Feldbach (Steiermark)
| Feldbach | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Steiermark | |
| Politischer Bezirk: | Südoststeiermark | |
| Kfz-Kennzeichen: | SO (ab 1.7.2013; alt FB und RA) | |
| Fläche: | 3,21 km² | |
| Koordinaten: | 46° 57′ N, 15° 53′ O46.95515.888333333333282Koordinaten: 46° 57′ 18″ N, 15° 53′ 18″ O | |
| Höhe: | 282 m ü. A. | |
| Einwohner: | 4.643 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1.446 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 8330 | |
| Vorwahl: | +43 3152 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 23 16 | |
| NUTS-Region | AT224 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptplatz 13 8330 Feldbach |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Kurt Deutschmann (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2010) (21 Mitglieder) |
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Das Rathaus in Feldbach |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Feldbach ist die Bezirkshauptstadt des politischen Bezirkes Südoststeiermark im Südosten der Steiermark mit 4643 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Feldbach liegt am östlichen Ufer der Raab, dort wo die wichtige Nord-Südverbindung Hartberg-Bad Radkersburg das Raabtal quert.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
- im Norden: Kornberg bei Riegersburg, Raabau
- im Süden und Osten: Mühldorf bei Feldbach
- im Süden und Westen: Gniebing-Weißenbach
Geschichte [Bearbeiten]
Funde der Jungsteinzeit belegen, dass das Raabtal in diesem Bereich schon damals besiedelt war. Auch aus der Hallstattzeit gibt es Gräberfunde, allerdings am linken, nördlichen Raabufer.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1188 als „Velwinbach“. Die Pfarre ist seit 1232 nachgewiesen. 1265 erfolgte die Markterhebung, durch welche auch der Handel einen Aufschwung erhielt. Im Zusammenhang damit steht auch die Verwendung des „Steinernen Metzen“, der als Eichmaß in weiten Teilen der Oststeiermark verwendet wurde.
Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Gebiet um Feldbach wiederholt durch das sich stark ausbreitende Fehdewesen sowie Invasionen von Ungarn und Türken in Mitleidenschaft gezogen, wobei auch der Markt mehrmals geplündert und zerstört wurde. 1469 beispielsweise fielen die Truppen Andreas Baumkirchers über Feldbach her und verwüsteten den gesamten Ort. Dieses Ereignis dürfte auch den Ausschlag für die Errichtung des Tabors gegeben haben.
Nachdem 1605 die mit den Türken verbündeten Heiducken ins Raabtal eingefallen waren und Feldbach am 26. Oktober mit Ausnahme des Tabors völlig zerstört hatten, wurde eine geschlossene Befestigungsanlage mit Stadttoren um den ganzen Ort errichtet.
Großen Aufschwung erhielt die Stadt durch die Eröffnung der Ungarischen Westbahn im Jahr 1873. Gleichzeitig begann auch lebhafter Kurbetrieb im nahen Kurort Bad Gleichenberg. In diese Zeit fällt auch die Stadterhebung von Feldbach (1884) und der Neubau der Pfarrkirche 1898-1900.
Während des Ersten Weltkrieges bestand in Feldbach ein Kriegsgefangenenlager, in welchem sich im Mai 1915 auch ca. 40.000 Gefangene und 10.000 Soldaten als Wachmannschaft befanden. Die Gefangenen wurden, aufgrund der unklaren Lage an der Italienfront (Fluchtgefahr), nach Ostungarn verlegt. Anschließend wurde das Lager in ein Etappenspital mit 6.500 Krankenbetten umgewandelt (modernste Augenklinik dieser Zeit in Europa).
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
Wappen [Bearbeiten]
Die Wappenverleihung erfolgte am 1. Februar 1909 durch Kaiser Franz Joseph I.
Wappenbeschreibung: In einem ovalen silbernen Schilde hält ein nach vorwärts gewendeter Engel mit silbernen Flügeln ein bis zum Fußrande des Hauptschildes herabreichendes blaues Schildchen an beiden Oberecken vor sich. Dieses Schildchen zeigt in einem den Schildesfuß ausfüllenden Gewässer einen nach rechts schwimmenden Fisch, dessen Rücken über die Wasserfläche emporragt. Den Hauptschild umgibt eine ornamentale bronzefarbene Randeinfassung, auf deren Hauptrande eine silberfarbene Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen ruht.[1]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
In Feldbach befindet sich die Von der Groeben-Kaserne des österreichischen Bundesheeres, in der das Kommando, die Stabsbatterie sowie die 1. und 2. Artilleriebatterie des Artillerieregiment 1 untergebracht sind. Wegen der neuen Heeresreform wird das Regiment voraussichtlich im Juli 2008 in Aufklärungs-Artilleriebataillon 7 (AAB7) umbenannt. Die Stabsbatterie wird zur Stabskompanie und die Artilleriebatterien in Panzerhaubitzbatterien umbenannt.
Bildung [Bearbeiten]
Folgende Schulen sind in Feldbach angesiedelt:
- Oberstufenrealgymnasium
- Handelsakademie und Handelsschule
- Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
- Hauswirtschaftsschule
- Polytechnische Schule
- Landesberufsschule
Verkehr [Bearbeiten]
In Feldbach trifft die steirische Ostbahn mit der Landesbahn Feldbach–Bad Gleichenberg zusammen.
Gleichzeitig ist Feldbach Verkehrsknotenpunkt von drei Bundesstraßen, nämlich B66 (Halbenrain-Ilz), B57 (Feldbach-Oberwart) sowie B68 (Gleisdorf-Feldbach).
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke und Denkmäler [Bearbeiten]
- Pfarrkirche St. Leonhard: 1898-1900 im Stil der Renaissance von Johann Pascher errichtet. Mit alter Pfarrkirche: gotischer Kern aus dem 14. Jahrhundert, 1688 barockisiert, damals Turm mit Zwiebeldach. 1945 wurde der Turm gesprengt und die Kirche schwer beschädigt; seit 1956 ist sie als Kriegergedächtnisstätte gestaltet. Im Altarraum befindet sich ein Kreuzigungsgruppe von Veit Königer um 1780.
- Villa Hold
- Museum im Tabor: Im Hexenkeller des 1474 errichteten Gebäudes waren während des Feldbacher Hexenprozesses (1673-75) die Angeklagten eingekerkert.
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Sommerfestspiele mit Klassischer Musik, und Kabarett Ende Juni bis Anfang Juli
- alle zwei Jahre wird hier der Christian Schölnasts Stiftungspreis für literarische Arbeiten zur steirischen Volks- und Landeskunde vergeben
- jährlich finden im Museum im Tabor Sonderausstellungen statt
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- 2004 Fritz Luttenberger (* 1932), Bürgermeister
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Wieland Backes (* 1946), Moderator der SWR-Sendung Nachtcafe
- Judith Draxler (* 1970), Österr. Staatsmeisterin und Olympiateilnehmerin in verschiedenen Schwimmdisziplinen
- Edi Köhldorfer (* 1966), Gitarrist, Komponist, Arrangeur und Buchautor
- Michelle Luttenberger (* 1990), Sängerin
- Erwin Pfundner (* 1954), Mitglied der Schlagerband "Die Paldauer"
- Thomas Spitzer (* 1953), Sänger und Texter (EAV)
- Johann Tengler (1814–1899), Baumeister, Bürgermeister [2]
- Siegfried Wolf (* 1957), Chief Executive Officer von Magna International Inc.
Literatur [Bearbeiten]
- Rudolf Grasmug: 8 Jahrhunderte Feldbach, 100 Jahre Stadt. Stadtgemeinde Feldbach, Feldbach 1984. [3]
- Rainer Karasek, Gerhard Jettl (Mitarb.): Die Garnisonsstadt Feldbach und die Artilleriekaserne von der Groeben – von der Geschichte zur Gegenwart. Austria Medien Service, Graz 2000. [4]
- Rudolf Grasmug: 125 Jahre Stadt Feldbach. Stadtbuch. Stadtgemeinde Feldbach, Feldbach 2009. [5]
Weblinks [Bearbeiten]
- Stadtgemeinde Feldbach
- Tourismusverband Feldbach
- Museum im Tabor
- 3D-Rundgang durch die Stadt Feldbach. In: Kleine Zeitung, November 2010
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ R(einer) Puschnig: Die vor 1945 verliehenen steirischen Gemeindewappen. In: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs. Band 13.1963. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 1963, ZDB-ID 510427-0, S. 71 f.
- ↑ Antonia Nitsch: Der Feldbacher Baumeister und Bürgermeister Johann Tengler (1814-1899). Baukultur und Lokalpolitik in der Südoststeiermark in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diplomarbeit. Universität Graz, Graz 2009. – Volltext online (PDF).
- ↑ Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
- ↑ Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
- ↑ Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
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