Feldbach (Steiermark)

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Feldbach
Wappen von Feldbach
Feldbach (Steiermark) (Österreich)
Feldbach (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: FB)
Fläche: 67,28 km²
Koordinaten: 46° 57′ N, 15° 53′ O46.95515.888333333333282Koordinaten: 46° 57′ 18″ N, 15° 53′ 18″ O
Höhe: 282 m ü. A.
Einwohner: 13.114 (1. Jän. 2015)
Postleitzahlen: 8330, 8332, 8333, 8334, 8344
Vorwahl: +43 3152
Gemeindekennziffer: 6 23 79
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 13
8330 Feldbach
Website: www.feldbach-stadt.at
Politik
Regierungskommissär Dr. Michael Mehsner
Gemeinderat: (2015)
(31 Mitglieder)
18
8
4
1
18 
Von 31 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Feldbach im Bezirk Südoststeiermark
Bad Gleichenberg Bad Radkersburg Deutsch Goritz Edelsbach bei Feldbach Eichkögl Fehring Feldbach Gnas Halbenrain Jagerberg Kapfenstein Kirchbach in der Steiermark Kirchberg an der Raab Klöch Mettersdorf am Saßbach Mureck Murfeld Paldau Pirching am Traubenberg Riegersburg Sankt Anna am Aigen Sankt Peter am Ottersbach Sankt Stefan im Rosental Straden Tieschen Unterlamm SteiermarkLage der Gemeinde Feldbach (Steiermark) im Bezirk Südoststeiermark (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das Rathaus in Feldbach
Das Rathaus in Feldbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Der Hauptplatz von Feldbach
Das „Grazer Tor“ war Teil einer geschlossenen Befestigungsanlage

Feldbach ist eine Stadt im Südosten der Steiermark mit 13.114 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015).[1] Sie ist Sitz der Bezirkshauptmannschaft des politischen Bezirks Südoststeiermark.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Feldbach liegt am östlichen Ufer der Raab, dort wo die wichtige Nord-Südverbindung Hartberg-Bad Radkersburg das Raabtal quert.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 18 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Auersbach, Feldbach, Gniebing, Gossendorf, Leitersdorf, Mühldorf, Oedt, Raabau und Weißenbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Edelsbach bei Feldbach

Kirchberg an der Raab
Markt Hartmannsdorf
Bez. Weiz
Riegersburg
Paldau Nachbargemeinden Fehring
Gnas Bad Gleichenberg Kapfenstein

Geschichte[Bearbeiten]

Funde der Jungsteinzeit belegen, dass das Raabtal in diesem Bereich schon damals besiedelt war. Auch aus der Hallstattzeit gibt es Gräberfunde, allerdings am linken, nördlichen Raabufer.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1188 als „Velwinbach“. Die Pfarre ist seit 1232 nachgewiesen. 1265 erfolgte die Markterhebung, durch welche auch der Handel einen Aufschwung erhielt. Im Zusammenhang damit steht auch die Verwendung des „Steinernen Metzen“, der als Eichmaß in weiten Teilen der Oststeiermark verwendet wurde.

Blick von Feldbach auf die Riegersburg um 1820, Lith. J.F. Kaiser

Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Gebiet um Feldbach wiederholt durch das sich stark ausbreitende Fehdewesen sowie Invasionen von Ungarn und Türken in Mitleidenschaft gezogen, wobei auch der Markt mehrmals geplündert und zerstört wurde. 1469 beispielsweise fielen die Truppen Andreas Baumkirchers über Feldbach her und verwüsteten den gesamten Ort. Dieses Ereignis dürfte auch den Ausschlag für die Errichtung des Tabors gegeben haben.

Nachdem 1605 die mit den Türken verbündeten Heiducken ins Raabtal eingefallen waren und Feldbach am 26. Oktober mit Ausnahme des Tabors völlig zerstört hatten, wurde eine geschlossene Befestigungsanlage mit Stadttoren um den ganzen Ort errichtet.

Großen Aufschwung erhielt die Stadt durch die Eröffnung der Ungarischen Westbahn im Jahr 1873. Gleichzeitig begann auch lebhafter Kurbetrieb im nahen Kurort Bad Gleichenberg. In diese Zeit fällt auch die Stadterhebung von Feldbach (1884) und der Neubau der Pfarrkirche 1898-1900.

Während des Ersten Weltkrieges bestand in Feldbach ein Kriegsgefangenenlager, in welchem sich im Mai 1915 auch ca. 40.000 Gefangene und 10.000 Soldaten als Wachmannschaft befanden. Die Gefangenen wurden, aufgrund der unklaren Lage an der Italienfront (Fluchtgefahr), nach Ostungarn verlegt. Anschließend wurde das Lager in ein Etappenspital mit 6.500 Krankenbetten umgewandelt (modernste Augenklinik dieser Zeit in Europa).

