Gramzow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gramzow (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gramzow
Gramzow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gramzow hervorgehoben
53.216671465Koordinaten: 53° 13′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gramzow
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 65,67 km²
Einwohner: 1923 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17291
Vorwahl: 039861
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 225
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststraße 25
17291 Gramzow
Webpräsenz: www.amtgramzow.de
Bürgermeister: Karl Heimann
Lage der Gemeinde Gramzow im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Gramzow gehört zum Landkreis Uckermark im Norden Brandenburgs und liegt etwa 13 km von der Kreisstadt Prenzlau entfernt. In Gramzow befindet sich der Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere fünf Gemeinden angehören.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Gramzow gehören die Ortsteile Gramzow, Lützlow, Meichow und Polßen sowie die Wohnplätze Ausbau, Forsthaus, Karlshof, Koboltenhof, Neumeichow, Randowhöhe und Zehnebeck.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1875.
Blaue Linie: Bevölkerungsentwicklung des Gebietes in den heutigen Grenzen.
Gepunktete Linie: Normierte Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg.
Gramzow:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013
Jahr Einwohner
1875 4 066
1890 3 829
1910 3 669
1925 3 682
1933 3 420
1939 3 328
1946 4 173
1950 4 548
1964 3 529
1971 3 421
Jahr Einwohner
1981 2 699
1985 2 513
1989 2 365
1990 2 328
1991 2 280
1992 2 233
1993 2 232
1994 2 238
1995 2 252
1996 2 228
Jahr Einwohner
1997 2 237
1998 2 261
1999 2 254
2000 2 233
2001 2 220
2002 2 177
2003 2 145
2004 2 147
2005 2 110
2006 2 048
Jahr Einwohner
2007 2 081
2008 2 057
2009 1 997
2010 1 986
2011 1 972
2012 1 950
2013 1 923

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[2].

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird Gramzow im Jahr 1168 als villa Gramsowe (Dorf) urkundlich erwähnt und ist damit „ältester urkundlich überlieferter Ort der Uckermark (Lieselott Enders). Im Jahr 1177/78 wurde das Prämonstratenkloster gegründet.[3] 1714 brannte die Klosterkirche nieder. Bis heute ist nur noch ein Teil der Westwand erhalten geblieben. Die Klosterruine ist ein Wahrzeichen Gramzows. Im Jahr 1288 wird Gramzow erstmals als Stadt erwähnt, seit 1586 nur noch als Flecken. Stadtherr war das Kloster, ab 1542/43 der Landesherr (Kurfürst).

Im Jahr 1906 wurde die Kreisbahn Schönermark–Damme eingeweiht. Bis 1979 fuhren Züge in Richtung Schönermark und bis 1995 in Richtung Damme und Prenzlau. Auf dem Streckenteil zwischen Gramzow und Damme und zwischen Damme und Eickstedt betreibt das Eisenbahnmuseum Gramzow heute eine eigene Strecke wobei der Ausgangspunkt das Museum in Gramzow ist.

Am 31. Dezember 2001 wurden Lützlow, Meichow und Polßen eingemeindet.[4]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 26. Januar 2000 genehmigt.

Blasonierung: „In einer silbern gefugten roten Ziegelmauer ein spitzbogiges, silbern gerahmtes blaues Fenster, oben beseitet von zwei silbernen Dreipässen, darin ein stehender, widersehender rot-bewehrter Storch in natürlichen Farben.“[5]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Marien Gramzow
Gut Polßen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

In der Liste der Baudenkmale in Gramzow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Seen[Bearbeiten]

Das Dorf Gramzow liegt an den Seen Klostersee (auch Haussee) und Kantorsee. Im Ort befindet sich der Schulzensee.

In südlicher Richtung (an der B 198 nach Angermünde) liegt der Glambecksee.

Süd-westlich von Gramzow (in Richtung Melzow/Warnitz) befinden sich die Kuhseen (Großer und - Kleiner Kuhsee). Die Badestelle zum Großen Kuhsee erreicht man von Karlshof aus.

Der Klostersee in Gramzow. Im Hintergrund (linker Bildrand) der Gramzower Sportplatz. Am rechten Bildrand die Klosterruine.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Bernhard Kohlreif (1605–1646), Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin
  • Franz Theremin (1780–1846), evangelischer Theologe und Dichter
  • Bernhard von Schkopp (1817-1904), General der Infanterie
  • Anna Karbe (1852–1875), märkische Lieder- und Heimatdichterin
  • Hermann Remané (1864–1932), Erfinder, Elektrotechniker und Ehrendoktor
  • Paul Hellmann (1889-1964), Kapitän des Blockadebrechers Osorno, einziger Ritterkreuzträger der deutschen Handelsmarine im Zweiten Weltkrieg
  • Herbert Brumm (Pseudonym Harry Bär) (1909-1985), Schriftsteller und Fotograf
  • Walter Bredendiek (1926–1984), evangelischer Theologe und Heimatforscher
  • Annegret Hahn (* 1951), Dramaturgin, Regisseurin und Theaterintendantin

Literatur[Bearbeiten]

  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2

Siehe auch[Bearbeiten]

Uckermärkische Seen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gramzow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  3. Franz Winter: Die Prämonstratenser des 12. Jahrhunderts und ihre Bedeutung für das nordöstliche Deutschland. Berlin 1865, S. 210-212.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  5. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg