Uckerfelde

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Uckerfelde führt kein Wappen
Uckerfelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Uckerfelde hervorgehoben
53.25194444444413.96861111111187Koordinaten: 53° 15′ N, 13° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gramzow
Höhe: 87 m ü. NN
Fläche: 45,93 km²
Einwohner:

1049 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17291
Vorwahlen: 039858, 039861
Kfz-Kennzeichen: UM
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 578
Adresse der Amtsverwaltung: Poststraße 25
17291 Gramzow
Webpräsenz: www.amtgramzow.de
Bürgermeister: Manfred Endrunat
Lage der Gemeinde Uckerfelde im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Uckerfelde ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs (Deutschland). Sie gehört dem Amt Gramzow an.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Kirche in Bietikow

Die uckermärkische Gemeinde Uckerfelde liegt südöstlich der Kreisstadt Prenzlau in einem Grundmoränengebiet, das sich zwischen den parallel verlaufenden Tälern der Ucker und Randow ausbreitet. Die seenreiche Umgebung ist durch intensive Landwirtschaft und viele Windenergieanlagen gekennzeichnet. Die höchsten Erhebungen innerhalb der Gemeindegrenzen bilden der Hohe Berg und der Bollenberg mit 104 bzw. 103 m ü. NN.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Zur Gemeinde Uckerfelde gehören die Ortsteile:

  • Bertikow
  • Bietikow
  • Falkenwalde
  • Hohengüstow

sowie die Wohnplätze Kleinow, Mattheshöhe, Neu-Kleinow und Weselitz.

Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

(zum 31.12. des angegebenen Jahres)

  • 2007 - 1061
  • 2008 - 1054 [2]

Geschichte [Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bertikow, Bietikow, Falkenwalde und Hohengüstow.[3] Der Fundplatz Falkenwalde liegt im Gemeindegebiet. Bertikows Dorfgeschichte lässt sich laut einer Urkunde bis 1243 zurückverfolgen, etwa 30 Jahre früher erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Bietikow unter dem Namen Bitcowe.

von Arnim-Grabstein
Backsteinkirche im Ortsteil Hohengüstow

Der Ort Bietikow, Ortsteil der Gemeinde Uckerfelde, wurde im Jahre 1214 unter "Bitcowe" erstmals urkundlich erwähnt. Zuvor gab es eine slawische Siedlung am Haussee. Bodenfunde belegen eine Siedlungsgeschichte in den Epochen seit der Jungsteinzeit. Während der deutschen Kolonisation wurde Bietikow als Angerdorf angelegt. Besitz am Ort hatten im Mittelalter um 1375 die v. Blankenburg, v. Eickstedt sowie das Kloster Seehausen, dessen Anteil nach der Klosterauflösung 1543 zum Amt Gramzow kam. Aus freien Flächen entstand um 1424 das Rittergut derer von Arnim, die bis 1650 in Besitz des ganzen Dorfes gelangten. Das Gut wurde 1945 enteignet und das Land im Zuge der Bodenreform an Neubauern und Umsiedlern vergeben. Die Ländereien werden heute wieder von der Familie von Arnim bewirtschaftet.

Für 1573 sind Schulzen, ein Schmied und ein Hirte im Dorf überliefert, 1775 gab es eine Schäferei, 17 Bauern und 42 Feuerstellen. Im Jahr 1900 wurden 4 Bauern, 5 Landeigentümer, ein Schmied, ein Lehrer und ein Chausseeaufseher gezählt. Nach 1945 fanden in Bietikow 37 landlose sowie landarme Bauern und Umsiedler eine neue Heimat.

Der heutige Ortsteil Falkenwalde – ursprünglich als Angerdorf angelegt – wurde 1375 erstmals urkundlich erwähnt.

Das Dorf Hohengüstow hieß bis um 1900 Güstrow, es taucht zum ersten Mal 1365 in einer Urkunde auf. In den 1930er Jahren wurde der östliche Teil Hohengüstows aufgesiedelt, hier schufen sich etwa 15 Familien aus dem süddeutschen Raum neue Existenzen.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Uckerfelde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.

  • Falkenwalder Kirche (gotischer Feldsteinbau mit Wandmalereien aus der Vorreformationszeit)
  • Backsteinkirche Hohengüstow
  • Feldsteinkirche im Ortsteil Bertikow

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist nach wie vor prägend im gesamten Gemeindegebiet. An der Autobahn-Anschlussstelle nahe dem Ortsteil Hohengüstow arbeitet eine Autobahnmeisterei.

Im Ortsteil Bertikow befindet sich das Kraftwerk Uckermark, ein Verbund von Windkraftanlagen und einem Biomassekraftwerk.

Verkehrsanbindung [Bearbeiten]

Das Autobahndreieck Kreuz Uckermark (A 11, A 20, B 166) liegt teilweise auf dem Gemeindegebiet Uckerfeldes. Die B 198 (Prenzlau–Angermünde) führt durch die Ortsteile Bietikow und Hohengüstow (Autobahn-Anschlussstelle Gramzow). Der nächste Bahnanschluss liegt im ca. 10 km entfernten Prenzlau, nachdem die Nebenbahnlinie Damme–Falkenwalde–Gramzow am 30. Juni 1997 stillgelegt wurde.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Quellenangabe [Bearbeiten]

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
  2. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Otab/2009/OT_A01-04-00_124_200812_BB.pdf
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Uckerfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien