Van Canto

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Van Canto
Van Canto Logo.jpg
Van Canto beim Wacken Open Air (2008)
Van Canto beim Wacken Open Air (2008)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Metal
Gründung 2006
Website http://www.vancanto.de/
Aktuelle Besetzung
Lead-Stimme
Philip Dennis Schunke (Sly)
Lead-Stimme
Inga Scharf
tieferer „Rakkatakka“-Gesang, Wah-Wah-Sologitarren-Gesang
Stefan Schmidt
höherer „Rakkatakka“-Gesang
Ross Thompson
tiefe „Dandan“-Stimme
Ingo Sterzinger (Ike)
Bastian Emig (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Dennis Strillinger (bis 2007)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Tribe of Force
  DE 83 12.03.2010 (1 Wo.)
Break the Silence
  DE 23 07.10.2011 (1 Wo.)
Dawn of the Brave
  DE 19 21.02.2014 (2 Wo.)
  AT 60 21.02.2014 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Van Canto ist eine Heavy-Metal-Band aus Deutschland. Sie besteht aus fünf Sängern und einem Schlagzeuger. Rhythmus- und Sologitarren, Bass und Keyboards werden durch die Stimmen der Sänger imitiert.

Bandname[Bearbeiten]

In einem Interview wurde der Bandname wie folgt erklärt: Canto komme vom lateinischen cantare und bedeutet ich singe, das Van hat keine bestimmte Bedeutung, „sieht aber auf Plakaten schön aus.“[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erstes Album[Bearbeiten]

Die Band wurde 2006 von Stefan Schmidt gegründet, zunächst als reines Studioprojekt. Seine Bandkollegen kannte er von gemeinsamen Auftritten seiner vorherigen Band Jester’s Funeral. Im Dezember 2006 erschien das erste, selbstproduzierte Album, A Storm to Come, unter dem Label General Schallplatten. Darauf sind sieben eigene Werke sowie eine Coverversion von Metallicas Battery und Stora Rövardansen aus dem Film Ronja Räubertochter enthalten. Zu den Stücken The Mission und Battery wurde jeweils ein Video gedreht. Die Band spielte im Jahr 2007 unter anderem auf dem Bochum Total, dem RockHarz-Festival, dem Dong Open Air, dem Steel Meets Steel und am 29. Dezember auf On a Dark Winter’s Night gemeinsam mit Nightwish.

Major-Deal und zweites Album[Bearbeiten]

2007 unterschrieb die Band einen Plattenvertrag bei GUN Records/Sony BMG. A Storm to Come wurde daraufhin im Dezember 2007 wiederveröffentlicht. Dennis Strillinger wurde durch Bastian Emig ersetzt. 2008 tourte die Band in Brasilien und trat auf zahlreichen deutschen Metal-Festivals, unter anderem auf dem Wacken Open Air auf. Außerdem wurde mit Charlie Bauerfeind in den Twilight-Hall-Studios von Blind Guardian ein zweites Album mit dem Namen Hero produziert, welches im September 2008 veröffentlicht wurde. Hansi Kürsch von Blind Guardian hatte hierbei einen Gastauftritt bei dem von Van Canto geschriebenen Song Take to the Sky. Außerdem befindet sich auf dem Album zusätzlich zu Covern von Nightwish, Manowar, Iron Maiden und Deep Purple auch noch ein Cover von Blind Guardians Bard’s Song, was die stilistische Nähe der Bands verdeutlicht. Noch im Jahr 2008 wurden die Videos zu Speed of Light und dem Nightwish-Cover Wishmaster veröffentlicht. Von Herbst 2008 bis Juli 2009 tourte die Band im Rahmen der Heroes-on-Tour-Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich.

Am 5. Februar 2009 wurde bekannt gegeben, dass das Lied Magic Taborea von der neuen CD Tribe of Force der offizielle Soundtrack des Computerspieles Runes of Magic wird.[3]

Wechsel zu Napalm Records und drittes Album[Bearbeiten]

Bei der Gamescom 2010 stellten Van Canto das Titellied zu Runes of Magic vor.

Am 19. August 2009 kündigte Bandleader Stefan Schmidt auf dem Fanportal Metalcon an, dass Van Canto erneut in den Twilight-Hall-Studios von Blind Guardian unter Regie von Charlie Bauerfeind an ihrem dritten Studioalbum arbeiten. Hierbei wurde auch bekannt gegeben, dass man nach der Schließung von GUN Records zum Label Napalm Records wechseln werde, welches am 26. Februar 2010 das neue Album Tribe of Force zeitgleich mit den beiden ersten Veröffentlichungen Hero und A Storm to Come weltweit veröffentlichen wird.[4]

Im Januar 2010, kurz vor der Veröffentlichung des dritten Albums, war die Band live im Fernsehen bei der Quatsch Comedy Winter Show auf Pro7 zu sehen. Bei diesem Auftritt wurde ein Medley gespielt. Für das Medley wurden neben dem eigenen Lied The Mission und einem Teil von Speed of Light als Solobegleitung die Titel Frozen von Madonna, Black Winter Day von Amorphis und Don’t Fear The Winter von Rage gecovert. Außerdem wurde der Song Es schneit von Rolf Zuckowski gemeinsam mit dem Comedian Bernhard Hoecker in einer Metal-Version gespielt. [5]

Am 26. Februar 2010 erschien das dritte Album Tribe of Force offiziell. Neben 11 eigenen Songs enthält es Coverversionen von Grave Diggers Rebellion und Metallicas Master of Puppets. Chris Boltendahl (Grave Digger), Tony Kakko (Sonata Arctica) und Victor Smolski (Rage) steuern Gastauftritte bei, letzterer in einem Duell zwischen gesungener und gespielter Lead-Gitarre. Der Song Magic Taborea ist die erste Van-Canto-Komposition mit Orchesterbegleitung.

Tribe of Force stieg nach Veröffentlichung auf Platz 83 der deutschen Albumcharts ein.

Im März und April 2010 spielte die Band während der Tour of Force in 13 deutschen Städten. Der Tourabschluss fand in der ausverkauften Zeche Carl in Essen vor 650 Besuchern statt. Nach einigen Festivalterminen im Sommer, u.a. als Special Guest auf der Headliner-Show von Grave Digger auf dem Wacken Open Air, ging die Band im Oktober 2010 mit Blind Guardian auf Tour.[6]

Seit Oktober 2010 ist die Band auch mit einem begleitenden Video im Spiel Runes of Magic vertreten.[7]

Teile der Band wirkten im Jahr 2010 als Chorsänger u.a. auf Aufnahmen von Blind Guardian (Stef), Tarja Turunen (komplette Band) und Grave Digger (Stef und Basti) mit.

Die 2. Headlinertour unter dem Titel We sing some metal songs, mit Bastis Nebenprojekt In Legend[8] und Orden Ogan im Vorprogramm führte Van Canto von Oktober 2010 bis Januar 2011 u.a. nach Moskau und in die Schweiz. Die Tour wurde von mehr als 8000 Zuschauern besucht.

Van Canto traten im Sommer 2011 u.a. auf dem schwedischen Rockstad:Falun-Festival (als Special Guest des Headliners Sabaton) und beim Wacken Open Air 2011 auf.

Viertes Album: Break the Silence[Bearbeiten]

Das vierte Studioalbum „Break the Silence“ erschien am 23. September 2011 und stieg auf Platz 23 der deutschen Alben Charts ein. Neben 9 eigenen Songs enthält die CD 4 Coverversionen von Sabatons Primo Victoria, Alice Coopers Bed of Nails, Manowars Master of the Wind und Running Wilds Bad to the Bone. Mit Betrayed befindet sich erneut ein Stück mit Orchesterbegleitung auf dem Album. Die Ballade Spelled in Waters wird von Marcus Siepen (Blind Guardian) auf der Akustik-Gitarre begleitet. Auf dem Album befindet sich auch das zum Debütalbum gleichnamige Stück A storm to come. Dieses ist ein Vorgeschmack auf das Transmedia Projekt Peer Returns.[9] Peer Returns soll nach einem umstrittenen Plebiszit zur öffentlichen Spielplanwahl, bei dem Van Canto ihre Fans zur Abstimmung aufgefordert haben, am Hamburger Thalia Theater aufgeführt werden.[10]

Es wurden Videos zu den Songs The Seller of Souls und Primo Victoria gedreht. Bei letzterem tritt Joakim Brodén von Sabaton als Gastmusiker auf.

