Wallern an der Trattnach

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Wallern an der Trattnach
Wappen von Wallern an der Trattnach
Wallern an der Trattnach (Österreich)
Wallern an der Trattnach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 14,56 km²
Koordinaten: 48° 14′ N, 13° 57′ O48.23166666666713.948611111111298Koordinaten: 48° 13′ 54″ N, 13° 56′ 55″ O
Höhe: 298 m ü. A.
Einwohner: 2.940 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 202 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4702
Vorwahl: 07249
Gemeindekennziffer: 4 08 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
4702 Wallern an der Trattnach
Website: www.wallern.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Kieslinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 ÖVP, 9 SPÖ, 3 FPÖ,
Lage der Gemeinde Wallern an der Trattnach im Bezirk Grieskirchen
Aistersheim Bad Schallerbach Bruck-Waasen Eschenau im Hausruckkreis Gallspach Gaspoltshofen Geboltskirchen Grieskirchen Haag am Hausruck Heiligenberg Hofkirchen an der Trattnach Kallham Kematen am Innbach Meggenhofen Michaelnbach Natternbach Neukirchen am Walde Neumarkt im Hausruckkreis Peuerbach Pollham Pötting Pram Rottenbach St. Agatha St. Georgen bei Grieskirchen St. Thomas Schlüßlberg Steegen Taufkirchen an der Trattnach Tollet Waizenkirchen Wallern an der Trattnach Weibern Wendling OberösterreichLage der Gemeinde Wallern an der Trattnach im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wallern an der Trattnach ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 2940 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.

Geografie[Bearbeiten]

Wallern an der Trattnach liegt auf um die 300 m ü. A.. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,2 km, von West nach Ost 4,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 14,7 km². 10,2 % der Fläche sind bewaldet, 76,2 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Landschaftlich gehört die Gegend zur Raumeinheit Inn- und Hausruckviertler Hügelland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 18 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bergern (290)
  • Breitwiesen (198)
  • Edlgassen (61)
  • Furth (16)
  • Grub (154)
  • Haag (11)
  • Hilling (56)
  • Holz (22)
  • Holzhäuser (37)
  • Hungerberg (16)
  • Kitzing (34)
  • Mauer (44)
  • Müllerberg (6)
  • Parzham (28)
  • Uttenthal (26)
  • Wallern an der Trattnach (1814)
  • Weghof (31)
  • Winkeln (19)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Mauer, Uttenthal und Wallern. Zählsprengel sind Wallern-Zentralgebiet und Wallern-Umgebung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

St. Marienkirchen an der Polsenz (Bez. Eferding) Scharten (Bez. Eferding)
Bad Schallerbach Nachbargemeinden Buchkirchen (Bez. Wels-Land)
Pichl bei Wels (Bez. Wels-Land) Krenglbach (Bez. Wels-Land)

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Wallern geht auf das Jahr 815 zurück. In diesem Jahr schenkt der Priester Engilger seine Kirche Adwaldi an dem Flusse Dratihaha an den Bischof Hatto von Passau. Das erste „h“ von Dratihaha in der Handschrift ist offenbar ein Schreibfehler; korrekt müsste der Name Dratinaha lauten - gesprochen „Dratin-acha“, der ‚Drat(i)n-bach‘.

Seit dem Jahr 1411 gehört die Pfarre zum Stift St. Florian. In der Reformation des 16. Jahrhunderts war der evangelische Glauben stark verbreitet, der auch nach der Gegenreformation weiterlebte. Nach der Erlassung des Toleranzpatentes 1781 wurde ein Bethaus errichtet. In den Jahren 1851/52 erfolgte die Errichtung der evangelischen Kirche, die den Namen Dreieinigkeitskirche trägt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.618, 2001 2874 Einwohner. 2010 ging die Einwohnerzahl auf 2825 (Hauptwohnsitz) zurück, es gibt derzeit 231 Nebenwohnsitze in Wallern (Gesamt 3056, Stand September 2010)

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 29. Jänner 2008 Franz Kieslinger von der ÖVP. Er wurde vom Gemeinderat ohne Gegenstimme zum neuen Ortschef von Wallern an der Trattnach gewählt, nachdem ÖkR Friedrich Schlager nach 35 Jahren aktiver Gemeindepolitik, davon 18 Jahre als Bürgermeister, sein Amt zurückgelegt hat. Bei der Bürgermeisterwahl 2009 setzte sich Kieslinger mit 64,8 % der Stimmen gegen Erhard Rudolf (35,2 %) durch.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Wallern an der Trattnach

Blasonierung:

Gespalten; rechts in Grün ein goldenes Eichenblatt, links gespalten von Gold und Rot mit einem anstoßenden Tatzenkreuz in gewechselten Farben.

Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Grün.
Das in gewechselten Farben wiedergegebene Tatzenkreuz vertritt das Stift St. Florian, das die schon im Jahre 815 bezeugte Kirche von Wallern 1151 übernommen hat, kann aber auch als Sinnbild für das Wirken der katholischen und der evangelischen Pfarrgemeinde in ökumenischem Geist gelten. Das Eichenblatt soll den Ortsnamen („bei den Leuten am Walde“) symbolisieren.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Anlässlich des Jubiläums „1000 Jahre Österreich – 11 Jahrhunderte Wallern“ hat der Gemeinderat den Abschluss von zwei weiteren Partnerschaften beschlossen:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Wallern[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wallern an der Trattnach
  • Heimatmuseum Wallern: Bäuerliche Wohnkultur und Arbeitsgeräte sind der thematische Schwerpunkt des Museums. Auch eine Kopie der Urkunde über die erste Erwähnung des Ortes im Jahre 815 ist ausgestellt.[3]
  • Die Engilger-Statue vor der Pfarrkirche erinnert an die Ersterwähnung des Orts (Schenkung).
  • 2005 bis 2008 ist in Wallern, von Ewald Decker und Otto Rau gestaltet, der Ansitz Lindhof entstanden. Er steht im Eigentum eines Großunternehmers und ist mit einem Gestüt und einer Landwirtschaft verbunden. Das Bauwerk mit Ehrenhof und Portikus, ein in Österreich ungewöhnliches Beispiel aktuellen Neohistorismus, ist am Stil des klassizistischen Spätbarocks um 1780–1800 orientiert .[4]
  • Trattnachtal-Lehrpfad: Am 2 km langen Trattnachtal-Lehrpfad werden auf 22 Schautafeln ökologische Zusammenhänge erläutert und die Tier- und Pflanzenwelt der Region vorgestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt:

  • Johannes Dantine (* 5. Juli 1938; † 24. August 1999 in Wien), war ein österreichischer evangelisch-lutherischer Theologe und Geistlicher Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche A. B. in Österreich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallern an der Trattnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Freiwillige Feuerwehr Wallern
  3. Heimatmuseum Wallern, ooemuseumsverbund.at
  4. Webauftritt des Gestüts Lindhof