Taufkirchen an der Trattnach

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Taufkirchen an der Trattnach
Wappen von Taufkirchen an der Trattnach
Taufkirchen an der Trattnach (Österreich)
Taufkirchen an der Trattnach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 24,61 km²
Koordinaten: 48° 15′ N, 13° 45′ O48.247513.75377Koordinaten: 48° 14′ 51″ N, 13° 45′ 0″ O
Höhe: 377 m ü. A.
Einwohner: 1.946 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 4715
Vorwahl: 07734
Gemeindekennziffer: 4 08 29
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Taufkirchen 105
4715 Taufkirchen an der Trattnach
Website: www.taufkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Schaur (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
12 ÖVP, 10 FPÖ, 3 SPÖ
Lage der Marktgemeinde Taufkirchen an der Trattnach im Bezirk Grieskirchen
Aistersheim Bad Schallerbach Bruck-Waasen Eschenau im Hausruckkreis Gallspach Gaspoltshofen Geboltskirchen Grieskirchen Haag am Hausruck Heiligenberg Hofkirchen an der Trattnach Kallham Kematen am Innbach Meggenhofen Michaelnbach Natternbach Neukirchen am Walde Neumarkt im Hausruckkreis Peuerbach Pollham Pötting Pram Rottenbach St. Agatha St. Georgen bei Grieskirchen St. Thomas Schlüßlberg Steegen Taufkirchen an der Trattnach Tollet Waizenkirchen Wallern an der Trattnach Weibern Wendling OberösterreichLage der Gemeinde Taufkirchen an der Trattnach im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
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Taufkirchen an der Trattnach
Taufkirchen an der Trattnach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Taufkirchen an der Trattnach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 1946 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.

Geografie[Bearbeiten]

Taufkirchen an der Trattnach liegt auf einer Höhe von 377 m ü. A. im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7 km, von West nach Ost 6,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 24,6 km², 13,8 % der Fläche sind bewaldet, 77,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 37 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Adrischendorf (18)
  • Aich (189)
  • Aichet (22)
  • Altenhof (10)
  • Brandstetten (30)
  • Damberg (11)
  • Dietensam (99)
  • Eiblhub (17)
  • Erb (6)
  • Fellhof (4)
  • Fürstling (4)
  • Gries (16)
  • Grubhof (4)
  • Gstötten (7)
  • Haslau (29)
  • Hehenberg (119)
  • Helmling (39)
  • Hofmaning (24)
  • Holz (7)
  • Keneding (25)
  • Korntnerberg (22)
  • Mödlbach (53)
  • Niedertrattnach (85)
  • Oberolzing (24)
  • Obertrattbach (8)
  • Obertrattnach (268)
  • Odlboding (28)
  • Ragering (37)
  • Reischau (28)
  • Roith (112)
  • Taufkirchen an der Trattnach (379)
  • Unterolzing (47)
  • Untertrattbach (37)
  • Vatersam (48)
  • Weidenau (6)
  • Widldorf (116)
  • Winkl (16)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Damberg, Keneding, Kortnerberg, Mödelbach, Roith und Widldorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kallham Neumarkt Pötting
Wendling Nachbargemeinden Tollet
Hofkirchen St. Georgen

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber über einer blauen Wellenleiste ein aus zwei roten Balkenstücken sich erhebender, mit einem roten Kreuz besteckter roter Sparren.“

Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.

Das 1974 verliehene Wappen verweist mit Kreuz und Wellen auf den Ortsnamen, der Wellenbalken steht gleichzeitig für die Trattnach.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Durch Taufkirchen haben Römerstraßen geführt.

Zeittafel[Bearbeiten]

Jahr(e) Ereignis
0785 Ein Priester namens Selnrich hat seine Besitzungen in „dratihaha“ (Trattnach-Obertrattnach) der Kirche geschenkt. Mit Schenkung dieses Eigengutes in Trattnach an die Domkirche St. Stephan in Passau wurde ein wichtiges kulturhistorisches und rechtsgeschichtliches Ereignis vollzogen.
1000 Taufkirchen wird Seelsorgemittelpunkt eines ausgedehnten Gebietes.
1088 Schloss Roith, einer der ältesten Edelsitze, wird erstmals urkundlich erwähnt, obwohl seine Gründung vor dem Jahre 1000 erfolgt sein dürfte.
1203 Erste urkundliche Erwähnung eines Edelsitzes in Vatersam.
1260 Taufkirchen an der Trattnach wird erstmals urkundlich erwähnt.
1293 Erste urkundliche Erwähnung von Höhenberg als Hehenberg.
14. Jhdt. Die Kirche zum Hl. Vitus in Höhenberg entsteht im gotischen Baustil.
1475 Die Kirche zum Hl. Jakobus in Hinteraichet wird erstmals urkundlich erwähnt.
1516–1530 Im Urbar der Pfarre ist von einem Schulmeister die Rede.
ab 1600 Kallham wird Pfarre und Taufkirchen wird zu einem Vikariat zurückgestuft.
1620 Schloss Roit und der Pfarrhof durch bairische Soldaten niedergebrannt.
1633 In einer Passauer Liste scheint Taufkirchen wieder als eigene Pfarre auf.
1670–1980 Die im romanischen Baustil errichtete Kirche erhält ein im Renaissancestil erbautes Hauptschiff.
1725 Durch einen nochmaligen Umbau erhält das Gotteshaus an der Nordseite die Sebastiani-Kapelle.
1790 Das aus Holz erbaute Schulhaus wird durch einen Brand zerstört und durch das erste gemauerte Schulhaus ersetzt.
1835 Die Musikkapelle wird ins Leben gerufen.
1850 Der erste Bürgermeister ist Johann Trinkfaß.
1861 Mit der Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn wird die Gemeinde an das europäische Bahnnetz angeschlossen.
1870 Errichtung des K.K. Postamtes Obertrattnach
1886–1887 Die Lourdes-Kapelle in Aich wird von den Eheleuten Johann und Maria Hager auf eigene Kosten und Grund erbaut.
1890 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen an der Trattnach.
1891 Taufkirchen wird zum zweiten Mal kirchenrechtlich zur selbstständigen Pfarre.
1898 Die Raiffeisenkasse Taufkirchen wird gegründet.
1901 Gründung des Musikvereins
1913 Die letzten Reste von Schloss Roith fallen.
1921 Verlegung des Postamtes nach Taufkirchen.
1950 Am östlichen Ortseingang wird das Gemeindehaus errichtet.
1958–1962 Große Außen- und Innenrenovierung der Kirche
1959 Das Postamt wird im Zubau des Gemeindeamtes untergebracht.
1971 Restaurierung des Pfarrhofes und Adaptierung des Wirtschaftsgebäudes zu einem Pfarrheim
1974 7. Oktober - Verleihung des Gemeindewappens (Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung). Genehmigung durch den Gemeinderat am 28. August 1974.
1984 Innenrenovierung der Pfarrkirche
1985 Taufkirchen an der Trattnach feiert sein 1200-jähriges Bestehen.
1994 Segnung der neuen Orgel
2009 Markterhebung

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Taufkirchen an der Trattnach

Pfarre Taufkirchen an der Trattnach[Bearbeiten]

Die Kirche ist dem Hl. Martin ( Namenstag: 11. November) geweiht. Die Pfarre Taufkirchen war lange Zeit dem Fürstbischof von Passau unterstellt und gehört heute zum Bistum Linz. Die Filialkirche in Hehenberg (Höhenberg) ist dem hl. Vitus (15. Juni) geweiht. Die Kirche in Roith (zugehörig zum Wasserschloss Roith) wurde in der Reformationszeit auf Anordnung des Kaisers geschleift.

Die Orgelbauerfamilie Steininger war lange Zeit hier ansässig. 17 Orgeln und über hundert neue Harmonien wurden hier gebaut.

Schloss Roith[Bearbeiten]

Vom ehemaligen Wasserschloss blieben die Erdsubstruktionen, der 1820 entwässerte Teich und die Nebengebäude übrig. Roith war ein Pfleggericht. Im Jahre 1956 kamen die Grafen Walderdorff nach Roith.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Josef Krempl (* 11. Februar 1862; † 4. April 1914 in Wien), Mundartdichter, wurde in der Ortschaft Obertrattnach geboren.
  • Franz Schiemer (* 1986), ehem. Fußballspieler und Fußballmeister u. a. mit dem FC Red Bull Salzburg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taufkirchen an der Trattnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (4. Nachtrag 1973-1976) In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1977, S. 27 (PDF)