Der Veröffentlichung folgte eine Europatour, die die Band als Headliner nach Deutschland, in die Schweiz sowie nach Tschechien, Ungarn, Italien, Holland, Belgien und England führte.

Fünftes Album: Dawn of the Brave[Bearbeiten]

Das fünfte Studioalbum „Dawn of the Brave“ erschien am 7. Februar 2014. Vorab wurde es mit einem Promo-Video zum Song „Badaboom“ beworben.[11]

Stil[Bearbeiten]

Obwohl der Band die verzerrte E-Gitarre als typischstes Instrument des Heavy Metal fehlt, wird Van Canto aufgrund des Bandsounds, der Arrangements, des Bühnenauftritts und der gewählten Coverversionen als Metal-Band angesehen. Kompositorisch bewegt sich die Band im modernen Power Metal und kann mit Bands wie Nightwish, Blind Guardian oder Masterplan verglichen werden. Rhythmus- und Sologitarren, Bass und Keyboard-Flächen werden durch die Stimmen der Sänger imitiert, die diese Imitation in ihren Interviews selbst als Rakkatakka-Gesang bezeichnen. Die Imitation von Gitarren und Bass wurden in früheren Versuchen mit Hilfe eines Gitarrenverstärkers erzeugt, wovon nach dem ersten Album aufgrund schlechter Ergebnisse hinsichtlich der Umsetzbarkeit auf Live-Konzerten abgesehen wurde. Der Effekt des Wah-Wah-Pedals wurde hingegen von Beginn an rein mit dem Mund erzeugt.

Die Bezeichnung von Van Canto als A-cappella-Band ist fragwürdig, da nicht alle Rhythmusinstrumente (Schlagzeug und Percussion) durch Stimmen imitiert werden. Trotzdem bleibt der A-cappella-Metal-Stil das Markenzeichen der Band.

Die Band selbst bezeichnet ihren Musikstil als „Hero Metal A Capella“.[12]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 2006: A Storm to Come (Wiederveröffentlichung: 2007)
  • 2008: Hero
  • 2010: Tribe of Force
  • 2011: Break the Silence
  • 2014: Dawn of the Brave

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2012: Metal A Capella (Best-of-Album)

Videografie[Bearbeiten]

  • 2006: The Mission
  • 2006: Battery
  • 2008: Speed Of Light
  • 2008: Wishmaster
  • 2010: Kings of Metal
  • 2010: Lost Forever
  • 2010: Last Night Of The Kings
  • 2010: Rebellion
  • 2010: Magic Taborea
  • 2011: The Seller of Souls
  • 2011: Primo Victoria
  • 2012: If I Die In Battle
  • 2013: Badaboom
  • 2014: Into the West

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland - Österreich
  2. EMP Magazin Frühjahr 2010, Seite 136
  3. Kerensky: Metal trifft Online-Rollenspiel. runesofmagic.com, 5. Februar 2009, archiviert vom Original am 12. Mai 2009, abgerufen am 17. Dezember 2013 (Quest for Roar wird offizieller Soundtrack).
  4. Van Canto im Studio und neues Label. 19. August 2009, abgerufen am 17. Dezember 2013.
  5. René Pickhardt: Van Canto im Winterspecial des Quatsch Comedy Clubs
  6. http://www.vancanto.de/?nav=6&PHPSESSID=gfg897tnf7i3cgerle5guf0sh1
  7. http://www.runesofmagic.com/de/videos,id223,vancanto_magic_taborea.html
  8. Bastian Emig auf der offiziellen In Legend Homepage: [1]
  9. http://www.peer-returns.com/
  10. Christoph Twickel: Öffentliche Spielplanwahl - Hoffnungslos vergurkt in Hamburg. In: Spiegel online. 18. Dezember 2011, abgerufen am 17. Dezember 2013.
  11. https://www.youtube.com/watch?v=Aeaz4s7q0Ag
  12. http://vancanto.de/

Weblinks[Bearbeiten]