Waldemar Schreckenberger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Waldemar Schreckenberger (* 12. November 1929 in Ludwigshafen) ist ein deutscher Jurist, Hochschullehrer und Politiker (CDU).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Waldemar Schreckenberger 2007

Nach dem Abitur studierte Schreckenberger Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie an den Universitäten in Mainz und Heidelberg. Er bestand beide Staatsexamina, promovierte 1959 mit der Arbeit Legalität und Moralität zum Doctor iuris utriusque und trat ein Jahr später in den öffentlichen Dienst ein. 1976 folgte seine Habilitation mit der Arbeit Rhetorische Semiotik. Im Anschluss wurde er als ordentlicher Professor an der Universität Mainz zugelassen. Seit 1978 dozierte er in den Fächern Rechtsphilosophie, Rechtspolitik und Gesetzgebungslehre an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Seine Forschungsschwerpunkte waren die rechtsphilosophische Grundlagenforschung, insbesondere rhetorische Semiotik sowie Gesetzgebungspolitik und -lehre. 1998 wurde er emeritiert. Seit 2001 ist er als selbstständiger Rechtsanwalt in Heidelberg tätig.

Neben seiner Hochschultätigkeit war Schreckenberger von 1974 bis 1994 Vizepräsident der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie. Außerdem war er von 1978 bis 1982 Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten.

Politik[Bearbeiten]

Schreckenberger trat in die CDU ein und amtierte von 1976 bis 1981 unter Ministerpräsident Bernhard Vogel als Staatssekretär (Chef der Staatskanzlei) des Landes Rheinland-Pfalz. Vom 12. Juni 1981 bis zum 5. Oktober 1982 leitete er das rheinland-pfälzische Justizministerium. Von 1982 bis 1989 war er beamteter Staatssekretär beim Bundeskanzler Helmut Kohl (der seinen Schulfreund auch öffentlich „Schrecki“ nannte). Als solcher war er von 1982 bis 1984 Chef des Bundeskanzleramtes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]