Feldbach (Steiermark)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen von Feldbach
Feldbach (Österreich)
DEC
Feldbach
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Steiermark
Politischer Bezirk Feldbach (FB)
Fläche 3,2 km²
Koordinaten 46° 57′ N, 15° 53′ O46.95515.888333333333282Koordinaten: 46° 57′ 18″ N, 15° 53′ 18″ O
Höhe 282 m ü. A.
Einwohner 4691 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 1466 Einwohner je km²
Postleitzahl 8330
Vorwahlen +43 3152
Gemeindekennziffer 6 04 11
AT224
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Hauptplatz 13
8330 Feldbach
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Kurt Deutschmann (SPÖ)
Gemeinderat (2005)
(21 Mitglieder)
12 SPÖ, 7 ÖVP, 1 FPÖ, 1 Grüne
Lage der Stadt Feldbach
Karte

Feldbach ist die Bezirkshauptstadt des politischen Bezirkes Feldbach im Südosten der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Feldbach liegt am östlichen Ufer der Raab, dort wo die wichtige Nord-Südverbindung Hartberg-Bad Radkersburg das Raabtal quert.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Geschichte

Funde der Jungsteinzeit belegen, dass das Raabtal in diesem Bereich schon damals besiedelt war. Auch aus der Hallstattzeit gibt es Gräberfunde, allerdings am linken, nördlichen Raabufer.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1188 als „Velwinbach“. Die Pfarre ist seit 1232 nachgewiesen. 1265 erfolgte die Markterhebung, durch welche auch der Handel einen Aufschwung erhielt. Im Zusammenhang damit steht auch die Verwendung des „Steinernen Metzen“, der als Eichmaß in weiten Teilen der Oststeiermark verwendet wurde.

Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Gebiet um Feldbach wiederholt durch das sich stark ausbreitende Fehdewesen sowie Invasionen von Ungarn und Türken in Mitleidenschaft gezogen, wobei auch der Markt mehrmals geplündert und zerstört wurde. 1469 beispielsweise fielen die Truppen Andreas Baumkirchers über Feldbach her und verwüsteten den gesamten Ort. Dieses Ereignis dürfte auch den Ausschlag für die Errichtung des Tabors gegeben haben.

Nachdem 1605 die mit den Türken verbündeten Heiducken ins Raabtal eingefallen waren und Feldbach am 26. Oktober mit Ausnahme des Tabors völlig zerstört hatten, wurde eine geschlossene Befestigungsanlage mit Stadttoren um den ganzen Ort errichtet.

Großen Aufschwung erhielt die Stadt durch die Eröffnung der Ungarischen Westbahn 1873. Gleichzeitig begann auch lebhafter Kurbetrieb im nahen Kurort Bad Gleichenberg. In diese Zeit fällt auch die Stadterhebung von Feldbach (1884) und der Neubau der Pfarrkirche 1898-1900.

Während des 1. Weltkriegs bestand in Feldbach ein Kriegsgefangenenlager, in welchem sich im Mai 1915 auch ca. 40.000 Gefangene und 10.000 Soldaten als Wachmannschaft befanden. Die Gefangenen wurden, aufgrund der unklaren Lage an der Italienfront (Fluchtgefahr), nach Ostungarn verlegt. Anschließend wurde das Lager in ein Etappenspital mit 6.500 Krankenbetten umgewandelt (modernste Augenklinik dieser Zeit in Europa).

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2005 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

  • Historisches Museum und Handwerksmuseum im Feldbacher Tabor: Im so genannten „Hexenkeller“ des 1474 errichteten Gebäudes waren während des Feldbacher Hexenprozesses (1673-75) die Angeklagten eingekerkert.

[Bearbeiten] Bauwerke

Pfarrkirche Hl. Leonhard
Villa Hold
  • alte Pfarrkirche: gotischer Kern aus dem 14. Jahrhundert, 1688 barockisiert, damals Turm mit Zwiebeldach. 1945 wurde der Turm gesprengt und die Kirche schwer beschädigt; seit 1956 ist sie als Kriegergedächtnisstätte gestaltet. Im Altarraum befindet sich ein Kreuzigungsgruppe von Veit Königer um 1780.
  • Pfarrkirche St. Leonhard: 1898-1900 im Stil der Renaissance von Johann Pascher errichtet.
  • Villa Hold

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Sommerfestspiele mit Klassischer Musik, und Kabarett Ende Juni bis Anfang Juli

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

In Feldbach befindet sich die Von der Groeben-Kaserne des österreichischen Bundesheeres, in der das Kommando, die Stabsbatterie sowie die 1. und 2. Artilleriebatterie des Artillerieregiment 1 untergebracht sind. Wegen der neuen Heeresreform wird das Regiment voraussichtlich im Juli 2008 in Aufklärungs-Artilleriebataillon 7 (AAB7) umbenannt. Die Stabsbatterie wird zur Stabskompanie und die Artilleriebatterien in Panzerhaubitzbatterien umbenannt.

[Bearbeiten] Bildung

Folgende Schulen sind in Feldbach angesiedelt:

  • Oberstufenrealgymnasium
  • Handelsakademie und Handelsschule
  • Höhere Lehranstalt für hauswirtschaftliche Berufe
  • Hauswirtschaftsschule
  • Polytechnische Schule
  • Landesberufsschule

[Bearbeiten] Verkehr

In Feldbach trifft die steirische Ostbahn mit der Landesbahn Feldbach–Bad Gleichenberg zusammen.

Gleichzeitig ist Feldbach Verkehrsknotenpunkt von drei Bundesstraßen, nämlich B66 (Halbenrain-Ilz), B57 (Feldbach-Oberwart) sowie B68 (Gleisdorf-Feldbach).

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Feldbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen