KK Partizan Belgrad

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Partizan NIS
Vereinswappen
Spitzname Crno-Beli („Die Schwarz-Weißen“),
Parni Valjak („Die Dampfwalze“)
Gegründet 4. Oktober 1945
Halle Pionir-Halle
(8.150 Plätze)
Kombank-Arena
(23.000 Plätze)
Homepage kkpartizan.rs
Präsident Predrag Danilović
Trainer Duško Vujošević
Liga Euroleague
ABA-Liga
Serbische Basketballliga
Farben schwarz-weiß
Trikotfarben
Trikotfarben
Kit shorts.svg
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Kit shorts.svg
Auswärts
Erfolge
Europapokal der Landesmeister (1)
Korać-Cup (3)
Jugoslawischer bzw. Serbischer Meister (20)
Jugoslawischer bzw. Serbischer Pokalsieger (13)
ABA-Meister (6)

Der Košarkaški Klub Partizan (serbisch-kyrillisch Кошаркашки клуб Партизан, deutsch Basketballklub Partizan), aus Sponsoringgründen momentan Partizan NIS, gewöhnlich als Partizan bekannt, ist die Basketballabteilung des serbischen Sportvereins Partizan Belgrad. Der Hauptstadtklub hat seine ganze Geschichte in der Spitzengruppe des jugoslawischen und serbischen Basketballs verbracht.

Mit insgesamt 43 Trophäen, davon 20 nationale Meisterschaften, 13 nationale Pokale, 6 ABA-Titel, sowie mit 3 Korać-Cups, der ehemals drittbedeutendste Europapokal, sowie dem Europapokal der Landesmeister und somit vier Europapokal-Trophäen, ist Partizan der erfolgreichste Basketballverein Serbiens und ehemaligen Jugoslawiens sowie einer der erfolgreichsten in Europa. Durch den Gewinn des Europapokals der Landesmeister, der jugoslawischen Meisterschaft und des nationalen Pokalwettbewerbs in der Saison 1991/92, gelang erstmals einer jugoslawischen bzw. serbischen Mannschaft das sogenannte Triple.

Seine Heimspiele bestreitet der Verein seit 1973 in der Pionir-Halle, sowie seit 2009 in der Kombank-Arena. Mit dem Stadtrivalen Roter Stern verbindet Partizan eine der bekanntesten Rivalitäten des Sports überhaupt, sowie einer der bekanntesten Basketballderbys weltweit. Dieses Aufeinandertreffen ist als das Ewige Derby bekannt. Nach einer Einladung der Phoenix Suns und den Denver Nuggets 2009, trat Partizan als erste serbische Mannschaft gegen Teams aus der US-Amerikanischen Basketball-Liga NBA an.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Basketballverein wurde 1945 von hohen Offizieren als Verein der jugoslawischen Volksarmee gegründet. 1953 erfolgte die Trennung von der Armee und die Zuordnung zur jugoslawischen Sportgemeinschaft Partizan. Der Verein war von Beginn an sehr erfolgreich und gewann bereits 1945 bei einem Turnier, an dem jeweils eine Mannschaft aus allen Teilrepubliken teilnahm.

In seinen ersten 25 Jahren des bestehens, lieferte Partizan viele Spieler, die in der Nationalmannschaft Jugoslawiens eingesetzt wurden, darunter Mirko Marjanović, Boža Munćan, Radomir Šaper, Vilmoš Loci, Lajoš Engler, Čeda Stojičević, Bora Stanković, Borislav Ćurčić, Branko Radović, Radovan Radović, Miloš Bojović, Dragutin Čermak oder Slobodan Jelić.

1970er und frühe 1980er Jahre[Bearbeiten]

Zwar wurde Partizan Anfang der 1970er Jahre fünfmal Vizemeister, musste auf den ersten Titelgewinn aber bis 1976 warten. Dieser stellte zugleich auch den ersten Höhepunkt einer kontinuierlichen Entwicklung dar, die darauf basierte ehemalige Spieler als Trainer zu verpflichten, die wiederum konsequent auf junge Talente setzten. Es folgten zwei Siege im Korać-Cup, dem drittbedeutendste Europapokal, nachdem man 1978 im Finale in Banja Luka mit 117:110 gegen KK Bosna gewann und auch 1979 gegen den italienischen Vertreter AMG Sebastiani Basket Rieti mit 108:98 die Oberhand behielt. 1979 holte man zudem den jugoslawischen Pokal mit einem Sieg über den KK Zadar, sowie 1981 noch einmal den Meistertitel. Prägende Spieler dieser Zeit waren unter anderem Dražen Dalipagić, Dragan Kićanović, Farčić, Todorić, Kerkez, Marić, Petrović, Pešić, Berals, Zecević und Savović.

Späte 1980er Jahre[Bearbeiten]

An diese Erfolge konnte der Verein Ende der 1980er anknüpfen. In dieser Zeit schafften Spieler wie Aleksandar Đorđević, Vlade Divac, Žarko Paspalj, Ivo Nakić und Miroslav Pecarskog den Sprung aus der Jugend in die erste Mannschaft. Mit Unterstützung der älteren Generation um Željko Obradović, Milenko Savović und Goran Grbović holte man 1987 erneut den Meistertitel. Ein Jahr später sorgte man auch international wieder für Aufsehen, als man sich nach einer sensationellen Siegesserie unter anderem gegen Aris Thessaloniki, den FC Barcelona und den späteren Finalisten Maccabi Tel Aviv und Philips Mailand für das Final Four im Europapokal der Landesmeister in Belgien qualifizieren konnte. Dort kam man allerdings nur auf den dritten Platz. 1989 gewann man dafür erneut und zum mittlerweile dritten Mal den Korać Cup gewinnen. Im Finale besiegte man den italienischen Vertreter Pallacanestro Cantù. Durch einen Sieg gegen Jugoplastika Split sicherte man sich im selben Jahr zudem den nationalen Pokal.

1990er Jahre[Bearbeiten]

Nach den Abgängen von Divac, Paspalj, Grbović, Savović und anderen Leistungsträgern, formierte Partizan Anfang der 1990er Jahre eine neue, junge Mannschaft. Die Stars des Teams zu dieser Zeit waren Aleksandar Đorđević und Predrag Danilović. Der damals noch junge Trainer Željko Obradović erklärte vor der Saison gegenüber den Medien, dass Partizan eine äußerst starke Mannschaft habe und man auch im Europapokal der Landesmeister kein Außenseiter sein werde. Aufgrund des Bürgerkrieges in Jugoslawien musste Partizan 1991 seine Heimspiele im Ausland austragen. Partizan entschied sich für die Madrider Vorstadt Fuenlabrada, was sich als Glücksgriff erwies, da das spanische Publikum das junge Team ausgezeichnet unterstützte.

In diesem Jahr belegte man nach der Gruppenphase des Europapokals der Landesmeister den vierten Platz. Im Viertelfinale musste man deshalb gegen den italienischen Vertreter Virtus Bologna spielen, den man bezwingen konnte. Damit zog Partizan zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Runde der letzten Vier ein. Nach Siegen gegen Philips Mailand und Joventut de Badalona sicherte man sich dort den Titel. Zieht man in Betracht, dass der Altersdurchschnitt der Mannschaft damals bei gerade einmal 21 Jahren lag und Partizan nur ein einziges Spiel vor heimischem Publikum austragen durfte, so ist dieser Triumph umso höher zu bewerten.

In der folgenden Saison konnte man den Titel allerdings nicht verteidigen, da alle jugoslawischen Vereine aufgrund der UN-Sanktionen von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden waren. Aufgrund dessen verließen u. a. Đorđević und Danilović den Verein.

Deshalb war man erneut gezwungen aus jungen Talenten ein neues Team aufzubauen. Mit Spielern wie Nikola Lončar, Miroslav Berić, Haris Brkić, Željko Rebrača, Predrag Drobnjak und Aleksandar Čubrilo gelang es bereits in der Saison 1993/1994 wieder den nationalen Pokal mit eine 104:102 Sieg über den Lokalrivalen Roter Stern zu gewinnen. Ein Jahr später holte man dann sogar das Double aus Meisterschaft und Pokal. Seit 1995 durften jugoslawische Teams zudem wieder an europäischen Wettbewerben teilnehmen, konnten allerdings nicht sofort wieder an alte Erfolge anknüpfen. 1996/1997 qualifizierte man sich aber immerhin für das Achtelfinale des Europapokals der Landesmeister, wo man allerdings am späteren Titelgewinner Olympiakos Piräus mit insgesamt 1:2 scheiterte.

In der Saison 1997/98 konnte man überraschend zum dritten Mal in der Geschichte des Vereins den Einzug ins Final Four feiern, wobei man immerhin den amtierenden Landesmeisterpokal-Sieger Olympiakos und ZSKA Moskau hinter sich ließ. Beim Final Four selber reichte es allerdings nur zum vierten Platz.

2000er Jahre[Bearbeiten]

In der Saison 2000/01 wurde der Spieler Haris Brkić nach dem Training auf dem Parkplatz erschossen und man beendete die Saison ohne Titel. Seit 2002 gewann man allerdings zwölf nationale Meisterschaften in Folge, sowie 2002, 2008, 2009, 2010, 2011 und 2012 auch den nationalen Pokal.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Jugoslawische/Serbische Meisterschaft (20x): 1976, 1979, 1981, 1987, 1992, 1995–1997, 2002–2013
  • Jugoslawischer/Serbischer Pokal (13x): 1979, 1989, 1992, 1994, 1995, 1999, 2000, 2002, 2008–2012
  • Europapokal der Landesmeister: 1992
  • Korać-Cup (3x): 1978, 1979, 1989
  • Adriatic League (6x) : 2007–2011,2013

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader Partizan Belgrad in der Saison 2013/2014
Achtung: Kaderangabe ist veraltet!
(aktuelle Saison: 2014/2015)
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
5 SerbienSerbien Petar Aranitović 20.09.1994 194
9 FrankreichFrankreich Léo Westermann 24.07.1992 198 ASVEL Lyon-Villeurbanne
10 FrankreichFrankreich Boris Dallo 12.03.1994 196 Poitiers Basket 86
13 SerbienSerbien Bogdan Bogdanović (Basketballspieler) 18.08.1992 198
Forwards (SF, PF)
12 SerbienSerbien Dragan Milosavljević 11.05.1989 198
19 SerbienSerbien Mihajlo Andrić 04.01.1994 200
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tarence Kinsey 21.03.1984 200 Unicaja Málaga
33 SerbienSerbien Nemanja Bezbradica 29.03.1993 207 KK Radnički Belgrad
44 LettlandLettland Dāvis Bertāns 12.11.1992 208 KK Union Olimpija
Center (C)
7 FrankreichFrankreich Joffrey Lauvergne 30.09.1991 211 Valencia Basket Club
8 SerbienSerbien Nikola Milutinov 13.12.1994 212
14 SerbienSerbien Đorđe Gagić 28.12.1990 210
15 SerbienSerbien Dejan Musli 03.01.1991 212
18 SerbienSerbien Đoko Šalić 18.09.1995 210 KK Sarajevo
Trainer
Nat. Name Position
SerbienSerbien Duško Vujošević Chef
SerbienSerbien Velimir Gašić Co
SerbienSerbien Petar Božić Co
SerbienSerbien Goran Tadić Co
Legende
Abk. Bedeutung
A-Nat Nationalspieler
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 30.10.2013


Bedeutende ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Lawrence Roberts während eines Euroleague-Spiels für Partizan gegen Efes Pilsen im Dezember 2009

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. B92:Partizanova NBA avantura (serbisch)