Mario Botta

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Mario Botta
Banca del Gottardo in Lugano, 1982–1988
MART Rovereto, 1988–2002
Chiesa di San Giovanni Battista in Mogno, 1986–1996
Verwaltungsgebäude der Firma Harting in Minden, 1999–2001
Dortmund, Stadt- und Landesbibliothek, 1995–1999
Früherer Sitz der UBS und jetziger Zweitsitz der BIZ, Basel, 1986–1995
La Fortezza, Maastricht, 1990–2000

Mario Botta (* 1. April 1943 in Mendrisio, Kanton Tessin) ist ein Schweizer Architekt und Mitbegründer, Architekturprofessor und Leiter der (Accademia di Architettura) der Università della Svizzera italiana in Mendrisio.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 15-Jähriger begann Botta eine Lehre als Hochbauzeichner bei Tita Carloni in Lugano (1958–1961). Anschließend besuchte er das Liceo Artistico in Mailand. Von 1964 bis 1969 studierte er Architektur am IUAV Istituto Universitario d’Architettura di Venezia, wo er 1969 bei Carlo Scarpa und Giuseppe Mazzariol diplomierte. Noch im selben Jahr eröffnete er ein eigenes Architekturbüro in Lugano. In seiner weiteren Ausbildung hatte er Kontakt mit den Architektenlegenden Carlo Scarpa, Le Corbusier, Louis I. Kahn und Luigi Snozzi, deren Einfluss in vielen seiner Bauten sichtbar wird.[1] Botta gilt zudem als wichtigster Vertreter der in den 1970er Jahren bekannt gewordenen „Tessiner Schule“ und Bewunderer der Romanischen Architektur.

Mario Botta arbeitet oft mit massiven Baumaterialien, wie Naturstein, Backstein oder Beton. Der rationalistische Stil Bottas setzt sich aus einer streng geometrischen, schlichten Formensprache und Bestandteilen wie Licht und Schatten zusammen. Diese Kombination lässt die oft sehr massiven Baukörper leicht und elegant erscheinen. Botta verwendet beim Entwerfen seiner unverkennbaren Werke immer dieselben architektonischen Elemente aus einem unerschöpflich grossen Formenspektrum.

Viele seiner Werke findet man in seiner Heimat, dem Tessin. Mario Botta ist aber weltweit tätig und hat weit über die Grenzen der Schweiz hinaus viele Bewunderer.

Mario Botta wurde bereits 1983 zum Titularprofessor der Eidgenössischen Hochschule in Lausanne (EPFL) und zum Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA ernannt. Botta hatte wesentlichen Anteil an der Gründung des Fachbereichs Architektur (Accademia di Architettura) der Università della Svizzera italiana in Mendrisio, an der er seit 1996 mit Aurelio Galfetti, Kenneth Frampton und Peter Zumthor lehrt. 2011 wurde er zum Leiter der Accademia di Architettura ernannt; er folgte auf den Bündner Architekten Valentin Bearth.[2]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botta ist verheiratet und Vater dreier Kinder, die seit 1998 mit ihm zusammenarbeiten. Er lebt und arbeitet seit 2011 in Mendrisio.[3][4]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Meister der Präzision, keine Fuge ist an der falschen Stelle. (Siegbert Keller über Mario Botta, civitas 7/8 2002)
  • Die Ideen des Lebens sind stärker als die der Architektur (Mario Botta)
  • Meine Bauten entsprechen in ihrer kompakten Form wahrscheinlich dem Bedürfnis des Menschen nach Geborgenheit, einem Gefühl, das in unserer heutigen Welt, in der der Alltag immer härter wird, wieder eine der wichtigsten Anforderungen an Architektur ist. (NZZ Folio, Zürich: 09/1991)

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997/1998: Mario Botta: Das Projekt Museum Jean Tinguely Basel, Museum Jean Tinguely Basel[11]
  • 2010/2011: Mario Botta. Architetture 1960-2010, Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto (MART), Rovereto.[12]
  • 2011: Mario Botta - Architektur und Gedächtnis, Centre Dürrenmatt Neuchâtel[13]
  • 2018: Spazio Sacro - Mario Botta, Pinacoteca Comunale Casa Rusca, Locarno[14]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur über Botta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emilio Battisti (Hrsg.): Mario Botta : architetture e progetti negli anni 70. Mailand: Electa, 1981
  • Harriet S. Bee (Hrsg.): Mario Botta : exhibition. New York: MOMA, 1987. ISBN 0-87070-258-0.
  • Helena Bernal: Mario Botta. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz – Dizionario Teatrale Svizzero. Band 1, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 251 f. (italienisch)
  • Gabriele Cappellato (Hrsg.): Mario Botta. Light and gravity. Architecture 1993–2003. Prestel Verlag, München 2003. ISBN 3-7913-3186-8.
  • Philip Jodidio: Mario Botta, Taschen Verlag, Köln 2003, ISBN 3-8228-2344-9 (knapper Überblick über Leben und Werk mit ausgezeichneten farb. Abbildungen und Illustrationen)
  • Emilio Pizzi (Hrsg.): Mario Botta. Bologna: Zanichelli, 1991. ISBN 88-08-07228-2.

Dokumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie (whoswho.de) abgerufen am 20. Januar 2013
  2. „Neue Rolle für Tessiner Architekten Mario Botta“, NZZ, 1. September 2011
  3. http://www.botta.ch/it/STUDIO
  4. Gerhard Lob: An der Architekturakademie von Mendrisio hat Mario Botta ein Zeichen gesetzt - Theater der Architektur, Tessinerzeitung, Locarno 9. Februar 2018, S. 3
  5. Liste der Ehrendoktoren der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg (Schweiz) (Memento vom 7. August 2011 im Internet Archive)
  6. Ernennungen im Vatikan, 23. Februar 2013
  7. https://www.nextroom.at/building.php?id=2095
  8. gesichterderstadt.wordpress.com: Thermoselect Anlage
  9. granatalm.at: Granatkapelle
  10. Luzerner Zeitung vom 30. März 2017
  11. Ausstellung Mario Botta 9. Dezember.1997 – 20. April 1998 auf Website tinguely.ch
  12. FAZ vom 3. November 2010, Seite 32: Dressur des Monumentalismus
  13. Grosse Sonderausstellung zum Architekturschaffen (1960-2010) von Mario Botta im Centre Dürrenmatt Neuchâtel 2. April 2011 – 14. August 2011
  14. Casa Rusca
  15. originally published in Italian as: Architettura e ambiente. Note per una conferenza di Mario Botta, in: Mario Botta 1978-1982. Il laboratorio di architettura, Electa Editrice, Milano 1983, S. 115–116

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mario Botta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien