Breidenbach

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Breidenbach in Hessen; zu anderen Bedeutungen siehe Breidenbach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breidenbach
Breidenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breidenbach hervorgehoben
50.8866666666678.4541666666667320Koordinaten: 50° 53′ N, 8° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 44,83 km²
Einwohner: 6940 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35236
Vorwahl: 06465
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 005
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bachstraße 4–14
35236 Breidenbach
Webpräsenz: www.breidenbach.de
Bürgermeister: Christoph Felkl (SPD)
Lage der Gemeinde Breidenbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg) Biedenkopf Breidenbach Steffenberg Angelburg Bad Endbach Dautphetal Gladenbach Lohra Fronhausen Wetter (Hessen) Lahntal Rauschenberg Wohratal Cölbe Weimar (Lahn) Marburg Ebsdorfergrund Neustadt (Hessen) Kirchhain Amöneburg Stadtallendorf Nordrhein-Westfalen Landkreis Waldeck-Frankenberg Schwalm-Eder-Kreis Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Breidenbach ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Gemeinde ist nach dem größten Ortsteil im Zentrum der Gemeinde benannt.

Geografie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Breidenbach grenzt im Norden an die Stadt Biedenkopf, im Osten an die Gemeinde Dautphetal, im Süden an die Gemeinde Steffenberg (alle drei im Landkreis Marburg-Biedenkopf), sowie im Westen an die Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal (beide im Lahn-Dill-Kreis), sowie an die Stadt Bad Laasphe (im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Achenbach, Breidenbach, Kleingladenbach, Niederdieten, Oberdieten, Wiesenbach und Wolzhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hauptort wurde im Jahr 913 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Orten der Region. Seit 1146 nachgewiesen als Sitz der Herren von Breidenbach zu Breidenstein, die hier im späten 13. Jahrhundert die heute abgegangene Burg Breidenbach errichteten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 wurde die Nachbargemeinde Kleingladenbach eingegliedert. Am 1. Juli 1974 kamen Achenbach, Niederdieten, Oberdieten, Wiesenbach und Wolzhausen hinzu.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]

Gemeindewahl in
Breidenbach 2011
 %
50
40
30
20
10
0
43,5 %
35,2 %
21,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,5 %p
-4,9 %p
+2,5 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 43,5 12 41,0 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,2 9 40,1 11
BL Bürgerliste 21,4 6 18,9 5
Gesamt 100 27 100 27
Wahlbeteiligung in % 46,3 43,3

Bürgermeister[Bearbeiten]

Werner Reitz (SPD) wurde am 22. Oktober 2000 mit 59,7 % der Stimmen und am 15. Oktober 2006 erneut zum Bürgermeister gewählt. Am 28. Oktober 2012 wurde Christoph Felkl (SPD) mit 61 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Ortsvorsteher ist derzeit Armin Trust.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Ortsgemeinde Breidenbach wurde im Zuge der Gebietsreform 1974 auch das Wappen der Großgemeinde.

Wappen Breidenbach (Hessen).svgBlasonierung: In Silber ein breiter, schräglinks verlaufender, blauer Wellenbalken (Bach), belegt mit einem doppelten runden goldenen Wolfseisen, entlehnt dem Wappen der Herren von Breidenbach zu Breidenstein.

Sport[Bearbeiten]

Sportstätten[Bearbeiten]

Breidenbach besitzt zahlreiche Sportstätten, davon allein drei Sportplätze in der Kerngemeinde. Diese sind im Allgemeinen frei zugänglich und kostenlos nutzbar. Die Kerngemeinde bietet zwei Turnhallen, eine Kleinsporthalle und die Perftalhalle und in allen Ortsteilen zumindest einen Bolz- bzw. Fußballplatz. Im Ortsteil Niederdieten gibt es ein Freibad und in Kleingladenbach findet sich außerdem noch eine Skilaufbahn mit Skilift, weshalb die Gemeinde für Touristen attraktiv wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Kerngemeinde Breidenbach ist ein gut entwickelter, industriereicher Ort. Eine Vielzahl von Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten machen Breidenbach zum Zentrum der Gemeinde und der umliegenden Ortschaften.

Industrie[Bearbeiten]

Breidenbach verfügt über ein Industriegebiet (Industriegebiet West), in dem mittelständische Unternehmen wie z. B. Weber Maschinenbau oder Christmann & Pfeifer angesiedelt sind. Mit der Buderus Guss GmbH hat eine Bremsscheiben-Fertigungsstätte des ehemaligen Großkonzerns Buderus dort ihren Sitz. Im Ortsteil Oberdieten entsteht zurzeit das neue Gewerbegebiet „Auf dem Eberbach“. Die Kerngemeinde Breidenbach beschäftigt über 2.600 Arbeitnehmer.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Breidenbach ist mit Bussen an das ÖPNV-Netz des RMV angebunden. Folgende Linien fahren die Gemeinde an:

  • 491: Dillenburg–Niedereisenhausen–Biedenkopf (und zurück)
  • MR-52: Biedenkopf–Friedensdorf–Niedereisenhausen-Biedenkopf (und zurück)
  • MR-55: Niedereisenhausen–Breidenbach–Wolzhausen–Friedensdorf

Bildung und Kultur[Bearbeiten]

→ siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Breidenbach

Schulen[Bearbeiten]

Breidenbach besitzt folgende Schulen:

  • Breidenbach: Grundschule, Förderstufe und Hauptschule
  • Oberdieten: Grundschule
  • Wolzhausen: Grundschule

Kindergärten[Bearbeiten]

Breidenbach besitzt in folgenden Ortsteilen Kindergärten:

  • Breidenbach (zwei Kindergärten)
  • Oberdieten (evangelischer Kindergarten)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Luftaufnahmen der Ortsteile[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350 und 351.
  3. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Breidenbach, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 6. April 2011.
  4. Ortsbeiräte. Gemeinde Breidenbach, abgerufen am 29. Oktober 2012.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Karl Huth: Breidenbach: Mittelpunkt einer historischen Kleinlandschaft. Wetzlarer Verlags-Druckerei, Wetzlar 1963.
  •  Karl Huth, Gemeindevorstand der Gemeinde Breidenbach (Hrsg.): Die Gemeinde Breidenbach und ihre 7 Ortsteile im Wandel der Jahrhunderte. 1982.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Breidenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien