Steirische Ostbahn
| Steirische Ostbahn (Staatsgrenze nächst Jennersdorf–Graz) |
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| Kursbuchstrecke (ÖBB): | 530 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 414 01 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 80,235 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenklasse: | D4 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 16,2 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 274 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höchstgeschwindigkeit: | 120 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Steirische Ostbahn ist eine Teilstrecke der Ungarischen Westbahn. Sie führt von der Staatsgrenze nächst Jennersdorf über Fehring, Feldbach und Gleisdorf nach Graz.
Einerseits durch die Verzögerung beim Bau des Semmeringbasistunnels und durch den Bau der Koralmbahn sowie andererseits durch die Übernahme der Strecke Ödenburg/Sopron − Steinamanger/Szombathely − Körmend durch die RÖEE/GySEV gewinnt diese Bahnstrecke zunehmend an Bedeutung. Auch die EU-Osterweiterung trägt dazu bei, dass sich diese Strecke zu einer Hauptlinie vor allem für den Güterverkehr entwickelt.
Ein großzügiger Ausbau der Strecke ist seit Jahren in Planung und im Hinblick auf die zukünftige Verkehrsentwicklung auch dringend notwendig. Vor allem durch den Bau der Koralmbahn sollte Bewegung in den Ausbau der Steirischen Ostbahn kommen, da diese direkt unter Umfahrung von Graz angeschlossen werden soll (siehe Ausbaupläne).
Auf ungarischer Seite wurden durch die RÖEE/GySEV im Abschnitt Sopron − Steinamanger/Szombathely bereits umfangreiche Ausbaumaßnahmen (Oberbauverstärkung und Elektrifizierung) gesetzt. Nach der im Dezember 2006 erfolgten Übernahme der Strecke Steinamanger/Szombathely − Körmend − Sankt Gotthard/Szentgotthárd durch die RÖEE/GySEV (bisheriger Betreiber: MÁV) wurde von 1. Oktober 2009 bis 2. Dezember 2010 auch die Strecke Szombathely-Szentgotthárd saniert und elektrifiziert.
Die Strecke wird von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben. Die Züge werden als REX und als S3 geführt, wobei zwischen Fehring und Szentgotthard alle Züge als REX oder als R verkehren. An Werktagen verkehren die Züge in den stark frequentierten Morgen-, Nachmittags- und Abendstunden in rund 30-minütigen Intervallen, zu allen anderen Betriebszeiten im 1-Stunden-Takt. An Werktagen verlässt der erste Zug Fehring um 04:09 Uhr und trifft um 05:22 Uhr in Graz Hbf ein. Täglich verlässt der letzte Zug Graz Hbf um 00:08 Uhr und trifft um 01:21 Uhr in Fehring ein. An Sonn- und Feiertagen fährt der erste Zug ab Fehring um 04:39 Uhr mit Ankunft in Graz Hbf um 05:52 Uhr. Bahnreisende, die an Sonn- und Feiertagen in Graz Hbf in eine Direktverbindung nach Salzburg Hbf umsteigen wollen, können ihre Fahrt erst um 11:37 Uhr fortsetzen.
Die Zulassung zum Befahren der Strecke bis zur österreichischen Staatsgrenze haben auch die Steiermärkischen Landesbahnen. Diese führen als S31 an Werktagen (außer Samstag) fünf direkte Züge von Weiz nach Graz Hbf, sowie vier direkte Züge von Graz Hbf nach Weiz, die im Abschnitt zwischen Gleisdorf-Graz die Steirische Ostbahn befahren. Die StLB setzen auf der Strecke Weiz-Gleisdorf-Graz Diesel-Gelenktriebwagen (5062, Stadler-GTW 2/6) oder dieselhydraulische Triebwagen (5047) ein.
Von der steirischen Ostbahn zweigen drei Bahnstrecken ab:
- In Fehring die sogenannte Thermenbahn nach Friedberg und weiter nach Wiener Neustadt
- In Feldbach die Landesbahn Feldbach — Bad Gleichenberg
- In Gleisdorf Landesbahn Gleisdorf — Weiz
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Mitte der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde in Graz ein Consortium zur Anlage und zum Bau der damals sogenannten Locomotiv Eisenbahn, der heutigen steirischen Ostbahn, zwischen Raab/Győr und Graz gegründet.
Dabei wurden für den österreichischen Teil drei Trassenführungen in Betracht gezogen:
- 1. ungarische Grenze − Fürstenfeld − Ilz − Gleisdorf − Graz
- 2. ungarische Grenze − Fehring − Feldbach − Studenzen − Gleisdorf − Talschluss Nestelbach − Autal − Graz
- 3. ungarische Grenze − Fehring − Feldbach − Gleisdorf − Laßnitzthal − Schemerlberg − Graz
Nachdem anfangs für die Variante 2 entschieden wurde, leisteten Bauern und Grundeigentümer vor allem im Raum Nestelbach Widerstand. Mit dem Argument, "die Bahn würde ihre Felder anzünden" erwirkten sie eine Umtrassierung auf die Variante 3.[2]
Die Strecke gehörte zur Ungarischen Westbahn von Győr nach Graz. Am 1. September 1872 wurde die Strecke Sankt Gotthard/Szentgotthárd − Staatsgrenze n. Mogersdorf − Jennersdorf eröffnet. Am 1. Mai 1873 erfolgte die Eröffnung der Gesamtstrecke von Jennersdorf bis Graz.
Im August 1883 erteilte das k.k. Handelsministerium dem Johann Berghofer, Mühlen- und Realitätenbesitzer in Fehring, nebst Genossen die erbetene Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine schmalspurige Vicinalbahn von Fehring über Gleichenberg nach Radkersburg.[3] Dieses Projekt, das etwa ein Jahr vor Erteilung der Konzession zum Bau und Betrieb der Locomotiveisenbahn von Fehring nach Fürstenfeld[4] beim Handelsministerium beantragt (amtsevident) wurde und mit dieser in keinem Zusammenhang stand, hat in der Folge keine Verwirklichung gefunden.
Ungarischer Teil [Bearbeiten]
- Siehe Ungarische Westbahn
Triebfahrzeuge [Bearbeiten]
- ÖBB 2016 Herkules
- ÖBB 5022 Desiro
- StLB 5062(Stadler-GTW 2/65047)
- StLB 5047
- ÖBB 5047 (wurden durch die ÖBB 5022 ersetzt)
- ÖBB 2043, ÖBB 2143 (wurden weitgehend durch die ÖBB 2016 ersetzt)
Wagenmaterial [Bearbeiten]
- City-Shuttle-Garnituren mit ÖBB 2016 (Herkules) als Triebfahrzeug.
- Dieseltriebwagen ÖBB 5022 (Desiro)
Ausbaupläne [Bearbeiten]
Ausweichbahnhöfe [Bearbeiten]
Seit 2007 befindet sich ein S-Bahn-System für den Großraum Graz im Probebetrieb. Die steirische Ostbahn konnte in dieses System wegen unzureichender Infrastruktur jedoch nicht mit einbezogen werden. Der Bau von drei Ausweichbahnhöfen in Autal, Laßnitzthal und Takern bis Ende 2010 schuf daher vorerst Abhilfe. In Autal ist die Ausweiche an der alten Haltestelle entstanden, die Haltestelle selbst jedoch um einige Kilometer versetzt in Hart bei Graz neu errichtet worden. In Takern II wurde die neue Haltestelle mit Ausweiche zwischen dem Bahnhof Takern und der Haltestelle Kroisbach-Zöbling eingerichtet, die damit diese beiden Stationen ersetzt. In Laßnitzthal sind Ausweichbahnhof und Station am Platz der alten Haltestelle errichtet worden, nach der Fertigstellung der Gleisbau- und Bahnsteigbauarbeiten wurde das alte Bahnhofsgebäude Anfang 2011 abgerissen.
Hochleistungsstrecke [Bearbeiten]
Die ÖBB haben jedoch größere Pläne mit der steirischen Ostbahn: Zwischen Graz und Gleisdorf soll die Strecke zur Hochleistungsbahn ausgebaut werden. Für die Trassenplanung dieser Hochleistungsstrecke zwischen Raaba und Gleisdorf wurden bereits Informationsbüros in Graz und Gleisdorf eingerichtet. Durch eine durchgehend zweigleisige Führung, vollständige Elektrifizierung und Verlegung der Trasse nach Süden (zwischen Raaba und Lassnitztal) mit circa 6 km Tunnelstrecke im Bereich Lassnitzhöhe sollen Reisegeschwindigkeiten bis zu 160 km/h und damit eine Verkürzung der Fahrzeit Graz - Gleisdorf von 31 auf 22 Minuten ermöglicht werden. Sobald der Trassenentwurf ÖBB-intern abgesegnet ist, soll die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingeleitet werden. Zwischen 2010 und 2015 soll die Umweltverträglichkeitsprüfung und das eisenbahnrechtliche Genehmigungsverfahren (Baubewilligung) abgeschlossen sein und der Bau beginnen.[5]
Verbindung mit der Koralmbahn [Bearbeiten]
Zwischen Raaba und Feldkirchen ist entlang der Südautobahn eine eingleisige Verbindungsstrecke zur Koralmbahn geplant. Hierdurch soll ein leistungsstarker Ost-West-Korridor geschaffen werden.
Generalverkehrsplan [Bearbeiten]
Im Generalverkehrsplan wurde die Steirische Ostbahn von der österreichischen Bundesregierung am 25. Februar 2002 im Paket 2. unter den Punkten "Elektrifizierung steirische Ostbahn", "selektiver zweigleisiger Ausbau Gleisdorf − Szentgotthard" und "Errichtung von drei neuen Betriebsausweichen auf der Steirischen Ostbahn" angeführt.
Bildgalerie [Bearbeiten]
-
Desiro-Dreifachgarnitur der ÖBB bei Lödersdorf
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5022|ÖBB bei Studenzen | Fladnitz im Raabtal
-
Aufnahmegebäude im Bahnhof Jennersdorf
-
Wieselzug im Bahnhof Jennersdorf
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://www.eisenbahntunnel.at/inhalt/tunnelportale/41401.html#lassnitz
- ↑ Marktgemeinde Laßnitzhöhe und Bgm. Josef Großschädl (Hrsg.): Marktgemeinde Laßnitzhöhe, Ortsgeschichte, Brockamp Verlags-, Presse- und Werbe GmbH, Laßnitzhöhe.
- ↑ Handel, Industrie, Verkehr, Landwirthschaft. (Vorconcession.) Wiener Zeitung, 28. September 1883[1]
- ↑ R. G. Bl. Nr. 133/1884
- ↑ Anrainerinformation der ÖBB über den Ausbau der steirischen Ostbahn
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage der Österreichischen Bundesbahnen Fahrplanauskünfte usw.
- Über die Ausbaupläne
- Aktueller Fahrplan der ÖBB. (.pdf)