Änis Ben-Hatira

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Änis Ben-Hatira

Änis Ben-Hatira (2013)

Spielerinformationen
Geburtstag 18. Juli 1988
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 181 cm
Position Rechtes/Zentrales Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1992–1996 BSC Reinickendorf
1996–1999 Reinickendorfer Füchse
1999–2003 Hertha BSC
2003–2006 TeBe Berlin
2006 Hamburger SV
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2006–2010 Hamburger SV II 51 (16)
2007–2011 Hamburger SV 29 0(3)
2009–2010 MSV Duisburg (Leihe) 29 0(3)
2011–2016 Hertha BSC 70 (14)
2016– Eintracht Frankfurt 6 0(1)
Nationalmannschaft2
2006–2007 Deutschland U-19 8 0(4)
2007–2008 Deutschland U-20 6 0(0)
2009 Deutschland U-21 9 0(1)
2012– Tunesien 8 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 24. April 2016

2 Stand: 17. Juli 2015

Änis Ben-Hatira (* 18. Juli 1988 in Berlin) ist ein deutsch-tunesischer Fußballspieler, der auf der Position des Mittelfelds eingesetzt wird. Er steht seit 2016 beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ben-Hatira zog sich mit vier Jahren erstmals Fußballschuhe an und begann beim Berliner Club BSC Reinickendorf zu kicken.[1] Mit acht Jahren wurde er zu den Reinickendorfer Füchsen geholt, nachdem er von den Jugendtrainern der Füchse beim Ball hochhalten bzw. jonglieren beobachtet wurde.[2]

1999 ging er in die Jugendabteilung von Hertha BSC.[2] In der B-Jugend wechselte er zu Tennis Borussia Berlin.

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2006 wurde er vom Hamburger SV verpflichtet, der für Ben-Hatira eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von 25.000 € an TeBe überwies. Vor der Saison 2006/07 unterschrieb Ben-Hatira beim HSV einen Profivertrag. Seinen ersten Einsatz in der Bundesliga bestritt er am 24. Februar 2007 (23. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, als er für Mehdi Mahdavikia in der 76. Minute eingewechselt wurde. Sein erstes Bundesligaspiel von Anfang an bestritt er am 1. April 2007 (27. Spieltag) beim 1:0-Sieg im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, in dem er für Alexander Laas in der 81. Minute ausgewechselt wurde. Im Saisonverlauf kam er weitere dreimal in der Bundesliga zum Einsatz. Am 7. April 2007 (28. Spieltag) wurde er bei der 2:4-Niederlage im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart von Schiedsrichter Lutz Wagner in der 34. Minute mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, nachdem er Matthieu Delpierre gefoult hatte; daraufhin wurde er vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes für drei Spiele gesperrt. Im Mai 2007 verlängerte er seinen Vertrag beim HSV vorzeitig bis 2012. Bis zur Winterpause der Saison 2008/09 spielte er 39 Mal in der Regionalliga-Mannschaft und erzielte zehn Tore.

MSV Duisburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2009 wechselte Ben-Hatira auf Leihbasis zum MSV Duisburg, bei dem er mehr Spielpraxis bekommen sollte. Am 2. März 2009 (22. Spieltag), beim 2:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen, wurde er für Marcel Heller in der 77. Minute eingewechselt und erzielte sechs Minuten später das Siegtor, das gleichzeitig sein erstes Tor im Profifußball war. Nach Auslaufen der Leihfrist kehrte Ben-Hatira zunächst zum Hamburger SV zurück, wurde allerdings Ende August 2009 erneut für ein Jahr an den MSV Duisburg ausgeliehen.

Rückkehr zum HSV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. November 2010 (14. Spieltag) gab Ben-Hatira sein Comeback beim HSV in der Fußball-Bundesliga: Er wurde beim 4:2-Sieg im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart für Tunay Torun in der 79. Minute eingewechselt. Am 15. Januar 2011 (18. Spieltag), beim 1:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04, bestritt er schließlich sein erstes Bundesligaspiel über 90 Minuten für den HSV, nachdem er sich durch starke Leistungen im Wintertrainingslager in Dubai hervorgetan hatte. Am 19. Februar 2011 (23. Spieltag), beim 4:0-Sieg im Heimspiel gegen Werder Bremen, sorgte er fünf Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Bundesligator für den Endstand.

Hertha BSC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2011/12 wechselte Ben-Hatira vom HSV zu Hertha BSC. Über die Ablösemodalitäten wurden keine Angaben gemacht.[3] Ben-Hatira unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2015 gültigen Vertrag und erhielt das Trikot mit der Rückennummer 17.[4] Am 10. September 2011 (5. Spieltag) debütierte er bei der 1:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund für Hertha BSC. Sein erstes Tor für die Berliner erzielte er am 24. März 2012 (27. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05.[5] Am 5. Mai 2012 (34. Spieltag) gelangen ihm erstmals zwei Tore in einem Bundesligaspiel. Damit war er maßgeblich am 3:1-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim beteiligt. Mit dem Sieg sicherte sich der Bundesligaaufsteiger einen Platz in der Relegation um den Verbleib in dieser Spielklasse.[6]

Eintracht Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2016 wechselte Ben-Hatira zum Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt, bei dem er einen bis Saisonende gültigen Vertrag unterschrieb.[7] Am 19. März 2016 (27. Spieltag) wurde er zum Matchwinner, da er in seinem dritten Punktspiel für die Frankfurter den 1:0-Siegtreffer im Heimspiel gegen Hannover 96 in der 33. Minute erzielte.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ben-Hatira war deutscher U-19-Nationalspieler und hat an der U-19-Europameisterschaft 2007 teilgenommen. Dort erreichte er mit der deutschen Mannschaft das Halbfinale. Mit der U-21-Nationalmannschaft gewann Ben-Hatira 2009 die U-21-Europameisterschaft. Am 29. Februar 2012 debütierte Ben-Hatira in der Tunesischen Nationalmannschaft, die gegen die Auswahl Perus ein 1:1-Unentschieden erzielte.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft nahm er an den vom 14. bis 21. Oktober 2007 in Hyderabad (Indien) ausgetragenen 4. CISM-Militärweltspielen teil. Das Fußballturnier war für ihn und seine Mannschaft nach dem 1:1-Unentschieden gegen Kamerun und der 1:3-Niederlage gegen Nordkorea bereits nach der Vorrunde beendet.[8]

Ben-Hatira hat eine Zwillingsschwester und einen acht Jahre älteren Bruder, der bei der TSG Neustrelitz Fußball spielt.[9]

Er ist Gründungsmitglied der Kindersportstiftung des vormaligen Bundestagsabgeordneten Jörn Thießen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ich muss noch viel lernen“. In: aenisben-hatira.jimdo.com. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
  2. a b Michael Jahn: Es war alles echt und ehrlicher Fußball. In: berliner-zeitung.de. 30. Oktober 2013, abgerufen am 19. Dezember 2015.
  3. Pressemitteilung auf der Homepage des Hamburger SV
  4. Pressemitteilung auf der Homepage von Hertha BSC
  5. Spielbericht auf kicker.de
  6. Spielbericht auf kicker.de
  7. Änis Ben-Hatira wechselt zu Eintracht Frankfurt eintracht.de, am 1. Februar 2016, abgerufen am 1. Februar 2016
  8. Spielplan (Memento vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive) (über Players – By Event und Results – By Event)
  9. Steckbrief von Aymen Ben-Hatira (Memento vom 30. Dezember 2013 im Internet Archive) auf der Homepage der TSG Neustrelitz.