Thomson Dream

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thomson Dream
als Costa Europa im Hafen von Olbia (Sardinien)

als Costa Europa im Hafen von Olbia (Sardinien)

p1
Schiffsdaten
Flagge MaltaMalta (Handels- und Dienstflagge zur See) Malta
andere Schiffsnamen
  • Homeric
  • Westerdam
  • Costa Europa
Schiffstyp Passagierschiff
Rufzeichen 9HA2381[1]
Heimathafen Valletta, Malta
Eigner TUI UK Ltd[2]
Bauwerft Meyer Werft GmbH (Papenburg, Deutschland)
Baunummer S.610[1]
Kiellegung 29. September 1984[1]
Stapellauf 28. September 1985
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
243,20[1] m (Lüa)
Breite 29,73 m
Tiefgang max. 6,50 m
Vermessung 54.763 BRZ[1]
 
Besatzung 636
Maschine
Maschine 2x Dieselmotor (MAN B&W 10L55GB), je 11.898 kW[1]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
23.796 kW (32.354 PS)
Geschwindigkeit max. 19 kn (35 km/h)
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 1773
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 8407735[1]

Kreuzfahrtschiff Thomson Dream der TUI Travel eindocken Elbe 17 Blohm & Voss 15-11-12

Die Thomson Dream (ex Homeric, Westerdam, Costa Europa) ist ein Kreuzfahrtschiff, das mittlerweile von Thomson Cruises betrieben wird und dem europäischen Tourismuskonzern TUI Travel gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

1986–1988: Homeric[Bearbeiten]

Sie wurde 1985 in Papenburg bei der Meyer Werft als Homeric für die Reederei „Home Lines“ gebaut und am 28. September 1985 mit einem Quer-Stapellauf zu Wasser gelassen (42.092 BRZ). Sie war das erste bei der Meyer Werft gebaute Kreuzfahrtschiff und das einzige Kreuzfahrtschiff, das bei dieser Werft durch einen Stapellauf zu Wasser gelassen wurde. Das Schiff wurde im Gegensatz zu allen später bei der Meyer Werft gebauten Schiffen noch im Freien gebaut.

1988–2002: Westerdam[Bearbeiten]

Am 27. November 1988 wurde das Schiff von der Holland-America Line übernommen und in Westerdam umbenannt. Von Oktober 1989 bis März 1990 wurde sie bei der Meyer Werft in Papenburg von 204,00 auf 243,20 m verlängert und rundum komplett renoviert (53.872 BRZ). 1997 spielte sie die „Hauptrolle“ im Film „Out to Sea“ (auf Deutsch „Tango gefällig?“) mit Walter Matthau und Jack Lemmon.

2002–2010: Costa Europa[Bearbeiten]

Im April 2002 wurde sie zur Schwestergesellschaft Costa Crociere transferiert und in Costa Europa umbenannt. Vom 7. Januar bis 5. Februar 2006 lag sie im Trockendock der Fincantieri-Werft in Palermo (Italien) und wurde umfangreich renoviert.

Zwischenfall[Bearbeiten]

Am 26. Februar 2010 rammte das Schiff bei schlechtem Wetter bei einem geplanten Aufenthalt in Scharm El-Scheich um 4:45 Uhr Ortszeit steuerbordseitig eine Landungsbrücke. Das Schiff befand sich mit 1.473 Passagieren an Bord auf dem Weg von Dubai nach Savona. Bei dem Unfall wurde ein drei Meter großes Loch in den Rumpf gerissen, drei Besatzungsmitglieder getötet und vier Passagiere verletzt.[3][4] Die Costa Europa wurde in Ägypten behelfsmäßig repariert und in die Fincantieri-Werft in Palermo zur vollständigen Reparatur überführt. Nach sechs Wochen kehrte das Schiff in den Kreuzfahrtdienst zurück. Bis März 2012 lag der IMO kein Unfallbericht vor, da dieser laut Angaben der italienischen Untersuchungsbehörden „streng vertraulich“ sei.[5]

Seit 2010: Thomson Dream[Bearbeiten]

Seit April 2010 ist das Schiff als Thomson Dream für 10 Jahre mit Kaufoption an Thomson Cruises (eine Tochtergesellschaft der TUI UK Ltd.) verchartert.[6] Auf dem Weg von der Werft in Palermo nach Barcelona nahm die Thomson Dream in Palma, der Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca, Reisegäste von TUI auf, welche durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 ihre Heimreise aufgrund von Flugeinschränkungen nicht antreten konnten, und überführte diese nach Barcelona.[7] Die erste offizielle Fahrt als Thomson Dream war, zwei Tage später, am 29. April 2010 und führte von Palma über Livorno, nach Villefranche-sur-Mer, über Barcelona und wieder zurück nach Palma[8].

Eine erneute Renovierung erfolgte im November 2012 im Trockendock Elbe 17 von Blohm + Voss in Hamburg.

Ausstattung[Bearbeiten]

  • 742 Kabinen
  • 11 Suiten, davon 6 mit privatem Balkon
  • 3 Restaurants
  • 4 Bars
  • 2 Salzwasserpools
  • 2 Whirlpools
  • Sportplatz
  • Joggingparcours im Freien
  • Wellnesscenter
  • Zweistöckiges Theater
  • Spielkasino und Diskothek
  • Internet und Bibliothek
  • Shopping Center
  • Bordwährung: Euro (€)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Germanischer Lloyd AG: Registereintrag der "Thomson Dream". Abgerufen am 28. Dezember 2011.
  2. Equasis - France-Ministry for Transport: Administrative Daten der "Thomson Dream". Abgerufen am 28. Dezember 2011.
  3. spiegel.de: Kreuzfahrtschiff-Unglück "Costa Europa" rammt Pier - drei Tote, vom 26. Februar 2010
  4. cruisecritic.com: Bericht eines Augenzeugen (Englisch) vom 1. März 2010
  5. bbc.co.uk: Costa cruise Egypt accident report is 'strictly confidential', vom 2. Februar 2012
  6. Carnival Pressemitteilung: Carnival Corporation & Plc's Costa Cruises Brand Charters Ship to Thomson Cruises vom 6. Juli 2009
  7. mirror.co.uk: Blog von Captain Greybeard vom 19. April 2010
  8. Ulster Star: Thomson Dream Makes Her Maiden Voyage vom 29. April 2010