Uniqa Insurance Group

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Uniqa Insurance Group AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000821103
Gründung 1922/1999
Sitz Wien, Österreich
Leitung Andreas Brandstetter (Vorstandsvorsitzender)[1]
Mitarbeiter 4927 (2012)[2]
Umsatz 502 Mio. Euro (2012; verrechnete Prämien)[2]
Branche Versicherungen
Website www.uniqa.at

Die Uniqa Insurance Group AG (kurz: Uniqa; vormals Uniqa Versicherungen AG; offizielle Schreibweise: UNIQA Insurance Group AG) ist die Dachgesellschaft eines der größten österreichischen Versicherungskonzerne, der Uniqa Group (offizielle Schreibweise: UNIQA Group). Die Gesellschaft betreibt als Verwaltungs- und Vertriebsorganisation das indirekte Geschäft für die operativen Versicherungsgesellschaften des Konzerns und ist zentraler Rückversicherer. Die Konzernzentrale befindet sich im Uniqa Tower in Wien.

Die Uniqa-Gruppe ist mit rund 40 operativen Versicherungsgesellschaften in 19 europäischen Ländern als Versicherer tätig und hat mehr als 9,3 Millionen Kunden (Stand März 2014).[3] Im Geschäftsjahr 2012 beschäftigte die Uniqa Group durchschnittlich rund 14.800 Mitarbeitern und wies ein Aufkommen von mehr als 4,8 Milliarden Euro an Versicherungsprämien auf.[4] Per 31. Dezember 2012 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 30,037 Mrd. Euro.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen ging 1999 aus der Barc Versicherungs-Holding AG hervor, indem die Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer und die Austria-Collegialität verschmolzen wurden. Die Raiffeisen Versicherung AG ist heute eine 100 %-ige Tochter der Uniqa.

2003 wurden die vormaligen Tochtergesellschaften der Axa in Österreich, Ungarn und Liechtenstein übernommen.[5]

In einem Ranking des Forbes Magazine der weltweit größten Aktiengesellschaften aus dem Jahre 2013 liegt die Uniqa Versicherung auf Platz 1372.[6]

Im Oktober 2013 wurde das Serbien- und Kroatiengeschäft der Bâloise für € 75 Millionen übernommen, womit das bestehende Geschäft der Uniqa in diesen Ländern gestärkt wird.[7][8]

Bundesländer-Versicherung[Bearbeiten]

Die Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer AG wurde 1922 gegründet. Sie übernahm den Bestand von einigen niederösterreichischen Landesgesellschaften und anderen Anstalten; sie betrieb alle Versicherungssparten. Im Juni 1997 wurde mit einem Festakt im Wiener Musikvereinssaal der 75-jährige Bestand des Unternehmens gefeiert.[9] Der traditionsreiche Name des Unternehmens sollte allerdings bald aus der Öffentlichkeit verschwinden. 1997–99 bildeten Bundesländer-Versicherung und Austria-Collegialität die Barc Versicherungs-Holding AG, die in der Uniqa Versicherungen AG aufging. Das Verwaltungsgebäude der Bundesländer-Versicherung in Wien-Leopoldstadt, Praterstraße 1, fungierte 1999–2004 als Zentrale des Uniqa-Konzerns und wurde dann abgerissen; hier entstand bis 2010 das Uniqa Hotel- und Geschäftsgebäude.

Austria-Collegialität[Bearbeiten]

Austria-Collegialität Österreichische Versicherung AG war ein von 1991 bis 1997 bestehendes Versicherungsunternehmen, das aus der Fusion von Austria (mit Vorläufern bis 1860 zurückreichend) und Collegialität (gegründet 1899) entstanden war.

Kapitalerhöhung 2013[Bearbeiten]

Im Oktober 2013 führte die Uniqa Group eine Kapitalerhöhung durch. Es wurden 88 Mio. junge Aktien zuzüglich 6,65 Mio. Mehrzuteilungsaktien ausgegeben, die 757 Millionen Euro Bruttoerlös einbrachten. Der Streubesitz stieg von zuvor 6,9 auf 35,4 Prozent.[10]

Unternehmensleitung[Bearbeiten]

Die Konzernzentrale: Uniqa Tower.