Seit 1. Jänner 2015 ist die Stadt im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit den ehemaligen Gemeinden Auersbach, Gniebing-Weißenbach, Gossendorf, Leitersdorf im Raabtal, Mühldorf bei Feldbach und Raabau zusammengeschlossen. Die neue vergrößerte Gemeinde führt den Namen „Feldbach“.[3]

Als Folge der Gemeindezusammenlegung verfügt die Stadtgemeinde Feldbach nunmehr über acht Freiwillige Feuerwehren: FF Auersbach, FF Edersgraben, FF Feldbach, FF Gniebing, FF Gossendorf, FF Leitersdorf, FF Mühldorf und FF Raabau. Darüber hinaus ist die Betriebsfeuerwehr der Firma Boxmark im Gebiet der Stadtgemeinde situiert.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,80 %
(-4,85 %p)
41,64 %
(+10,38 %p)
3,60 %
(-2,54 %p)
3,15 %
(-3,80 %p)
0,80 %
(n. k.)
2005

2010


Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 12 SPÖ - stellt den Bürgermeister
  • 9 ÖVP

Wappen[Bearbeiten]

Abzeichen mit Wappen zum Landesfeuerwehrtag 1949

Die Wappenverleihung erfolgte am 1. Februar 1909 durch Kaiser Franz Joseph I.
Wappenbeschreibung: In einem ovalen silbernen Schilde hält ein nach vorwärts gewendeter Engel mit silbernen Flügeln ein bis zum Fußrande des Hauptschildes herabreichendes blaues Schildchen an beiden Oberecken vor sich. Dieses Schildchen zeigt in einem den Schildesfuß ausfüllenden Gewässer einen nach rechts schwimmenden Fisch, dessen Rücken über die Wasserfläche emporragt. Den Hauptschild umgibt eine ornamentale bronzefarbene Randeinfassung, auf deren Hauptrande eine silberfarbene Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen ruht.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Feldbach befindet sich die Von der Groeben-Kaserne des österreichischen Bundesheeres, wo auch Teile des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 7 stationiert sind.

Bildung[Bearbeiten]

Folgende Schulen sind in Feldbach angesiedelt:

  • Oberstufenrealgymnasium
  • Handelsakademie und Handelsschule
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
  • Hauswirtschaftsschule
  • Polytechnische Schule
  • Landesberufsschule

Zum Hoheitsbereich der Stadt gehören folgende Schulen:[4]

  • Allgemeine Sonderschule Feldbach
  • Volksschule Gossendorf
  • Volksschule Feldbach I
  • Volksschule Feldbach II
  • Neue Mittelschule & Sportmittelschule Feldbach
  • Neue Mittelschule Feldbach II
  • Polytechnische Schule Feldbach
  • Vulkanschule Auersbach, Wetzelsdorf

sowie die Musikschulen

  • Musikschule der Stadt Feldbach
  • Musik im Vulkan.

Verkehr[Bearbeiten]

In Feldbach trifft die steirische Ostbahn mit der Landesbahn Feldbach–Bad Gleichenberg zusammen.

Gleichzeitig ist Feldbach Verkehrsknotenpunkt von drei Bundesstraßen, nämlich B66 (Halbenrain-Ilz), B57 (Feldbach-Oberwart) sowie B68 (Gleisdorf-Feldbach).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick vom Steinberg auf den Steinbruch Mühldorf und die Stadt Feldbach
Pfarrkirche Hl. Leonhard
Villa Hold
Feldbach und Umgebung vom Steinberg_Panorama
Blick vom Kalvarienberg auf Feldbach
Feldbach von Nordwesten

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Sommerfestspiele mit Klassischer Musik, und Kabarett Ende Juni bis Anfang Juli
  • alle zwei Jahre wird hier der Christian Schölnasts Stiftungspreis für literarische Arbeiten zur steirischen Volks- und Landeskunde vergeben
  • jährlich finden im Museum im Tabor Sonderausstellungen statt

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Grasmug: 8 Jahrhunderte Feldbach, 100 Jahre Stadt. Stadtgemeinde Feldbach, Feldbach 1984, OBV.
  • Rainer Karasek, Gerhard Jettl (Mitarb.): Die Garnisonsstadt Feldbach und die Artilleriekaserne von der Groeben – von der Geschichte zur Gegenwart. Austria Medien Service, Graz 2000, OBV.
  • Rudolf Grasmug: 125 Jahre Stadt Feldbach. Stadtbuch. Stadtgemeinde Feldbach, Feldbach 2009, OBV.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feldbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 14. November 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Feldbach und der Gemeinden Auersbach, Gniebing-Weissenbach, Gossendorf, Leitersdorf im Raabtal, Mühldorf bei Feldbach und Raabau, alle politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 2. Dezember 2013. Nr. 145, 34. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 673.
  4. a b Stadtgemeinde Feldbach: Die neue Organisationsstruktur der Stadtgemeinde Feldbach (pdf-Dokument, 166 KB; abgerufen am 2. Februar 2015)
  5. R(einer) Puschnig: Die vor 1945 verliehenen steirischen Gemeindewappen. In: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs. Band 13.1963. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 1963, ZDB-ID 510427-0, OBV, S. 71 f.
  6. Antonia Nitsch: Der Feldbacher Baumeister und Bürgermeister Johann Tengler (1814-1899). Baukultur und Lokalpolitik in der Südoststeiermark in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diplomarbeit. Universität Graz, Graz 2009. – Volltext online (PDF; 3,5 MB).