Wohratal

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Wohratal in Hessen. Für den gleichnamigen Naturraum, in dessen Gebiet u.a. große Teile der Gemeinde liegen, siehe Wohratal (Naturraum)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wohratal
Wohratal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wohratal hervorgehoben
50.9333333333338.9333333333333240Koordinaten: 50° 56′ N, 8° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 30,66 km²
Einwohner: 2372 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35288
Vorwahlen: 06453 und 06425Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 022
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Halsdorfer Straße 56
35288 Wohratal
Webpräsenz: www.wohratal.de
Bürgermeister: Peter Hartmann
Lage der Gemeinde Wohratal im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg) Biedenkopf Breidenbach Steffenberg Angelburg Bad Endbach Dautphetal Gladenbach Lohra Fronhausen Wetter (Hessen) Lahntal Rauschenberg Wohratal Cölbe Weimar (Lahn) Marburg Ebsdorfergrund Neustadt (Hessen) Kirchhain Amöneburg Stadtallendorf Nordrhein-Westfalen Landkreis Waldeck-Frankenberg Schwalm-Eder-Kreis Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Wohratal ist eine Gemeinde im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Wohratal liegt zwischen dem Kellerwald im Osten und dem Burgwald im Westen an der Wohra. Größere Nachbarstädte sind Kirchhain im Süden und Frankenberg im Nordwesten.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Wohratal grenzt im Norden an die Städte Rosenthal und Gemünden (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Osten an die Gemeinde Gilserberg (Schwalm-Eder-Kreis), sowie im Süden und Westen an die Gemeinde Rauschenberg (Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den vier Ortsteilen Wohra (Sitz der Gemeindeverwaltung), Halsdorf, Langendorf sowie Hertingshausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1970 wurde die Gemeinde Wohratal durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Halsdorf und Wohra neu gebildet. Am 1. April 1971 kamen Hertingshausen und Langendorf hinzu.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[3]

Gemeindewahl in Wohratal 2011
 %
50
40
30
20
10
0
44,4 %
25,6 %
25,2 %
4,8 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
+1,3 %p
+25,6 %p
-8,8 %p
-2,1 %p
-16 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,4 6 43,1 7
OLW Offene Liste Wohratal 25,6 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,2 4 34,0 5
BfW Bürger für Wohratal 4,8 1 6,9 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,0 2
Gesamt 100 15 100 15
Wahlbeteiligung in % 57,8 59,2

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Erhöht geteilt von rot und blau durch einen silbernen (weißen) Wellenbalken; oben drei silberne Sterne, unten ein silbernes Ordenskreuz.“

Neben dem Wellenbalken für die Namen gebende Wohra, stehen die Sterne und das Ordenskreuz für die vier Ortsteile der Gemeinde. Die Sterne erinnern an die frühere Grafschaft Ziegenhain, zu der das Gebiet gehörte, der Orden in der Form eines Malteserkreuzes mit der stilisierten Dornenkrone steht für das Hugenottendorf Hertingshausen.

Naturschutzgebiet Wacholderweide[Bearbeiten]

Das „Naturschutzgebiet Wacholderweide Langendorf“ zählt zu den Naturdenkmälern des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Für das Projekt kooperieren die Landkreisbehörden, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) sowie „Hessenforst“. Durch Kauf und Tausch wurden fünf bestehende Naturdenkmal-Flächen durch Zukauf erweitert und zu einem großflächigen Gebiet zusammengefasst. Im Dezember 2008 wurde die gesamte Fläche mit einem festen Zaun für die Ganzjahresbeweidung versehen. Im Frühling 2009 wurde ein Viehunterstand im „Langen Tal“ errichtet. Der Flächenerwerb und die Bauten wurden aus der naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe refinanziert.[4]

Das 15 Hektar große Areal wird von einer eigens dafür gegründeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) „Langendorfer Wacholderweide (Weideverein)“ gemanagt. Diese GbR ist ein als landwirtschaftlicher Betrieb staatlich anerkannter Weideverein. Die gegenwärtig (Juni 2009) zehn Mitglieder sind Tierzüchter und -halter aus Langendorf und Wohra. Die einbezogenen Tierarten reichen von Galloway-Rindern, über Fjordpferde, bis zu Burenziegen und Rhönschafen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wohratal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 402.
  3. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Wohratal, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 1. April 2011.
  4. a b Oberhessische Presse vom 23. Juni 2009, Seite 8