtet worden waren, die gesamtdeutsche Medaillenzahl bei den Olympischen Sommerspielen deutlich:

  • 1992: 82 Medaillen, davon 33 Gold, 21 Silber, 28 Bronze (Gesamtrang 3)
  • 1996: 65 Medaillen, davon 20 Gold, 18 Silber, 27 Bronze (Gesamtrang 3)
  • 2000: 56 Medaillen, davon 13 Gold, 17 Silber, 26 Bronze (Gesamtrang 5)
  • 2004: 48 Medaillen, davon 14 Gold, 16 Silber, 18 Bronze (Gesamtrang 6)
  • 2008: 41 Medaillen, davon 16 Gold, 10 Silber, 15 Bronze (Gesamtrang 5)
  • 2012: 44 Medaillen, davon 11 Gold, 19 Silber, 14 Bronze (Gesamtrang 6)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Brigitte Berendonk: Doping Dokumente. Von der Forschung zum Betrug. 1991, ISBN 3-499-18677-2.
  • Klaus Blume: Die Doping-Republik. Eine (deutsch-)deutsche Sportgeschichte. Rotbuch Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86789161-5.
  • Jutta Braun: »Jedermann an jedem Ort - einmal in der Woche Sport« - Triumph und Trugbild des DDR-Sports. In: Thomas Großbölting (Hrsg.): Friedensstaat, Leseland, Sportnation? - DDR-Legenden auf dem Prüfstand. Berlin 2009.
  • Grit Hartmann (Hrsg.): Goldkinder. Die DDR im Spiegel ihres Spitzensports. 1998, ISBN 3-931801-03-9.
  • Volker Kluge: Das große Lexikon der DDR-Sportler. 2004, ISBN 3-89602-538-4.
  • Hans-Dieter Krebs: Die politische Instrumentalisierung des Sports in der DDR. In: Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ (Hrsg.): Band III.2 Ideologie, Integration und Disziplinierung. 1995, ISBN 3-7890-4006-1.
  • Patrick Litz: Der Beitrag des Sports zur Entfaltung der sozialistischen Persönlichkeit in der DDR. Weißensee Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89998-051-6.
  • Giselher Spitzer: Doping in der DDR. Ein historischer Überblick zu einer konspirativen Praxis. Genese-Verantwortung-Gefahren. 3. Auflage. 2003, ISBN 3-89001-315-5.
  • René Wiese: Staatsgeheimnis Sport – Die Abschottung des Leistungssportsystems der DDR. In: Historical Social Research / Historische Sozialforschung. (HSR) 32 (2007), Nr. 1 (Volltext als PDF)
  • Erlebt - Erzählt : der Werdegang bekannter Sportler. Sportverlag, Berlin 1955.
  • Robin Streppelhoff: Tennis als Leistungssport in der DDR. In: Stadion. 33(2) (2008), S. 243–264.

Filme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sport in der DDR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 6. April 1968 (in der Fassung vom 7. Oktober 1974), Art. 25. Abs. 3: Zur vollständigen Ausprägung der sozialistischen Persönlichkeit [...] wird die Teilnahme der Bürger [...] an der Körperkultur und am Sport durch den Staat und die Gesellschaft gefördert. sowie Art. 35 Abs. 2: Dieses Recht [auf Schutz der Gesundheit] wird durch [...] die Förderung der Körperkultur, des Schul- und Volkssports [...] gewährleistet.
  2. Arbeitsgesetzbuch der DDR §182
  3. Arbeitsgesetzbuch der DDR §220
  4. Vgl. Rundfunk Berlin-Brandenburg: 60x Deutschland - Die DDR turnt in Leipzig, eingesehen am 17. Februar 2011.
  5. a b Vgl. Jutta Braun: »Jedermann an jedem Ort - einmal in der Woche Sport« - Triumph und Trugbild des DDR-Sports. In: Thomas Großbölting (Hrsg.): Friedensstaat, Leseland, Sportnation? DDR-Legenden auf dem Prüfstand, Berlin 2009, S. 182f.
  6. Statistisches Jahrbuch 1990 der DDR. ReWi, Berlin 1990, ISBN 3-329-00609-9.
  7. Statistisches Jahrbuch 1989 der DDR. Staatsverlag der DDR, Berlin 1989, ISBN 3-329-00457-6.
  8. Klaus Henning: Breitensportliche Kampagnen und Konstrukte. in Jochen Hinsching: Alltagssport in der DDR. Meyer & Meyer, Aachen 1998, ISBN 3-89124-462-2.
  9. Der Sportlehrer der Nation Porträt über Gerhard Adolph auf mdr.de
  10. Wolfram Crasselt: Zum Kinder- und Jugendsport – Realitäten, Wünsche und Tendenzen. Forschungsergebnisse und Ableitungen aus dem Forschungsvorhaben "Physische Entwicklung der jungen Generation" an der Deutschen Hochschule für Körperkultur, Leipzig 1990.
  11. Arnd Krüger: Hochleistungssport – Der Hochleistungssport in der frühen DDR, in: W. BUSS, C. BECKER u.a. (Hrsg.): Der Sport in der SBZ und der frühen DDR. Genese – Strukturen – Bedingungen. Schorndorf: Hofmann 2001, 535 – 556.
  12. Vgl. Beschluß des Präsidiums des DTSB vom 22. April 1969: Die weitere Entwicklung des Leistungssports bis zu den Olympischen Spielen 1972. SAPMO DY 30/JIV/2/2/1223. Dok. in: Giselher Spitzer/Hans Joachim Teichler/Klaus Reinartz: Schlüsseldokumente zum DDR-Sport - Ein sporthistorischer Überblick in Originalquellen, Aachen 1998, S. 154–174, sowie: Beschluß des Politbüros vom 19. März 1969: Grundlinie der Entwicklung des Leistungssports in der DDR bis 1980, SAPMO DY 30/JIV2/3/159. Dok. in: Hans Joachim Teichler: Die Sportbeschlüsse des Politbüros - Eine Studie zum Verhältnis von SED und Sport mit einem Gesamtverzeichnis und einer Dokumentation ausgewählter Beschlüsse, Köln 2002, S. 561–568.
  13. Günther Wonneberger: Die Auswirkungen des Leistungssportbeschlusses von 1969 auf den Basketballsport in Leipzig. In: Giselher Spitzer, Harald Braun (Hrsg.): Der geteilte deutsche Sport. Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Köln 1997, ISBN 3-89001-307-4.
  14. Technischer Rückblick auf den Automobil-Rennsport 1954 in der Deutschen Demokratischen Republik. In: Kraftfahrzeugtechnik 12/1954, S.365-375
  15. Technischer Rückblick auf den Automobil-Rennsport 1955 in der Deutschen Demokratischen Republik. In: Kraftfahrzeugtechnik 12/1955, S.433-442
  16. Kluge, Volker: „Olympische Sommerspiele” – Die Chronik III (Mexiko-Stadt 1968 – Los Angeles 1984), Sportverlag Berlin 2000, ISBN 3-328-00741-5, S. 28.
  17. Gunter Holzweißig: Diplomatie im Trainingsanzug. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50971-3, S. 35.
  18. Gunter Holzweißig: Diplomatie im Trainingsanzug. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50971-3, S. 37.
  19. Gunter Holzweißig: Diplomatie im Trainingsanzug. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50971-3, S. 37f.
  20. Gustav-Adolf Schur: Täve: Die Autobiografie. Neues Leben, Berlin 2011, ISBN 978-3-355-01783-1, S. 170.
  21. Gunter Holzweißig: Diplomatie im Trainingsanzug. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50971-3, S. 38.
  22. Gunter Holzweißig: Diplomatie im Trainingsanzug. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50971-3, S. 41f.
  23. Gunter Holzweißig: Diplomatie im Trainingsanzug. Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50971-3, S. 42.
  24. Dokumentarfilm: Die Goldmacher - Sport in der DDR. von Albert Knechtel, 2008.
  25. Vgl. MDR: DDR-Betrieb Jenapharm intensiv in Doping verstrickt, eingesehen am 11. Juli 2010.
  26. Treffbericht IMS Rolf vom 13. Januar 1977, BStU MfS Leipzig AIM 5330/92.
  27. Vgl. Ilko-Sascha Kowalczuk: „Ich habe ein behindertes Kind“ – DDR-Doping und die Folgen, ARD Kontraste Sendung vom 8. Juni 2000.
  28. a b Vgl. Uwe Müller/Grit Hartmann: Vergeben und Vergessen! Kader, Spitzel und Komplizen - Das gefährliche Erbe der SED-Diktatur. Berlin 2009, S. 203–222.
  29. IMS Hans, Bericht von Oberstleutnant Radeke vom 7. Mai 1975, ZERV-Archiv, zit. n. Jutta Braun: »Jedermann an jedem Ort - einmal in der Woche Sport« - Triumph und Trugbild des DDR-Sports. In: Thomas Großbölting (Hrsg.): Friedensstaat, Leseland, Sportnation? DDR-Legenden auf dem Prüfstand, Berlin 2009, S. 188.
  30. Vgl. Udo Scheer: Nimm das, ist gut für dich - Ines Geipel klagt an: Doping in der DDR. In: Die Welt vom 1. September 2001, eingesehen am 11. Juli 2010.
  31. Vgl. Der Spiegel 30/2010: Kampflinien kreuz und quer – Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall ringen die Opfer des Dopings in der DDR weiterhin um Anerkennung. S. 100–103, hier S. 102.
  32. Vgl. ARD Sport: Doping in der DDR, eingesehen am 11. Juli 2010.
  33. Ines Geipel: Verlorene Spiele: Journal eines Doping-Prozesses. Berlin 2001, ISBN 3-88747-160-1, S. 152
  34. Der Prozess, Spiegel Online 18. Juli 2000
  35. Vgl. Welt Online vom 14. September 2010: DDR-Funktionär Köhler verhöhnt Dopingopfer.
  36. Vgl. Der Spiegel 4/2010: Doping: Ehemalige DDR-Sprinterin lässt Rekorde streichen, eingesehen am 12. September 2010.
  37. Vgl. Sportecho ignoriert Berndt. Kein Listenplatz. In: Süddeutsche Zeitung. 9. August 1988.
  38. Martin Einsiedler: Die Deutsche Sporteinheit: Ein Untersuchung der sportpolitischen Transformations- und Vereinigungsprozesse in den Jahren 1989/90. Diss. Universität Potsdam 2009, ISBN 978-3-89899-641-9, S. 162ff.
  39. Frankfurter Rundschau vom 8. September 1990: Bundeskanzler Kohl sichert Hilfe zu, ohne Zahlen zu nennen. zitiert nach Martin Einsiedler: Die Deutsche Sporteinheit: Ein Untersuchung der sportpolitischen Transformations- und Vereinigungsprozesse in den Jahren 1989/90. Diss. Universität Potsdam 2009, ISBN 978-3-89899-641-9, S. 167.
  40. Der Spiegel: Das Gelbe vom Ei. 1. Oktober 1990.
  41. René Wiese: Kaderschmieden des Sportwunderlandes: Die Kinder und Jugendsportschulen der DDR. Diss. Universität Potsdam 2012, ISBN 978-3-942468-04-6, S. 525.