Évry-Courcouronnes

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Évry-Courcouronnes
Évry-Courcouronnes (Frankreich)
Évry-Courcouronnes
Region Île-de-France
Département Essonne (Präfektur)
Arrondissement Évry
Kanton Évry
Gemeindeverband Grand Paris Sud Seine-Essonne-Sénart
Koordinaten 48° 37′ N, 2° 26′ OKoordinaten: 48° 37′ N, 2° 26′ O
Höhe 32–96 m
Fläche 12,7 km2
Einwohner 68.090 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 5.361 Einw./km2
Postleitzahl 91000, 91080
INSEE-Code
Website https://evrycourcouronnes.fr/

Évry-Courcouronnes ist eine französische Gemeinde mit 68.090 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016, Summe der ehemaligen Gemeinden Évry und Courcouronnes) im Département Essonne in der Region Île-de-France. Sie ist Sitz der Unterpräfektur des Arrondissements Évry und Sitz des Bureau centralisateur des Kantons Évry.

Sie entstand als Commune nouvelle mit Wirkung vom 1. Januar 2019, indem die bisherigen Gemeinden Évry und Courcouronnes fusioniert wurden und in der neuen Gemeinde den Status einer Commune déléguée haben. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ort Évry.[1]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteil ehemaliger
INSEE-Code
Fläche (km²) Einwohnerzahl (2016)
Évry (Verwaltungssitz) 91228 8,33 54.663
Courcouronnes 91182 4,37 13.427

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Évry-Courcouronnes liegt im Tal der Seine ca. 30 km (Fahrtstrecke) südlich von Paris.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Geschichte der beiden Orte siehe

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Évry[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde befanden sich mehrere Schlösser, die jedoch allesamt zerstört sind. Das bekannteste war das im 17. Jahrhundert erbaute Château de Petit-Bourg, welches im Jahr 1795 von Madame de Montespan, der Mätresse Ludwigs XIV. erworben und umgebaut wurde. Nach ihrem Tod (1707) wechselte es mehrfach den Besitzer und wurde nach 1756 komplett erneuert. Es überstand die Revolutionsjahre, wurde aber im Jahr 1944 bei ihrem Rückzug von den Deutschen gesprengt und in den 1950er Jahren komplett abgerissen. An seiner Stelle entstand ein neuer Wohnblock.
  • Die neue Architektur der Stadt war von Beginn an umstritten. Inzwischen sind jedoch einige interessantere Bauvorhaben umgesetzt worden. Dazu gehören auch ein buddhistischer Tempel, ein Dominikanerkloster und eine Kathedrale.
  • Die Kathedrale der Auferstehung (französisch: Cathédrale de la Résurrection Evry) war die erste Kathedrale, die seit mehr als 100 Jahren in Frankreich errichtet wurde. Sie wurde in den Jahren 1991 bis 1995 vom Schweizer Architekten Mario Botta erbaut. Dieser setzte dabei ganz auf die Wirkung des Ziegels als Gestaltungselement und schuf zwei Mauerringe aus schlichtem Ziegel-Sichtmauerwerk.

Courconnes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité-de-la-Très-Sainte-Vierge
  • Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité-de-la-Très-Sainte-Vierge
  • Kirche Saint-Guénault
  • Parc et Dame du Lac

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Évry-Courcouronnes befindet sich die Hochschule für Kulturmanagement (Administration de la Musique et du Spectacle Vivant) an der Université d'Évry – Val d'Essonne (DESS). Die Hochschule unterhält eine Partnerschaft mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und bietet dadurch die Möglichkeit, einen zweifachen Master-Titel zu erwerben.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Évry-Courcouronnes hat über Évry eine Partnerschaft mit dem palästinensischen Flüchtlingslager Chan Junis im Gazastreifen. Darüber hinaus unterhält es Städtepartnerschaften (Jumelages) mit folgenden Orten:[2]

Weitere Partnerschaften bestehen im Rahmen der Communauté d’Agglomération Grand Paris Sud mit Kayes und Bamako in Mali sowie mit den Hauptstädten Dakar in Senegal und Nouakchott in Mauretanien. Courcouronnes pflegt seit 2010 eine Partnerschaft mit der Stadt Bikele in Gabun.

Persönlichkeiten aus Évry[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten aus Courconnes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de l’Essonne. Flohic Éditions, Paris 2001, 2 Bände, ISBN 2-84234-126-0, S. 376–390.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Évry-Courcouronnes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erlass der Präfektur No. 2018-PREF-DRCL-540 über die Bildung der Commune nouvelle Évry-Courcouronnes vom 12. Oktober 2018.
  2. Évry – Coopération et jumelage