Vom 1. Januar 2002 bis zum 30. Juni 2011 war Konstantin Klien Generaldirektor. Seit 1. Juli 2011 fungiert Andreas Brandstetter als CEO.[11]

Uniqa Tower[Bearbeiten]

Hauptartikel: Uniqa Tower

Aktionärsstruktur[Bearbeiten]

Die Aktionärsstruktur der Uniqa Insurance Group AG:[12]

Grundkapital 309,0 Mio. €[13]
Aktien 309,0 Mio. Stück[14]
Aktionäre Anteil
Raiffeisen Zentralbank (Gruppe) 31,4 %
Austria Privatstiftung (Gruppe) 30,6 %
Collegialität Versicherungsverein Privatstiftung 2,3 %
Streubesitz 35,4 %
Eigene Aktien 0,3 %

Stand: 23. Oktober 2013

Kritik[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 wurde Uniqa ein Big Brother Award in der Kategorie Business und Finanzen verliehen, da beim Abschluss einer Krankenzusatzversicherung eine sehr weitgehende „Zustimmung zur Ermittlung, Übermittlung und Verwendung von Daten“ abverlangt wird. Die Versicherung kann die Daten bei Ärzten, Krankenhäusern, Sozialversicherungsträgern, Behörden und sonstigen Einrichtungen, die über den Gesundheitszustand des Versicherten etwas wissen könnten, ermitteln.[15]

Engagement im Radsport[Bearbeiten]

Von 2001 an unterstützte der Konzern das österreichische Radrennen Wien-Rabenstein-Gresten-Wien, das bis 2005, als es zum letzten Mal ausgetragen wurde, Uniqa Classic hieß.

Werbung[Bearbeiten]

Der aktuelle Werbeslogan der Uniqa Versicherungen AG lautet: Uniqa, die Versicherung einer neuen Generation.

Uniqa hat derzeit einige der bekanntesten Spitzensportler Österreichs als Testimonial unter Vertrag, so:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorstand Holding. Website Uniqa Group. Abgerufen am 24. Juli 2013.
  2. a b Geschäftsbericht 2012 (PDF; 532 kb). Uniqa Versicherungen AG. Abgerufen am 24. Juli 2013.
  3. uniqagroup.com: Unternehmensportrait. Website Uniqa Group. Abgerufen am 23. März 2014.
  4. a b Konzernbericht 2012 (PDF; 3,7 MB). Uniqa Group, 11. April 2013. Abgerufen am 24. Juli 2013.
  5. uniqagroup.com: Uniqa im Jahr 2003 mit deutlichem Wachstums- und Ergebnisschub. 17. Februar 2004.
  6. Elf Firmen unter den weltweit größten. In: oesterreich.orf.at. 18. April 2013, abgerufen am 18. April 2013: „Österreich ist mit elf Unternehmen in der am Mittwoch veröffentlichten Rangliste des US-Magazins „Forbes“ der weltweit größten 2.000 Firmen vertreten. […] die Uniqa-Versicherung (Platz 1.372), […] Unter den 2.000 Firmen befinden sich ausschließlich Aktiengesellschaften, weshalb beispielsweise Red Bull nicht vorkommt. […] Zur Erstellung der Rangliste wurden folgende Kennzahlen verwendet: Umsatz, Gewinn, Vermögenswert und Marktkapitalisierung.“
  7. NZZ, Bâloise verkauft Geschäft in Kroatien und Serbien, abgerufen am 22. Oktober 2013
  8. Der Standard, Uniqa kauft in Kroatien und Serbien zu, abgerufen am 22. Oktober 2013
  9. Isabelle Ackerl: Festschrift Ein österreichischer Weg. Von der Ersten Republik zu einem gemeinsamen europäischen Markt. 75 Jahre Bundesländer-Versicherung.
  10. UNIQA: Kapitalerhöhung bringt 757 Millionen Euro. Kurier.at, 9. Oktober 2013. Abgerufen am 9. Dezember 2013.
  11. Strukturelle und personelle Neuordnung der Uniqa-Gruppe ab 1. Juli 2011 auf der Website der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, abgefragt am 7. Juli 2011.
  12. Aktionärsstruktur. Website Uniqa Group, 23. Oktober 2013. Abgerufen am 23. November 2013.
  13. Veröffentlichung der Gesamtzahl der Stimmrechte gemäß § 93 BörseG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung. Website Uniqa Group, 31. Oktober 2013. Abgerufen am 23. November 2013.
  14. Listing. Website Uniqa Group, abgerufen am 23. November 2013.
  15. Holger Bruns: „Datenkraken“ in Österreich. In: Heise online, 26. Oktober 2002.